Experimentelle Pharmakologie
Gruppenleiter
Sekretariat
Die hauptsächlichen wissenschaftlichen Interessen der Gruppe Experimentelle Pharmakologie liegen auf dem Gebiet der translationalen Forschung und haben die Suche nach spezifischen Biomarkern für die Testung neuer zielorientierter Antitumor-Therapeutika zum Inhalt.
So wurden verschiedene Patienten-abgeleitete Xenografts von Leukämien, Sarkomen, Mamma-, Kolon-, Ovarial- und Lungenkarzinomen etabliert und hinsichtlich Übereinstimmung mit der klinischen Situation, Histologie und chemotherapeutischem Ansprechen charakterisiert. Diese Modelle werden weiterhin auf Expression von Zielmolekülen im Zusammenhang mit dem therapeutischen Ansprechen der Tumoren untersucht.
In vivo Versuche stehen ebenfalls im Mittelpunkt der Entwicklung einer neuartigen antimetastatischen Therapie. Ziel ist die Entwicklung einer vesikulären Struktur, die die Interaktion zwischen Tumorzellen und Blut bzw. Endothelzellen stört. Es wurde gezeigt, daß multifunktionale Liposomen in die Bildung von Komplexen aus Tumorzellen und Thrombozyten in der Vaskulatur eingreifen und damit die Metastasierung beeinflussen können. Laufende Untersuchungen haben den detaillierten Mechanismus dieser Interventionen zum Inhalt.
Die in vivo Situation ist ebenfalls Voraussetzung für Untersuchungen zum Engraftment und zur Differenzierung humaner Stammzellen. Arbeiten mit adulten, aus der Nabelschnur gewonnenen CD34 positiven Zellen konnten zeigen, dass eine differentielle Verteilung dieser Zellen in immundefizienten Tieren erhalten wurde, wenn die Zellen mit ausgewählten Zytokinen vorbehandelt oder durch einen spezifischen Zell-zu-Zell Kontakt geprimed wurden. Ein laufendes Projekt beschäftigt sich vergleichend mit dem Potential von humanen adulten und embryonalen Stammzellen für die Leberregeneration.
Ein Überblick über vorhandene Modelle und Methoden findet sich ebenfalls unter http://www.epo-berlin.com

