Presse 2011

 

 

22. Oktober 2011

KAP Stipendiatin Dr. Verena Schöwel erhält Posterpreis

Die KAP Stipendiatin Dr. Verena Schöwel erhielt auf dem World Muscle Society Kongress 19.10.-23.10.2011 in Portugal einen Posterpreis für ihre Arbeiten zur Myostatin-Blockade bei Dysferlin-defizienter Muskeldystrophie (LGMD2B/MM). Das KAP Stipendium bietet Ärzten der Charité die Möglichkeit, eine strukturierte wissenschaftliche Ausbildung in einer Arbeitsgruppe des Max-Delbrück-Centrums zu erhalten.

 

 

Nr. 34/ 2. August 2011

Verschwundenes Erbgut lässt Tumorzellen wachsen

Verlust eines Gen-Regulators entscheidend für eine seltene Form von Hautkrebs

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Max-Planck Instituts für Molekulare Genetik Berlin sowie vier weiteren deutschen Institutionen ist es gelungen, einen spezifischen Genverlust bei einem bestimmten menschlichen Lymphom nachzuweisen, dessen Entstehung bisher weitgehend unklar ist. Sie untersuchten das sogenannte Sézary Syndrom. Dabei handelt es sich um eine aggressive Krebserkrankung aus der Gruppe der primären Hautlymphome, sogenannter „primär kutaner Lymphome“. Die Ergebnisse der Studie, die in der aktuellen Ausgabe des Journal of Experimental Medicine* veröffentlicht sind, liefern grundlegend neue Einblicke in die Entstehung und Entwicklung des Sézary Syndroms und möglicherweise auch anderer menschlicher Lymphome.

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Nr. 22/ 17. Juni 2011

Bandwurmmittel stoppt Metastasen bei Dickdarmkrebs

Erste Ergebnisse bei Mäusen – klinische Studien geplant

Ein Wirkstoff, der seit rund 60 Jahren als Medikament gegen Bandwürmer eingesetzt wird, wirkt offenbar auch gegen Metastasen bei Dickdarmkrebs. Das haben jetzt Untersuchungen mit Mäusen ergeben. Der Wirkstoff schaltet ein Gen aus, das bei Darmkrebs Metastasen auslöst. Das hat Prof. Ulrike Stein (Experimental and Clinical Research Center des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin, MDC/Charité - Universitätsmedizin Berlin auf dem Campus Berlin-Buch) mit ihrer Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit Prof. Robert H. Shoemaker vom National Cancer Institute (NCI) in Frederick, Maryland, USA entdeckt (Journal of the National Cancer Institute, Vol. 103, Nr. 12, 17. Juni 2011)*. Mit Prof. Peter M. Schlag (Charité Comprehensive Cancer Center) sind bereits Planungen zur klinischen Prüfung angelaufen.

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Nr. 18/ 6. Juni 2011

Überlebensnische für Krebszellen

Krebszellen wachsen nicht überall im Körper gleich gut. Häufig schaffen sie sich erst die Bedingungen, damit sie wachsen können. So hat die Forschung vor vielen Jahren entdeckt, dass feste Tumoren Blutgefäße anlocken, um sich zu ernähren, indem sie bestimmte Faktoren ausschütten. Jetzt haben die Immunologin Dr. Uta Höpken (Forschungsgruppe Tumor- und Immungenetik am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch in der Helmholtz-Gemeinschaft) und der Hämatologe Dr. Armin Rehm (Charité – Virchow-Klinikum, Klinik für Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie, MDC) erstmals zeigen können, dass auch Formen von Lymphdrüsenkrebs sich ihre eigene Überlebensnische schaffen (Blood, doi:10.1182/blood-2010-11-321265)*.

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18. April 2011

Neues Verfahren revolutioniert den Blick auf das schlagende Herz

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben ein hocheffizientes bildgebendes Verfahren zur Darstellung des arbeitenden menschlichen Herzens entwickelt. Die dabei in einem der weltweit stärksten Kernspintomographen erzeugten Bilder, dessen Leistung dem 150.000-fachen des Magnetfelds der Erde entspricht, weisen eine vielfach höhere Auflösung als herkömmlich generierte Bilder auf.

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16. Februar 2011

Den genetischen Ursachen von Herzklappenfehlern auf der Spur

Forscher aus Amsterdam, Newcastle und Berlin finden Genmutationen bei Ebstein-Anomalie

Die Ebstein-Anomalie ist eine seltene angeborene Herzklappenerkrankung. Forscher des Academic Medical Center Amsterdam in den Niederlanden, der Universität von Newcastle, Großbritannien, und vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch konnten jetzt bei Patienten mit Ebstein-Anomalie Mutationen in einem Gen nachweisen, das eine wichtige Rolle für die Struktur des Herzens spielt. Die Forscher hoffen, dass diese Erkenntnisse zu schnelleren Diagnoseverfahren sowie zu gezielteren neuen Behandlungsmethoden führen (Circulation Cardiovascular Genetics, DOI: 10.1161/CIRCGENETICS.110.957985)*.

 

26. Januar 2011

MDC-Forscher und klinische Partner entdecken Blutdruckregler in der Leber, der allein durch Wassertrinken aktiviert wird

Seit 60 Jahren hat die Wissenschaft danach gesucht. Jetzt sind Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, des Zentrums für experimentelle und klinische Forschung (ECRC) von MDC und Charité und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) fündig geworden. In der Leber von Mäusen haben Dr. Stefan Lechner und Prof. Gary R. Lewin (beide MDC) sowie Prof. Friedrich C. Luft (ECRC) und Prof. Jens Jordan (ECRC; jetzt MHH) eine neue Gruppe von Sensoren entdeckt, die die Blutdruck- und Stoffwechselregulation steuern. Diese außerhalb des Gehirns nachgewiesene Schaltzentrale wird allein durch Wasseraufnahme aktiviert und führt bei kranken und älteren Menschen zur Erhöhung des Blutdrucks (Neuron, Vol. Nr. 69 (2) pp. 332-344)*.