Nr. 37/3. Dezember 2002
Prof. Luft und Prof. Schlag neue Mitglieder der Leopoldina
Der Nierenspezialist Prof. Friedrich C. Luft und der Chirurg
und Krebsspezialist Prof. Peter M. Schlag aus Berlin-Buch sind jetzt in die
Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt worden. Prof. Luft und
Prof. Schlag arbeiten an den universitären Spezialkliniken der Charité der
Berliner Humboldt-Universität/Helios Kliniken Berlin
(Franz-Volhard-Herz-Kreislauf-Klinik bzw. Robert-Rössle-Krebs-Klinik) auf dem
Campus Berlin-Buch und am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)
Berlin-Buch.
Nr.36/28. November 2002
Blutwäsche fischt gezielt nach schädigenden Auto-Antikörpern
Ermutigende Ergebnisse aus erster klinischer Studie mit Therapie gegen chronische Herzmuskelschwäche
Der Zustand von Patienten mit chronischer Herzmuskelschwäche
(dilatative Kardiomyopathie, DCM) kann mit Hilfe einer Blutwäsche, die speziell
bestimmte, den Herzmuskel schädigende Auto-Antikörper aus dem Blut fischt,
erheblich gebessert werden. Das ist das Ergebnis einer ersten klinischen
Studie, über das Dr. Gerd Wallukat vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare
Medizin (MDC) Berlin-Buch sowie Dr. Johannes Müller und Prof. Roland Hetzer vom
Deutschen Herzzentrum Berlin jetzt im renommierten New England Journal of
Medicine („Specific Removal of beta-1 Adrenergic Autoantibodies from Patients
with Idiopathic Dilated Cardiomyopathy“, Vol. 347, No. 22, 28. November 2002)
berichten. Mit einem neuartigen Adsorber, den die Wissenschaftler und Kliniker
gemeinsam mit Medizintechnikern der Berliner Biofirma Affina Immuntechnik GmbH
entwickelt haben, gelang es ihnen, Antikörper gegen so genannte
beta-1-adrenerge Rezeptoren gezielt aus dem Blut der Patienten zu filtern -
ähnlich der Dialyse bei Nierenpatienten. Die Behandlung wurde an fünf
aufeinander folgenden Tagen für jeweils 3-4 Stunden durchgeführt. Noch ein Jahr
nach der Behandlung war die Zahl der Auto-Antikörper im Blut der Betroffenen
sehr gering. „Die Anwendung dieses spezifischen Immunadsorptionssystems hat zu
einer erheblichen Verbesserung der Herzfunktion der behandelten Patienten
geführt“, erläutert Dr. Müller. „Zudem ist die spezifische Immunadsorption frei
von Nebenwirkungen“. Jetzt wollen die Berliner die ersten positiven Ergebnisse
in multizentrischen Studien mit größeren Patientenzahlen weiter überprüfen.
Nr. 35/ 21. November
Prof. Roger Y. Tsien mit Max-Delbrück-Medaille geehrt
Dem Geheimnis des Informationsaustauschs lebender Zellen auf der Spur
Damit ein Organismus funktionieren kann, müssen Zellen
Informationen aufnehmen und verarbeiten. Einer, der das Geheimnis der
Signalübertragung und -verarbeitung bei lebenden Zellen lüften möchte, ist
Prof. Roger Y. Tsien vom Howard Hughes Medical Institute (HHMI) und der Universität
von Kalifornien in San Diego (USA). Ihm gelang es, neuartige optische Techniken
zu entwickeln, “die es erlauben, die grundlegenden Mechanismen des Lebens in
intakten Zellen sichtbar zu machen”. Dafür und für “seine außergewöhnlichen
Beiträge zur molekularen Zellbiologie” ist der amerikanische Biochemiker und
Pharmakologe jetzt (Donnerstag, 21. November 2002) in der Berliner Charité von
dem Organisationskomitee der “Berlin Lectures on Molecular Medicine” mit der
renommierten Max-Delbrück-Medaille geehrt worden. “Durch eine Kombination von
synthetischer organischer Chemie, von physikalischer Chemie und von
Molekularbiologie hat er wesentlich zum Verständnis der Funktionen von Calcium
Ionen und von Protein/Protein-Interaktionen in zellulären Signalverläufen
beigetragen. Professor Tsien hat uns unverzichtbare Werkzeuge für die
Erforschung von zellulären Prozessen im gesunden und erkrankten Gewebe zur
Verfügung gestellt”, heißt es in der Laudatio.
Einladung
„Dialog zur Bio- und Gentechnologie“
Nr. 33/8. November 2002
Angeboren? Anerzogen? – Zwillingsstudien geben Antwort
Das Berliner Zwillingsregister
Zwillingsstudien sind nach Auffassung von Wissenschaftlern
eine geeignete Methode, um das Wechselspiel zwischen angeborenen Veranlagungen
und Umwelteinflüssen zu untersuchen. Die Kombination von Zwillingsstudien mit
modernen molekulargenetischen Methoden liefert wertvolle Informationen über die
genetischen Grundlagen komplexer Charakterzüge und häufiger Krankheiten. Darauf
haben jetzt Dorret Boomsma (Universität Amsterdam, Niederlande), Andreas
Busjahn (HealthTwiSt und Franz-Volhard-Klinik der Charité, Berlin-Buch) sowie
Leena Peltonen (Universität von Helsinki, Finnland) in einem Übersichtsbeitrag
für die renommierte Fachzeitschrift Nature Reviews Genetics (November 2002,
Vol. 3, No. 11, pp.872-882)* hingewiesen. Um die Aussagekraft der Studien zu
steigern, werden große Datenmengen von Zwillingen und ihren Verwandten
benötigt. Dafür stehen weltweit große Zwillingsregister mit unterschiedlichen
Studienschwerpunkten zur Verfügung. Eines davon ist das Berliner
Zwillingsregister mit Daten von über 900 Zwillingen.
Einladung
Berlin Lecture und Verleihung Max-Delbrück-Medaille
Donnerstag, 21. November 2002
Nr. 31/29. Oktober 2002
Protein als “Jungbrunnen”?
Klinische Forscher entschlüsseln Funktion von Protein INDY
Wer weniger isst, lebt länger und gesünder. Das ist für
Säugetiere und damit auch für den Menschen nachgewiesen. Aber auch für andere
Lebewesen, wie etwa die Fruchtfliege Drosophila, trifft das zu. Noch ist
unklar, weshalb das so ist. Vor zwei Jahren hatten Blanka Rogina und Stephen L.
Helfand von der Universität von Connecticut Gesundheitszentrum in
Farmington/USA bei der Fruchtfliege erstmals ein Gen entdeckt, das in
veränderter (mutierter) Form das Leben um das Doppelte verlängert, ohne
Fruchtbarkeit und körperliche Aktivität einzuschränken. Die Auswertung von
Genbanken ergab einen Zusammenhang des Gens mit dem Stoffwechsel, wobei die
Mutation einen ausgeglicheneren Energiehaushalt zu bewirken schien. Dies
vermuteten die Wissenschaftler als Ursache für die verlängerte Lebensdauer der
Fruchtfliegen. Sie gaben dem Gen deshalb den makabren Namen “I am not dead yet”
(Indy - “Noch bin ich nicht tot”). Wie Indy bzw. sein Produkt, das
INDY-Protein, in den Stoffwechsel eingreift, konnten jetzt Felix Knauf von der
Franz-Volhard-Klinik für Herz-Keislauf-Erkrankungen (Charité, Humboldt
Universität zu Berlin/Helios Kliniken GmbH) und dem Max-Delbrück-Centrum für
Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und Stephen L. Helfand zeigen. Die
zusammen mit Peter S. Aronson von der Universität Yale (New Haven, Connecticut)
und Blanka Rogina entstandene Arbeit ist jetzt in der renommierten amerikanischen
Fachzeitzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS,
October 29, Vol. 99, No. 22, 2002, http://pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.222531899,
online, )* erschienen.
Nr. 30/25. Oktober 2002
Prof. Ganten mit Treviranus-Medaille ausgezeichnet
Prof. Detlev Ganten, Stiftungsvorstand des
Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, ist am Freitag,
den 25. Oktober 2002, in Potsdam mit der Treviranus-Medaille, der höchsten
Auszeichnung des Verbandes deutscher Biologen (vdbiol) geehrt worden. Er
erhielt die Medaille im Rahmen der Jahrestagung des Biologenverbandes in
Potsdam für seine Verdienste beim Aufbau des 1992 gegründeten MDC Berlin Buch,
einer Forschungseinrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft, sowie für seinen
“beständigen Dialog mit Politik und Gesellschaft”.
Nr.29/22. Oktober 2002
MDC-Forscher klären Mechanismus der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs durch Papillomviren auf - Zweithäufigste Krebserkrankung von Frauen
Jährlich erkranken weltweit rund 500 000 Frauen an
Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom). Etwa 200 000 Frauen sterben jedes Jahr
daran. Diese nach dem Brustkrebs zweithäufigste bösartige Erkrankung bei Frauen
wird durch so genannte Papillomviren ausgelöst. Papillomviren sind Warzenviren,
die in den meisten Fällen harmlos sind und lediglich Hautwarzen verursachen.
Krebsauslösend sind jedoch unter anderem zwei Vertreter der Humanen
Papillomviren (HPV), HPV 16 und 18. Dr. Edgar Grinstein und Dr. Hans-Dieter
Royer (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch und Heinrich-Heine
Universität Düsseldorf) haben jetzt zeigen können, wie eine gesunde Zelle durch
das HPV 18 in eine Krebszelle umgepolt wird. Die in Zusammenarbeit mit
Wissenschaftlern der Universität Amsterdam/Niederlande, des Deutschen
Krebsforschungszentrums Heidelberg und der Charité der Medizinischen Fakultät
der Humboldt-Universität zu Berlin entstandene Arbeit ist jetzt in dem
amerikanischen renommierten Journal of Experimental Medicine (Volume 196,
Number 8, October 21, 2002, 1-13; http://www.jem.org/cgi/doi/10.1084/jem.20011053)*
erschienen.
Nr. 24/11. Oktober 2002
Von der Struktur zur Funktion
Führende Proteinforscher in Berlin zusammengekommen
Das Aufkommen von Automatisierungstechniken sowie das
Humangenomprojekt haben der Proteinforschung einen starken Aufwind beschert. In
Anlehnung an das Humangenomprojekt wollen Forscher die Struktur aller Proteine
(das Proteom) des Menschen analysieren. Auch Modellorganismen wie Bakterien,
Bäckerhefe, Parasiten und Pflanzen nehmen die Proteinforscher unter die Lupe.
Ins Visier nehmen sie dabei auch solche Proteine, die an Infektions- und
Tropenkrankheiten, Krebs, Alzheimer, Parkinson oder dem Rinderwahn beteiligt
sind. An Hand der Struktur wollen sie die Funktion der Proteine entschlüsseln.
Sie erwarten sich davon neue Impulse für die Entwicklung von Medikamenten zur
gezielten Behandlung von Krankheiten. Seit wenigen Jahren gibt es weltweit
einige Forschungsprogramme für die systematische Struktur- und Funktionsanalyse
von Proteinen vor allem in den USA, Asien und Europa - darunter in Deutschland
die Berliner Proteinstrukturfabrik. Weltweit fließen in diese Projekte bisher
umgerechnet rund 300 Millionen Dollar, zehn Prozent dessen, was in die
Entzifferung des Genoms geflossen ist. In Berlin sind jetzt (10. – 13. Oktober
2002) rund 500 führende Proteinforscher aus Asien, Australien, Europa und den
USA zur Internationalen Konferenz der International Structural Genomics
Organisation (ISGO) im Kommunikationszentrum des Max-Delbrück-Centrums für
Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch zusammengekommen, um erste Ergebnisse
ihrer Projekte zu präsentieren.
Nr.23/10.Oktober 2002
Molekulare Maschinen für den Proteinabbau
Überlebenswichtiger Prozess – Eröffnungsvortrag von Nobelpreisträger Prof. Robert Huber zur Konferenz „Structural Genomics“ des Max-Delbrück-Centrums in Berlin-Buch
Proteine sind die Baustoffe und Maschinen des Lebens. Sie
halten die Zellen am Laufen. Was aber geschieht mit Proteinen, die nicht mehr
benötigt werden oder solchen, die fehlerhaft produziert und gefaltet, ihre
Aufgaben nicht erfüllen? Der Organismus verfügt über verschiedene molekulare
Maschinerien, die auf höchst ausgeklügelte Weise solche Proteine in ihre
Bestandteile zerlegen und abbauen. Wo dieser Aufräumprozess versagt, können
schwere Krankheiten wie zum Beispiel Alzheimer, Parkinson oder das Creutzfeld-Jakob-Syndrom
durch Proteinablagerungen entstehen. Nobelpreisträger Prof. Robert Huber vom
Max-Planck-Institut für Biochemie (Martinsried) stellte einige solcher
molekularer „Abräummaschinen“ auf der Internationalen Konferenz für „Structural
Genomics“ am Donnerstag, den 10. Oktober 2002 in Berlin-Buch bei seinem
Eröffnungsvortrag vor. Erst kürzlich hatte seine Arbeitsgruppe die Struktur
einer dieser Maschinen entschlüsseln können. Jetzt wollen die Wissenschaftler
herausfinden, wie diese Proteinabbaumaschine funktioniert. Sie hoffen, dass es
auf dieser Basis möglich sein wird, Medikamente zu entwickeln, die die
gefürchteten Eiweißablagerungen verhindern.
Nr.22/1.Oktober 2002
Prof. Sharma nimmt Ruf an Universität in Kanada an
Spezialist für Erforschung und Behandlung von Fettsucht und Bluthochdruck
Einen Ruf an die kanadische McMaster Universität in
Hamilton/Ontario hat jetzt der Berlin-Bucher Spezialist für die Erforschung und
Behandlung der Fettsucht (Adipositas) und des Bluthochdrucks, Prof. Arya
Sharma, angenommen. Er wird im Herbst dieses Jahres nach Kanada gehen. Prof.
Sharma war im Mai 2000 vom Universitätsklinikum Benjamin Franklin (Freie
Universität Berlin) auf eine C3-Professur an die Franz-Volhard-Klinik (Charité,
Humboldt-Universität zu Berlin, Campus Berlin-Buch) berufen worden. Im
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, das eng mit
dieser Klinik zusammenarbeitet, leitete er eine Forschungsgruppe.
Nr. 21./30. September 2002
Forscher von MDC und Herzzentrum Berlin ausgezeichnet
Therapie gegen chronische Herzmuskelschwäche entwickelt – Blutwäsche fischt schädigende Auto-Antikörper aus dem Blut
Für die Entwicklung einer Blutwäsche zur Behandlung der
chronischen Herzmuskelschwäche (dilatative Kardiomyopathie, DCM), ist Dr. Gerd
Wallukat vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und
Dr. Johannes Müller vom Deutschen Herzzentrum Berlin der „Apherese-
Innovationspreis der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Klinische Nephrologie“
verliehen worden. Die beiden Berliner Forscher teilen sich den mit insgesamt
8000 Euro dotierten Preis mit Dr. Markus Suckfüll vom Klinikum Großhadern in
München, der eine neue Therapie des akuten Hörsturzes untersucht hat. Der Preis
wurde den drei Forschern am Montag, den 30. September 2002, im Rahmen des 33.
Kongresses für Nephrologie in Düsseldorf überreicht. Mit der alle zwei Jahre
vergebenen Auszeichnung werden fachübergreifende wissenschaftliche Leistungen
auf dem Gebiet der extrakorporalen Blutreinigung und Plasmatherapie gefördert.
Einladung
Ernst-Schering Lecture 2002
Professor Ian Wilmut
“Cloning in Biology and Medicine”
Donnerstag, 26. September 2002, 17.00 Uhr
Max Delbrück Communications Center (MDC.C)
Nr. 19/05. September 2002
Dicker Magnet erhält Domizil
Berliner Forschungseinrichtungen errichten gemeinsames Gebäude für biologische Strukturforschung – Richtfest am 5. September 2002
Acht Tonnen schwer ist der Magnet des neuen NMR-Spektrometers,
für das Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) zusammen mit dem
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch extra ein neues
Gebäude errichtet. Die Größe des Spektrometers, die hauptsächlich auf den
riesigen Magneten zurückgeht, erfordert schlicht mehr Platz als am FMP
vorhanden. Ein neues Gebäude musste her. Am Donnerstag, den 05. September 2002,
feiert der Campus Berlin-Buch Richtfest für das vom Architekturbüro Heinle,
Wischer & Partner konzipierte neue NMR-Haus. Mit dessen Bau war Ende Juni
diesen Jahres begonnen worden. Das rund 300 Quadratmeter umfassende Gebäude
wird mit ca. Euro 800 000 des Europäischen Strukturfonds EFRE gebaut und ist
Teil eines strukturbiologischen Gesamtprojekts, an dem finanziell neben der EU
das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Berliner
Proteinstrukturfabrik und das FMP beteiligt sind.
Einladung
International Structural Genomics Organisation (ISGO)
Donnerstag, 10. Oktober – Sonntag, 13. Oktober 2002
Max Delbrück Communications Center (MDC.C)
Nr. 17/15. August 2002
Diversin - MDC-Forscher entdecken neues Gen
Regulator eines lebensnotwendigen Signalmoleküls in der Zelle
Ein Gen, das eine entscheidende Rolle für den reibungslosen
“Funkverkehr” zwischen Zellen und damit für die Entwicklung eines komplexen und
gesunden Organismus spielt, hat jetzt die Forschungsgruppe von Prof. Walter
Birchmeier am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch
aufgespürt. Das Gen ist in einen hochkomplizierten Signalweg eingebunden, den
so genannten Wnt-pathway. Er reicht von der Zelloberfläche bis in den Zellkern.
Ist die Signalübertragung auf diesem Informationskanal gestört, können
Fehlbildungen und Tumoren entstehen. Thomas Schwarz-Romond und Prof. Birchmeier
konnten jetzt zeigen, dass das Gen den Abbau von beta-Catenin, einem wichtigen
Glied in dieser Signalkette, auslöst und damit verhindert, dass es zum falschen
Zeitpunkt in den Zellkern gelangt und dort Schaden anrichtet. Zugleich gelang
es ihnen, die einzelnen Aktivierungsschritte (Phosphorylierung) dieses
lebensnotwendigen Abbauprozesses aufzuklären. Das Gen haben die Forscher
“Diversin” genannt, da es möglicherweise diverse, also verschiedene Aufgaben im
Organismus hat. Ihre Arbeit ist jetzt in der renommierten Fachzeitschrift
“Genes and Development”* (Vol. 16, Nr. 16, 15. August 2002; http://www.genesdev.org)
erschienen.
Nr. 16/26. Juli 2002
Forschungsbericht des Max-Delbrück-Centrums erschienen
Erstmals in Deutsch und Englisch
Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)
Berlin-Buch in der Helmholtz-Gemeinschaft hat jetzt seinen Zweijahres-Forschungsbericht
veröffentlicht. Der knapp 200 Seiten starke “Research Report” erscheint
erstmals in Deutsch und Englisch. Er gibt einen Einblick in die
Forschungsarbeiten des MDC in den Jahren 2000 - 2001 auf den Gebieten der
Herz-Kreislauf-Forschung, der Krebsforschung, der Neurowissenschaften, der
Genetik, Bioinformatik und Strukturbiologie, des Zellwachstums und der
Zelldifferenzierung sowie der Molekularen Therapie und Gentherapie.
Nr. 15/12.Juni 2002
Chinesischer Wissenschaftsminister besucht MDC
Der Wissenschaftsminister der Volksrepublik China, Prof. Guanhua Xu, hat am Mittwoch, den 12. Juni 2002, das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, eine von 15 Einrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) e.V., besucht. Dabei informierte sich der chinesische Gast neben der Zusammenarbeit zwischen dem MDC und China auch über die Reorganisation der Helmholtz-Gemeinschaft, der mit über 22 000 Mitarbeitern größten Forschungsorganisation der Bundesrepublik. Mit Blick auf die Umstrukturierung der Wissenschaftslandschaft der ehemaligen DDR nach der Wende sagte Prof. Detlev Ganten, Stiftungsvorstand des MDC und bis 2001 HGF-Vorsitzender: “Mit der Umstrukturierung der HGF verändert sich allen Unkenrufen zum Trotz – auch das westdeutsche Wissenschaftssystem”. Das MDC war vor zehn Jahren aus drei Instituten der Akademie der Wissenschaften der DDR hervorgegangen.
Nr. 12/16. Mai 2002
Neue Form von Blutfetterkrankung in Syrien entdeckt
Ungewöhnlich: Zwei Genorte auf Chromosom 1 und 13 beteiligt
Eine neue Form der erblich bedingten Stoffwechselerkrankung
“familiäre Hypercholesterinämie” (FH), bei der das Cholesterin im Blut
dauerhaft erhöht ist, haben Genforscher der Franz-Volhard-Klinik für
Herz-Kreislaufkrankheiten (Charité der Humboldt-Universität zu Berlin, Campus
Berlin-Buch), des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch
sowie der Universitäten Damaskus (Syrien), Bonn und Heidelberg, jetzt in einer syrischen Familie entdeckt.
Ungewöhnlich ist, dass die Erkrankung offenbar von zwei Genen auf zwei verschiedenen
Chromosomen, Chromosom 1 sowie Chromosom 13, ausgelöst wird. Die bisher
bekannten FH-Formen gelten als monogenetisch, das heißt ihnen liegt jeweils ein
defektes Gen zu Grunde. Die Arbeit von Hussam Al-Kateb und Prof. Friedrich
Luft* ist jetzt in dem renommierten amerikanischen Fachblatt Circulation
Research (Mai 17, 2002, 90) erschienen.
Nr.11/11. April 2002
Prof. Reich: Bundestagsbeschluss zur Stammzellforschung weder für Befürworter noch Gegner befriedigend
Der Beschluss des Bundestages vom Januar dieses Jahres, den
Import von humanen embryonalen Stammzellen unter strengen Auflagen zu
genehmigen, ist nach Ansicht von Prof. Jens Reich, Forschungsgruppenleiter im
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und Mitglied des
Nationalen Ethikrats, weder für Befürworter noch Gegner dieser Forschung
befriedigend. In einem Beitrag für das renommierte amerikanische
Wissenschaftsmagazin Science (Vol. 296, 12. April 2002, Policy Forum: The
Debate in Germany) schreibt Prof. Reich,
mit seinem Beschluss den Import von humanen embyronalen Stammzellen
grundsätzlich zu verbieten, ihn jedoch unter engen Voraussetzungen zu
gestatten, hat der Bundestag “meisterhaft eine klare Entscheidung vermieden”.
Nr. 10/7. März 2002
Dr. Waltraud Kreutz-Gers neuer Administrativer Vorstand des MDC
Die “Verwaltungsfachfrau” Dr. Waltraud Kreutz-Gers ist seit
März 2002 neuer Administrativer Vorstand des Max-Delbrück-Centrums für
Molekulare Medizin (MDC) in der Helmholtz-Gemeinschaft e.V.. Dr. Kreutz-Gers
tritt die Nachfolge von Dr. Erwin Jost an, der von 1992 fast zehn Jahre
gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Vorstand, Prof. Dr. Detlev Ganten, den
Aufbau des MDC mit dem Campus Berlin-Buch gestaltet hat.
Nr. 8/6. März 2002
Dr. Carmen Birchmeier-Kohler erhält Leibniz-Preis
Mit 1,55 Millionen Euro dotiert - weitere elf Forscher geehrt
Mit dem höchstdotierten Preis der deutschen Wissenschaft, dem
Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), ist
jetzt in Berlin die Entwicklungsbiologin und Genforscherin Dr. Carmen
Birchmeier-Kohler vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)
Berlin-Buch ausgezeichnet worden. Sie erhält 1,55 Millionen Euro (drei
Millionen Mark). Mit ihr wurden elf weitere Forscher in der
Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften geehrt. Der für die Dauer
von fünf Jahren vergebene Förderpreis beträgt laut DFG für Forscher, die mit
größerem apparativem Aufwand arbeiten, 1,55 Millionen Euro, für mehr
theoretisch ausgerichtete Forscher 775.000 Euro (1,5 Millionen Mark).
Nr. 9/6. März 2002
Präzisionsgesteuerte Zellwanderung
Botenstoffe des Immunsystems als Quartiermeister
Die Schlagkraft des Immunsystems hängt entscheidend von der
Mobilität und Lernfähigkeit der Abwehrzellen ab. Treibende Kraft dabei sind
Botenstoffe des Immunsystems, so genannte Chemokine. Sie locken Immunzellen (T-
und B-Lymphozyten) zu einem Infektions- oder Entzündungsort. Sie weisen ihnen
aber auch den Weg zu ihren Ausbildungsstätten in den Lymphorganen, den T- und
B-Zell-Zonen, wo sie lernen, Erreger zu erkennen und zu vernichten. Jetzt
konnten Wissenschaftler in den USA gemeinsam mit PD Dr. Martin Lipp
(Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch in der Helmholtz-Gemeinschaft)
zeigen, dass die Botenstoffe nicht nur als Wegweiser und Ausbilder fungieren,
sondern auch als Quartiermeister. Sie
legen fest, welche Immunzelle zu welchem Zeitpunkt in welche Ausbildungszone gelangt.
Die Arbeit von Dr. Karin Reif, Eric Ekland und Dr. Jason Cyster (Howard Hughes
Medical Institute und Universität von Kalifornien, San Francisco/USA), Dr. Lipp
sowie Prof. Reinhold Förster (Universität Erlangen) und Dr. Hideki Nakano (Toho
Universität, Tokyo/Japan) ist jetzt in der Zeitschrift Nature (Volume 416,
Number 6876, pp 94-99) * erschienen.
Nr. 7/ 14. Februar 2002
Hakai - ein zerstörerisches Molekül
MDC-Zellbiologen machen neue Entdeckung
Was Zellen zusammenhält und was sie aus ihrem Zellverband
ausbrechen lässt, mit diesen Fragen, die für die Entwicklung von Lebewesen und
bei der Entstehung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) bei einigen
Krebserkrankungen eine Rolle spielen, beschäftigten sich Molekular- und
Zellbiologen seit vielen Jahren. Die Forschungsgruppe von Prof. Walter
Birchmeier vom Max Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch
erforscht Moleküle, die Zellen wie Kitt fest miteinander verbinden, so genannte
Adhäsionsmoleküle. Dabei konnten die Forscher Moleküle identifizieren, die
diesen Zellkitt lösen und Zellen zu Vagabunden machen. Jetzt haben Dr. Yasuyuki
Fujita und Prof. Birchmeier gemeinsam mit Wissenschaftlern des
Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie (FMP, ebenfalls Berlin-Buch)
sowie der Universitäten Erlangen und Köln ein weiteres zerstörerisches Molekül
entdeckt. Es bricht nicht nur den Kitt auf, sondern sorgt zugleich dafür, dass
wichtige Zellanker abgebaut werden. Diesem Molekül haben Dr. Fujita und Prof.
Birchmeier den beziehungsreichen Namen “Hakai” (japanisch für Zerstörung)
gegeben. Ihre Forschungsarbeit ist jetzt in dem renommierten
Wissenschaftsjournal Nature Cell Biology (Vol.
4, Nr. 2)* erschienen.
Nr. 6/31. Januar 2002
Organabstoßung mit embryonalen Stammzellen unterdrückt
Erste Ergebnisse im Tierversuch
Eine der gefürchtetsten Komplikationen in der
Transplantationsmedizin ist die Abstoßung des verpflanzten Organs durch das
Immunsystem des Empfängers. Medikamente, die dafür sorgen, dass der Empfänger
das Spenderorgan toleriert und nicht abstößt, müssen ein Leben lang eingenommen
werden und können langfristig Nebenwirkungen haben. Wissenschaftler und
Kliniker versuchen deshalb neue Strategien zu entwickeln, um die Toleranz des
Immunsystems gegenüber einem Spenderorgan zu erhöhen und eine Abstoßung zu
verhindern. So ist es mit Blutstammzellen in einigen Tierversuchen gelungen, Toleranz
zu erzielen. In der Klinik hat sich dieser Ansatz zur Auslösung von
Immuntoleranz jedoch nach Aussage von Prof. Fred Fändrich (Universität Kiel)
nicht bewährt, denn es traten verschiedene Abstoßungsreaktionen auf. Prof.
Fändrich hat jetzt in Zusammenarbeit mit Forschern des Max-Delbrück-Centrums
für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch sowie der Universität von Iowa (USA)
bei Laborratten Toleranz mit embryonalen Stammzellen von Ratten erzielen
können. Die Forschungsarbeit von Prof. Fändrich und Dr. Michael Bader sowie Dr.
Bert Binas (beide MDC) hat jetzt das renommierte Fachblatt Nature Medicine
(Vol. 8, Nr. 2, 2002, pp. 171-178)* veröffentlicht. Noch haben die
Wissenschaftler nicht genau klären können, wie die Abstoßung durch das
Immunsystem der Tiere verhindert wird. Sie sehen aber in dieser Methode einen
vielversprechenden Ansatz, künftig Toleranz bei Organtransplantationen zu
erzeugen.
Nr. 5/18. Januar 2002
Prof. Ganten fordert Erhalt des UKBF
Universitätsmedizin in Berlin hat Spitzenniveau - Zehn Jahre MDC
Der Stiftungsvorstand des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare
Medizin (MDC) Berlin-Buch, Prof. Detlev Ganten, hat den Berliner Senat
aufgefordert, das Universitätsklinikum Benjamin Franklin (UKBF) der Freien
Universität (FU) Berlin zu erhalten. “Die klinische Forschung in Berlin hat
Spitzenniveau und ist mit anderen medizinischen Zentren in der Bundesrepublik
konkurrenzfähig. Sie darf nicht geschwächt werden. Darüber hinaus ist sie
unabdingbar für den Wirtschaftszweig der Biotechnologie. Nur diese enge
Zusammenarbeit erlaubt es, mit Hilfe der Gen- und Biotechnologie neue
Diagnosemethoden und Therapien für schwere Erkrankungen zu entwickeln”, sagte
Prof. Ganten, der auch einen Lehrstuhl an der FU Berlin für Klinische
Pharmakologie und Toxikologie innehat, auf der Neujahrsveranstaltung des MDC am
Freitag, den 18. Januar 2002. Die Veranstaltung bildete zugleich den Auftakt
für eine Reihe von Aktivitäten, die das MDC zu seinem zehnjährigen Bestehen in
diesem Jahr plant, darunter einen Tag der offenen Tür mit der Langen Nacht der
Wissenschaft am 15. Juni. Prof. Ganten würdigte bei diesem Anlass auch die
große Unterstützung, die das MDC und der Campus Berlin-Buch beim Aufbau und
Ausbau von Bund, Land und der Europäischen Union (EU) erfahren haben.
Nr. 4/16. Januar 2002
Sofja Kovalevskaja-Preis für jungen MDC-Wissenschaftler
Alexander von Humboldt-Stiftung fördert insgesamt 29 Nachwuchswissenschaftler mit der mit über 21,5 Millionen Euro dotierten Auszeichnung
Mit mehr als 21,5 Millionen Euro im Rahmen des neugeschaffenen
Sofja Kovalevskaja-Preises fördert die Alexander von Humboldt-Stiftung (Bonn)
29 junge Nachwissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus dem In- und
Ausland, um in Deutschland eigene Forschungsgruppen aufzubauen. Einer der
insgesamt 29 Preisträger ist der 32 Jahre alte Mediziner Dr. Michael Gotthardt,
der vor einigen Jahren am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in
Berlin-Buch arbeitete, bevor er in die USA ging. Mit Hilfe dieses Stipendiums
kehrt er in diesem Frühjahr nach Deutschland und an das MDC zurück. Das
Förderprogramm für die jungen Spitzenforscher, von denen jeder nach weiteren
Angaben der Alexander von Humboldt-Stiftung bis zu 1,2 Millionen Euro erhält,
ist auf drei Jahre befristet. Preisstifter ist das Bundesforschungsministerium.
Die Auszeichnung wird den jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am
Donnerstag, den 31. Januar 2002, im Opernpalais in Berlin überreicht.
Nr. 3/ 14. Januar 2002
Zwei Jahre nach dem ersten Gentherapie Todesfall
Berliner Forscher enthüllen mögliche Rolle des Komplementsystems
Adenoviren sind die in
Gentherapiestudien am häufigsten eingesetzten Transportvehikel, um therapeutische Gene in Körperzellen einzuschleusen. Vor zwei
Jahren jedoch verstarb der 18-jährige Jesse Gelsinger in den USA an plötzlichem
Organversagen, nachdem ihm gentechnisch abgeschwächte Adenoviren als Gentaxi
direkt in die Blutbahn gespritzt worden waren. Die genaue molekulare Ursache
seines Todes ist bisher ungeklärt. Einen
Hinweis auf eine bisher unbeachtete Immunreaktion gegen Adenoviren liefert
jetzt die Arbeit eines Forscherteams um Dr. Günter Cichon von der
Humboldt-Universität zu Berlin am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin
(MDC) Berlin-Buch und Prof. Reinhard Burger vom Berliner Robert-Koch-Institut,
die in der Januar Ausgabe der Zeitschrift “Gene Therapy” (Vol. 8, Issue 23,
2001, pp. 1794 - 1800)* veröffentlicht worden ist. Im Labor lösten hohe Mengen
der bei Gentherapien verwendeten Adenoviren eine unerwartet starke Aktivierung
des so genannten Komplementsystems aus. Das Komplementsystem besteht aus einer
Gruppe von Eiweißkörpern, die im Blut zirkulieren und einen ersten Schutzwall
gegenüber eindringenden Infektionserregern bilden. Um die Sicherheit von
Patienten zu erhöhen, schlagen die Autoren vor, den Grad der Komplementreaktion
künftig vor einer Gentherapie mit einem einfachen Bluttest zu messen.
Nr. 1/ 13. Januar 2002
Defekte im größten Gen des Menschen, dem Titin-Gen, führen zu chronischer Herzmuskelschwäche
Eine eingeschränkte Leistung des Herzmuskels kann Folge
verschiedener Erkrankungen wie Herzinfarkt, Bluthochdruck oder
Herzklappenfehler sein, sie kann aber auch ohne erkennbare Ursache auftreten.
Nicht selten sind diese Erkrankungen erblich bedingt, von den genetischen
Ursachen ist allerdings bisher nur wenig bekannt. Dr. Brenda Gerull und Prof.
Ludwig Thierfelder (beide vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)
in Berlin-Buch und der Franz-Volhard-Herz-Kreislaufklinik der Charité der
Humboldt-Universität zu Berlin) haben jetzt zusammen mit Forschern in Brisbane
(Australien), Boston (USA) und Mannheim* gezeigt, dass Defekte des Titin-Gens -
dieses Gen enthält den Bauplan für den größten bekannten Eiweißkörper des
Menschen - zu einer chronischen Herzschwäche, der so genannten dilatativen
Kardiomyopathie (DCM) führen können. Diese Entdeckung der MDC-Forscher hat das
renommierte Wissenschaftsmagazin Nature Genetics vorab jetzt online
veröffentlicht.

