Nr. 42/6. Dezember 2007

MDC-Forscher identifizieren erstes Schmerzgen für Hitze

Die Haut ist das größte Sinnesorgan des Menschen. Doch noch sind nicht alle Facetten der Reizwahrnehmung verstanden. Besonders gilt dies für die Schmerzwahrnehmung. Nevena Milenkovic, Christina Frahm, Prof. Gary Lewin und Dr. Alistair Garratt vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin-Buch haben jetzt entdeckt, dass ein seit langem bekanntes Gen (c-Kit) eine entscheidende Rolle bei der Wahrnehmung von Hitze und Verbrennungen spielt. „C-Kit ist das erste Gen, das die Schmerzempfindung bei Hitze sehr stark beeinflusst“, so die Neurobiologen. Ihre Arbeit ist jetzt in der Fachzeitschrift Neuron* online erschienen.

Nr. 41/22. November 2007

Zwei Helmholtz-Nachwuchsgruppen für das MDC zur Diabetesforschung

Die Diabetesforscher Dr. Francesca Spagnoli von der Rockefeller Universität in New York, USA, und Dr. Matthew Poy von der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich, Schweiz, werden Helmholtz-Nachwuchsforschergruppenleiter am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Sie erhalten insgesamt 2,5 Millionen Euro für fünf Jahre. Die Förderung stammt zur Hälfte aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft und vom MDC. Insgesamt fördert die Helmholtz-Gemeinschaft, zu der auch das MDC gehört, in der fünften Ausschreibungsrunde 13 Nachwuchsforscher. Sie richtete dieses Programm 2003 ein, um jungen Forschern aus dem In- und Ausland die Möglichkeit zu geben, früh wissenschaftlich selbständig zu arbeiten.

Nr. 40/14. November 2007

MDC an zwei großen Forschungsprojekten der „Helmholtz-Allianz“ beteiligt

Rund 10,8 Millionen für die Erforschung neuartiger Therapien bei Krebs und Demenz

„Immuntherapien von Krebserkrankungen“ und „Das alternde Gehirn“ heißen zwei große Forschungsprojekte von „Helmholtz-Allianzen“, an denen das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch maßgeblich beteiligt ist. Die Forscher des MDC erhalten dafür in den kommenden fünf, bzw. drei Jahren rund 5,4 Millionen Euro aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds des Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft, die andere Hälfte kommt vom MDC und in Teilbereichen von der Charité – Universitätsmedizin Berlin. In den Allianzen arbeiten Forscher aus Zentren, die, wie das MDC, zur Helmholtz-Gemeinschaft gehören, mit Forschungseinrichtungen und Universitäten* zusammen. Ziel ist, Zukunftsthemen unter Bündelung von Kompetenzen voranzutreiben.

Nr. 39/12. November 2007

Prof. Thomas Tuschl mit Max-Delbrück-Medaille ausgezeichnet

Der Chemiker Prof. Thomas Tuschl von der Rockefeller Universität in New York, USA, ist in Berlin für die Entwicklung der Technik, mit der es ihm gelang, in menschlichen Zellen gezielt Gene auszuschalten, mit der Max-Delbrück-Medaille geehrt worden. Die Technik, in der Fachsprache RNA-Interferenz (RNAi) genannt, wird inzwischen weltweit in der Forschung eingesetzt, um in der Zellkultur gezielt Gene stumm zu schalten und daraus Rückschlüsse auf ihre Funktion zu ziehen. Die große Hoffnung der Forscher jedoch ist, mit der RNAi-Technik fehlregulierte Gene zu blockieren, um etwa Augenleiden, neurologische Erkrankungen, Erbleiden und Krebs zu behandeln. Die Laudatio hielt der Bioinformatiker und Systembiologe Prof. Nikolaus Rajewsky vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch.

Nr. 38/31. Oktober 2007

ZUSAMMENFASSUNG: Grundsteinlegung für 7-Tesla-Anlage – Neunte Grundsteinlegung in 15 Jahren Bundestagsvizepräsident Thierse: „Campus Berlin-Buch - Erfolgsgeschichte im ehemaligen Osten“

Im Rahmen einer Festveranstaltung zum 15-jährigen Bestehen des Campus Berlin-Buch mit Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse und dem Berliner Staatssekretär für Wissenschaft Dr. Hans-Gerhard Husung haben das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und seine Kooperationspartner aus Wissenschaft und Industrie den Grundstein für ein neues Gebäude gelegt. Es ist zugleich die neunte Grundsteinlegung auf dem Campus in 15 Jahren. Der Zwei-Millionen-Euro-Bau wird einen 7-Tesla-Ganzkörper-Magnetresonanz-Tomographen (7-Tesla-MRT) für die medizinische Forschung aufnehmen. Das acht Millionen Euro teure Gerät wird ab 2008 Bilder von extrem hoher Auflösung aus dem Körperinnern liefern.

Nr. 37/31. Oktober 2007

Grundsteinlegung für 7-Tesla-Anlage – Neunte Grundsteinlegung in 15 Jahren

Im Rahmen einer Festveranstaltung zum 15-jährigen Bestehen des Campus Berlin-Buch mit Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse und dem Berliner Staatssekretär für Wissenschaft Dr. Hans-Gerhard Husung haben das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und seine Kooperationspartner aus Wissenschaft und Industrie den Grundstein für ein neues Gebäude für die medizinische Forschung gelegt. Es ist zugleich die neunte Grundsteinlegung auf dem Campus in 15 Jahren. Das Gebäude wird einen acht Millionen Euro teuren 7-Tesla-Ganzkörper-Magnetresonanz-Tomographen (7-Tesla-MRT) von Siemens Medical Solutions aufnehmen, der ab 2008 Bilder von extrem hoher Auflösung aus dem Körperinnern liefern wird. Die Baukosten für das Gebäude betragen rund zwei Millionen Euro und beinhalten einen Käfig aus 230 Tonnen Stahl, der die rund 35 Tonnen schwere Magnetspule des MRT mit ihrer hohen magnetischen Feldstärke abschirmt.

Nr. 36/31. Oktober 2007

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse: „Campus Berlin-Buch ist eine Erfolgsgeschichte im ehemaligen Osten“ – Nahezu 500 Millionen Euro investiert

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse hat den Campus Berlin-Buch als erfolgreiches Beispiel für den Aufbau Ost gewürdigt. Aus Anlaß der 15-Jahr-Feier des Campus sagte er: „Berlin-Buch ist ein Beispiel dafür, wie der Aufbau Ost gelingen kann, wie Herausforderungen des Umbruchs gemeistert werden, wie das Vertrauen der Menschen in die Zukunft der Region, in ihren Eigenwert und in ihre Eigenverantwortung bestärkt werden. Der Campus Buch ist eine Erfolgsgeschichte, und dies im ehemaligen Osten.“ Weiter sagte er: „Bis zum Jahre 2007, 15 Jahre nach der Wiedervereinigung, wurden in Buch ca. 500 Millionen Euro investiert und damit ca. 4 000 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert. Allein im Biotech-Park haben sich inzwischen über 50 Unternehmen mit rund 500 Beschäftigten angesiedelt.“

Nr. 35/23. Oktober 2007

Verschaltung des Nervensystems

MDC-Forscher auf der Spur eines Schlüsselprozesses

Nervenzellen müssen sich verschalten, damit ein funktionstüchtiges Nervensystem entstehen kann. Sie bilden dazu Zellfortsätze (Axone) aus, die von einem Wachstumskegel an ihrer Spitze geleitet, sich ihren Weg zu anderen Nervenzellen bahnen. Um möglichst viele Zielzellen zu erreichen, verzweigen sich die Axone. Wie sie das tun, war bisher völlig unklar. Neurobiologen des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, die sich mit der embryonalen Entwicklung des Nervensystems befassen, haben erstmals Licht in diesen Schlüsselprozess gebracht. Sie identifizierten zwei Signalmoleküle, die eine entscheidende Rolle bei der Axonverästelung spielen. Ihre Arbeit erschien jetzt im Journal of Cell Biology (DOI: 10.1083/jcb.200707176)*.

Nr. 34/15. Oktober 2007

Ursache für Untergang von Nervenzellen bei Rückenmarksverletzungen in Mäusen ausgeknockt - Forscher arbeiten an Entwicklung von Medikamenten

Bei einer Rückenmarksverletzung oder bei einem Schlaganfall gehen massiv Nervenzellen im Gehirn zugrunde, auch gesunde. Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Universität Aarhus, Dänemark, haben den Mechanismus aufgeklärt, der den Zelltod der Nervenzellen auslöst. Jetzt gelang es ihnen im Tierversuch zu zeigen, dass der Untergang von Nervengewebe begrenzt werden kann, wenn das Gen für einen der Mitspieler bei diesem Prozess stillgelegt wird. Die Forschungsergebnisse von Prof. Thomas E. Willnow (MDC) und Prof. Anders Nykjaer (Universität Aarhus) hat die Fachzeitschrift Nature Neuroscience vorab online (DOI: 10.1038/nn2000)* veröffentlicht. Jetzt arbeiten die Forscher an der Entwicklung von Medikamenten, die das Absterben von Nervenzellen nach Verletzungen einschränken.

Nr. 33/28. September 2007

Bluthochdruckforscher Prof. Friedrich Luft mit Novartis-Preis ausgezeichnet

Für seine Forschungen über die genetischen Ursachen des Bluthochdrucks und damit verbundene Organschäden hat der Herz-Kreislauf-Forscher und Nierenspezialist Prof. Friedrich C. Luft in Tuscon, Arizona, USA, den Novartis Award for Hypertension Research erhalten. Der Preis ist mit 20 000 Dollar dotiert und die bedeutendste Auszeichnung auf dem Gebiet des Bluthochdrucks, den die American Heart Association zusammen mit dem Schweizer Pharmakonzern Novartis jährlich vergibt. Prof. Luft ist Direktor des Experimental and Clinical Research Center (ECRC), das die Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch gemeinsam aufbauen.

Nr. 32/20. September 2007

Neuer Therapieansatz - Thrombosemedikament gegen Gefäßentzündungen

Einen neuen Therapieansatz für die Behandlung von Gefäßentzündungen haben jetzt Herz-Kreislauf-Forscher der Franz-Volhard-Klinik der Charité – Universitätsmedizin und des Max- Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch entdeckt. Sie sind einem neuen Entzündungsmechanismus auf die Spur gekommen und konnten gleichzeitig nachweisen, dass er durch herkömmliche Medikamente, mit denen normalerweise Thrombosen von Herzkranzgefäßen (Koronargefäße) behandelt werden, geblockt werden kann. Die Studie von Dr. Birgit Salanova , Prof. Friedrich Luft und Prof. Ralph Kettritz ist von der Fachzeitschrift Journal of Biological Chemistry* Online als paper of the week ausgezeichnet worden. Die Redakteure des Onlinejournals küren damit aus jährlich über 6600 Publikationen jede Woche ein bis zwei, die sie als besonders wichtig erachten.

Nr. 31/19. September 2007

Eine genetische Ursache für Systemischen Lupus erythematosus entdeckt

Mutationen in einem Gen, das Forscher TREX1 nennen, lösen Systemischen Lupus erythematosus (SLE) aus, eine schwere Autoimmunerkrankung, die mit Entzündungen der Haut, der Gelenke, des Herzen, der Lungen, Nieren und des Nervensystems einhergehen kann. Die Studie unter Leitung von Prof. Nobert Hübner vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und von Dr. Min Ae Lee-Kirsch von der Technischen Universität (TU) Dresden, an der auch Wissenschaftler der Harvard Medical School in Boston, USA, beteiligt waren, ist jetzt in der neuesten Ausgabe von Nature Genetics (Vol. 39, Nr. 9, pp. 1065-1067, 2007) erschienen.

Nr. 30/14. September 2007

Wirkstoffe blockieren Fehlsteuerung im Wnt-Signalweg - Tumorwachstum gestoppt

Vor 25 Jahren ist das erste Gen entdeckt worden, das, wie sich in den folgenden Jahren herausstellen sollte, Bestandteil eines der wichtigsten biologischen Signalwege, des Wnt-Signalpfads ist. Er spielt eine entscheidende Rolle für die Entwicklung des Lebens und der Aufrechterhaltung eines gesunden Organismus. Ist der Wnt-Signalweg dereguliert, sind schwere Krankheiten die Folge. Jetzt beginnen Forscher ihre Erkenntnisse, die sie über die Zellkommunikation in den vergangenen Jahren gewonnen haben, für die Entwicklung von Medikamenten zu nutzen, um neue Therapien gegen Krebs zu entwickeln.

Nr. 29/12. September 2007

Die Balance halten – Neue Einblicke in die Steuerung von Stammzellen

In den vergangenen Jahren haben Forscher immer mehr Einblick in die Regulation von Stammzellen und ihre Rolle bei der Selbsterneuerung und bei Reparaturmechanismen bekommen. Jetzt haben sie festgestellt, dass ein Signalweg, der die Entwicklung sowie wichtige Vorgänge des Lebens steuert, auch die Stammzellen reguliert. Die Rede ist von dem Wnt-Signalweg. „Proteine dieses Signalpfads sind bei einer Reihe von Stammzellen aktiv. Dazu gehören neuronale Stammzellen, Stammzellen der Brust sowie embryonale Stammzellen”, sagte Prof. Roel Nusse von der Stanford University, USA, bei seinem Festvortrag zur Eröffnung der internationalen Tagung über „Wnt Signaling in Development and Disease” im Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin-Buch. Er ist einer der Pioniere dieses Forschungsgebiets.

Nr. 28/12. September 2007

Gen erhöht Risiko für Neurodermitis

Eine Forschungsgruppe des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Kinderklinik der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat ein Gen entdeckt, das Neurodermitis auslösen kann, wenn es mutiert ist. Dr. Cilla Söderhäll und Prof. Young-Ae Lee fanden heraus, dass das Gen bei Patienten mit dieser chronisch-entzündlichen Hauterkrankung in den Zellen der äußeren Hautschicht nur unvollständig angeschaltet wird. Ihre Forschungsergebnisse hat jetzt die Fachzeitschrift PloS Biology (Vol. 5, Nr. 9, 2007)* veröffentlicht.

Einladung

Wnt Signaling in Development and Disease

Mittwoch, 12. September – Samstag, 15. September 2007

Robert-Rössle-Str. 10, 13125 Berlin

Nr. 26/20. August 2007

Einblick in die Entwicklung von Nierenzellen

Wie entsteht aus einer Stammzelle eine Nierenzelle? Der Lösung dieses Rätsels ein Stück näher gekommen ist jetzt der Nierenspezialist und Molekularbiologe Dr. Kai Martin Schmidt-Ott vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch. Zusammen mit Forschern aus den USA und Kanada konnte er nachweisen, dass dabei das Zusammenspiel zwischen dem Genregulator beta-Catenin und den Transkriptionsfaktoren TCF/Lef - sie lösen das Ablesen der in den Genen enthaltenen Bauanleitung aus - entscheidend für die Entwicklung der Nierenzellen ist. „Gerade bei angeborenen Nierenerkrankungen könnte eine Fehlregulation dieses Prozesses eine Rolle spielen“, erklärte Dr. Schmidt-Ott. Die Arbeit veröffentlichte die Zeitschrift Development (Vol 134, Nr. 17, pp. 3177-3190, 2007)*.

Nr. 25/14. August 2007

Italienisch-deutsches Team entdeckt zellulären Marker für Multiple Sklerose

Auf der Suche nach den zellulären und molekularen Ursachen der Multiplen Sklerose hat ein italienisch-deutsches Forscherteam eine Untergruppe von schützenden Immunzellen (Suppressorzellen) nachgewiesen, die bei Patienten aus bisher noch unbekannten Gründen sehr stark verringert sind. Diese Suppressorzellen tragen auf ihrer Oberfläche ein Merkmal, kurz CD39 genannt, und bauen den von zerstörtem Gewebe freigesetzten Energieträger ATP ab. Auf diese Weise scheinen sie Entzündungen einzudämmen, welche im Verlauf der Erkrankung im zentralen Nervensystem entstehen. Mit CD39 haben Dr. Giovanna Borsellino vom Labor für Neuroimmunologie der Fondazione Santa Lucia in Rom (Italien) und Dr. Olaf Rötzschke sowie Dr. Kirsten Falk vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch zum ersten Mal einen zellulären Marker identifiziert, dessen Abwesenheit direkt mit der Entstehung der Krankheit in Verbindung gebracht werden kann. Wie sie in der amerikanischen Fachzeitschrift Blood (Vol. 110, Nr. 4, pp. 1225-32, 2007) berichten, könnte der Grad der Verringerung von CD39-Zellen dabei helfen, die Krankheit besser zu diagnostizieren. Bisher wird die Erkrankung durch den Nachweis von Antikörpern in der Hirnflüssigkeit diagnostiziert oder mit Hilfe der Kernspintomographie. Die Zukunft wird zeigen, ob die neue Erkenntnis auch für die Entwicklung einer Therapie nutzbar sein kann.

Nr. 24/14. August 2007

MDC-Forscher entdecken neuartiges Gen für Entwicklung des Nervensystems

In der Embyronalentwicklung müssen Nervenzellen Millionen von Nervenfasern (Neuriten) ausbilden und Verknüpfungen schalten, damit ein funktionfähiges Nervensystem entsteht. Dr. Marta Rosário und Prof. Walter Birchmeier vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, das zur Helmholtz-Gemeinschaft gehört, haben ein neuartiges Gen, bzw. Protein entdeckt, das eine entscheidende Rolle bei diesem Prozess spielt und das sie NOMA-GAP (Neurite-Outgrowth MultiAdaptor RhoGAP) nennen. Es aktiviert den Nervenwachstumsfaktor (NGF), der die Funktion des Nervensystems aufrechterhält und das Überleben von Nervenzellen sichert. Über diesen Faktor ist NOMA-GAP mit zwei Signalwegen verbunden, die den Auf- und Ausbau der Neuriten mitsteuern und kontrollieren. Mutationen und daraus resultierende Fehlschaltungen in diesem Netzwerk von Proteinen spielen zum Beispiel bei neurodegenerativen Erkrankungen, wie etwa der Alzheimer Krankheit, eine Rolle. Die Forscher gehen davon aus, dass ihre Erkenntnisse, die jetzt die Fachzeitschrift Journal of Cell Biology (Vol. 178, Nr. 3 pp. 503-516, 2007) veröffentlicht hat, dazu beitragen, die Entstehung dieser Krankheiten besser zu verstehen.

Einladung

28. Wintertagung
“European Organisation” for
Research and Treatment of Cancer (EORTC)
Pharmacology and Molecular Mechanisms Group Meeting
Max Delbrück Communications Center (MDC.C)
Robert-Roessle-Str. 10, 13125 Berlin

Nr. 23/2. Juli 2007

Millionenförderung der Helmholtz-Gemeinschaft für das MDC

Verbesserung der Doktorandenausbildung

Mit insgesamt 5,4 Millionen Euro fördert die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch in den kommenden sechs Jahren eine Helmholtz-Graduiertenschule und ein Helmholtz-Kolleg. Ziel dieser Projekte, die aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds des Helmholtz-Präsidenten Prof. Jürgen Mlynek finanziert werden, ist es, Doktoranden eine bessere und strukturierte Ausbildung zu geben. 3,6 Millionen Euro (600 000 Euro pro Jahr) erhält die „Helmholtz Graduate School Molecular Cell Biology“ am MDC, 1,8 Millionen Euro (300 000 Euro pro Jahr) werden für die „Helmholtz International Research School in Molecular Neurobiology“ am MDC bereit gestellt. Das MDC ist damit die einzige der insgesamt 15 Einrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft, die in der diesjährigen Bewerbungsrunde zwei Projekte bewilligt bekommen hat.

Nr. 22/27. Juni 2007

Dr. Kai Martin Schmidt-Ott erhält Emmy-Noether-Gruppe am MDC

Der Mediziner und Entwicklungsbiologe Dr. Kai Martin Schmidt-Ott ist jetzt als Leiter einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) von der Columbia Universität New York, NY, USA, an das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) nach Berlin-Buch gekommen. Schwerpunkt seiner Forschungen ist die embryonale Entwicklung der Niere und deren Fehlsteuerung bei angeborenen Nierenerkrankungen sowie die Regeneration von geschädigtem Nierengewebe.

Nr. 21/14. Juni 2007

W3-Professur für MDC-Stammzellforscher Dr. Gerd Kempermann in Dresden

Der Stammzellforscher PD. Dr. Gerd Kempermann vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch hat einen Ruf auf eine W3-Professur an das „DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien“ der Technischen Universität Dresden (Center for Regenerative Therapies Dresden, CRTD) angenommen und wird dort ab Mitte Juni 2007 tätig sein. Schwerpunkt seiner Forschung sind neuronale Stammzellen und die Nervenneubildung (Neurogenese) im erwachsenen Gehirn. Dabei geht er insbesondere der Frage nach, inwieweit körperliche und geistige Aktivität die adulte Neurogenese steuern und so zu Anpassungsvorgängen im jungen und alternden Gehirn beitragen. In Dresden wird er die Forschungsgruppe „Genomik der Regeneration“ leiten. Dabei geht es darum, dass komplexe Vorgänge wie die Neubildung von Nervenzellen und ihre Entwicklung nicht von einzelnen Genen, sondern von Netzwerken von Genen bestimmt werden.

Nr. 20/1. Juni 2007

Professor Oliver Smithies in Berlin ausgezeichnet - Pionier der Genforschung

Der Pionier der Genforschung, Prof. Oliver Smithies von der Universität von North Carolina in Chapel Hill, USA, ist am Freitag, den 1. Juni 2007, mit der Gedächtnismedaille der E.K. Frey - E. Werle Stiftung ausgezeichnet worden. Prof. Smithies entwickelte zusammen mit zwei anderen Forschern die „knock-out-Technik“, mit deren Hilfe Gene in Tieren ausgeschaltet werden können, um ihre Funktion zu erforschen. Mit dieser in Forschungslaboren weltweit eingesetzten Methode ist es möglich, Krankheiten des Menschen im Tiermodell zu untersuchen. Mit Prof. Smithies wurde Prof. João B. Pesquero von der Universität São Paulo, Brasilien, mit dem gleichnamigen Förderpreis, der mit 5 000 US Dollar dotiert ist, geehrt. Die Auszeichnungen wurden den beiden Forschern im Rahmen eines internationalen Kongresses des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch über das Gewebshormon Kinin überreicht, das bei Gefäßerkrankungen und Entzündungsprozessen eine Rolle spielt. Beide Wissenschaftler haben entscheidende Beiträge zur Erforschung dieses Gebiets geleistet.

Nr. 19/18. Mai 2007

Impfung bei Diabetes Typ 1 - Mäuse erfolgreich behandelt

Forscher in Toulouse (Frankreich) und Berlin-Buch haben Mäuse mit Diabetes Typ 1 erfolgreich mit einer Impfung behandelt. Sie haben dazu die Strukturen als Impfstoff eingesetzt, die das Immunsystem bei Diabetes Typ 1 in diesem Modell fälschlicherweise attackiert. Damit haben die Forscher gezeigt, dass es prinzipiell möglich ist, Erkrankungen, bei denen das Immunsystem den eigenen Körper attackiert, so genannte Autoimmunerkrankungen, ursächlich durch Ausbildung ‚aktiver Toleranz’ zu therapieren. Das heißt, das Immunsystem wird so aktiviert, dass es körpereigene Strukturen nicht mehr angreift, sondern wieder toleriert. Die Arbeit von Dr. Roland S. Liblau von INSERM* an der Purpan Universitätsklinik in Toulouse, und Dr. Kirsten Falk sowie Dr. Olaf Rötzschke vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch ist jetzt online in den amerikanischen Proceedings der National Academy of Scienes(PNAS)** erschienen.

Nr. 18/15. Mai 2007

Neue Erkenntnisse über Krankheitsmechanismus von Blutgefäßentzündungen

Möglicher Angriffspunkt für gezielte Therapie

Einen Angriffspunkt für die Entwicklung einer gezielten Therapie von Blutgefäßentzündungen, die das körpereigene Immunsystem auslöst, haben jetzt Forscher der Franz-Volhard-Klinik (FVK) für Herz-Kreislauf-Krankheiten der Charité – Universitätsmedizin Berlin/Helios Klinikum und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch identifiziert. Sie fanden heraus, dass ein spezieller Oberflächenrezeptor (NB1) ein Molekül (Autoantigen) auf der Oberfläche bestimmter weißer Blutzellen präsentiert, wo es das Immunsystem erkennt und bindet. Diese Reaktion löst den Entzündungsprozess aus. NB1 ist deshalb ein potentieller Angriffspunkt für die so genannten ANCA-Gefäßentzündungen, berichten Dr. Sibylle von Vietinghoff (FVK), Prof. Friedrich Luft (FVK, MDC) und Prof. Ralph Kettritz (FVK) in der amerikanischen Fachzeitschrift Blood (Vol 109, Nr. 10, pp. 4487-4493, 15. Mai 2007)*.

Nr. 17/25. April 2007

Neue Methode erlaubt Erforschung von Stammzellen und Nervenneubildung in der Zellkultur

Wissenschaftler können künftig Stammzellen erwachsener Mäuse und die Neubildung von Nervenzellen über lange Zeiträume in der Zellkultur untersuchen. Harish Babu und Dr. Gerd Kempermann (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch und Forschungsgruppe der Volkswagenstiftung an der Charité – Universitätsmedizin Berlin) haben dazu eine neue Methode entwickelt, mit der in der Kultur nicht irgendwelche Nervenzellen entstehen, sondern genau die, die die Stammzellen auch im Gehirn selbst bilden würden. Die Zellen stammen aus einer Region des Hippocampus, dem Gyrus dentatus, einer Insel im Gehirn für die Nervenzellneubildung Erwachsener. Wie die Forscher in der amerikanischen Fachzeitschrift Plos ONE (DOI 10.1371/journal.pone.0000388, 25. April 2007) berichten, konnten sie nachweisen, daß der Hippocampus erwachsener Mäuse wirklich Zellen mit Stammzelleigenschaften enthält, was immer wieder bezweifelt worden war, und dass sich diese Stammzellen unter bestimmten Bedingungen zu den Nervenzellen des Hippocampus weiterentwickeln. Sie haben damit ein wichtiges Werkzeug in der Hand, um Stammzellen und ihre Regulationsmechanismen im Hippocampus, einer Hirnregion von großer Bedeutung für Lernen und Gedächtnis, zu erforschen.

Nr. 16/19. April 2007

Wundheilung - MDC-Forscher identifizieren Schlüsselfunktion eines Moleküls

Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Sie schützt ihn vor Umwelteinflüssen und Krankheitserregern, sie regelt den Wärmehaushalt und schützt ihn vor Austrocknung. Sie erneuert sich beim Menschen rundherum etwa einmal im Monat, indem sie ständig die abgestorbenen Zellen auf der Hautoberfläche abstößt und durch neue, aus der untersten Schicht der Oberhaut nach oben gewanderte Zellen ersetzt. Bei Hautverletzungen ist dieser Prozess beschleunigt, damit sich die Wunden rasch schließen und keine Krankheitskeime ins Körperinnere dringen. Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Moleklulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben jetzt zeigen können, dass das Signalmolekül c-Met, das in der Embryonalentwicklung Zellwachstum und Zellwanderung steuert, auch eine Schlüsselrolle bei der Wundheilung der Haut spielt. Fehlt c-Met in Hautzellen, kann sich kein neues Gewebe bilden und die Wunde verschließen. Die Arbeit von Jolanta Chmielowiec, Doktorandin von Prof. Walter Birchmeier, und Prof. Carmen Birchmeier ist jetzt im Journal of Cell Biology (Vol. 177, Nr. 1, pp. 151 – 162, 2007)* erschienen.

Nr. 15/16. April 2007

Erneut US-Auszeichnung für Berliner Hirnforscher und Neurochirurgen

Für ihren Nachweis, wonach Stammzellen und neuronale Vorläuferzellen in der Lage sind, Glioblastome zu zerstören, haben die Hirnforscher Dr. Rainer Glaß, Prof. Helmut Kettenmann (beide Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch) und der Neurochirurg Dr. Michael Synowitz (Helios Klinikum Berlin-Buch) den „Preuss Award“ der Amerikanischen Gesellschaft für Neurochirurgen (AANS) erhalten. Den mit 1000 Dollar dotierten Preis nahm Dr. Synowitz am 16. April 2007 auf der Tagung der AANS in Washington DC entgegen. Bereits 2005 waren die drei Forscher mit dem „Tumor Young Investigator Award“ der Amerikanischen Gesellschaft für Hirntumoren (CNS) in Boston ausgezeichnet worden, dem zweiten Hauptverband amerikanischer Neurochirurgen nach der AANS. Sie sind damit die ersten nicht in den USA arbeitenden Forscher, die von beiden amerikanischen neurochirurgischen Gesellschaften geehrt worden sind.

 

Nr. 14/13. April 2007

Kranke embryonale Herzen können sich bis zur Geburt regenerieren Oskar-Lapp-Preis für Kardiologen vom MDC

Das embryonale Herz kann sich, im Gegensatz zum ausgewachsenen, adulten Herzen, nach einer Schädigung regenerieren. Das hat Dr. med. Jörg-Detlef Drenckhahn vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch jetzt erstmals in Herzen weiblicher Mäuse zeigen können. Die Herzen der Tiere hatten sich im Verlaufe der Embryonalentwicklung bis zur Geburt nahezu vollständig erholt. Für diese grundlegende Erkenntnis erhielt er im Rahmen der 73. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie- Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) am Abend des 12. April 2007 in Mannheim den Oskar-Lapp-Preis. Er ist mit 10.240 Euro dotiert.

Nr. 13/20. März 2007

Millionen-Vertrag für 7-Tesla Magnetresonanztomographen unterzeichnet

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) und die Firma Siemens haben im MDC einen Vertrag über einen 7-Tesla-Ganzkörper- Magnetresonanztomographen (7-Tesla-MRT) für die medizinische Forschung unterzeichnet. Er hat ein Finanzvolumen von fast 8 Millionen Euro. Gleichzeitig schlossen die drei Partner einen Vertrag über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet „Bildgebungsmethoden an Ultra-Hochfeld-MR-Systemen“. Das ist die größte Kooperation des MDC mit einem Industriepartner. Der 7-Tesla-MRT soll ab Sommer 2008 betriebsbereit sein. Weltweit einmalig ist sein Einsatz in der Herz-Kreislauf-Forschung. Darüber hinaus wird er auch in der Krebs- sowie Hirnforschung erprobt. Von den insgesamt sieben Siemens Hochfeld-MRTs in Deutschland sind damit allein drei in Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft im Aufbau. Das sind neben dem MDC das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg (7-Tesla-MRT) und das Forschungszentrum Jülich (9,4-Tesla-MRT). Das MDC, das sich aus Mitteln des Bundes und des Landes Berlin finanziert, trägt mit 6,5 Millionen Euro den größeren Teil der Finanzierung des Millionen-Projekts, während 1,5 Millionen Euro von der PTB kommen.

Nr. 12/9. März 2007

Jungbrunnen – Molekularer Schalter hält Muskelstammzellen „frisch“

Bessere Heilung nach Muskelverletzung

Muskeln können nach Verletzungen auch bei Erwachsenen sehr gut heilen, weil sie einen Vorrat an Muskelstammzellen, so genannten Satellitenzellen haben, auf den sie für die Reparatur zurückgreifen können. Bisher war unklar, wie sich dieser Vorrat an Satellitenzellen und auch an Muskelvorläuferzellen, aus denen sich sowohl Muskeln als auch Satellitenzellen entwickeln, „frisch“ hält. Die Entwicklungsbiologinnen Prof. Carmen Birchmeier, Dr. Elena Vasyutina und Diana Lenhard vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben jetzt gezeigt, dass ein molekularer Schalter, kurz RBP-J genannt, diesen „Jungbrunnen“ unter Kontrolle hat. Fehlt der Schalter, bilden die Satellitenzellen unkontrolliert Muskelzellen, wobei auch das Satellitenzell-Depot leer geräumt wird. Die Folge davon ist, dass sich während der Entwicklungsphase eines Lebewesens zuwenig Muskeln bilden, und der Fetus kein Satellitenzellen-Depot mehr anlegen kann. Die Arbeit der MDC Forscherinnen, die für die künftige Entwicklung von Stammzelltherapien Bedeutung haben könnte, ist jetzt in den Proceedings der National Academy of Sciences (PNAS)* online erschienen.

Nr. 11/28. Februar 2007

Prof. Achim Leutz vom MDC mit Deutschem Krebspreis ausgezeichnet

Insgesamt drei Teilpreise vergeben

Der Zellbiologe Prof. Achim Leutz vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch ist für seine „exzellenten“ Beiträge zur Erforschung molekularer Mechanismen der Blutzellbildung und der Entstehung von Blutkrebs (Leukämien) mit dem Deutschen Krebspreis für experimentelle Forschung ausgezeichnet worden. Er erhielt die Auszeichnung auf dem Kongress der Arbeitsgemeinschaft Experimentelle Krebsforschung (AEK) in der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. in Frankfurt am Main. Mit ihm wurde der Virologe Prof. Lutz Gissmann vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg mit dem „translationalen“ Teilpreis (Übertragung von Forschungsergebnissen in die Klinik) geehrt. Seine Forschungen haben in entscheidendem Maß zur Entwicklung des ersten Impfstoffes gegen Papillomviren zur Verhütung von Gebärmutterhalskrebs beigetragen. Der Impfstoff erhielt vor kurzem in Europa und den USA die Zulassung. Den Preis für den klinischen Teil erhielt Prof. Michael Weller vom Universitätsklinikum Tübingen. Er konnte unter anderem zeigen, dass bösartige Gehirntumore (Glioblastome) mit einem von ihnen ausgeschütteten Botenstoff (TGF-beta) das Immunsystem außer Gefecht setzen. Die drei Teilpreise sind mit insgesamt 22 500 Euro dotiert.

Nr. 10/22. Februar 2007

„Mit Zebrafischen angeborenen Herzfehlern auf der Spur“

MDC beim 3. Tag der Gesundheitsforschung am 25. Februar 2007 in der Charité

„Mit Zebrafischen angeborenen Herzfehlern auf der Spur“ lautet der Vortrag von Dr. Salim Seyfried vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, den er auf dem 3. Tag der Gesundheitsforschung in der Charite – Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow am Sonntag, den 25. Februar 2007, 16.00 Uhr halten wird. Darüber hinaus informieren er und seine Doktorandin Elena Cibrián-Uhalte an einem Stand über ihre Forschungen am MDC und ihre Zusammenarbeit mit Herzspezialisten von der Charite und dem Deutschen Herzzentrum (DHZB) Berlin. Der diesjährige Gesundheitstag steht unter dem Motto „Herz – Motor des Lebens“.

Nr. 9/16. Februar 2007

Prof. Clemens Schmitt erhält Richtzenhain-Preis für Krebsforschung

Prof. Clemens A. Schmitt vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist in Heidelberg mit dem Walther und Christine Richtzenhain-Preis 2006 geehrt worden. Er teilt sich den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Preis mit Dr. Ana Martin-Villalba sowie Dr. Fabian Kießling, zwei jungen Forschern aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg. Die Auszeichnung wurde ihnen am 16. Februar 2007 im Rahmen eines wissenschaftlichen Kolloquiums im DKFZ überreicht.

Nr. 8/12. Februar 2007

Ursachen der Herzschwäche auf der Spur

Bei Herzerkrankungen ist in der Regel die Pumpfunktion reduziert, doch können sie auch auf eine gestörte Füllung des Herzens mit Blut zurückgehen. Eine Schlüsselrolle bei der Füllung des Herzens spielt das elastische Gerüstprotein Titin. Jetzt haben Prof. Michael Gotthardt und seine Mitarbeiter vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch zusammen mit Forschern der Universität von Washington in Pullman, USA, nachgewiesen, dass eine elastische Region des Titins, kurz N2B genannt, dafür verantwortlich ist, dass sich die Herzkammern in der Erschlaffungsphase (Diastole) des Herzmuskels mit Blut füllen. Die Arbeit von Michael H. Radke und Prof. Gotthardt ist jetzt in den Proceedings der National Academy of Sciences (PNAS)* online erschienen. Die Forscher hoffen, dass ihre Erkenntnisse in Zukunft weitere neue Einblicke in die Entstehungsmechanismen der Herzinsuffizienz ermöglichen.

Nr. 7/7. Februar 2007

Möglichen neuen Ansatz für Behandlung von Herzmuskelerkrankungen entdeckt

Defekt im Muskelprotein Titin unterbricht Signalkette für Muskelkontraktion

Genetische Veränderungen im größten Protein des Menschen, dem Titin, führen zu schweren Herzmuskelerkrankungen. Titin ist ein wichtiger Bestandteil der kleinsten mechanischen Einheit des Herzmuskels, des Sarkomers. Dort arbeitet Titin als Sprungfeder und sorgt dafür, dass sich der Herzmuskel mit Blut füllt. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass im darauffolgenden Herzschlag, wenn sich die Sarkomere zusammenziehen, ausreichend Blut durch den Körper gepumpt wird.

Nr. 6/5. Februar 2007

Prof. Achim Leutz in Zentrale Kommission für Biologische Sicherheit berufen

Der Zellbiologe und Krebsforscher Prof. Achim Leutz vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch ist neues Mitglied der Zentralen Kommission für Biologische Sicherheit (ZKBS). Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer berief den Forscher, der auch Mitglied der Europäischen Organisation für Molekularbiologie (EMBO) ist, für die Dauer von drei Jahren als stellvertretendes Mitglied in den Bereich Zellbiologie. Wie die ZKBS jetzt weiter mitteilte, berief der Minister noch zwei weitere Experten in die Kommission. Es sind Prof. Regine Hakenbeck von der Technischen Universität Kaiserslautern für den Bereich Mikrobiologie sowie Prof. Dr. François Buscot vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) Leipzig, für den Bereich Ökologie. Mit Prof. Leutz und Prof. Buscot sind zugleich zwei Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft in der ZKBS vertreten.

Einladung

28. Wintertagung

European Organisation for

Research and Treatment of Cancer (EORTC)

Pharmacology and Molecular Mechanisms Group Meeting

Max Delbrück Communications Center (MDC.C)

Robert-Roessle-Str. 10, 13125 Berlin

Nr. 4/19. Januar 2007

Die Müllabfuhr der Zelle - Angriffsstelle für Arzneimitteltherapie

Festvortrag von Nobelpreisträger Prof. Aaron Ciechanover auf Neujahrsempfang des Campus Berlin-Buch

Eine Zelle verfügt über zehntausende von Proteinen, die sie als Baumaterial und als Maschinen des Lebens benötigt. Proteine, die einen „Produktionsfehler“ haben und falsch gefaltet sind, können nicht mehr fehlerfrei arbeiten. Sie müssen deshalb über die zentrale Müllabfuhr der Zelle, das Ubiquitin-Proteasom-Systems, entsorgt werden, um den Organismus vor Schaden zu bewahren. Das gilt auch für „gesunde“, funktionstüchtige Proteine. Sie werden abgebaut, wenn sie ihre Aufgaben erledigt haben. Das bedeutet, der Körper produziert ständig neue Proteine, baut aber gleichzeitig nicht mehr benötigte oder defekte Proteine ab. Die zelluläre Müllabfuhr arbeitet sehr präzise. Nur Proteine, die mit dem Molekül Ubiquitin markiert sind, kommen in den Schredder der Zelle, in das Proteasom. Dort werden sie zerhackt und abgebaut. Ubiquitin kommt, wie sein Name besagt, überall (ubiquitär) in den Zellen vor, die einen Zellkern haben.

Nr. 3/19. Januar 2007

Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner: Spitzenforschung und Wissenstransfer verbessern – - würdigt Standort Berlin-Buch

Die Spitzenforschung und der Transfer der daraus gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis müssen nach Auffassung des Berliner Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner verbessert werden. Auf dem Neujahrsempfang des Campus Berlin-Buch im Max Delbrück Communications Center (MDC.C) würdigte er am Freitag, den 19. Januar 2006, in diesem Zusammenhang zugleich die Bemühungen der Einrichtungen des Bucher Forschungsstandorts in der Spitzenforschung und des Wissenstransfer, die „möglicherweise“ für die Universitäten „im Grundansatz“ beispielgebend sein könnten. Es war der erste Besuch Zöllners auf dem Campus Berlin-Buch, dem größten Biotechnologiestandort in der Region Berlin-Brandenburg. Die Besonderheit des Campus Berlin-Buch ist seine Ausrichtung auf Biomedizin und Biotechnologie, und die enge Verbindung zwischen Forschung, Klinik und 50 Firmen. Auf dem Campus arbeiten rund 2 200 Menschen.

Nr. 2/19. Januar 2007

Orkan "Kyrill" löst Fassadenverkleidung des Max Delbrück Communications Center - Menschen kamen nicht zu Schaden - Neujahrsempfang findet statt

In der Nacht zum Freitag hat der Orkan „Kyrill“ auch auf dem Campus Berlin-Buch seine Spuren hinterlassen. Er riss die rote Fassadenverkleidung des Max Delbrück Communications Center (MDC.C) herunter. Menschen kamen nicht zu Schaden. Nach Schätzungen belaufen sich die Schäden an der Fassade auf rund 160 000 Euro. Sie bestand aus sehr leichtem aufgeschäumten mineralischen Dämmstoff, der mit roter Farbe verputzt worden war.

Nr. 1/15. Januar 2007

MDC-Forscher entdecken neue Funktion der Natriumpumpe beim Herzen

Das Herz schlägt nur dann, wenn elektrisch geladene Teilchen (Ionen) über die Membran der Herzzellen hin- und hertransportiert werden. Das bewerkstelligt die Natrium-Kalium-Pumpe. Sie pumpt Kalium-Ionen in das Zellinnere und lässt Natrium-Ionen aus der Zelle ausströmen. Sie reguliert indirekt unter anderem auch die Konzentration von Calcium-Ionen, die wiederum den Herzschlag steuern. Patienten mit Herzschwäche erhalten Medikamente, die an dieser Natriumpumpe angreifen, um ihren Herzschlag zu stabilisieren. Jetzt haben Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch eine neue Funktion der  Natriumpumpe entdeckt. Die von ihr ausgelöste veränderte Ionenkonzentration (Ionengradient) innerhalb und außerhalb der Zellen sorgt im Embryo dafür, dass sich die Herzzellen während der Organentwicklung an ihrer Ober- und Unterseite unterscheiden. Forscher sprechen dabei von Zellpolarität. Sie ist für die Funktion des Organs lebenswichtig. Weiter sorgt die Natriumpumpe dafür, dass die Herzzellen aneinandergeheftet bleiben. Fehlt die Natriumpumpe, entwickelt sich kein Herz. Die Arbeit der Doktorandin Elena Cibrián-Uhalte und Dr. Salim Abdelilah-Seyfried (beide MDC) und Forschern der University of California Los Angeles, USA, ist jetzt im Journal of Cell Biology erschienen (Jan 15, 2007; 176, 2)*.