Nr. 28/10. August 2005
„Abschied von OPAL“ – Installation von Raffael Rheinsberg im MDC
Ausstellung der Berliner Stiftung für Bildhauerei
Installation von Raffael Rheinsberg im Max-Delbrück-Centrum (Photograph: Uwe Eising/Copyright: MDC)
OPAL war einer von vier Detektoren des Ringbeschleunigers LEP, der von 1989 - 2000 im Europäischen Teilchenlabor CERN in Genf aufgebaut war. Physiker erforschen mit solchen Beschleunigern die Struktur der Materie. (Photo: CERN)
Unter dem Titel „Abschied von OPAL“ zeigt die Berliner
Stiftung für Bildhauerei im Max- Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)
Berlin-Buch eine Installation von Raffael Rheinsberg. Sie besteht aus 320
Bleiglas-Blöcken, die der Künstler exakt in Reihen aneinandergereiht hat. Die
Exponate stammen von „Opal“, einem von vier Teilchendetektoren des Ringbeschleunigers
LEP (Large Electron Positron Collider), der von 1989 bis Ende 2000 bei CERN* in
Genf, Schweiz, dem größten Elementarteilchenlabor der Welt, in Betrieb gewesen
war. Die Physiker erforschen mit solchen Beschleunigern, „was die Welt im
Innersten zusammenhält“. Die Bleiglas-Blöcke können zum Preis von je 1 500 €
erworben werden.
Die Installation wird erstmals in einer wissenschaftlichen Einrichtung gezeigt. Sie war zuvor – in kleinerem Maßstab – im Georg-Kolbe-Museum in Berlin aufgebaut. Die Ausstellung, die am 11. August 2005 eröffnet wird, ist bis zum 13. September 2005 im Foyer des Max Delbrück Communications Center (MDC.C) auf dem Campus Berlin-Buch im Nordosten der Stadt zu sehen. Sie ist von Montag bis Freitag von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
Mit „Das E als Element der Architektur“ befindet sich bereits eine Installation von Raffael Rheinsberg auf dem Campus Berlin-Buch. Sie ist Teil des MDC-Skulpturenparks, der mit 1,5 Millionen Mark aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie im Jahre 2000 eingerichtet worden ist.
Raffael Rheinsberg hat zahllose Einzelausstellungen im In- und Ausland gegeben, zum Beispiel 2002 „Unterschicht Mittelschicht Oberschicht“ im Württembergischen Kunstverein Stuttgart, „Dokumenta der Kleinplastiken“ in der Nationalgalerie Berlin und „Orient und Occident“ in der Galerie Neuer Meister im Albertinum Dresden. Der 1943 in Kiel geborene Künstler lebt und arbeitet in Berlin.
* (vormals Conseil Européen pour la Rechecher Nucléaire – jetzt: Organisation Européene pour la Recherche Nucléaire)
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