Nr. 43/11. Dezember 2009

MDC-Forscher identifizieren Schaltzentrale der Protein-Entsorgung

Wie schafft es eine Zelle fehlerhafte Proteine unterschiedlichster Bauart zu erkennen und abzubauen und damit den Körper vor schweren Erkrankungen zu schützen? Die Forscher Sabine C. Horn, Prof. Thomas Sommer, Prof. Udo Heinemann und Dr. Ernst Jarosch vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben jetzt ein entscheidendes Teil in diesem Puzzle gefunden. In einem Enzymkomplex, der eine wichtige Rolle bei der Qualitätskontrolle von Proteinen spielt, entdeckten sie eine Schaltzentrale, die dafür sorgt, dass unterschiedliche, fehlerhaft produzierte Proteine identifiziert und entsorgt werden. (Molecular Cell, doi: 10.1016/j.molcel200910.015)*.

Nr. 42/4. Dezember 2009

Prof. Klaus Rajewsky mit Max-Delbrück-Medaille geehrt

Der Immunologe Prof. Klaus Rajewsky von der Harvard Medical School in Boston, USA, ist in Berlin mit der Max-Delbrück-Medaille geehrt worden. Damit würdigt die Jury seine Forschungen über die Entwicklung und Funktion der B-Zellen, den Antikörperfabriken des Immunsystems, sowie seine Arbeiten über die Entstehung von Lymphdrüsenkrebs, insbesondere des Hodgkin-Lymphoms. Prof. Rajewsky entwickelte außerdem eine Technik, mit der in Mäusen gezielt Gene aus- und eingeschaltet werden können und zwar nur in bestimmten Geweben und unter bestimmten Bedingungen. Sie zählt zu den wichtigsten Methoden zur Erforschung von Krankheiten und wird in Forschungslaboren weltweit eingesetzt.

Nr. 41/20. November 2009

AIO-Wissenschaftspreis der Deutschen Krebsgesellschaft für Prof. Ulrike Stein - Neues Metastasen-Gen für Dickdarmkrebs entdeckt

Für die Entdeckung eines neuen Metastasen-Gens bei Dickdarmkrebs und die Veröffentlichung darüber in der Fachzeitschrift Nature Medicine* hat die Krebsforscherin Prof. Ulrike Stein vom Experimental and Clinical Research Center des Max-Delbrück-Centrums (MDC) und der Charité in Berlin-Buch den Teilpreis der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) in der Deutschen Krebsgesellschaft erhalten. Der Preis für ihre laut AIO innovative präklinische Forschung wurde Prof. Stein auf dem 6. Herbstkongreß der Arbeitsgemeinschaft in Berlin überreicht. Er ist mit 7 500 Euro dotiert, ebenso wie der AIO-Teilpreis für klinische Forschung, der an Prof. Klaus Pantel** vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf geht.

Nr. 40/20. November 2009

Prof. Erich Wanker erhält Helmholtz-Enterprise-Fonds - Insgesamt fünf Ausgründungen gefördert

Für sein Vorhaben, eine Firma zu gründen, in der neue Wirkstoffe gegen Alzheimer, Parkinson und Huntington entwickelt werden sollen, erhält Prof. Erich Wanker, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, 100 000 Euro aus dem Helmholtz-Enterprise-Fonds (HEF). Mit ihm fördert der Fonds vier weitere Ausgründungen aus der Helmholtz-Gemeinschaft, zu der auch das MDC gehört. Die Wissenschaftler erhalten zusätzliche Unterstützung aus den jeweiligen Forschungszentren.

Nr. 39/13. November 2009

Wie Zellen DNA-Schäden tolerieren - MDC-Forscher identifizieren Startsignal für zelluläres Überlebensprogramm

Neue Erkenntnisse darüber, wie Zellen auf DNA-Schäden reagieren, haben Krebsforscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch gewonnen. Dr. Michael Stilmann, Dr. Michael Hinz und Prof. Claus Scheidereit konnten zeigen, dass das Protein PARP-1, welches DNA-Schäden in Sekundenschnelle aufspürt, den Genschalter NF-kappaB, aktiviert. NF-kappaB schaltet ein Überlebensprogramm ein, das den programmierten Zelltod verhindert. Die Aktivierung von NF-kappaB ist eine der möglichen Ursachen für häufig auftretende Resistenzen bei der Chemo- und Strahlentherapie von Tumoren. (Molecular Cell, online, doi 10.1016/j.molcel.2009.09.032; Preview: doi 10.1016/j.molcel.2009.10.022)*.

Nr. 38/9. November 2009

Erstes Internationales Graduiertenkolleg für Skelettmuskelerkrankungen Partner: MDC, Charité Berlin und Université Pierre et Marie Curie Paris VI

Es gibt rund 400 verschiedene Skelettmuskelerkrankungen. Jede einzelne davon ist selten und unheilbar. Hinzu kommt, dass es keine strukturierte Ausbildung zu diesen Krankheiten gibt. Das soll sich jetzt ändern. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Université Pierre et Marie Curie Paris VI (UPMC), Paris, Frankreich richten jetzt am Experimental and Clinical Research Center (ECRC) in Berlin-Buch und an der UPMC das erste internationale, systematisch aufgebaute Ausbildungs- und Forschungsprogramm für Doktoranden auf dem Gebiet der Skelettmuskelerkrankungen ein. Das Graduiertenkolleg MyoGrad beginnt am 1. April 2010 und hat eine Laufzeit von viereinhalb Jahren.

 

Nr. 37/ 9. November 2009

Prof. Jens Reich mit Schillerpreis der Stadt Marbach geehrt

Der Mediziner, Bioinformatiker, Molekularbiologe und DDR-Bürgerrechtler Prof. Jens Reich (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch) ist von der Stadt Marbach am Neckar mit dem Schillerpreis 2009 geehrt worden. „Reich hat der Bürgerbewegung in der ehemaligen DDR Kraft und Ausdruck gegeben und somit zum Fall der Mauer mit beigetragen. Seine wissenschaftlichen Forschungen waren immer auch durch die Beachtung ethischer Grundsätze geprägt“, sagte Bürgermeister Herbert Pötzsch bei der Vergabe des Preises in Marbach am 10. November 2009, dem 250. Geburtstag Friedrich Schillers. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

 

Nr. 36/3. November 2009

Erweiterung: Berlin-Buch erhält 3-Tesla-MRT - Ergänzt Forschungen mit 7-Tesla-MRT

Die Forschungsanlage für medizinische Bildgebung am Experimental and Clinical Research Center (ECRC) des Max-Delbrück-Centrums (MDC) und der Charité auf dem Campus Berlin-Buch wird erweitert. Am 3. November 2009 erhielt sie einen von der Firma Siemens Healthcare gebauten 3-Tesla-Magnetresonanz-Tomographen (MRT), der in den kommenden Tagen installiert wird. Das ECRC verfügt bereits über einen der weltweit stärksten MRTs, ein 7-Tesla-Ganzkörpersystem (ebenfalls von Siemens) für Untersuchungen am Menschen und einem 9,4-Tesla-Tierscanner (Bruker Biospin). Sie wurden im Januar 2009 von Bundesforschungsministerin Annette Schavan eingeweiht.

Nr. 35/9. Oktober 2009

Schillerpreis der Stadt Marbach für Prof. Jens Reich

Der Mediziner, Bioinformatiker, Molekularbiologe und DDR-Bürgerrechtler Prof. Jens Reich (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch) ist der Schillerpreis 2009 der Stadt Marbach am Neckar zuerkannt worden. „Reich hat der Bürgerbewegung in der ehemaligen DDR Kraft und Ausdruck gegeben und somit zum Fall der Mauer mit beigetragen. Seine wissenschaftlichen Forschungen waren immer auch durch die Beachtung ethischer Grundsätze geprägt“, teilte die Stadt Marbach am Freitag, den 9. Oktober 2009, mit. Der Preis wird ihm den weiteren Angaben zufolge am 10. November 2009, dem 250. Geburtstag Friedrich Schillers, in Marbach von Bürgermeister Herbert Pötzsch überreicht.

 

Nr. 34/5. Oktober 2009

MDC-Wissenschaftler zeigen, wie die Entwicklung von Blutstammzellen gesteuert wird

Ob aus einer Blutstammzelle bei der Zellteilung erneut eine Stammzelle entsteht, oder ob sich aus ihr die verschiedenen Blutzellen entwickeln, hängt von einem chemischen Vorgang ab, der in der Fachsprache DNA-Methylierung genannt wird. Das haben jetzt Forscherinnen aus dem Labor von Dr. Frank Rosenbauer vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch in Zusammenarbeit mit dem Labor von Prof. Sten Eirik W. Jacobsen (Universität Lund, Schweden und Universität Oxford, England) zeigen können. Weiter wiesen sie nach, dass die DNA-Methylierung auch bei Krebsstammzellen eine entscheidende Rolle spielt (Nature Genetics, online, doi:10.1038/ng.463)*.

Nr. 33/1. Oktober 2009

Prof. Jens Reich von Leopoldina und Stifterverband geehrt - Erster Träger des Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preises

Prof. Jens Reich vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch ist mit dem Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preis der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft geehrt worden. Der Mediziner, Bioinformatiker, Molekularbiologe und DDR-Bürgerrechtler erhielt den Preis für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen sowie seinen persönlichen und politischen Mut. Der Preis wurde ihm auf der Jahresversammlung der Leopoldina am 2. Oktober in Halle an der Saale überreicht. Er ist der erste Träger der mit 50 000 Euro dotierten Auszeichnung.

Nr. 31/21. September 2009

MDC-Forscher entdecken Molekül, das Verzweigung von Nervenbahnen steuert

Das menschliche Gehirn besteht aus rund 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen), die untereinander etwa 100 Billionen Verbindungen knüpfen. Ein entscheidender Mechanismus für die Entstehung dieses komplexen Verschaltungsmusters ist die Ausbildung neuronaler Verzweigungen. Die Neurobiologen Dr. Hannes Schmidt und Prof. Fritz G. Rathjen vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben jetzt ein Molekül entdeckt, das diesen lebenswichtigen Prozess steuert. Zugleich gelang es ihnen damit, die von diesem Molekül ausgelöste Signalkaskade aufzuklären (PNAS, Early Edition, 2009, doi:10.1073)*.

Nr. 32/21. September 2009

EU-Millionenförderung für MDC-Diabetesforscherin Dr. Francesca M. Spagnoli - Leberzellen als Ersatz für defekte Beta-Zellen?

Die Diabetesforscherin Dr. Francesca M. Spagnoli vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch erhält vom Europäischen Forschungsrat (engl. Abkürzung ERC) in Straßburg in den kommenden fünf Jahren über eine Million Euro Forschungsgelder. Dr. Spagnoli, die seit einem Jahr am MDC, einer Einrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft, und an der Charité – Universitätsmedizin Berlin eine Helmholtz-Nachwuchsforschergruppe leitet, gehört mit dem Biophysiker Dr. Leif Schröder vom Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie, ebenfalls Berlin-Buch, zu den rund 240 Spitzenforschern, die der ERC aus 2 503 Bewerbern für die Förderung ausgewählt hat.

Nr. 30/11. September 2009

Prof. Thomas Willnow vom MDC Ehrendoktor der Universität Aarhus

Die Universität Aarhus in Dänemark hat dem Zellbiologen Prof. Thomas Willnow vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch die Ehrendoktorwürde verliehen. Die Hochschule würdigte ihn damit für seine Verdienste um die biomedizinische Forschung und ihre Umsetzung in die Praxis („translationale Forschung“) an der Universität Aarhus. Die Ehrung mit dem Titel „Doctor Medicinae Honoris Causa“ (dr.med.h.c.) erfolgte im Rahmen des 81. Geburtstags der Universität Aarhus am 11. September 2009.

Nr. 29/7. September 2009

Neue Einblicke in die frühe Embryonalentwicklung mit neuer effizienter Zellsortierungstechnik - Kooperation von MDC und New York University

Caenorhabditis elegans (C. Elegans) ist einer der wichtigsten Modellorganismen in der Biologie. Eine Technik, mit der zehntausende von Embryonen dieses Tieres im gleichen Entwicklungsstadium gesammelt werden können, haben Forscher des Max-Delbrück-Centrums (MDC) in Berlin und der New York University (NYU), USA, entwickelt. Die Methode (eFacs) erlaubt, C. elegans-Embryonen in unterschiedlichen Entwicklungsstufen zu sortieren und sie mit modernsten Technologien zu erforschen. Dadurch kann nun mit systembiologischen Ansätzen Licht in die Genregulation der frühesten Entwicklungsphasen dieser Tiere gebracht werden. Weiter konnten die Forscher zeigen, dass kleine RNA-Moleküle, die für die Genregulation wichtig sind, schon in einem sehr frühen Entwicklungsstadium von C. elegans in einem hochkomplexen Prozess genau aufeinander abgestimmt aktiviert werden (Nature Method , doi 10.1038/nmeth.1370).*

 

Nr. 28/10. August 2009

MRT-Spezialist Prof. Thoralf Niendorf Ruf nach Berlin-Buch angenommen

Der Physiker Prof. Thoralf Niendorf hat den Ruf auf einen Lehrstuhl für Experimentelle Ultrahochfeld-Magnetresonanz-Tomographie (MRT) an das Experimental and Clinical Research Center (ECRC) des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité – Universitätsmedizin Berlin angenommen. Der Spezialist für bildgebende Verfahren von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen ist damit seit 10. August 2009 zugleich Leiter der MR-Anlage des ECRC auf dem Campus Berlin-Buch. Die Forschungsanlage mit einem der weltweit stärksten Magnetresonanz-Tomographen, einem 7-Tesla Ganzkörper-MRT war im Januar 2009 von Bundesforschungsministerin Annette Schavan eingeweiht worden.

Nr. 27/6. August 2009

Von Östrogen abhängiger molekularer Schalter zügelt Immunabwehr

Wissenschaftler des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben in Mäusen herausgefunden, dass das Sexualhormon Östrogen vor allem die Immunzellen zügelt, die Krebszellen und von Viren befallene Zellen bekämpfen sollen. Dreh- und Angelpunkt dabei ist ein seit langem bekanntes Molekül (EBAG9), das in diesen Immunzellen, den zytotoxischen T-Zellen (CTL) vorkommt und dessen Funktion Dr. Constantin Rüder und Dr. Armin Rehm in Zusammenarbeit mit der Immunologin Dr. Uta Höpken jetzt aufklären konnten. Ist EBAG9 durch Östrogen hochreguliert, sind die CTL blockiert. Ist EBAG9 ausgeschaltet, ist die Abwehr verstärkt (Journal of Clinical Investigation, Vol. 119, Nr. 8, pp 2184-2203, 3. August 2009)*.

Nr. 26/21. Juli 2009

Wechselwirkung zweier Signalwege bei Haarfollikelentwicklung

Vor der Geburt bilden sich beim Menschen etwa fünf Millionen Haarfollikel in der Haut. In der Basis dieser länglichen Hauteinstülpungen, der Haarwurzel, entstehen die Haare. Zwei Signalwege, die bei vielen entwicklungsbiologischen und anderen physiologischen Prozessen eine wesentliche Rolle spielen, sind für die embryonale Anlage der Haarfollikel unentbehrlich: Wnt/β-catenin und NF-κB. Bislang war jedoch unklar, wie und ob sie dabei miteinander interagieren. In Zusammenarbeit mit Dr. Sarah Millar und Dr. Yuhang Zhang (University of Pennsylvania, Philadelphia, USA), hat Dr. Ruth Schmidt-Ullrich (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch) jetzt in Mäusen zwei Moleküle identifiziert, die eine Verbindung zwischen den beiden Signalwegen herstellen, und bei der frühen Haarentwicklung wesentlich mitwirken. (Developmental Cell 17, 49-61, 21. Juli 2009)*.

Nr. 25/16. Juli 2009

Glioblastome nutzen Immunzellen des Gehirns zum Wuchern

Glioblastome zählen zu den häufigsten, aber auch bösartigsten Hirntumoren. Sie wachsen sehr schnell und dringen in das gesunde Gehirngewebe ein, weshalb bei einer Operation nie das gesamte Krebsgeschwür entfernt werden kann. Jetzt haben die Neurochirurgen Dr. Darko. S. Markovic (Helios Klinikum Berlin Buch) und PD Dr. Michael Synowitz (Charité) sowie Dr. Rainer Glass und Prof. Helmut Kettenmann (beide Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch) gezeigt, dass Glioblastomzellen die Immunzellen des Gehirns, die Mikrogliazellen, für ihre Ausbreitung nutzen. Zugleich klärten sie den molekularen Mechanismus dafür auf (PNAS, Early Edition)*.

Nr. 24/3. Juli 2009

Internationales Forscherteam der Regeneration von Plattwürmern auf der Spur

Plattwürmer (Planarien) sind nur wenige Millimeter bis Zentimeter groß, leben im Meer oder in Flüssen, und werden intensiv erforscht. Das verdanken die Tiere einer außerordentlichen Fähigkeit: mit Hilfe ihrer Stammzellen wächst aus einem beliebigen abgetrennten Körperteil ein vollständig neuer, lebensfähiger Plattwurm. Jetzt haben Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch zusammen mit Forschern in den USA den ersten, umfassenden Katalog kleiner RNAs (Steuerelemente von Genen) der Planarien vorgelegt. Dabei haben sie, so Nikolaus Rajewsky (MDC), auch kleine RNAs identifiziert, die bei der Regeneration und Stammzellfunktion eine Rolle spielen könnten. (PNAS, Early Edition)*.

Nr. 23/1. Juli 2009

Dickdarmkrebs - MDC-Forscher identifizieren genetischen Fingerabdruck für Metastasenbildung

Bei Dickdarmkrebs standen bisher nur einzelne Gene im Verdacht, die Bildung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) zu begünstigen. Forscher des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben jetzt jedoch 115 Gene identifiziert, die sowohl im Ursprungstumor als auch in dessen Metastasen verändert sind. Ihre Ergebnisse könnten in Zukunft helfen, Patienten mit aggressiven Tumoren früher zu erkennen (Gastroenterology 2009, doi:10.1053/j.gastro.2009.03.041).*

Nr. 22/28. Juni 2009

Körpereigenes Kontrollsystem für Wanderung von Immunzellen ins Gehirn entdeckt - Möglicherweise neue Zielstruktur für künftige Therapien

Forschern in Berlin ist es gelungen, von Immunzellen ausgelöste Gehirnentzündungen bei Mäusen erheblich zu bessern. Schlüsselrolle spielt dabei ein auf den T-Zellen des Immunsystems im Zentralen Nervensystem (ZNS) von den Forschern entdeckter Rezeptor, der Bradykinin-Rezeptor-1 (B1). Er kontrolliert, wie sie jetzt zeigen konnten, die Wanderung von Immunzellen in das ZNS. Aktivierten sie bei den erkrankten Mäusen den Rezeptor, konnten sie die Wanderung der Immunzellen über die Blut-Hirn-Schranke in das Gehirn bremsen und die Entzündung ging zurück. Dr. Ulf Schulze-Topphoff, Prof. Orhan Aktas und Prof. Frauke Zipp (Cecilie Vogt-Klinik der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Max Delbrück Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und NeuroCure Research Center) haben damit möglicherweise eine neue Zielstruktur für die Behandlung chronischer Entzündungen wie der Multiplen Sklerose entdeckt (Nature Medicine, doi 10.1038/nm.1980)*.

Nr. 21./23. Juni 2009

Schlechte Mäusemütter durch Mangel an Glückshormon Serotonin im Gehirn

Der Mangel an Serotonin im Gehirn verzögert das Wachstum von Mäusen nach der Geburt und lässt sie im späteren Leben schlechte Mütter werden. Das haben Dr. Natalia Alenina, Dana Kikic und Prof. Michael Bader vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch jetzt zeigen können. Zugleich stellten sie fest, dass das als Glückshormon geltende Serotonin im Gehirn für das Überleben der Tiere nicht entscheidend ist. Weiter konnten sie damit bestätigen, dass es zwei strikt getrennte Wege der Serotoninproduktion gibt: Ein Gen ist für die Bildung von Serotonin im Gehirn verantwortlich, ein anderes für die Produktion des Hormons im Körper (PNAS, 23. Juni 2009, Vol. 106, Nr. 25, pp 10332-10337).

 

Nr. 20/9. Juni 2009

Immunzellen bessern Bluthochdruck bedingte Herzschäden in Mäusen

 

Wissenschaftlern in Berlin ist es gelungen, durch Bluthochdruck bedingte Herzverdickung und Herzrhythmusstörungen bei Mäusen zu mildern, indem sie den Tieren Immunzellen injizierten, die überschießende Reaktionen des Immunsystems unterdrücken. Der positive Effekt dieser regulatorischen T-Zellen (Treg) war jedoch blutdruckunabhängig, denn die Tiere hatten weiterhin hohen Blutdruck. „Wir haben mit diesen Versuchen neue Einblicke in die Rolle des Immunsystems bei der Entstehung von Herzschäden durch Bluthochdruck gewonnen. Eine neue Therapie ist das jedoch nicht“, betonen Dr. Dominik Müller und Dr. Heda Kvakan vom Experimental and Clinical Research Center (ECRC) des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und des Helios-Klinikums Berlin-Buch. (Circulation, Vol. 119, Nr. 22, 9. Juni 2009, 2904-2912)*.

Nr. 19/22. Mai 2009

Der Entwicklung des Tastsinns auf der Spur

Forschern des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch ist ein erster entscheidender Einblick in die Entwicklung des Tastsinns gelungen. Die Neurobiologen und Schmerzforscher Dr. Stefan G. Lechner und Prof. Dr. Gary Lewin konnten die Entstehung des Tastsinns durch die Messung elektrischer Impulse in sensorischen Nervenzellen von Mäusen erstmals direkt nachweisen. Zugleich konnten sie zeigen, dass die Nervenzellen ihre Fähigkeiten, Berührungen und Schmerz wahrzunehmen, zu unterschiedlichen Entwicklungsphasen ausbilden, aber immer gleichzeitig mit der Ausbreitung der Nervenbahnen (EMBO Journal, 2009, doi:10.1038/emboj.2009.73).*

Nr. 18/22. Mai 2009

Krebsforscher Prof. Peter Langen wurde 80

Der Krebsforscher Prof. em. Peter Langen vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch ist am 22. Mai diesen Jahres 80 Jahre alt geworden. Prof. Langen arbeitete über 40 Jahre in Berlin-Buch und war bis zu seiner Emeritierung 1995 in der Krebsforschung tätig. Er lebt heute in Bernau, im Nordosten Berlins.

Nr. 17/14. Mai 2009

Dreidimensionaler „Atlas der Niere“ für Forscher und Mediziner erstellt

 

Nierenerkrankungen sollen künftig früher erkannt und besser behandelt werden. Dazu haben Forscher aus neun europäischen Ländern* unter Federführung des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch in den vergangenen viereinhalb Jahren einen dreidimensionalen virtuellen „Atlas der Niere“ erstellt. Er bündelt die neuesten Erkenntnisse über die Entwicklung der Niere und die Entstehung von Nierenerkrankungen. Er war Teil des Forschungsprojekts „European Renal Genome Project“ (EuReGene), das die Europäische Union (EU) mit über 10 Millionen Euro gefördert hat. Der Atlas wurde zum Abschluss dieses Projekts auf einem zweitägigen Symposium vom 15. und 16. Mai im MDC vorgestellt. An der Tagung nahmen rund 100 Forscher teil.

Nr. 16/13. Mai 2009

MDC-Forscher entschlüsseln Entstehungsmechanismus der Osteoporose

Knochenschwund, auch Osteoporose genannt, ist eine Erkrankung, die vor allem bei älteren Menschen, meist Frauen, aber auch Männern auftritt. Bisher war unklar, wie genau die Krankheit entsteht. Einen molekularen Mechanismus, der die Balance zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau steuert, haben Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch jetzt entschlüsselt. Dr. Jeske J. Smink, Dr. Valérie Bégay und Prof. Achim Leutz konnten zeigen, dass zwei unterschiedlich lange Formen eines Genschalters diesen Prozess bestimmen. Die Ergebnisse könnten helfen, so hoffen die MDC-Forscher, neue Therapien gegen diese Knochenkrankheit zu entwickeln (EMBO Journal)*.

Nr. 15/5. Mai 2009

Salz und Bluthochdruck – Forscher werfen neues Licht auf dieses Rätsel

Seit Menschengedenken gilt hoher Salzkonsum als Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen. Dennoch ist es nach wie vor ein Rätsel, wieso zuviel Salzaufnahme zu Bluthochdruck führen kann. Jetzt ist es Forschern der Universität Erlangen, des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Universität Regensburg zusammen mit Forschern in Helsinki, Finnland, und Wien, Österreich, gelungen, neues Licht auf die Verbindung zwischen Salzkonsum, Wasserhaushalt und Blutdruckregulation zu werfen. In der Haut von Laborratten haben sie einen neuen Salzspeicher im Körper entdeckt. Ist dieser Speicherprozess gestört, bekommen die Tiere Bluthochdruck (Nature Medicine, doi: 10.1038/nm.1960)*.

Nr. 14/3. Mai 2009

Hyperaktives „Dornröschen“ - MDC-Forscher: „Optimiertes Werkzeug für den Gentransfer“

Wissenschaftlern des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch ist es gelungen, ein von ihnen entwickeltes springendes Gen (Transposon) aktiver zu machen. Sie hoffen mit „Dornröschen“, wie sie es nennen, ein verbessertes Werkzeug für die Gentherapie zur Verfügung zu haben. „Das neue Transposonsystem ist mit einer noch nie dagewesenen Effizienz in der Lage, Gene in Zellen einzuschleusen und stabil in deren Erbanlagen einzubauen“, betonen Dr. Lajos Mátés, Dr. Zsuzsanna Izsvák und Dr. Zoltán Ivics. Die Forschungsarbeit ist zusammen mit Wissenschaftlern der Katholischen Universität Löwen, Belgien entstanden (Nature Genetics, doi: 10.1038/ng.343).*

Nr. 13/29. April 2009

Gentest vor Herzoperation?

 

Unterschiedliche Formen eines Gens sind möglicherweise der Grund dafür, dass einige Patienten nach einer Herzoperation einen Kreislaufschock und Nierenversagen erleiden, andere hingegen von diesen lebensbedrohlichen Komplikationen verschont bleiben. Das haben Forscher der Charité – Universitätsmedizin Berlin zusammen mit Forschern des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und des Austin Hospitals in Melbourne, Australien gezeigt. (Journal of the American Society of Nephrology, JASN,doi 10.1681/ASN.2008080915)*.

Nr. 12/22. April 2009

MPI- und MDC-Forscher Bakterieninfektionen auf der Spur

Einige Bakterien, die Krankheiten wie etwa Augen-, Magen- oder Darminfektionen auslösen, können durch Giftstoffe (Toxine) ihre Wirtszellen so manipulieren, dass letztlich die Signalverarbeitung der Zelle gestört ist. Bisher war jedoch kaum bekannt, mit welchen Proteinen der infizierten Zellen des Menschen die Bakterientoxine wechselwirken. Forscher des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben jetzt 39 Angriffspunkte dieser Toxine identifiziert. Sie setzten dabei eine neuartige Technik ein, die es erlaubt, Proteine in großer Zahl gleichzeitig zu untersuchen (Cell Host & Microbe, Vol. 5, Nr. 4, 397-403)*.

Nr. 11/21. April 2009

„Frauen in Naturwissenschaft und Technik“ – MDC eröffnet Ausstellung

„Frauen in Naturwissenschaft und Technik“ heißt eine Ausstellung, die das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) am 21. April im Max Delbrück Communications Center (MDC.C) eröffnet hat. Die Ausstellung präsentiert in Deutsch und Englisch 23 Portraits von Frauen, die eine wesentliche Rolle in den Wissenschaften gespielt haben, deren Beiträge aber zumeist unbekannt geblieben sind. Zugleich haben sie der heutigen Generation junger Mädchen und Frauen den Weg geebnet, Berufe zu ergreifen, die bis vor wenigen Jahrzehnten noch Männern vorbehalten waren.

Nr. 10/6. April 2009

Neue Risikovariante für Neurodermitis identifiziert

Wissenschaftler des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité-Universitätsmedizin Berlin haben in Zusammenarbeit mit Forschern des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel eine Genvariante auf Chromosom 11 identifiziert, die das Risiko für Neurodermitis erhöht. In einer großen klinischen Studie untersuchten sie das Erbgut von über 9 600 Teilnehmern aus Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik. „Mit unseren Ergebnissen werfen wir ein neues Licht auf die Entstehung der Krankheit“, sagt Prof. Young-Ae Lee (Charité / MDC). Mit den an der Studie beteiligten Wissenschaftlern hofft die Kinderärztin und Forscherin auf neue Ansatzpunkte für eine gezieltere Therapie dieser chronischen Hauterkrankung (Nature Genetics doi: 10.1038/ng.347)*.

Nr. 9/2. April 2009

MDC-Forscher verhindern Virusinfektion und damit Herzmuskelentzündungen - Erste Versuche mit Mäusen

Lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen können die Folge von Entzündungen des Herzmuskels sein. Eine mögliche Ursache dieser Entzündungen ist eine Infektion mit dem Coxsackievirus. Dr. Yu Shi, Chen Chen und Prof. Michael Gotthardt vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben jetzt die Infektion verhindert, indem sie in Mäusen den Rezeptor ausschalteten, den das Virus nutzt, um in die Herzzellen zu gelangen. „Wir haben nicht eine Herzzelle gefunden, die von dem Virus befallen war. Die mit dem Virus in Verbindung gebrachte Herzmuskelentzündung blieb aus“, berichtet Dr. Shi. (Journal of the American College of Cardiology, 2009; 53:1219-1226, doi:10.1016/j.jacc.2008.10.064).*

Nr. 8/30. März 2009

Chinesischer Forschungsminister Prof. Wan Gang besucht MDC und FMP

Im Rahmen der Eröffnung des „Deutsch-Chinesischen Jahres der Wissenschaft und Bildung 2009/2010“ hat der Minister für Forschung und Technik der Volksrepublik China, Professor Wan Gang, am 30. März 2009, das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) und das Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP) auf dem Campus Berlin-Buch besucht. Prof. Wan, der in China Ingenieurwissenschaften studierte, 2001 in Deutschland an der Universität Clausthal-Zellerfeld promovierte und viele Jahre in der Entwicklungsabteilung eines deutschen Autoherstellers in Ingolstadt arbeitete, zeigte besonderes Interesse an den neuesten Technologien in der Genom- sowie der Arzneimittelforschung.

Nr. 6/23. März 2009

Prof. Jens Reich wird 70

Der Arzt, Molekularbiologe und Bürgerrechtler Prof. em. Jens Reich wird am 26. März dieses Jahres 70 Jahre alt. Vor fünf Jahren am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin emeritiert, ist er noch immer in der Forschung aktiv. Er fahndet in Datenbanken nach Genen, die für den Cholesterinstoffwechsel von Bedeutung sind und koordiniert gegenwärtig ein Forschungsverbundprojekt am MDC zusammen mit einer Forschungsgruppe am European Molecular Biology Laboratory (EMBL), Heidelberg und der Universität Heidelberg zur Systembiologie des menschlichen Eisenstoffwechsels und seiner pathologischen Entgleisungen.

Nr. 7/24. März 2009

Was den Stein ins Rollen bringt

Neue Erkenntnisse über Krebsentstehung

 

Dr. Stephan Mathas und Prof. Bernd Dörken vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben in enger Kooperation mit Professor Tom Misteli vom National Cancer Institute, Bethesda, USA, drei Krebsgene identifiziert, die an der Entstehung einer Krebserkrankung des lymphatischen Systems beteiligt sind. Zugleich gelang es ihnen damit, Licht in einen Prozess zu bringen, den die Forschung Translokation nennt und der ebenfalls eine wesentliche Rolle bei der Krebsentstehung spielt. Dabei verlagern sich Genbruchstücke von einem Chromosom auf ein anderes Chromosom und fusionieren, wenn sie nah genug beieinander liegen, zu einem neuen Gen. Dieses Fusionsgen kurbelt zusätzlich das Wachstum von Krebszellen an. (PNAS, Early Edition, 2009).

 

Nr. 5/11. Februar 2009

Neue Erkenntnisse über Zellwanderung und Gewebeumformungen

Neue Erkenntnisse über die komplexen Umformungen von Epithelzellen während ihrer Entwicklung sowie ihrer Wanderung haben Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch an Embryonen von Zebrafischen gewonnen. David Hava, Dr. Ulrike Forster und Dr. Salim Abdelilah-Seyfried untersuchten die Entwicklung des Seitenlinienorgans von Zebrafischen, mit denen diese Wirbeltiere Strömungen und Wasserbewegungen wahrnehmen. Dabei konnten sie zeigen, dass zwei Gene die Anordnung der Zellen innerhalb dieses Epithelgewebes, das sich an verschiedenen Punkten entlang der Körperoberfläche befindet, steuern. Beide Gene spielen auch eine Rolle in der Krebsentstehung. (Journal of Cell Science, 10. Februar 2009, doi: 10.1242/jcs.032102)*.

Nr. 4/20. Januar 2009

Prof. Walter Rosenthal: Zusammenarbeit mit Charité wird verstärkt MDC will Herz-Kreislauf-Forschung ausbauen – Bundesforschungsministerin unterstützt Pläne

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) und die Charité – Universitätsmedizin Berlin wollen ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der experimentellen und klinischen Forschung in Berlin-Buch verstärken. Das haben Prof. Walter Rosenthal, Stiftungsvorstand des MDC und Prof. Karl Max Einhäupl, Vorstand der Charité, auf dem Neujahrsempfang des Campus Berlin-Buch am 20. Januar 2009 in Berlin-Buch bekräftigt.

Nr. 3/20. Januar 2009

Bundesforschungsministerin Annette Schavan übergibt MDC Forschungsgebäude mit medizinischem High-Tech

Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat auf dem Campus Berlin-Buch ein Gebäude mit einem der weltweit stärksten Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT), einem 7-Tesla-MRT, für die medizinische Forschung eingeweiht. Sie sagte: „Wir alle wünschen uns Gesundheit, ein Leben lang und zu tragbaren Kosten. Unser Ziel ist daher eine neue Qualität der Medizin: Wir brauchen frühere Diagnosen und wirksamere Therapien, die schonender für die Patienten sind. Deshalb setzen wir auf neue Verfahren, die uns noch genauere Einblicke in die Abläufe im Körper liefern. Ich bin mir sicher, dass die moderne Bildgebung hierzu einen entscheidenden Beitrag leisten wird.“

Einladung

Einweihung des Forschungsgebäudes für

Hochfeld Magnet-Resonanz-Tomographie und -Spektroskopie

am Experimental and Clinical Research Center (ECRC)

Dienstag, den 20. Januar 2009, Beginn: 10:30 Uhr

Campus Berlin-Buch

Nr. 1/6. Januar 2009

Prof. Walter Rosenthal - Neuer Vorstand des Max-Delbrück-Centrums

Der Pharmakologe Prof. Walter Rosenthal und bisherige Direktor des Leibniz-Instituts für Molekulare Pharmakologie (FMP) ist neuer wissenschaftlicher Vorstand des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch. Er ist Nachfolger von Krebsforscher Prof. Walter Birchmeier, der dieses Amt fünf Jahre inne hatte und sich wieder verstärkt seiner Forschungsgruppe am MDC widmen wird. Das FMP wird vorläufig vom bisherigen stellvertretenden Direktor Prof. Hartmut Oschkinat kommissarisch geleitet. Beide Einrichtungen befinden sich in unmittelbarer Nähe zueinander auf dem Campus Berlin-Buch und arbeiten seit Jahren eng zusammen.