Karsten K. Panzer PerZan
Die Ausstellung "CROSSING OVER - A Metasystem of Genes & Arts" - Painting, Poster, Objects wurde vom 23. September 2002 bis 13. Oktober 2002 in der Galerie des Künstlerhofes Buch und dem Foyer des Max Delbrück Communications Center (MDC.C) am MDC, Max-Delbrück Centrum für Molekulare Medizin, in Berlin- Buch, in Zusammenarbeit mit der Internationalen Konferenz für Strukturelle Genomforschung, ICSG 2002, gezeigt. Vier der Arbeiten konnten im Anschluss an die Ausstellung angekauft werden.

Einladung zur Ausstellung
PerZan über seine Kunst:
"Die explodierende Fülle von Informationen sorgt einerseits für eine überwältigende Entwicklung in Naturwissenschaft und Technologie, aber andererseits wird eine umfassende und interdisziplinäre Kommunikation der Ergebnisse unmöglich, sie verliert sich in der Sprachlosigkeit der getrennten Terminologien und der Nichtübertragbarkeit ihrer Symbole.

Foyer des MDC.C
Notwendig, wenn nicht zwingend, ist eine "Metasprache" als interdisziplinäre Verknüpfung und "Grammatik" der Fachsprachen bei deren spezifischer Wahrnehmung und Deutung unserer Wirklichkeit. Gerade in der Komplexität von Genetik und Biotechnologie gilt es, ein solches Transfersystem zügig zu entfalten, bevor uns die Kontrolle und der Überblick entgleiten.
Foyer des MDC.C
Die interdisziplinären Projekte des Kölner Künstlers und Forschers Karsten K. Panzer PerZan (54) entwickeln eine derartige Grammatik von Biologie und Ästhetik, von Naturwissenschaft und Kunst. Aus einem systemischen Analogieverfahren zwischen den binären Codes der genetischen DNA und dem des chinesisch-archaischen Elementarwerkes "I Ging" (Buch der Wandlungen) konstituiert PerZan eine verbindende und verbindliche Struktursprache mit der Farbe als Moderator und Vehikel.
Im Zusammenwirken mit Naturwissenschaftlern, besonders den Molekularbiologen, Genetikern und Physikern werden die Schnittstellen herausgefunden und die Übertragbarkeit der Befunde und Informationen geprüft und –ganz in der Vision des Hesse`schen "Glasperlenspiels"- auf ein gemeinsames Regelwerk zurückgeführt.
Foyer des MDC.C
Die Kooperation mit Forschern und Instituten der ganzen Republik, so auch des Berliner Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin, begründeten das gemeinsame Projekt mit der Galerie des Künstlerhofes Buch der Akademie der Künste, Berlin, als Institution und Repräsentant der Kunst. Die großformatigen, farbstarken Ölbilder und Inkjet-Plotter auf Leinwand von genetischen Strukturen spiegeln "Kunst" als ein "Aneignungsmodell der Wirklichkeit", so PerZan, und schaffen nicht nur eine inzwischen vielfach bestätigte Brücke zur Naturforschung, sondern machen diese für den oft überforderten Bürger auch transparent und "sinnlich verfügbar". Panzer "portraitiert Moleküle", schreibt folgerichtig die Kölner Rundschau....
Foyer des MDC.C
Die PerZan´sche Metasprache beschreibt die Schnittstellen organischer und geistiger Informationen über ein großartiges, kompatibeles Strukturwerk, dessen Bildwerke, Objekte und Poster dem Gemeinschaftsprojekt ein hohes Maß an Eingängigkeit und Transparenz vermitteln. Sie belegt auf eindrucksvolle Weise das Zusammenwirken von wissenschaftlicher Analyse und künstlerischer Intuition und bestärkt so die Hoffnung auf ein universelles Kommunikationsinstrument der Kulturen und Disziplinen."
Karsten K. Panzer PerZan
Kurzbiografie
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1948 | geboren in Göttingen. Studien der Medizin, Ökonomie und Publizistik. Langwährende Arbeitsaufenthalte als Journalist in Spanien, Frankreich, Italien, Südamerika und Korea. |
| 1993 | Rheinisches Industriemuseum, Engelskirchen "Kühlungsborner Kolloquium" des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC), Berlin/ Vilm |
| 1994 | ZIF - Zentrum für Interdisziplinäre Forschung und Kunstverein Bielefeld Städtische Galerie Villa Zanders, Bergisch Gladbach (Installation) |
| 1995 | Joseph-Haubrich-Kunsthalle, KölnKunst 4 (Gruppe) |
| 1996 | Akademie der Künste, Berlin-Buch |
| 1997 | Hochschule der Künste, Berlin |
| 1998 | "Life Codes – von Geist und Genen", Wissenschaftszentrum des Stifterverbandes f. d. Deutsche Wissenschaft, Bonn |
| 1999 | "Life Codes", Museum Malakowturm, Medizinhistorische Sammlung der Ruhr-Universität, Bochum |
| 2000 | "I Gene Visions", Eröffnungsprojekt FH-Rhein-Sieg, St. Augustin Stapelhaus-Galerie, Berufsverband Bildender Künstler (BBK e. V.), Köln Weltkongress "Biotechnology 2000", Internationales Congress Centrum (ICC), Berlin Kunstpreis der Stadt Bonn, Nominierung |
| 2001 | "conSequenzen", Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen, Ahrweiler European Bio-Gen-Tec-Forum, Köln "Farbe: Code, Raum und Funktion", Gesellschaft für Kunst und Gestaltung, Bonn |
| 2002 | "Science `n Art Summer Camp", Galerie Lothringer 13, München "Crossing Over", Interdisziplinäres Projekt im Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin u. Galerie Künstlerhof Buch der Akademie der Künste, Berlin |
| 2003 | "Blue Genes" - zur Metasprache von Wissenschaft u. Kunst, Max-Planck Institut für Molekulare Zellbiologie, Dresden "natural-digital" Technologie Zentrum, Bergisch Gladbach "Kunst am Bau"-Project, Institut für Biochemie der Universität Köln |
| 2004 | "HGM 2004", 9th Annual Human Genome Meeting of HUGO, Berlin International Conference on Arabidopsis Research, Berlin |
| 2005 | 30. Deutscher Evangelischer Kirchentag, Themenzelt "Gene 2", Hannover |
| 2006 | Xth International EGREPA Conference, Cologne "Die Farben der Gene" , DKFZ Heidelberg (German Cancer Reseacrh Centre) Installation zum Per2 Time-Gen, Central Institute of Mental Health, Mannheim "Visual Cultures in Art and Science" Workshop, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) |
| 2007 | Projekt für die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik: "UrSachen" - Metasystemische Materialien zum Genom des Homo Neanderthalensis" Museum für Neue Kunst am ZKM (Zentrum für Kunst & Medientechnologie), Karlsruhe |
Weitere Informationen finden Sie unter www.perzan.de.

