ECRC-Nachrichten 2012

8. September 2012

Spurensuche zum Bluthochdruck in der Schwangerschaft

Fast 70 000 Mütter sterben weltweit pro Jahr daran

Präeklampsie ist eine der gefährlichsten Komplikationen für Mutter und Kind und durch Bluthochdruck und Eiweißausscheidung im letzten Schwangerschaftsdrittel charakterisiert. Lange waren die Ursachen der lebensbedrohlichen Krankheit unbekannt. In jahrelanger Forschungsarbeit ist es jedoch Prof. Ananth Karumanchi (Beth Israel Deaconess Medical Center & Harvard Medical School, Boston, Massachusetts, USA) gelungen, der Lösung des Rätsels um die molekularen Grundlagen der Präeklampsie einen entscheidenden Schritt näher zu kommen. Auf dem 1. ECRC „Franz-Volhard“ Symposium am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch berichtete er über seine Ergebnisse.

7. September 2012

US-Forscher entdecken überraschende neue Funktionen eines Bluthochdruckenzyms

Viele Bluthochdruckpatienten werden mit ACE-Hemmern behandelt. Diese Medikamente blockieren das Enzym ACE (Angiotensin Converting Enzyme), das den Wasser- und Salzhaushalt des Körpers reguliert und den Blutdruck erhöht. Neueste Forschungen von Prof. Ken Bernstein (Cedars-Sinai Medical Center, Los Angeles, Kalifornien, USA) zeigen jedoch, dass das Aufgabenspektrum des Enzyms noch deutlich weiter reicht. So lassen sich Einflüsse auf die Blutbildung, die Entwicklung der Niere sowie auf die männliche Fruchtbarkeit nachweisen. Außerdem stellten die Forscher fest, dass ACE einen bisher ungeahnten Einfluss auf das Immunsystem hat, berichtete Prof. Bernstein auf dem 1. ECRC „Franz-Volhard“ Symposium am 7. September 2012 am Max-Delbrück Centrum (MDC) in Berlin-Buch.

7. September 2012

Haut und Immunsystem beeinflussen Salzspeicherung und regeln den Blutdruck

Bluthochdruck ist die Ursache für zahlreiche Herz-Kreislauf-Krankheiten, die die häufigste Todesursache in Industrieländern sind. Schon lange gilt hoher Salzkonsum als Risikofaktor, nicht jede Art von Bluthochdruck ist jedoch vom Salzkonsum abhängig. Das hat lange Zeit Rätsel aufgeworfen. Neue Erkenntnisse von Prof. Jens Titze (University of Vanderbilt, Nashville, Tennessee, USA und Universität Erlangen) geben jetzt jedoch Hinweise auf bisher unbekannte Mechanismen. Danach spielen die Haut und das Immunsystem eine wichtige Rolle bei der Regulation des Salzhaushalts und des Bluthochdrucks, wie er auf dem 1. ECRC „Franz-Volhard“ Symposium des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité - Universitätsmedizin Berlin am 7. September 2012 in Berlin-Buch berichtete.

7. September 2012

Pilzbehandlung lässt moderne Geige wie Stradivari klingen

Bei einer guten Geige kommt es nicht nur auf die Fähigkeiten des Geigenbauers an, sondern auch auf die Qualität des verwendeten Holzes. Dem Schweizer Holzforscher Prof. Francis W. M. R. Schwarze (Empa, Schweizerische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, St. Gallen, Schweiz)1 ist es gelungen, das Holz für eine Geige mit Hilfe von besonderen Pilzen so zu verändern, dass der Klang des Instruments einer Stradivari zum Verwechseln ähnlich ist. In seiner Festrede beim 1. ECRC „Franz-Volhard“ Symposium des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) und der Charité - Universitätsmedizin am 7. September 2012 in Berlin-Buch berichtete er über seine Forschungen und gab einen Ausblick, was seine Entwicklung gerade für junge Musiker bedeuten könnte.

7. September 2012

Wenn Kliniker und Forscher über den Tellerrand schauen

1. ECRC „Franz-Volhard“ Symposium am MDC

Was hat das Immunsystem mit dem Blutdruck zu tun und was das Bluthochdruckenzym ACE mit dem Immunsystem und Krebs? Das sind Fragen, mit denen sich Forscher und Kliniker verschiedener Fachrichtungen auf dem 1. ECRC „Franz-Volhard“ Symposium im Max Delbrück Communications Center (MDC.C) in Berlin-Buch vom 7. - 8. September 2012 befassen. Festredner ist der Materialforscher Prof. Francis Schwarze (Empa, Schweizerische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, St. Gallen, Schweiz)1. Er hat ein Verfahren entwickelt, das eine neue Geige fast wie eine Stradivari klingen lässt.

26. Juni 2012

MOLOGEN AG kooperiert mit Max-Delbrück-Centrum und Charité bei klinischer Studie gegen Hautkrebs

Vorbereitung einer klinischen Studie der Phase I/II mit MIDGE®-basierter Gentherapie beim malignen Melanom

Die MOLOGEN AG und das Experimental and Clinical Research Center (ECRC) der Charité-Universitätsmedizin Berlin sowie des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben einen Kooperationsvertrag geschlossen. Auf Initiative und unter Federführung von Prof. Dr. Peter M. Schlag, Direktor des Charité Comprehensive Cancer Center (CCCC) und PD Dr. Wolfgang Walther vom ECRC soll im Rahmen einer an der Charité geplanten klinischen Studie die Sicherheit und Verträglichkeit einer MIDGE®-basierten Gentherapie bei der Behandlung von schwarzem Hautkrebs (malignes Melanom) untersucht werden.

4. März 2012

Bluthochdruck- und Nierenspezialist Prof. Friedrich Luft wird 70

Prof. Friedrich Luft, Direktor des Experimental and Clinical Research Center (ECRC) der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, begeht am 4. März 2012 seinen 70. Geburtstag. Der Bluthochdruck und Nierenspezialist leitet darüber hinaus am MDC eine Forschungsgruppe. Der Forschungsschwerpunkt des Klinikers und Forschers sind vor allem die genetischen Ursachen des Bluthochdrucks und den damit verbundenen Organschäden.

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10. Januar 2012

Schwere Nierenerkrankungen früh erkennen – neue Biomarker auf die Probe gestellt

Wie erkennt ein Arzt, ob bei einem Patienten, der in die Notaufnahme einer Klinik eingeliefert wird, die Nieren akut geschädigt sind? Diese Frage ist mit bisherigen Tests in der klinischen Routine häufig nur schwer zu beantworten, für die frühe Beurteilung der Schwere des Krankheitsbildes jedoch von großer Bedeutung. Kliniker vom Experimental and Clinical Research Center (ECRC) des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Helios-Klinikums Berlin sowie von drei Kliniken in den USA haben jetzt in einer großen Studie zu diesem Thema gezeigt, dass der Nachweis von Proteinen, die eine geschädigte Niere in den Urin ausschüttet, hilft, Hochrisikopatienten sehr früh zu erkennen (Journal of the American College of Cardiology, online, 9. Januar 2012)*.

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