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Home >  Archiv  >  2011

 

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Flüchtiges Phantom erfolgreich gestellt

Gruppe Jentsch findet lange gesuchtes Schlüsselmolekül für den Geruchssinn und zeigt: Mäuse brauchen es nicht!

In praktisch jedem modernen Lehrbuch über Sinneswahrnehmungen findet man im Kapitel Geruchssinn folgende Darstellung, wie das Gehirn Gerüche wahrnimmt: Flüchtige Duftmoleküle, heißt es da, gelangen in die Nase und binden dort an Rezeptorproteine an der Oberfläche von spezialisierten Neuronen, den Riechsinneszellen. Dort öffnen sich Ionenkanäle in der Zellmembran. Positiv geladene Natrium- und Calciumionen strömen in die Zelle. Beim Riechen galt der Einstrom von Calcium jedoch bisher hauptsächlich als Auslöser für die Öffnung eines weiteren Kanals, der das Signal verstärkt. Durch diesen strömen negativ geladene Ionen, vor allem Chloridionen, aus der Zelle, wodurch die elektrische Spannung über der Zellmembran noch weiter vergrößert wird. Dieser zweite Kanal konnte aber bisher noch nicht identifiziert werden. Im Labor von Thomas Jentsch am FMP und MDC ist das jetzt gelungen, und zwar mit einem überraschenden Ergebnis: Mäuse kommen beim Riechen auch sehr gut ohne ihn aus. Ihre Ergebnisse haben die Forscher in der Juni-Ausgabe von Nature Neuroscience vorgestellt.

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The first full census of a mammalian cell

MDC researchers track the output of an entire mammalian genome from DNA to proteins for the first time

Scientists at the MDC's Berlin Institute for Medical Systems Biology have managed, for the first time, to solve a central question in molecular biology: they have tracked the complete production of RNAs and proteins from a mammalian genome. The study, carried out by the groups of Matthias Selbach, Wei Chen, and Jana Wolf, measures quantities, lifetimes, and rates of synthesis for RNAs and proteins, providing essential quantitative data for biologists across the world. The work appears in the May issue of Nature.

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Leapfrogging the genome of a flatworm

A creative combination of methods gives scientists a head start on the transcriptome of planaria and other organisms

A crucial step in understanding the biology of organisms is to have a complete list of the molecules that can be produced by their cells. Normally this requires a full genome sequence and a range of experiments to detect the RNAs and proteins it produces. Now four groups from BIMSB have combined methods in a unique way to obtain much of this information and create a detailed version of a genome in the absence of the full sequence, which will allow scientists to leap ahead in their work. The paper appears in the July edition of Genome Research.

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Brudermord unter T-Zellen

Woran bei der Heilung von Krebspatienten mit Hilfe ihrer eigenen Immunabwehr gedacht werden muss

Einer der vielversprechendsten neuen Ansätze im Kampf gegen Krebs ist der Versuch, das Immunsystem des Patienten darauf zu trainieren, dass es den Tumor bekämpft. Die Idee ist es, T-Zellen aus dem Blut von Patienten zu gewinnen und sie mit Molekülen auszustatten die in der Lage sind, Krebszellen zu erkennen. Diese T-Zellen würden dann schnell im Labor vermehrt und dem Patienten zurückverpflanzt. Die MDC-Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Wolfgang Uckert hat jetzt in Zusammenarbeit mit der Gruppe von Prof. Dolores J. Schendel aus dem HelmholtzZentrum München eines der Probleme aufgedeckt, welche dieses bislang verhindern. Ihre Arbeit ist in einer aktuellen Ausgabe des Journal of Clinical Investigation erschienen.

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Das Comeback der Ratte

Neue gentechnologische Methoden machen die Ratte wieder zu einem bedeutenden Modell für die Biomedizinische Forschung

Im Zeitalter der modernen Genetik war die Forschung an Ratten dadurch begrenzt, dass Instrumente zur Manipulation von Rattengenen fehlten. Deshalb war dieses wichtige Tiermodell zuletzt weniger stark gefragt als zum Beispiel die Maus oder die Fruchtfliege. Das ist unbefriedigend, weil Ratten mit unserer Spezies viel enger verwandt sind und deshalb eigentlich mehr Erkenntnisse über die Natur von Krankheiten des Menschen liefern könnten. Zwei neuere, in Nature Methods und Methods veröffentlichte Studien von Dr. Zsuzsanna Izsvák und Dr. Zoltán Ivics geben den Forschern jetzt die nötigen Werkzeuge in die Hand, die es der Ratte ermöglichen könnten, im Labor zu reüssieren.

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