EINLADUNG
The Sixth Annual International Conference on
“Transposition and Animal Biotechnology”
Donnerstag, 19. Juni - Samstag, 21. Juni 2008
Max Delbrück Communications Center (MDC.C)
Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Transposons sind springende Gene, die in Pflanzen, Tieren aber auch dem Menschen zu finden sind. Im Laufe der Evolution haben die meisten ihre Aktivität durch Mutationen verloren. Seit rund zehn Jahren nutzen Forscher Transposons als Werkzeuge in der Grundlagenforschung, um die Funktion von Genen zu entschlüsseln. „Inzwischen eröffnet sich auch die Möglichkeit, Transposons anstelle von Retroviren für die Entwicklung gentherapeutischer Ansätze zu nutzen.“ Darauf weisen Dr. Zsuzsanna Izsvák und Dr. Zoltán Ivics vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch hin. Die beiden MDC-Forscher sind Organisatoren der
„Sixth Annual International Conference on Transposition and Animal Biotechnology”
Donnerstag, 19. Juni – Samstag, 21. Juni 2008, Berlin,
Max Delbrück Communications Center (MDC.C)
Robert-Rössle-Str. 10, 13125 Berlin
zu der ich Sie sehr herzlich einladen möchte.
Die Tagung, zu der führende Wissenschaftler dieses Gebiets aus den USA und Europa nach Berlin kommen, gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung mit Transposons sowie einen Ausblick über die Nutzung der bisher gewonnenen Erkenntnisse in der Grundlagenforschung für die klinische Forschung. Die Krebsforschung, für Transposonforscher ein junges Gebiet, ist einer der Mittelpunkte dieses Kongresses.
So spricht Prof. George Klein (Karolinska Institute, Stockholm, Schweden) im Festvortrag über die Rolle, die Transposons in gestressten Zellen und damit in Krebszellen spielen: „Genetic Rearrangements in tumors: Do transposons play a role?“ (Genetische Umstellungen in Tumorzellen: Spielen Transposons eine Rolle?). Er vermutet, dass die ehemals springenden Gene in Tumorzellen wieder aktiv werden und für einige der genetischen Veränderungen in Krebszellen verantwortlich sein könnten.
Prof. Perry Hackett (University of Minnesota, Minneapolis, USA) spricht in seinem Vortrag über die Nutzung von Transposons in der Gentherapie. Dr. Xianzheng Zhou (University of Minnesota Cancer Center, ebenfalls Minneapolis) berichtet von Transposons, die seine Forschungsgruppe in Mäusen erfolgreich gegen Leukämie eingesetzt hat. Wie „helfende Gene“ durch Transposons in Stammzellen gelangen, erläutert Prof. Thierry VandenDriessche (Katholische Universität Löwen, Belgien) in seinem Vortrag.
Neben Fragen der Gentherapie ist die Erzeugung von Mutationen mit Transposons zur Erforschung der Funktion von Genen ein weiterer Schwerpunkt der MDC-Tagung. Prof. Anton Berns (Netherlands Cancer Institute, Amsterdam, Niederlande) gibt in seinem Vortrag einen historischen Abriss über die Erzeugung von Mutationen in der Forschung mit Viren sowie Transposons. Nobelpreisträger Prof. Mario Capecchi (University of Utah, Salt Lake City, USA) berichtet auf dem MDC-Kongress von seinem Forschungsvorhaben, mit Transposons in allen Mausgenen Mutationen zu erzeugen, um so ihre Funktion untersuchen zu können.
Die Forschung mit Transposons geht zurück auf die amerikanische Nobelpreisträgerin Barbara McClintock. Sie entdeckte die springenden Gene vor über fünfzig Jahren in Maispflanzen. Dr. Izsvák und Dr. Ivics wiederum gaben mit ihren Forschungsarbeiten den Anstoß für die Nutzung von Transposons als Forschungswerkzeuge in Wirbeltieren. Ihnen war es vor zehn Jahren an der Universität von Minnesota gelungen, ein inaktives Fischtransposon „wachzuküssen“. In Anlehnung an Grimms Märchen nannten sie es „Dornröschen“ (engl. Sleeping Beauty). Es ist in der Lage, sich selbstständig aus seinem Transportvehikel auszuschneiden und an beliebiger Stelle in den Genen seines Wirts einzubauen.
An dem Kongress in Berlin, der zum ersten Mal außerhalb der USA stattfindet, nehmen rund 150 Wissenschaftler teil.
Das Programm finden Sie im Internet The Sixth Annual International Conference on Transposition and Animal Biotechnology, ebenso eine Anfahrtshilfe sowie einen Campusplan. In der Anlage sende ich Ihnen ein Anmeldeformular und einen Bogen, auf den Sie Ihre Interviewwünsche eintragen können mit der Bitte, ihn ausgefüllt an die MDC-Pressestelle zurückzuschicken.
Ich würde mich freuen, Sie bei diesem Kongress in Berlin begrüßen zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen,
Barbara Bachtler
Pressestelle
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch
Robert-Rössle-Straße 10
13125 Berlin
Barbara Bachtler
Tel: 030/94 06 - 38 96
Fax: 030/94 06 - 38 33
e-mail: presse@mdc-berlin.de
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