Nr. 3/19. Januar 2007

Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner: Spitzenforschung und Wissenstransfer verbessern – - würdigt Standort Berlin-Buch

Die Spitzenforschung und der Transfer der daraus gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis müssen nach Auffassung des Berliner Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner verbessert werden. Auf dem Neujahrsempfang des Campus Berlin-Buch im Max Delbrück Communications Center (MDC.C) würdigte er am Freitag, den 19. Januar 2006, in diesem Zusammenhang zugleich die Bemühungen der Einrichtungen des Bucher Forschungsstandorts in der Spitzenforschung und des Wissenstransfer, die „möglicherweise“ für die Universitäten „im Grundansatz“ beispielgebend sein könnten. Es war der erste Besuch Zöllners auf dem Campus Berlin-Buch, dem größten Biotechnologiestandort in der Region Berlin-Brandenburg. Die Besonderheit des Campus Berlin-Buch ist seine Ausrichtung auf Biomedizin und Biotechnologie, und die enge Verbindung zwischen Forschung, Klinik und 50 Firmen. Auf dem Campus arbeiten rund 2 200 Menschen.

Den Festvortrag hielt Nobelpreisträger Prof. Aaron Ciechanover von der Medizinischen Fakultät des Technion in Haifa (Israel). Er sprach über die Entwicklung neuer Medikamente, die die „Müllabfuhr“ der Zelle, das Ubiquitin-Proteasom-System, beeinflussen sollen. Es entsorgt nicht mehr benötigte oder defekte Proteine und löst, wenn nicht mehr funktionsfähig, schwere Krankheiten aus. Prof. Ciechanover ist einer der Entdecker dieses Systems und hat dafür zusammen mit zwei weiteren Forschern 2004 den Chemienobelpreis erhalten.

 

Zu Beginn und am Ende der Veranstaltung spielte der amerikanische Jazzpianist Richie Beirach, der seit dem Jahr 2000 in Leipzig lebt und dort eine Professur an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ inne hat. Im Anschluss gab er im MDC.C ein Konzert.

 

Orkan „Kyrill“

Obwohl der Orkan „Kyrill“ in der Nacht die Fassadenverkleidung des MDC.C heruntergerissen hatte, konnte die Veranstaltung, wie vorgesehen, in dem Gebäude ohne Gefahr für die Gäste stattfinden. Allerdings mussten sie den Eingang des danebenliegenden Gebäudekomplexes benutzen, um in das MDC.C zu gelangen. Der Schaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf rund
160 000 Euro.

 

Barbara Bachtler

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