Open Access am MDC
Open Access (OA) bezeichnet das Ziel, wissenschaftliche Literatur und Materialien im Internet kostenlos und ohne Lizenzbeschränkungen zugänglich zu machen.
Es gibt zwei Wege mit vielen Variationen, um Open Access in die Tat umzusetzen. Beim Open Access Publishing, auch bekannt als der "goldene Weg" zu OA, sind die Artikel der Zeitschriften sofort bei Veröffentlichung frei zugänglich. Ein Beispiel für solch einen Open-Access-Verleger ist die Public Library of Science (PLoS). Andere OA-Zeitschriften sind zu finden beim Directory of Open Access Journals (DOAJ) oder beim Open J-Gate.
Im Falle von Open Access Self-archiving, auch genannt der "grüne Weg" zu OA, veröffentlichen die Autoren eine Kopie ihrer Aufsätze selbst (Zweitveröffentlichung), normalerweise in einem institutionellen Repositorium. Die meisten Verleger haben bereits grünes Licht für die Selbstarchivierung der Autoren gegeben, nachzulesen in der Liste "Publisher Copyright Policies and Self-Archiving" auf der SHERPA-Website.
Für Verleger, die noch keine Copyright-Bestimmungen für die Selbstarchivierung der Aufsätze von Autoren anbieten, empfiehlt die Rechtsabteilung sowie die Bibliothek des Max-Delbrück-Centrums folgenden Passus in den Autorenvertrag einzufügen:
»Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin hat das Recht, den Artikel mit dem Zeitpunkt seines Erscheinens (alternativ 3 oder 6 Monate nach Erscheinen des Artikels) der Öffentlichkeit über das Internet oder sonstiger Form frei zugänglich zu machen.«
Der grüne Weg am MDC
Die MDC-Bibliothek hat einen Dokumenten-Server für die Hinterlegung und den freien Zugang zu Publikationen der Autoren des MDC implementiert. Sie setzt damit die Forderung der HGF-Mitgliederversammlung nach freiem Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen um. Die Implementierung von Open Access am MDC erfolgt in erster Linie auf dem grünen Weg. Das bedeutet, dass solche Volltexte, die in der MDC Publikationsdatenbank vorhanden sind, zusätzlich dazu im Institutionellen Repositorium des MDC vom Personal der Bibliothek hinterlegt werden (zurück bis 2004).
Hinsichtlich der Qualitätssicherung werden lediglich Postprints (peer-reviewed) und keine Preprints verwendet.
Die Implementierung von Open Access birgt viele Vorteile:
- weltweit größere Wahrnehmung des MDC durch Finden von Zitaten und Volltexten bei Google und anderen Suchmaschinen
- weitere Verbreitung der wissenschaftlichen Ergebnisse des MDC
- häufigeres Zitieren, weil es einfacher ist, an den Volltext zu gelangen (PLoS Biology 4(5):e176)
- Bekanntheitsgrad des Wissenschaftlers und des MDC selbst steigt
- Wissenschaftler haben weiterhin die Möglichkeit ihre Resultate in hochrangigen Zeitschriften zu veröffentlichen
Diese PDF-Datei (445 K) zeigt die beliebtesten Verleger der Autoren des MDC.
Fragen zu Open Access
Um rechtliche Unklarheiten im Hinblick auf Autorenverträge und Copyright-Bestimmungen zu klären, wenden Sie sich bitte an Christine Rieffel-Braune. Andere Aspekte technischer oder praktischer Art werden von Monika Eidt beantwortet.
Zusätzliche Links
FAQ-Liste zu den Themenfeldern Open Access und Urheberrecht
Briefing Paper der Arbeitsgruppe Open Access der Wissenschaftsorganisationen
Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen
Bethesda Statement on Open Access Publishing [en]
Budapest Open Access Initiative [en]
SHERPA/RoMEO: Publisher copyright policies & self-archiving [en]
Scholarly Publishing and Academic Resources Coalition (SPARC) [en]
Helmholtz Open Access Newsletter | Archiv
Openarchives.eu: Europäischer Leitfaden für digitale Repositorien [en]

