Nr. 13/27. September 2001

“Meine Gene und ich”

Berliner und Münchner Helmholtz-Zentren auf Warschauer Wissenschaftsfestival

Zwei Forschungseinrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. aus Berlin und München nehmen erstmals in diesem Jahr am polnischen Wissenschaftsfestival in Warschau teil. Es sind das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch mit dem “Gläsernen Labor” und das GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit aus Neuherberg bei München.

“Meine Gene und ich” - unter diesem Titel lässt Dr. Christian Unger am 29. September im Institut für Biochemie und Biophysik (IBB) der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Besucher aus Früchten und aus menschlichen Zellen DNA isolieren. Wie man Trinkwasser aus Flüssen gewinnt, zeigt Prof. Dr. Piotr Maloszewski vom GSF-Institut für Hydrologie am Informatikzentrum der Landwirtschaftlichen Universität von Warschau ebenfalls am 29. September. Der polnische Wissenschaftler arbeitet seit 1984 bei der GSF. Neben den beiden Forschungseinrichtungen aus Deutschland nehmen nach Angaben von Prof. Magdalena Fikus, einer der Organisatoren des Wissenschaftsfestivals vom IBB, auch zwei Institute aus Großbritannien teil.

 

Das zehntägige Warschauer Wissenschaftsfestival wurde am 20. September in der Konzert Halle des polnischen Radios eröffnet. Rund 150 Institute der Warschauer Universität haben für das Festival über 400 verschiedene Programmpunkte aufgestellt. Nach Angaben der Organisatoren wird es vom Staat sowie von einem Fernsehsender und mehreren wissenschaftlichen Zeitschriftenverlagen unterstützt. Über 50 Prozent der anfallenden Kosten tragen die Institute selbst. Das Wissenschaftsfestival hatten Prof. Fikus und weitere Wissenschaftler 1997 initiiert.

 

Erst kürzlich waren in Berlin der erste “Wissenschaftssommer” sowie die erste  “Lange Nacht der Wissenschaften” zu Ende gegangen. Auch das MDC und das Gläserne Labor hatten daran teilgenommen. Die Veranstaltungen waren auf große Resonanz in der Bevölkerung gestoßen.

 

Barbara Bachtler
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