Nr. 63/30. Dezember 2011

Prof. Thomas Willnow vom MDC erhält Alzheimer Förderpreis

Der Zellbiologe Prof. Thomas Willnow vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch erhält von der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) in Düsseldorf einen mit 70 000 Euro dotierten Förderpreis. Damit erforscht er einen Schutzfaktor im Gehirn, der die Nervenzellen vor dem Untergang durch giftige Eiweißablagerungen schützt. Sein Projekt gehört zu insgesamt sieben, die der Wissenschaftliche Beirat der AFI aus 55 Forschungsanträgen ausgewählt hat, teilte die AFI jetzt mit.

Nr. 62/15. Dezember 2011

MDC-Forscher: Ionenkanal macht Nacktmull unempfindlich gegen Schmerz

Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben jetzt den Grund dafür gefunden, weshalb der afrikanische Nacktmull (Heterocephalus glaber), eines der ungewöhnlichsten Säugetiere der Erde, keinen Schmerz empfindet, wenn er mit Säure in Berührung kommt. Nacktmulle leben dichtgedrängt in engen, dunklen Höhlen, wo der Kohlendioxidgehalt (CO2) der Luft sehr hoch ist. CO2 wird in Körpergewebe zu Säure, die dauerhaft Schmerzsensoren aktiviert. Nacktmulle haben aber einen veränderten Ionenkanal in ihren Schmerzrezeptoren, der durch Säure abgeschaltet wird und sie immun gegen diese Art von Schmerz macht. Dr. Ewan St. John Smith und Prof. Gary Lewin führen diese Schmerzunempfindlichkeit darauf zurück, dass sich die Tiere im Laufe der Evolution an ihre extremen Lebensbedingungen angepasst haben (Science , Vol. 334, Dec.16, 2011, 1557-1560)*.

Nr. 61/12. Dezember 2011

Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) in Berlin gegründet

In Berlin ist am Montag, den 12. Dezember 2011, das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) gegründet worden. Den Gründungsvertrag unterzeichneten Prof. Thomas Eschenhagen vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, der auch Sprecher und Koordinator des DZHK ist, Prof. Walter Rosenthal, Stiftungsvorstand des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, und Prof. Gerd Hasenfuß vom Herzzentrum der Universität Göttingen. Sie bilden den dreiköpfigen Vorstand. Ziel ist, die Bekämpfung der Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu intensivieren. Sie stehen an erster Stelle der Todesursachen in den Industrie- und Schwellenländern.

 

Nr. 60/8. Dezember 2011

Prof. Nikolaus Rajewsky vom MDC erhält Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis

Höchstdotierter deutscher Förderpreis

Prof. Nikolaus Rajewsky vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin ist der höchstdotierte deutsche Förderpreis, der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, zuerkannt worden. Das teilte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am Donnerstag, den 8. Dezember 2011 mit. 2002 hatte Prof. Carmen Birchmeier vom MDC die Auszeichnung bekommen. Insgesamt forschen drei Leibniz-Preisträger am MDC. Prof. Thomas Jentsch vom MDC/Leibniz-Instutut für Molekulare Pharmakologie (FMP) hatte den Preis erhalten, als er noch am Zentrum für Molekulare Neurobiologie der Universität Hamburg (ZMNH) war. Insgesamt erhalten 2012 zwei Wissenschaftlerinnen und neun Wissenschaftler den Preis. Sie wurden aus 131 Vorschlägen ausgewählt. Die mit bis zu 2,5 Millionen Euro dotierten Preise werden am 27. Februar 2012 in Berlin verliehen.

Nr. 59/7. Dezember 2011

Humboldt-Forschungspreis für Nobelpreisträger Aaron Ciechanover

Gastgeber MDC

Dem israelischen Nobelpreisträger Aaron Ciechanover ist jetzt der Humboldt-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) zuerkannt worden. Sein Gastgeber in Deutschland wird das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch sein, ein Forschungszentrum, das zur Helmholtz-Gemeinschaft gehört. Prof. Ciechanover ist Mediziner und Biologe und forscht an der Medizinischen Fakultät des Israelischen Instituts für Technologie (Technion) in Haifa (Israel). Mit dem Preis werden laut AvH Wissenschaftler für ihr bisheriges Gesamtschaffen ausgezeichnet, deren grundlegende Arbeiten das eigene Fachgebiet nachhaltig geprägt haben. Die Auszeichnung ist mit 60 000 Euro dotiert.

 

Nr. 58/25. November 2011

Deutsche Hochdruckliga zeichnet Prof. Michael Bader aus

Für seine besonderen Verdienste um die Bluthochdruckforschung hat die Deutsche Hochdruckliga (DHL) Prof. Michael Bader vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch mit dem Franz-Gross-Wissenschaftspreis ausgezeichnet. Der mit 10 000 Euro dotierte Preis wurde dem Forscher im Rahmen der Eröffnung des 35. Wissenschaftlichen Kongresses der Hochdruckliga am Abend des 24. November 2011 in Köln überreicht. Prof. Bader erforscht die Regulation des Herz-Kreislaufsystems und des Bluthochdrucks. Dabei untersucht er unter anderem die daran beteiligten Hormonsysteme und ihre Gene.

Nr. 57/24. November 2011

Charité und MDC bündeln ihre Spitzenforschung unter einem Dach

Erschwerte Zusammenarbeit durch Trennung von Forschung und Wissenschaft befürchtet

Die Charité - Universitätsmedizin Berlin und das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin-Buch, ein Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft, werden ihre bisherige Zusammenarbeit ausbauen. Dieser Forschungsverbund soll im Sinne eines qualitätsgesicherten und durch die Wissenschaft geleiteten Prozesses dazu beitragen, die internationale Sichtbarkeit der Lebenswissenschaften in Berlin dauerhaft zu stärken. Das Zusammengehen von MDC und Charité in der Forschung trägt dabei den Besonderheiten des Wissenschaftsstandorts Berlin mit seinem seit vielen Jahren bestehenden dichten Netzwerk biomedizinischer Forschungseinrichtungen Rechnung.

Nr. 56/24. November 2011

Offener Brief der Wissenschaft an Wowereit und Henkel

Rücknahme der Trennung von Forschung und Wissenschaft gefordert

In einem offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD) und den Fraktions- und Landesvorsitzenden der Berliner CDU, Frank Henkel, hat die Wissenschaft die Rücknahme der Trennung von Forschung und Wissenschaft mit der Zuordnung in die beiden Ressorts Wirtschaft und Bildung gefordert. „Bitte belassen Sie im Interesse des Berliner Wissenschaftsstandorts Wissenschaft und Forschung unter einem Dach“, heißt es in dem Brief, den Berliner Vertreter der außeruniversitären Forschungseinrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft mit dem Max-Delbrück-Centrum (MDC), der Max-Planck-Gesellschaft sowie der Leibniz-Gemeinschaft unterschrieben haben. Unterstützt werden sie in ihrem Anliegen von der Freien Universität, der Humboldt-Universität und der Technischen Universität, der Charité - Universitätsmedizin Berlin, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) sowie von deutschen Wissenschaftsorganisationen*.

Nr. 55/18. November 2011

Roter Naturfarbstoff macht giftige Ablagerungen bei Alzheimer unschädlich

Ein aus der Flechte Roccella tinctoria gewonnener Farbstoff macht offenbar die giftigen Ablagerungen der Alzheimer Krankheit unschädlich. Der rote Naturfarbstoff Orcein und ein mit ihm eng verwandter blauer Farbstoff (O4) binden an die bei dem Ablagerungsprozess entstehenden Zwischenstufen, die für Nervenzellen besonders giftig sind. Dabei beschleunigen sie die Bildung großer Ablagerungen, die als unschädlich gelten. Ob dieser von Dr. Jan Bieschke (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch), Dr. Martin Herbst (Charité – Universitätsmedizin Berlin) und Prof. Erich Wanker (MDC) in Zellversuchen und im Reagenzglas entwickelte neuartige Ansatz für eine Therapie der Alzheimer Krankheit geeignet ist, müssen zunächst Untersuchungen mit Tieren zeigen (Nature Chemical Biology, doi: http://dx.doi.org/10.1038/NCHEMBIO.719)*.

Nr. 54/17. November 2011

Schwerhörige fühlen anders

Menschen mit einer bestimmten Form der erblichen Schwerhörigkeit nehmen Vibrationen in ihren Fingern empfindlicher wahr als andere Menschen, haben Prof. Thomas Jentsch vom Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP)/Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und Prof. Gary Lewin (MDC) in Zusammenarbeit mit Klinikern aus Madrid, Spanien und Nijmegen, Niederlande, herausgefunden. Die in Nature Neuroscience (doi:http://dx.doi.org/10.1038/nn.2985)* veröffentlichte Arbeit enthüllt Einzelheiten über den bislang wenig verstandenen Tastsinn: Damit wir fühlen können, müssen spezialisierte Zellen in der Haut wie Instrumente in einem Orchester gestimmt werden.

Nr. 53/9. November 2011

MDC-Doktorandin Katja Herzog erhält Preis „For Women in Science“

Die Doktorandin Katja Herzog vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch ist in Berlin mit dem „For Women in Science“ Förderpreis der Deutschen UNESCO-Kommission und L`Oréal Deutschland ausgzeichnet worden. Mit ihr erhielten Nicole Fröhlich (Zentrum für Integrative Neurowissenschaften, Tübingen) und Judith Klatt (Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie, Bremen) die Förderung im Wert von 20 000 Euro. Seit 2006 unterstützt das Projekt zusammen mit der Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung jedes Jahr drei in Deutschland tätige exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen aus den Naturwissenschaften mit Kind. Ziel ist, Frauen mit Kindern zu helfen, in der Forschung zu bleiben und Karriere zu machen.

Nr. 52/7. November 2011

Europäische Millionenförderung für vier MDC-Spitzenforscher

Vier Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch erhalten Millionenförderungen vom Europäischen Forschungsrat (engl. Abkürzung ERC) in Straßburg. Die beiden Neurobiologen Prof. Gary Lewin (MDC) und Prof. Thomas Jentsch (MDC/Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie, FMP) erhalten jeder 2,5 Millionen Euro, die beiden Nachwuchsgruppenleiter Prof. Michael Gotthardt und Dr. Jan-Erik Siemens (beide MDC) bekommen jeweils 1,5 Millionen Euro. Die Spitzenforscher wurden aus mehreren tausend Bewerbern ausgewählt. Die ERC-Förderung umfasst eine Dauer von fünf Jahren und beginnt 2012.

Nr. 51/27. Oktober 2011

Weltweit über 100 klinische Studien mit grünem Tee – doch schwer vergleichbar

Internationale Tagung im MDC zu grünem Tee

In den USA, Asien und in Europa, darunter auch in Deutschland, gibt es über 100 klinische Studien, in denen die Wirkung von grünem Tee auf die verschiedensten Erkrankungen geprüft wird. Dazu gehören unter anderem neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson, Chorea Huntington, Multiple Sklerose, Duchenne Muskeldystrophie, Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas (extremes Übergewicht), Herz-Kreislauf-Krankheiten, Entzündungen wie Atherosklerose (Arterienverkalkung) sowie Krebs. Darauf haben Wissenschaftler und Ärzte auf einer internationalen Tagung zu „Tee und Gesundheit“ im Max Delbrück Communications Center (MDC.C) in Berlin-Buch vom 27. - 28. Oktober 2011 aufmerksam gemacht.

Nr. 50/21. Oktober 2011

Max-Delbrück-Medaille für Stammzellforscher Prof. Hans Schöler

Der Stammzellforscher Prof. Hans Schöler vom Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin, Münster, ist in Berlin mit der Max-Delbrück-Medaille ausgezeichnet worden. Hans Schöler, ein international führender Wissenschaftler auf dem Gebiet der Stammzellforschung, erhielt die Medaille für seine Forschung zur Reprogrammierung von neuronalen Stammzellen in induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen). Pluripotente Stammzellen können jeden der über 200 Zelltypen eines Organismus bilden. Die gezielte, induzierte, Gewinnung dieser Zellen durch Reprogrammierung im Labor ist deshalb von großem Interesse für die Forschung. Sie hofft, diese „Alleskönnerzellen“ in Zukunft für die Therapie schwerer Erkrankungen einsetzen zu können.

 

Nr. 49/13. Oktober 2011

Helmholtz-Zentren MDC und DKFZ kooperieren enger mit Frankreich

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg arbeiten künftig enger mit Frankreich zusammen. Gemeinsam mit der Helmholtz-Gemeinschaft, zu der beide Forschungseinrichtungen gehören, richten sie für die kommenden fünf Jahre an zwei Zentren des Nationalen Instituts für Gesundheit und Medizinische Forschung (Inserm) in Frankreich zwei Forschungsgruppen ein. Das gaben sie auf dem 4. Forum zur Deutsch-Französischen Forschungskooperation des Bundesforschungsministeriums am 13. Oktober 2011 in Berlin bekannt. An dem Forum nahmen Bundesforschungsministerin Annette Schavan und ihr französischer Kollege Laurent Wauquiez teil.

Nr. 48/13. Oktober 2011

MDC-Forscher entwickeln Vorhersagemodell für Alzheimer

Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin haben erstmals ein mathematisches Modell entwickelt, mit dem sich der Beitrag genetischer Risikofaktoren bei der Entstehung der Alzheimer-Krankheit bestimmen lässt (EMBO, doi:10.1038/emboj.2011.352)*. „Dieses Vorhersagemodell lässt sich auch auf andere Risikofaktoren anwenden, welche von zentraler Bedeutung für die Entstehung der Krankheit sind. Doch erst, wenn es auch eine Therapie gegen Alzheimer gibt, ist es sinnvoll, mit solchen Vorhersagemodellen Risikopatienten für eine frühzeitige Behandlung zu identifizieren.“, sagt Prof. Thomas Willnow, einer der Autoren der Studie.

Nr. 47/7. Oktober 2011

Widersprüchlich: Krebsforscher von MDC und Charité entdecken Doppelrolle eines Genschalters

Genschalter der sogenannten NF-kappaB-Familie gelten als Krebstreiber und werden zudem mit schlechtem Ansprechen auf Krebstherapien in Verbindung gebracht. Aber das ist nur eine Seite. NF-kappaB verfügt offenbar auch über eine andere Seite, wie die Krebsforscherin Dr. Hua Jing und Prof. Clemens Schmitt vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité - Universitätsmedizin Berlin jetzt zeigen konnten. NF-kappaB verstärkt ein durch Chemotherapie ausgelöstes Zellschutzprogramm (Seneszenz). Es bewirkt bei Krebszellen einen endgültigen Zellteilungsstopp und kann so zum Beispiel das Wachstum von Lymphdrüsenkrebs hemmen (Genes and Development, doi:10.1101/gad.17620611)*.

Nr. 46/30. September 2011

Herzenssache – Forschung für das Herz in Berlin und Brandenburg

Prof. Walter Rosenthal – Neue Konzepte und Wirkstoffe nötig

Die Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen in den Industrie- und Schwellenländern auf Platz 1 der Todesursachen. „In den vergangenen Jahren haben sich zwar die Therapien verbessert, aber nur in kleinen Schritten. Um weiterzukommen, bedarf es deshalb grundlegend neuer Konzepte und Wirkstoffe mit geringen Nebenwirkungen“. Das sagte Prof. Dr. med. Walter Rosenthal, Wissenschaftlicher Vorstand des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, beim „56. Treffpunkt WissensWerte“ im MDC. Bei der Veranstaltung der TSB Technologiestiftung Berlin in Zusammenarbeit mit dem Inforadio des rbb ging es um „Herzenssache – Forschung für das Herz in Berlin-Brandenburg“.

Nr. 45/29. September 2011

Dr. Malgorzata Borowiak – mit Helmholtz von Harvard zurück ans MDC

Die Zell- und Entwicklungsbiologin Dr. Malgorzata Borowiak von der Harvard University in Cambridge, USA, kehrt als Helmholtz-Nachwuchsgruppenleiterin an das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) zurück. Dr. Borowiak hatte 2006 bei Prof. Carmen Birchmeier (MDC/Freie Universität Berlin) promoviert und war danach als Postdoktorandin in die USA gegangen. Im MDC, das Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft ist, wird Dr. Borowiak, die an der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen ihren Master in Biotechnologie gemacht hatte, die Entstehung von Diabetes an Hand der Entwicklung von Beta-Zellen erforschen. Diese Zellen produzieren das lebensnotwendige Insulin und sind bei Diabetikern defekt. Sie wird auch mit der Charité - Universitätsmedizin Berlin kooperieren.

Nr. 44/20. September 2011

Abgeschnürt - wie die Zelle Nährstoffe aufnimmt

MDC-Forscher entschlüsseln Struktur des Drahtziehers Dynamin

Dr. Katja Fälber und Prof. Oliver Daumke, Strukturbiologen am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben gemeinsam mit Forschern der Freien Universität (FU) Berlin die molekulare Struktur von Dynamin, einem Drahtzieher der Aufnahme von Nährstoffen in die Zelle entschlüsselt. Da sich auf diese Weise auch Krankheitserreger, wie zum Beispiel AIDS-Viren, ihren Weg in die Körperzellen bahnen, eröffnet das Verständnis des molekularen Mechanismus neue mögliche Ansatzpunkte für medizinische Anwendungen (Nature, DOI: 10.1038/nature10369)*.

Nr. 43/19. September 2011

MDC-Vorstand Prof. Walter Rosenthal – Mitglied der Leopoldina

Prof. Walter Rosenthal, Vorsitzender des Stiftungsvorstands des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin, ist zum Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina gewählt worden. Prof. Rosenthal ist Pharmakologe und Toxikologe und hat neben seiner Aufgabe im MDC auch eine W3-Professur für Molekulare Pharmakologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Nr. 42/13. September 2011

Bundeskanzlerin Angela Merkel startet neuesten Sequenzierer im MDC

Neue Potentiale für die Medizinische Systembiologie

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Dienstag, den 13. September 2011, im Berliner Institut für Medizinische Systembiologie (BIMSB) des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch den Startknopf für eines der neuesten Sequenziergeräte für DNA-Analysen gedrückt. Das BIMSB ist die erste akademische Forschungseinrichtung auf dem europäischen Kontinent, die diese Sequenziermaschine für die Forschung nutzt. Mit dem Gerät von Pacific Biosciences ist es möglich, einzelne DNA-Moleküle in Echtzeit zu sequenzieren und einen tieferen Einblick in die Genregulation zu gewinnen. Der aus Berlin stammende Miterfinder dieser Technologie, Dr. Jonas Korlach, war bei der Einweihung dabei. Das Sanger Institut des Wellcome Trust in Großbritannien ist die andere akademische Forschungseinrichtung in Europa, die über dieses System verfügt.

Nr. 41/13. September 2011

Max-Delbrück-Centrum begrüßt Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel

Der Vorsitzende des Stiftungsvorstands des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC), Prof. Dr. Walter Rosenthal, hat den Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag, den 13. September 2011 im MDC begrüßt. „Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse an der biomedizinischen Forschung des MDC mit seinen Partnern und an der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses“, sagte er bei der Begrüßung der Kanzlerin. Sie war auf Einladung des Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, Prof. Dr. Jürgen Mlynek in das MDC gekommen, das Mitglied dieser größten Forschungsorganisation Deutschlands ist. Begleitet wurde die Bundeskanzlerin von Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Bei dem Besuch dabei war auch Berlins Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner.

Nr. 40/12. September 2011

Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht Max-Delbrück-Centrum

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Dienstag, den 13. September 2011, das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) auf dem Campus Berlin-Buch besuchen. Sie kommt auf Einladung der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren in das MDC, das Mitglied dieser größten Forschungsorganisation in Deutschland ist. Sie wird begleitet von Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Bei dem Besuch dabei sein wird auch Berlins Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner.

Nr. 39/12. September 2011

Prof. Schöler: Gewinnung induzierter pluripotenter Stammzellen vereinfachen

Die Reprogrammierung von adulten Stammzellen in induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) ist bis vor kurzem nur mit Hilfe eines Quartetts von „Übersetzungsfaktoren“ (Transkriptionsfaktoren), nämlich Oct4, Sox2, c-Myc und Klf4, gelungen. 2009 konnte die Forschungsgruppe von Prof. Dr. Hans Schöler vom Max-Planck-Institut (MPI) für molekulare Biomedizin in Münster erstmals adulte menschliche Zellen mit Hilfe nur eines einzigen Gens, des Oct4, in pluripotente iPS-Zellen verwandeln. „Das verringert unter anderem die Gefahr, dass bei eventuellen späteren therapeutischen Anwendungen Krebs-Vorläuferzellen übertragen werden“, sagte Schöler beim internationalen Kongress ”Stem Cells in Development and Disease“, den das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin veranstaltet vor der Presse.

Nr. 38/12. September 2011

Prof. Jaenisch: „Hoffnungen, aber noch ein weiter Weg zur Therapie mit induzierten pluripotenten Stammzellen“

„Aus adulten (ʼerwachsenen‘) Körperzellen gewonnene Stammzellen haben unbestritten Vorteile für die Erforschung von Krankheiten und womöglich eines Tages für die individualisierte Therapie. Bis zum breiten Einsatz wird jedoch noch sehr viel mehr Zeit vergehen, als dies mitunter öffentlich dargestellt wird.“ Das sagte Prof. Dr. Rudolf Jaenisch vom Whitehead Institut (Cambridge, USA) bei dem internationalen Kongress ”Stem Cells in Development and Disease“, den das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin veranstaltet, vor der Presse.

Nr. 37/ 12. September 2011

Prof. Birchmeier: „Krebsstammzellen und Krebserkrankungen“

Stammzellen, die aus Zellen von Embryonen, aber auch aus „erwachsenen“ (adulten) menschlichen Körperzellen gewonnen werden können, sind hoch potent – sie können sich unbegrenzt teilen und für verschiedene Gewebe differenzieren. Damit bergen sie ein großes Potenzial für medizinische Forschung und Therapie. „Folglich hält man heute Stammzellen für ein Wundermittel für künftige Entwicklungen, obwohl wir erst am Anfang eines umfassenden Verständnisses der Biologie von Stammzellen stehen“, sagte Prof. Walter Birchmeier, Forschungsgruppenleiter am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC), beim internationalen Kongress ”Stem Cells in Development and Disease“, der vom 11. bis zum 14. September in Berlin-Buch stattfindet, vor der Presse.

Nr. 36/9. September 2011

MDC-Forscher Prof. Thomas Willnow erhält Franz-Volhard-Preis

Prof. Thomas Willnow vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch hat am 10. September 2011 im Rahmen der Eröffnung des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie in Berlin den Franz-Volhard-Preis erhalten. Er fand heraus, dass die an Transportproteine gebundenen Vitamine D, A und B12 über einen speziellen Prozess in den Nierenkanälchen der Ausscheidung entgehen. Ist dieser Prozess gestört, kommt es zu Vitaminmangelerscheinungen. Weiter entdeckte er, dass der gleiche Mechanismus auch dafür verantwortlich ist, dass nierenschädigende Antibiotika nicht ausgeschieden sondern in der Niere angereichert werden. Der MDC-Forscher teilt sich den mit insgesamt 10 000 Euro dotierten Preis mit PD Dr. Marcus J. Möller von der RWTH Aachen für seine Forschung über (patho-)physiologische Mechanismen in Nierenkörperchen.

Nr. 35/7. September 2011

Multiple Sklerose - primär eine immunologische Erkrankung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist es im Verbund mit 23 Forschergruppen aus 15 verschiedenen Ländern gelungen, insgesamt 29 neue genetische Varianten zu entdecken, die an der Entstehung von Multipler Sklerose (MS), einer entzündlichen Erkrankung des Nervensystems, beteiligt sind. Die Forscherinnen und Forscher versprechen sich von den gewonnenen Erkenntnissen neuartige therapeutische Ansätze (Nature, 2011 Aug 10;476(7359):214-9. doi: 10.1038/nature10251)*.

Nr. 34/ 2. August 2011

Verschwundenes Erbgut lässt Tumorzellen wachsen

Verlust eines Gen-Regulators entscheidend für eine seltene Form von Hautkrebs

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Max-Planck Instituts für Molekulare Genetik Berlin sowie vier weiteren deutschen Institutionen ist es gelungen, einen spezifischen Genverlust bei einem bestimmten menschlichen Lymphom nachzuweisen, dessen Entstehung bisher weitgehend unklar ist. Sie untersuchten das sogenannte Sézary Syndrom. Dabei handelt es sich um eine aggressive Krebserkrankung aus der Gruppe der primären Hautlymphome, sogenannter „primär kutaner Lymphome“. Die Ergebnisse der Studie, die in der aktuellen Ausgabe des Journal of Experimental Medicine* veröffentlicht sind, liefern grundlegend neue Einblicke in die Entstehung und Entwicklung des Sézary Syndroms und möglicherweise auch anderer menschlicher Lymphome.

Nr. 33/ 2. August 2011

Wissenschaft und Wirtschaft informieren Wowereit und Senat über Campus Berlin-Buch und die Gesundheitsstadt

Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft in Berlin-Buch haben es begrüßt, dass der Berliner Senat im Rahmen seiner regulären Sitzung am 2. August 2011 den Campus Berlin-Buch besucht und sich über die rasche Entwicklung der vergangenen Jahre informiert hat. „Der Campus Berlin-Buch zählt mit Heidelberg und München zu den größten Forschungs- und Biotechnologiestandorten in Deutschland“, sagte Prof. Walter Rosenthal, Wissenschaftlicher Vorstand des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und Aufsichtsratsvorsitzender der Campus-Entwicklungsgesellschaft, der BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch. Der Campus hatte den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, und den Senat nach Berlin-Buch eingeladen.

Nr. 32/26. Juli 2011

Wirkstoffforschung des MDC wird gestärkt

Die Forschung des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch wird im Bereich der Wirkstoffforschung mit fünf weiteren Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren und drei weiteren Partnern künftig eng vernetzt. Die Helmholtz-Gemeinschaft, deren Mitglied das MDC ist, hat jetzt die dazu nötigen Strukturen geschaffen. Verantwortlich für die Wirkstoffforschung des MDC im Rahmen dieser Initiative ist der Pharmakologe und Wissenschaftliche Vorstand Prof. Walter Rosenthal. Sprecher der gesamten Initiative ist Dr. Ronald Frank vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig und vom Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP) Berlin-Buch.

Nr. 31/19. Juli 2011

MDC begrüßt Senatsentscheidung

Das MDC hat die Entscheidung des Berliner Senats begrüßt, den Neubau des Berliner Instituts für Medizinische Systembiologie (BIMSB) des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) auf dem Campus Nord der Humboldt-Universität zu Berlin (HU)  mit rund 30 Millionen Euro zu finanzieren. Das BIMSB wird 5 500 Quadratmeter umfassen und rund 300 Mitarbeiter haben. Die laufenden Kosten von jährlich rund 20 Millionen Euro werden zu 90 Prozent vom Bundesforschungsministerium und zu zehn Prozent vom Land Berlin finanziert.

Nr. 30/15. Juli 2011

MDC`s Systembiologen erhalten neuartigen Sequenzierer

Ermöglicht tieferen Einblick in die Genregulation

Das Berliner Institut für Medizinische Systembiologie (BIMSB) des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch wird die erste akademische Forschungseinrichtung auf dem europäischen Kontinent sein, die ein neuartiges Sequenziergerät erhält, das einzelne DNA-Moleküle in Echtzeit lesen kann. Die SMRT-Technologie (Abk. für single molecule, real-time) ist außerdem schneller als die bisherigen Hochdurchsatzmaschinen. Die Forscher des BIMSB wollen mit diesem Gerät der „dritten Generation“ einen tieferen Einblick in die Genregulation gewinnen. Es soll Anfang September im BIMSB installiert werden. Das Sequenziergerät PacBio RS hat Pacific Biosciences, ein Unternehmen in Menlo Park, Kalifornien, USA, im April dieses Jahres auf den Markt gebracht.

Nr. 29/13. Juli 2011

„Kunst am Bau“-Wettbewerb für MRT-Forschungsbau des MDC entschieden

„Comics vs. Hitec“ von Robert Patz soll realisiert werden

Der Wettbewerb „Kunst am Bau“ für ein Forschungsgebäude des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch ist entschieden: Die siebenköpfige Jury unter Vorsitz von Prof. Norbert Radermacher von der Kunsthochschule Kassel sprach sich einstimmig dafür aus, das Projekt „Comics vs. Hitec“ des Studenten Robert Patz von der Universität der Künste Berlin (UdK) zu realisieren. Für die Umsetzung des Entwurfes stehen rund 29 000 Euro zur Verfügung.

Nr. 28/13. Juli 2011

Neue Forschungskooperation in Berlins Zentrum

Enge Zusammenarbeit von MDC, Charité und Humboldt-Universität

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) intensiviert seine Kooperation mit der Humboldt-Universität und der Charité – Universitätsmedizin. Mit der Unterzeichnung zweier Memoranden of Understanding wurde die enge Zusammenarbeit in Forschung wie Lehre vereinbart. HU, Charité und MDC schaffen auf dem Campus Nord gemeinsam das Integrative Forschungsinstitut (IRI) für Lebenswissenschaften.

Nr. 27/8. Juli 2011

100. Geburtstag des Physikers und Strahlenbiologen Karl Günther Zimmer

Der Physiker und Strahlenbiologe Karl Günther Zimmer, der von 1934 – 1945 in Berlin-Buch tätig war, wäre am 12. Juli dieses Jahres 100 Jahre alt geworden. Mit dem späteren Nobelpreisträger und Namensgeber des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, dem Physiker Max Delbrück, und dem russischen Genetiker Nikolaj V. Timoféeff-Ressovsky veröffentlichte Zimmer im Juni 1935 die Arbeit „Über die Natur der Genmutation und Genstruktur“. Diese Arbeit hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der frühen Molekulargenetik. Sie wurde als „grünes Pamphlet“ (wegen des grünen Einbands) oder als „Dreimännerarbeit“ in der Wissenschaft bekannt. Darüber hinaus veröffentlichte Zimmer in Berlin-Buch und später in Karlsruhe und Heidelberg weitere wegweisende Arbeiten. Er galt zu seiner Zeit weltweit als einer der bedeutendsten Forscher auf dem Gebiet der Strahlenbiologie.

Nr. 26/5. Juli 2011

Neue Methoden geben Einblick in molekulare Mechanismen der Regeneration der Plattwürmer

Plattwürmer (Planarien) haben die nahezu unbegrenzte Fähigkeit mit Hilfe ihrer Stammzellen aus einem abgetrennten Körperteil einen vollständig neuen, lebensfähigen Plattwurm zu bilden. Mit neuen Methoden ist es Forschern des Berliner Instituts für Medizinische Systembiologie (BIMSB) des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch jetzt gelungen, Einblick in die molekularen Mechanismen dieser Regenerationsfähigkeit zu gewinnen. Die enge Zusammenarbeit der vier Labore von Stefan Kempa, Christoph Dieterich, Nikolaus Rajewsky und Wei Chen am BIMSB machte es möglich, Tausende von Genprodukten zu identifizieren, von denen viele für die Funktion von Stammzellen wichtig sind, ohne die Genomsequenzen berücksichtigen zu müssen (Genome Research, July 2011 21: 1193-1200)*.

Nr. 25/4. Juli 2011

Warum Patienten mit „Schmetterlingskrankheit“ extreme Schmerzen haben – MDC-Forscher entdecken Ursachen

Selbst sanfte Berührungen sind für Patienten, die an der „Schmetterlingskrankheit“ leiden, der genetisch bedingten Hautkrankheit Epidermolysis Bullosa, äußerst schmerzhaft. Jetzt haben Dr. Li-Yang Chiang, Dr. Kate Poole und Prof. Gary R. Lewin vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin-Buch die Ursachen dafür entdeckt. Aufgrund eines genetischen Defekts können die Betroffenen das Strukturmolekül der Haut Laminin-332 nicht bilden, das bei Gesunden die Weiterleitung von Berührungsreizen und die Verzweigung von Nervenzellen hemmt (Nature Neuroscience, doi: 10.1038/nn.2873)*. Dadurch nehmen die Patienten offenbar Berührungen stärker wahr und empfinden sie als schmerzhaft, folgern die MDC-Forscher.

Nr. 24/22. Juni 2011

MDC und Campus-Berlin-Buch als Motor für nachhaltige Stadtteilentwicklung

Informationsbesuch von Renate Künast von den Grünen

Der Campus Berlin-Buch im Nordosten Berlins will Motor einer nachhaltigen Entwicklung für den Stadtteil Buch werden. Dazu gehören Fragen der Umwelt, der Energie, des Wohnens und der Bildung. Ihre Strategie haben der Vorstand des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, Prof. Walter Rosenthal und Cornelia Lanz, sowie die beiden Geschäftsführer der BBB Management GmbH Berlin-Buch, Dr. Andreas Mätzold und Dr. Ulrich Scheller, am Mittwoch, den 22. Juni 2011, Renate Künast, Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen, vorgestellt.

Nr. 22/ 17. Juni 2011

Bandwurmmittel stoppt Metastasen bei Dickdarmkrebs

Erste Ergebnisse bei Mäusen – klinische Studien geplant

Ein Wirkstoff, der seit rund 60 Jahren als Medikament gegen Bandwürmer eingesetzt wird, wirkt offenbar auch gegen Metastasen bei Dickdarmkrebs. Das haben jetzt Untersuchungen mit Mäusen ergeben. Der Wirkstoff schaltet ein Gen aus, das bei Darmkrebs Metastasen auslöst. Das hat Prof. Ulrike Stein (Experimental and Clinical Research Center des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin, MDC/Charité - Universitätsmedizin Berlin auf dem Campus Berlin-Buch) mit ihrer Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit Prof. Robert H. Shoemaker vom National Cancer Institute (NCI) in Frederick, Maryland, USA entdeckt (Journal of the National Cancer Institute, Vol. 103, Nr. 12, 17. Juni 2011)*. Mit Prof. Peter M. Schlag (Charité Comprehensive Cancer Center) sind bereits Planungen zur klinischen Prüfung angelaufen.

Nr. 23/17. Juni 2011

Astrozyten spielen offenbar wichtige Rolle bei Hirntumoren

Bei der Entstehung und Ausbreitung von Hirntumoren spielt offenbar eine Gruppe von Gliazellen eine wichtige Rolle, die wegen ihres sternförmigen Aussehens als Astrogliazellen oder auch Astrozyten bezeichnet werden. Darauf hat Dr. Florian Siebzehnrubl (University of Florida, Gainesville, USA) auf der Tagung „Brain Tumor 2011“, am Freitag, den 17. Juni 2011, im Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch hingewiesen.

Nr. 21/16. Juni 2011

Wie aus einer Stammzelle eine Krebsstammzelle wird – Forscher identifizieren Schlüsselmoleküle für Entstehung von Hirntumoren

Glioblastome, die häufigsten und aggressivsten Hirntumore, entstehen offenbar aus Stammzellen des Gehirns. Forscher beginnen jetzt zu verstehen, welche Mechanismen dazu führen, dass aus den wenigen Stammzellen im erwachsenen Gehirn, die eigentlich den Nachschub für neue Nervenzellen (Neuronen) bilden, eine Krebsstammzelle wird. Sie konnten eine Reihe verschiedener Faktoren identifizieren, die die Stammzellen steuern und quasi umpolen, berichteten Forscher auf der Tagung „Brain Tumor 2011“, die am Donnerstag, den 16. Juni 2011, im Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch eröffnet worden ist. Sie verbinden damit die Hoffnung, Angriffspunkte für eine wirksamere Therapie des Glioblastoms und anderer Hirntumoren zu finden.

Nr. 20/9. Juni 2011

Deutsche Zentren für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) vorgestellt – MDC, Charité und Deutsches Herzzentrum bilden Berliner Standort

Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan hat am Donnerstag, den 9. Juni dieses Jahres, in Berlin die insgesamt sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG) zur Bekämpfung von Volkskrankheiten vorgestellt. Darunter ist auch das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK). Sprecher und Koordinator ist Prof. Thomas Eschenhagen vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC), die Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) bilden den Berliner Standort.

Einladung

„Brain Tumor 2011“

Donnerstag, 16. Juni – Freitag, 17. Juni 2011

Max Delbrück Communications Center (MDC.C)

Robert-Rössle-Str. 10, 13125 Berlin

Nr. 18/ 6. Juni 2011

Überlebensnische für Krebszellen

Krebszellen wachsen nicht überall im Körper gleich gut. Häufig schaffen sie sich erst die Bedingungen, damit sie wachsen können. So hat die Forschung vor vielen Jahren entdeckt, dass feste Tumoren Blutgefäße anlocken, um sich zu ernähren, indem sie bestimmte Faktoren ausschütten. Jetzt haben die Immunologin Dr. Uta Höpken (Forschungsgruppe Tumor- und Immungenetik am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch in der Helmholtz-Gemeinschaft) und der Hämatologe Dr. Armin Rehm (Charité – Virchow-Klinikum, Klinik für Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie, MDC) erstmals zeigen können, dass auch Formen von Lymphdrüsenkrebs sich ihre eigene Überlebensnische schaffen (Blood, doi:10.1182/blood-2010-11-321265)*.

Nr. 17/27. Mai 2011

MDC-Forscher entdecken Schlüsselmolekül für Pluripotenz von Stammzellen

Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch in der Helmholtz-Gemeinschaft haben jetzt entdeckt, was embryonalen Stammzellen die Fähigkeit verleiht, sich in unterschiedlichste Zelltypen weiterzuentwickeln und damit pluripotent zu sein. Die Pluripotenz hängt von einem Molekül ab, das bisher vor allem als eine Art Zellkitt für den Zusammenhalt von Zellen bekannt ist, das E-Cadherin. Fehlt E-Cadherin, verlieren die Stammzellen ihre Pluripotenz. Es spielt auch eine wichtige Rolle bei der Umprogrammierung von Körperzellen in pluripotente Stammzellen (EMBO Reports, advance online publication 27 May 2011; doi:10.1038/embor.2011.88)*.

Nr. 16/26. Mai 2011

Rund 1 500 Euro an Spenden nach Benefizkonzert für Japan aus Berlin-Buch

Mit dem Benefizkonzert für Japan aus Berlin-Buch konnte die japanische Pianistin Anna Kurasawa rund 1 500 Euro an Spenden sammeln. Wie die Künstlerin am Ende des Konzerts am Mittwochabend, den 25. Mai 2011, bekannt gab, werden die Spendengelder über die Deutsch-Japanische Gesellschaft direkt einem Projekt in der Region Sendai, nordöstlich von Tokio, zugehen. Diese Region ist von dem Erdbeben und dem Tsunami am 11. März dieses Jahres besonders schwer betroffen.

 

Nr. 15/25. Mai 2011

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit legt Grundstein auf dem Campus Berlin-Buch - Neue Konzernzentrale für Eckert & Ziegler AG

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hat am Mittwoch, den 25. März 2011, auf dem Campus Berlin-Buch den Grundstein für die neue Konzernzentrale der Eckert & Ziegler AG gelegt. Das Berliner Unternehmen ist Spezialist für isotopentechnische Anwendungen in Medizin, Wissenschaft und Industrie. Der Neubau für rund 200 Mitarbeiter hat ein Investitionsvolumen von rund neun Millionen Euro. In dem Bau sollen bis Mitte 2012 ein neues Radioisotopen-Entwicklungszentrum, Produktionslabore und ein Inkubator entstehen.

Nr. 14/23. Mai 2011

Benefizkonzert für Japan aus Berlin-Buch mit der Pianistin Anna Kurasawa

Die japanische Pianistin Anna Kurasawa wird für die Opfer der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe in Japan am Mittwoch, den 25. Mai 2011, 17:00 Uhr im Kommunikationszentrum des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) auf dem Campus Berlin-Buch ein Benefizkonzert geben. Sie wird Werke von Haydn, Brahms, Toshinao Sato, Chopin und Bach-Hess spielen. Den Auftakt macht Prof. Nikolaus Rajewsky vom Berlin Institute for Medical Systems Biology (BIMSB) des MDC mit einem Stück von Liszt. Der Wissenschaftler ist selbst ausgebildeter Pianist. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Sie werden über die Deutsch-Japanische Gesellschaft einem Projekt in Japan zukommen.

Nr. 13/19. Mai 2011

Vom Gen zum Protein – Neue Erkenntnisse von MDC-Forschern

Wie steuern uns die Gene? Diese fundamentale Frage des Lebens ist trotz jahrzehntelanger Forschung immer noch offen. Gene sind Baupläne für Proteine – den eigentlichen Funktionsträgern des Lebens. Bei Krankheiten wie Krebs ist nicht nur das Erbgut verändert, sondern es ist auch die Produktion von Proteinen gestört. Doch wie wird kontrolliert, wie viel von welchem Protein gemacht wird? Das haben Forscher vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch der Helmholtz-Gemeinschaft jetzt erstmals gemessen. Nach ihren neuesten Erkenntnissen findet die Kontrolle der Proteinproduktion hauptsächlich im Zellplasma statt und nicht im Hochsicherheitstrakt des Zellkerns. Das Ergebnis zeigt auch, wo die Produktion von Proteinen außer Kontrolle geraten kann. Basis für den Erfolg war die enge Zusammenarbeit eines Teams um die Biologen Björn Schwanhäusser, Matthias Selbach, die Systembiologin Jana Wolf und den Biologen Wei Chen vom Berlin Institute for Medical Systems Biology (BIMSB) des MDC (Nature doi:10.1038/nature10098)*.

Nr. 12/12. Mai 2011

Nikotinabhängigkeit am „Zügel“

MDC-Forscherinnen: Hirnregion Habenula spielt Schlüsselrolle

Dass Rauchen süchtig macht, ist offenbar auch genetisch bedingt. Eine Schlüsselrolle spielt dabei eine Region im Zwischenhirn, die die Forscher Habenula (lat. für kleine Zügel) nennen. Das haben jetzt Dr. Inés Ibañez-Tallon und ihre Mitarbeiter vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch zeigen können und den Mechanismus, der zur Sucht führt, erhellt (Neuron, 12. Mai 2011, Vol. 70, Issue 3, pp: 522-535; DOI 10.1016/j.neuron.2011.04.013)*.

Nr. 11/15. April 2011

Erfolg für Berlin beim Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung - Max-Delbrück-Centrum, Charité und Deutsches Herzzentrum Berlin mit von der Partie  

Berlin ist mit dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC), der Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) einer von insgesamt sieben Standorten des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislaufforschung (DZHK). Das hat ein internationales Gutachtergremium jetzt entschieden. Die drei Partner wollen ihre Herz-Kreislauf- und Stoffwechselforschung im Rahmen des DZHK unter dem Stichwort „Cardio Berlin“ bündeln. Assoziierte Partner sind das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) sowie das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin.

Nr. 10/14. April 2011

„Herzklopfen“ am GirlsʼDay im Max-Delbrück-Centrum

30 Mädchen im Alter von 13 bis 15 Jahren aus Berlin haben am 14. April 2011 im Rahmen des elften bundesweiten GirlsʼDay das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch besucht. Unter dem Motto „Herzklopfen“ konnten sie im MDC-Schülerlabor Einblick in die Herz-Kreislauf-Forschung gewinnen. Cornelia Lanz, Administrativer Vorstand des MDC, hatte die Schülerinnen begrüßt. Zuvor waren die Mädchen von Bundesforschungsministerin Annette Schavan im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin empfangen worden.

Nr. 9/8. April 2011

Prof. Dr. Joachim Behlke gestorben

Der Chemiker Prof. Joachim Behlke ist am Dienstag, den 5. April 2011, im Alter von 76 Jahren in Berlin gestorben. Prof. Behlke hat bis kurz vor seinem Tod im Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch gearbeitet. „Sein Leben war die Wissenschaft“, sagte Prof. Udo Heinemann, der viele Jahre mit Prof. Behlke im MDC zusammengearbeitet hat. Auch als er bereits in der Klinik lag, habe Prof. Behlke noch wenige Wochen vor seinem Tod junge Kollegen angeleitet.

Nr. 8/6. April 2011

Navigator-Gen des Gehirns steuert Leberentwicklung

Wissenschaftler des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben jetzt erstmals zeigen können, dass ein Gen, das in der Embryonalentwicklung die Wanderung von Zellen im Gehirn steuert, auch bei der Ausbildung der Leber eine Rolle spielt. Im Zebrafisch wiesen Dr. Christian Klein, und Prof. Ferdinand le Noble nach, dass das Gen Navigator-3 (kurz nav3a) die Entwicklung der Leber reguliert. Fehlt es, kann sich die Leber nicht bilden (Development 2011, doi:10.1242/dev.056861)*. „Es gibt zudem bereits erste Hinweise darauf“, so Dr. Klein, „dass dieses Gen während der Entstehung von Lebererkrankungen beim Menschen fehlreguliert ist“.

Nr. 7/28. März 2011

MDC-Gründungsdirektor und früherer Charité-Vorstand Prof. Detlev Ganten wird 70

Der Gründungsdirektor des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und ehemalige Vorstandsvorsitzender der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Prof. Detlev Ganten, ist am Montag, den 28. März 2011, 70 Jahre alt geworden. Das zur Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren gehörende MDC und die Charité ehrten ihn mit einem Symposium zur “Gesundheitsforschung in Berlin-Buch: ein Blick in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Max Delbrück Communications Center (MDC.C). Dabei wurden vor allem seine Verdienste als Forschungsmanager gewürdigt.

Nr. 6/25. März 2011

Vor 30 Jahren starb der russische Genetiker Nikolaj V. Timoféeff-Ressovsky

Vor 30 Jahren, am 28. März 1981, starb in Moskau der russische Genetiker Nikolaj V. Timoféeff-Ressovsky. Er hatte von 1925 bis 1945 in Berlin-Buch im damaligen Kaiser-Wilhelm-Institut (KWI) für Hirnforschung auf dem heutigen Campus Berlin-Buch gearbeitet. An ihn erinnern auf dem Campus eine Gedenktafel an seinem ehemaligen Wohnhaus und ein Laborgebäude für Medizinische Genomforschung, das das Max-Delbrück-Centrum für Molekukare Medizin (MDC) und das Leibniz-Institut für Molekuare Pharmakologie (FMP) gemeinsam errichtet und nach ihm benannt haben.

Nr. 5/23. März 2011

„Bayer Early Excellence in Science Award” an Prof. Oliver Daumke verliehen

Der Biochemiker und Proteinkristallograph Prof. Oliver Daumke vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch ist am Mittwoch, den 23. März 2011, im MDC mit dem „Bayer Early Excellence in Science Award 2010“ für Biologie ausgezeichnet worden. Er erhielt den mit 10 000 Euro dotierten Preis für seine Beiträge zur Aufklärung von Struktur und Funktion sogenannter GTP-bindender Proteine (G-Proteine). G-Proteine spielen in zellulären Signalwegen und bei der Abwehr von Infektionen eine wichtige Rolle. Mit dem Preis zeichnet die Bayer-Stiftung seit 2009 jährlich talentierte Nachwuchswissenschaftler in der frühen Phase ihrer akademischen Laufbahn aus.

Pressemitteilung Redaktion: Thema: Wissenschaft

Berliner Forschungsverbund für die Lebenswissenschaften Humboldt-Universität, Charité und Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin verstärken Kooperation in Forschung und Lehre

Die Humboldt-Universität zu Berlin (HU), das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) als Einrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF) und die Charité - Universitätsmedizin Berlin (Charité) verstärken ihre Kooperation im Bereich der Lebenswissenschaften, um neue Wege in der Forschung gehen zu können.

Nr. 4/2. März 2011

Prof. Walter Rosenthal vom MDC gratuliert Berliner Universitäten und Charité

Prof. Walter Rosenthal, wissenschaftlicher Vorstand des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, hat der Humboldt-Universität zu Berlin, der Freien Universität (FU) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin zum Erreichen der Vorrunde im Exzellenzwettbewerb der deutschen Universitäten gratuliert. „Das MDC freut sich mit der Humboldt-Universität, der FU und der Charité und beglückwünscht sie zu ihrem Erfolg.“ Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat hatten am Nachmittag in Bonn die Gewinner der Vorrunde dieses Wettbewerbs für die Universitäten in Deutschland bekannt gegeben.

Nr. 3/16. Februar 2011

Den genetischen Ursachen von Herzklappenfehlern auf der Spur

Forscher aus Amsterdam, Newcastle und Berlin finden Genmutationen bei Ebstein-Anomalie

Die Ebstein-Anomalie ist eine seltene angeborene Herzklappenerkrankung. Forscher des Academic Medical Center Amsterdam in den Niederlanden, der Universität von Newcastle, Großbritannien, und vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch konnten jetzt bei Patienten mit Ebstein-Anomalie Mutationen in einem Gen nachweisen, das eine wichtige Rolle für die Struktur des Herzens spielt. Die Forscher hoffen, dass diese Erkenntnisse zu schnelleren Diagnoseverfahren sowie zu gezielteren neuen Behandlungsmethoden führen (Circulation Cardiovascular Genetics, DOI: 10.1161/CIRCGENETICS.110.957985)*.

 

Nr. 2/26. Januar 2011

MDC-Forscher und klinische Partner entdecken Blutdruckregler in der Leber, der allein durch Wassertrinken aktiviert wird

Seit 60 Jahren hat die Wissenschaft danach gesucht. Jetzt sind Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, des Zentrums für experimentelle und klinische Forschung (ECRC) von MDC und Charité und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) fündig geworden. In der Leber von Mäusen haben Dr. Stefan Lechner und Prof. Gary R. Lewin (beide MDC) sowie Prof. Friedrich C. Luft (ECRC) und Prof. Jens Jordan (ECRC; jetzt MHH) eine neue Gruppe von Sensoren entdeckt, die die Blutdruck- und Stoffwechselregulation steuern. Diese außerhalb des Gehirns nachgewiesene Schaltzentrale wird allein durch Wasseraufnahme aktiviert und führt bei kranken und älteren Menschen zur Erhöhung des Blutdrucks (Neuron, Vol. Nr. 69 (2) pp. 332-344)*.

Nr. 1/21. Januar 2011

Prof. Strohschneider: „Kooperation in der Wissenschaft immer wichtiger“

„In Zeiten, in denen sich die Wissenschaft immer mehr spezialisiert, wird die Zusammenarbeit der einzelnen Disziplinen immer wichtiger. Das gilt in besonderer Weise für die Universitätsmedizin mit ihren zahlreichen Teilfächern und ihrem Verhältnis unter anderem zu den außeruniversitären Forschungseinrichtungen.“ Darauf hat der scheidende Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Prof. Peter Strohschneider, in seinem Festvortrag auf dem Neujahrsempfang des Campus Berlin-Buch am Freitag, den 21. Januar 2011 hingewiesen.