Nr. 45/16. Dezember 2014

Breite Wahrnehmung sorgt für unterschiedliche Aktivität von Nervenzellen

Manche Nervenzellen sind aktiver als andere, auch wenn sie direkt nebeneinander liegen und sich im Aufbau nicht unterscheiden. Dr. Jean-Sébastien Jouhanneau und Dr. James Poulet vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin Buch haben den Grund für dieses Phänomen entdeckt. Sie fanden heraus, dass die aktiveren Nervenzellen im berührungssensitiven Hirnareal auf ein breiteres Wahrnehmungsfeld reagieren und vermutlich eine besonders wichtige Rolle für unsere Sinneseindrücke spielen. Die Ergebnisse der Forscher, die zudem im Exzellenzcluster „NeuroCure“ an der Charité Berlin arbeiten, hat jetzt die Fachzeitschrift Neuron (http://dx.doi.org/10.1016/j.neuron.2014.10.014)* veröffentlicht.

Nr. 46/16. Dezember 2014

BIH-Vorstand begrüßt Senatsbeschluss zum Gesetzentwurf

Der Vorstand des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH) hat den vom Berliner Senat am 16. Dezember 2014 beschlossenen Gesetzesentwurf begrüßt, wonach das BIH eine Körperschaft des öffentlichen Rechts werden soll. „Diese Rechtsform garantiert dem BIH eine verbindliche und stabile Struktur für die translationale Forschung.“ Das erklärten der BIH-Vorstandsvorsitzende Prof. Ernst Th. Rietschel und die BIH-Vorstandsmitglieder Prof. Karl Max Einhäupl (Vorstandsvorsitzender der Charité - Universitätsmedizin Berlin) und Prof. Annette Grüters-Kieslich (Dekanin der Charité) sowie Prof. Thomas Sommer (wissenschaftlicher Vorstand, komm., des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch. Dieser Entwurf wird jetzt zu Beratungen und zur Abstimmung in das Berliner Abgeordnetenhaus eingebracht.

Nr. 44/ 12. Dezember 2014

Dr. Michela Di Virgilio vom MDC erhält Teilpreis des „Female Independency Award“ der Berlin School of Integrative Oncology (BSIO)

Die Krebsforscherin Dr. Michela Di Virgilio vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch hat zusammen mit Dr. Hedwig Deubzer aus der pädiatrischen Onkologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin den „Female Independency Award“ der Berlin School of Integrative Oncology (BSIO) erhalten. Die mit insgesamt 50 000 Euro dotierte Auszeichnung geht zu gleichen Teilen an die beiden Forscherinnen. Sie wurde ihnen im Rahmen eines Symposiums der BSIO am 11. Dezember 2014 in Berlin überreicht. Mit dem Preis werden junge Forscherinnen unterstützt, die eine eigene Forschungsgruppe aufbauen. Er wurde zum zweiten Mal verliehen. Erste Preisträgerin war 2013 Dr. Angela Relogio vom Institut für Theoretische Biologie der Charité und der Humboldt Universität zu Berlin.

Nr. 43/11. Dezember 2014

Curt Meyer-Gedächtnispreis für Dr. Jane Holland vom MDC

Haupttreiber für bösartigsten Brustkrebs identifiziert

Die australische Krebsforscherin Dr. Jane Holland vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch ist am Abend des 10. Dezember 2014 mit dem Curt Meyer-Gedächtnispreis ausgezeichnet worden. Sie erhielt den mit 10 000 Euro dotierten Preis für ihre im Journal Cell Reports* erschienene Arbeit zum Basalen Brustkrebs, einer besonders bösartigen Brustkrebsform. Sie konnte den Hauptantreiber für die Aggressivität dieses Tumors identifizieren und damit zugleich auch Angriffspunkte für die Entwicklung neuer und wirksamerer Therapien. Der Preis wurde der 34-jährigen aus Adelaide stammenden Forscherin, die seit 2007 im Labor von Prof. Walter Birchmeier am MDC arbeitet, im Rahmen eines Symposiums in Berlin überreicht.

Nr. 42/9. Dezember 2014

Millionenförderung vom Europäischen Forschungsrat für zwei MDC-Forscher

Zwei Forscher vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch erhalten vom Europäischen Forschungsrat (engl. Abkürzung ERC) in Straßburg eine Förderung von über 3 Millionen Euro. Die Krebsforscherin Dr. Michela Di Virgilio und der Systembiologe Dr. Baris Tursun vom Berliner Institut für Medizinische Systembiologie (BIMSB) des MDC bekommen einen mit 1,9 Millionen Euro bzw. 1,5 Millionen Euro dotierten ERC Starting Grant. Sie wurden aus 3 273 Bewerbern ausgewählt. Die ERC-Förderung hat eine Laufzeit von fünf Jahren und beginnt im Frühjahr 2015.

Nr. 41/ 4. Dezember 2014

Warum es trotz Therapie zu Rückfällen bei der chronisch lymphatischen Leukämie kommt

Neue Angriffspunkte für Behandlung identifiziert

Die chronisch lymphatische Leukämie (CLL) zählt zu den häufigsten Blutkrebserkrankungen bei Erwachsenen in den westlichen Ländern. Sie tritt meist in höherem Lebensalter auf, verursacht lange Zeit keine Beschwerden und wird häufig nur zufällig entdeckt. Trotz Behandlung kommt es in der Regel zu Rückfällen. Womit das zusammenhängt, haben jetzt die Immunologinnen Dr. Kristina Heinig und Dr. Uta Höpken (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch) sowie der Hämatologe Dr. Armin Rehm (MDC und Charité – Universitätsmedizin Berlin) entdeckt. In einem von ihnen entwickelten Mausmodell konnten sie zeigen, dass die Kommunikation zwischen den Krebszellen und einer Gruppe von Bindegewebszellen in der Milz entscheidend für das Krebswachstum ist. Zugleich konnten sie das Eindringen der Krebszellen in die Milz sowie ihre Vermehrung blockieren und damit neue Angriffspunkte für künftige Therapien beim Menschen identifizieren (Cancer Disvovery, doi:10.1158/2159-8290.CD-14-0096).*

10. November 2014

Deutsche Delegation für das Gipfeltreffen der besten Naturwissenschaftslehrer Europas steht fest

Zwölf MINT-Lehrkräfte vertreten die Bundesrepublik auf europäischem Science on Stage Festival in London 2015

Rund 100 der besten Naturwissenschaftslehrer Deutschlands präsentierten vom 07. bis 08. November beim Science on Stage Bildungsevent auf dem Campus Berlin-Buch originelle Konzepte für einen fesselnden MINT-Unterricht. Zwölf von ihnen entsendet Science on Stage Deutschland im kommenden Juni als nationale Delegation zu dem europäischen Science on Stage Festival in London 2015.

Nr. 40/10. November 2014

Bisher schon 868 Studienteilnehmer Nationaler Kohorte in Berlin und Brandenburg

In den drei Studienzentren der Nationalen Kohorte (NAKO) für Berlin und Brandenburg sind in diesem Jahr bereits 868 Menschen untersucht worden. Davon erhielten 147 zusätzlich eine MRT-Untersuchung. Darauf hat der Sprecher für den Bereich Berlin/Brandenburg, der Epidemiologe und Leiter des NAKO-Studienzentrums Berlin-Nord am Campus Berlin-Buch, Prof. Tobias Pischon vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, hingewiesen. Anlass war die zentrale Auftaktveranstaltung dieser größten Bevölkerungsstudie Deutschlands am 10. November 2014 in Essen mit Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Im Berliner Raum sollen in den nächsten vier Jahren 30 000 der insgesamt 200 000 Menschen zwischen 20-69 Jahren im Rahmen der NAKO untersucht werden. Ziel ist die Verbesserung der Prävention, Früherkennung und Therapie von Volkskrankheiten wie Krebs, Diabetes und Demenz.

5. November 2014

Berlin Cures: Neuartige Therapie gegen die Ursache von Herzschwäche

Ascenion beteiligt sich an Ausgründung von Charité und MDC

Mit Berlin Cures geht die erste gemeinschaftliche Ausgründung der Charité – Universitätsmedizin Berlin (Charité) und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin Berlin-Buch (MDC) an den Start. Das Unternehmen entwickelt ein neues Medikament – basierend auf einem sogenannten Aptamer – um chronische Herzschwäche ursächlich zu behandeln. Ascenion, Technologietransferpartner beider Einrichtungen, hat die Lizenz- und Beteiligungsverträge verhandelt und im Zuge dessen Anteile an Berlin Cures erworben.

4. November 2014

Wie erzeugt unser Gehirn Temperatur-Empfindungen?

Auf welche Weise erfassen die Rezeptoren auf unserer Haut, ob etwas warm oder kalt ist? Und wie erzeugt unser Gehirn aus diesen Informationen dann eine Empfindung von der Temperatur eines Objektes? Einer Antwort auf diese Fragen sind jetzt Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin Berlin-Buch (MDC) näher gekommen. Sie konnten zeigen, dass die Gehirnregion, die Informationen über haptische Reize verarbeitet, ebenso für die Wahrnehmung von feinen Temperaturunterschieden zuständig ist. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Nature Neuroscience* veröffentlicht.

Nr. 39 /4. November 2014

Studie: Hohe Entzündungs- und Insulinwerte weisen auf erhöhtes Leberkrebsrisiko hin

Potsdam-Rehbrücke – Wie eine große Langzeitbeobachtungs-Studie (EPIC*) zeigt, weisen erhöhte Blutwerte von vier Biomarkern auf ein erhöhtes Leberkrebsrisiko hin und zwar unabhängig von bislang bekannten Risikofaktoren. Zu den Biomarkern zählen u. a. Entzündungsmarker wie Interleukin-6 und ein hoher Insulinspiegel. Das Wissenschaftlerteam um Krasimira Aleksandrova und Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) sowie Tobias Pischon vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, veröffentlichte seine Ergebnisse kürzlich in der Fachzeitschrift Hepatology (Aleksandrova 2014; 60:858-871).

30. Oktober 2014

Gipfeltreffen der besten Lehrer der Naturwissenschaften in Berlin am 07. und 08. November 2014

Deutsche Vorentscheidung für europäisches Bildungsfestival in London 2015

Science on Stage Deutschland e.V. lädt rund 100 der engagiertesten Naturwissenschaftslehrer der Bundesrepublik zum Auswahlevent 2014 auf den Campus Berlin-Buch ein. Am 07. und 08. November stellen die Pädagogen dort im Max Delbrück Center für molekulare Medizin außergewöhnliche Unterrichts­projekte vor, mit denen sie sich für die Teilnahme am europäischen Science on Stage Bildungsfestival in London 2015 bewerben. Am 8. November ist die Veranstaltung auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Nr. 37/16. Oktober 2014

Amtsantritt von Prof. Walter Rosenthal an Jenaer Universität – Prof. Thomas Sommer Interimschef des MDC

Prof. Walter Rosenthal, der rund sechs Jahre Vorsitzender des Stiftungsvorstands und Wissenschaftlicher Vorstand des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch war, hat am 16. Oktober 2014 sein Amt als Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena angetreten. Er war am 23. Mai dieses Jahres vom Universitätsrat im Einvernehmen mit dem Senat der Universität gewählt worden. Er ist dort Nachfolger von Prof. Klaus Dicke. Seit 15. Oktober 2014 wird das MDC von Prof. Thomas Sommer kommissarisch geleitet solange bis ein Nachfolger berufen ist. Prof. Sommer ist seit 2004 stellvertretender Vorstandsvorsitzender des MDC.

Nr. 38/16. Oktober 2014

Forscher in Berlin und Bath identifizieren „nahezu ursprüngliche menschliche Stammzellen“

Auf der Suche nach der ursprünglichen, „naiven“ humanen embryonale Stammzelle (hES), die sich in einem so frühen Entwicklungsstadium befindet, dass sich aus ihr noch alle Zellen und Gewebe des Körpers entwickeln können, sind Forscher vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Universität Bath (England) offenbar fündig geworden. In Kulturen mit hES-Zellen und humanen induzierten pluripotenten Stammzellen (hiPS) identifizierten sie eine Untergruppe von Zellen, die diesem optimalen, pluripotenten oder naiven Stadium sehr nahe kommt. Jichang Wang, Gangcai Xie und Dr. Zsuzsanna Izsvák (MDC) sowie Prof. Laurence D. Hurst (Universität Bath) entdeckten auch den Mechanismus, wie sich diese „naiven“ Stammzellen formieren (Nature, doi:10.1038/nature13804)*. Zugleich geben ihre Erkenntnisse Rätsel zur Evolution auf.

Nr. 36/10. Oktober 2014

KURZNACHRICHTEN

Nervenzellen auf der Spur, die das Herz-Kreislauf-System steuern – Deutsch-Chinesische Kooperation

Mit einer neuen Technologie, der Optogenetik, will ein deutsch-chinesisches Forscherteam untersuchen, wie der Sympathikus – er ist Teil des autonomen, vegetativen Nervensystems und spielt auch bei Bluthochdruck und Herzversagen eine Rolle, das Herz-Kreislauf-System steuert. „Die Optogenetik ermöglicht es, gezielt bestimmte Nervenzellen (Neuronen) im Gehirn von Nagern mit Hilfe lichtleitender Fasern zu aktivieren und damit ihre Funktion zu identifizieren“ so Prof. Michael Bader vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch. Sein Kooperationspartner in China ist Prof. Liping Wang vom Neural Engineering Center des Shenzhen Institute of Advanced Technology der Chinese Academy of Sciences (CAS) bei Hongkong. Für dieses Projekt erhalten Prof. Bader 328 000 Euro aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft und Prof. Wang umgerechnet 116 000 Euro von der CAS. Insgesamt werden in diesem Jahr fünf Helmholtz-CAS-Joint Research Groups gefördert. Sie haben eine Laufzeit von drei Jahren.

Weitere Informationen:

http://www.helmholtz.de/

http://www.mdc-berlin.de/1149382/de/research/research_teams/molecular_biology_of_peptide_hormones

http://english.siat.cas.cn/rh/rd/iobe/int/

 

 

 

Dr. Florian Herse vom MDC von Klinischer Fachgesellschaft ausgezeichnet

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) hat jetzt auf ihrer Jahrestagung in München Dr. Florian Herse vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch mit dem zu ersten Mal verliehenen Rösslin-Preis geehrt. Er erhielt die mit 7 500 Euro dotierte Auszeichnung für eine Publikation in der Fachzeitschrift Circulation. Dabei ging es um die Präeklampsie, eine schwere Komplikation in der Schwangerschaft. Sie ist eine der Haupttodesursachen für Mutter und Kind in Europa und den USA. Dr. Herse hatte ein Enzym entdeckt, das bei betroffenen Frauen verstärkt auftritt und offenbar an der Symptomatik beteiligt ist. Im Tierversuch gelang es ihm, dieses Enzym zu blockieren und damit den Krankheitsverlauf zu mildern. „Mit dieser Entdeckung steht ein neuer Ansatz für eine Therapie dieser schwerwiegenden Erkrankung in Aussicht“, so die DGGG. Der Biotechnologe arbeitet in der Forschungsgruppe von Prof. Dominik Müller und Dr. Ralf Dechend im Experimental and Clinical Research Center (ECRC) des MDC und der Charité. Der Preis ist benannt nach Eucharios Rösslin dem Älteren (1470-1526), Arzt in Frankfurt am Main, der eines der bedeutendsten Handbücher für Geburtshilfe im 16. Jahrhundert verfasst hat, das in acht Sprachen übersetzt wurde.

Weitere Informationen:

http://www.mdc-berlin.de/39484911/de/news/archive/2012/20121119-neuen_risikofaktor_f_r_bluthochdruck_in_de

Nr. 35/30. September 2014

MDC- und Charité-Forscher identifizieren Immunzellen als Wachstumsbeschleuniger von Lymphdrüsenkrebs

Statt den Körper im Kampf gegen eine Krebserkrankung zu unterstützen, kann eine Gruppe von Immunzellen auch das Gegenteil bewirken und dazu beitragen, dass der Tumor weiter wächst und vor der Immunabwehr abgeschirmt wird. Das ist zum Beispiel der Fall bei Darm- und Magenkrebs, Brust- und Prostatakrebs. Jetzt haben der Hämatologe Dr. Armin Rehm (MDC und Charité – Universitätsmedizin Berlin) und die Immunologin Dr. Uta Höpken (MDC) als erste gezeigt, dass dieses Phänomen auch bei Lymphdrüsenkrebs (Lymphomen) auftritt. Zugleich konnten sie den molekularen Mechanismus identifizieren, der die Immunzellen dazu bringt, das Tumorwachstum anzukurbeln, (Nature Communications, doi: 10.1038/ncomms6057).*

Nr. 34/22. September 2014

50 Jahre Jugend forscht

Auftaktveranstaltung für Landeswettbewerb Berlin im Max-Delbrück-Centrum

Unter dem Motto „Es geht wieder los!“ startet Jugend forscht in die 50. Wettbewerbsrunde. Der Auftakt für den Landeswettbewerb Berlin findet am Donnerstag, dem 25. September 2014, im Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch statt. Prof. Walter Rosenthal, Vorsitzender des Stiftungsvorstands und wissenschaftlicher Vorstand des MDC, wird das Grußwort sprechen. Danach erhalten die zu der Veranstaltung eingeladenen Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften Informationen zu dem Wettbewerb. Wissenschaftliche Vorträge von Dr. Daniel Besser (German Stem Cell Network, GSCN) sowie Julia Haseleu und Damir Omerbasic, zwei jungen MDC-Wissenschaftlern, („Wozu sind schrumpelige Finger gut?“) runden die Auftaktveranstaltung ab. Zudem stellen Teilnehmer der letzten Wettbewerbsrunde ihre Arbeiten vor.

Nr. 33/9. September 2014

Post von der Nationalen Kohorte

Einwohner von Panketal erhalten Einladung zur größten Gesundheitsstudie in Deutschland

In den nächsten Tagen werden die Bürgerinnen und Bürger der brandenburgischen Gemeinde Panketal im Nordosten von Berlin Post vom Studienzentrum Nord der Nationalen Kohorte Berlin-Brandenburg bekommen. Der Leiter dieses Studienzentrums und Sprecher des Clusters Berlin-Brandenburg, Prof. Tobias Pischon vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, und Studienärztin Sabine Mall, laden zur Teilnahme an der größten Gesundheitsstudie Deutschlands ein. Ziel ist, den Ursachen der Volkskrankheiten Herz-Kreislauf, Krebs, Diabetes, Demenz und Infektionen auf die Spur zu kommen, um Vorbeugung und Früherkennung zu verbessern.

Nr. 32/1. September 2014

Aus den USA nach Berlin: Nachwuchsgruppenleiter für MDC und NeuroCure

Die Krebsforschung und die Neurowissenschaften des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) haben Verstärkung bekommen. Die Biologin Dr. Michela Di Virgilio von der Rockefeller Universität in New York, USA, hat Anfang September ihre Arbeit als Helmholtz-Nachwuchsgruppenleiterin am MDC, einer Forschungseinrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft, aufgenommen. Zeitgleich mit Dr. Di Virgilio startete der Neurowissenschaftler Dr. Niccolò Zampieri von der Columbia University, New York, USA als Nachwuchsgruppenleiter am MDC und im Exzellenzcluster NeuroCure* der Charité´- Universitätsmedizin Berlin.

Nr. 31/1. September 2014

MDC, Charité, DZHK und BIH holen Spezialisten für Blutgefäßbildung nach Berlin

Mehreren Forschungseinrichtungen in Berlin ist es gemeinsam gelungen, den Spezialisten für Blutgefäßbildung, Dr. Holger Gerhardt, in die Hauptstadt zu holen. Seit Anfang September ist er Forschungsgruppenleiter am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) und dem Berliner Institut für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH) sowie W3-Professor für Experimentelle Herz-Kreislaufforschung an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Weiter ist er in das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), einen bundesweiten Forschungsverbund, eingebunden. Bisher war er sowohl am London Research Institute in England als auch am Vesalius Research Center des Flämischen Instituts für Biotechnologie (VIB) und der Katholischen Universität Leuven in Belgien tätig.

Nr. 30/27. August 2014

Tor zur Therapie mit humanen Muskelstammzellen aufgestoßen

Wissenschaftler und Ärzte in Berlin-Buch entwickeln gemeinsam neue Methode

Muskelstammzellen sind für die Reparatur von Muskelschäden unverzichtbar. Alle Versuche, Muskelstammzellen des Menschen therapeutisch zu nutzen, sind jedoch bisher fehlgeschlagen. Wie es aber doch gehen könnte, haben jetzt Dr. Andreas Marg und Prof. Dr. Simone Spuler vom Experimental and Clinical Research Center (ECRC) des Max-Delbrück-Centrums (MDC) und der Berliner Charité in Berlin-Buch gezeigt. Sie entwickelten eine Methode, mit der sie Muskelstammzellen nicht isoliert, sondern zusammen mit ihrer Muskelfaser kultivieren, vermehren und transplantieren. Bei Mäusen konnten sie mit dieser Methode bereits erfolgreich Muskeln regenerieren. Sie haben damit das Tor für den Einsatz von Muskelstammzellen für die Therapie von Muskelerkrankungen aufgestoßen (Journal of Clinical Investigation, http://dx.doi.org/10.1172/JCI63992)*.

25. August 2014

Zebrafisch: Blutfluss reguliert Entwicklung der Herzkammern

MHH-Forscher entdecken blutsensitiven Mechanismus / Publikation in Developmental Cell

Herzschlag und Blutfluss setzen während der Entwicklung des Herzens zusammen mit der Ausbildung der Herzkammern ein. Zu diesem Zeitpunkt besteht das Herz aus einem Schlauch: Außen befindet sich das Herzmuskelgewebe, das Myokardium, innen ein Blutgefäß, das Endokardium. Aus diesem frühen Endokardium entstehen unter anderem später die Herzklappen. Die Forscher um Professor Dr. Salim Seyfried konnten nun im Zebrafisch, einem nur wenige Millimeter großen Wirbeltier, zeigen, dass das Endokardium den einsetzenden Blutfluss wahrnimmt und auf diesen biophysikalischen Reiz mit Wachstum sowie einer Veränderung der Zellformen reagiert; dabei vergrößert sich der Herzschlauch ballonartig. Es bilden sich zwei unterschiedlich große Herzkammern. Ihre Erkenntnisse veröffentlichten die Forscher in der Fachzeitschrift „Developmental Cell“. Die Arbeitsgruppe Kardiovaskuläre Entwicklungsgenetik im Zebrafisch um Professor Seyfried, Institut für Molekularbiologie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zu Gast am Max-Delbrück-Centrum (MDC) in Berlin gehört zum Exzellenzclusters REBIRTH (Von Regenerativer Biologie zu Rekonstruktiver Therapie).

Nr. 29/ 12. August 2014

MRT-Untersuchung zeigt: Autoantikörper schädigen auch Mikrogefäße im Gehirn

Seit einiger Zeit ist bekannt, dass bestimmte Antikörper des Immunsystems große Blutgefäße im Gehirn schädigen. Jetzt haben Wissenschaftler vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch an Nagern, die sie in einem 9,4 Tesla Magnetresonanz-Tomographen (MRT) untersucht haben, weiter gezeigt, dass diese Antikörper auch die kleinen Blutgefäße in weiten Teilen des Gehirns angreifen und die Durchblutung vermindern. Die Erkenntnisse sind vor allem für die Entstehung und das Fortschreiten von Erkrankungen von Bedeutung, die auf Durchblutungsstörungen im Gehirn zurückgehen wie vaskuläre Demenz und, so die Hypothese der Wissenschaftler, auch Alzheimer (NMR in Biomedicine, doi: 10.1002/nbm.3160).*

Nr. 28/ 29. Juli 2014

Das Zellorchester der Signalübertragung

Ähnlich wie ein Musiker sein Instrument beim Spielen in Schwingungen versetzt, bringen Botenstoffe in Zellen die Konzentration an Kalzium ins Schwingen. Und so wie wir eine Melodie erkennen können, gleichgültig, ob sie von einem Cello oder einer Violine gespielt wird, weil die Melodie die Botschaft ist und nicht die Tonhöhe, so reagieren Zellen auf den Botenstoff, aber jede auf ihre Weise. Das haben Dr. Kevin Thurley und Prof. Martin Falcke, Leiter der Forschungsgruppe Mathematische Zellphysiologie am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) jetzt in Nieren- und Leberzellen herausgefunden (Science Signaling, doi: 10.1126/scisignal.2005237)*.

16. Juli 2014

Bakteriengift soll Krebszellen zerstören

Lebensmittelkeim im Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs

Berlin (gb) – Ein Darmkeim, der eigentlich Lebensmittelvergiftungen auslöst, könnte zukünftig in der Krebstherapie eingesetzt werden: Das Bakterium Clostridium perfringens sondert einen Giftstoff (Toxin) ab, der die Hülle von Tumorzellen durchlöchert und diese so zerstört. Berliner Wissenschaftler untersuchen derzeit die Wirksamkeit dieses Toxins gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Forschungsprojekt von Prof. Wolfgang Walther vom Experimental and Clinical Research Center des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Berliner Charité in den kommenden drei Jahren mit 240 000 Euro.

Nr. 27/7. Juli 2014

Herzforscher Prof. Ernst-Georg Krause wird 80

Der Herzforscher Prof. Ernst-Georg Krause vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch wird am 10. Juli dieses Jahres 80 Jahre alt. Schwerpunkt seiner Forschungen waren die biochemischen und physikalischen Vorgänge, die das Herz regulieren. Er hat dazu in Zusammenarbeit mit Forschern aus Großbritannien und Australien grundlegende Erkenntnisse gewonnen, die für die Behandlung von Herzpatienten mit Beta-Blockern von großer Bedeutung sind. Darüber hinaus entwickelte der Biochemiker zusammen mit Forschern am damaligen Akademieinstitut für Herz-Kreislaufforschung in Berlin-Buch einen Bluttest zur Früherkennung des Herzinfarkts.

Nr. 26/2. Juli 2014

Warum das Herz schwächelt

MDC-Forscher gewinnen neue Erkenntnisse zur Entstehung schwerer Herzerkrankungen

Neue Erkenntnisse über die Entstehung von Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien) haben jetzt Forscher des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch gewonnen. Im Mittelpunkt der im Journal of Clinical Investigation (doi:10.1172/JCI74523)* veröffentlichten Arbeit von Dr. Henrike Maatz, Dr. Marvin Jens und Dr. Martin Liss steht ein Protein, kurz RBM20 (RNA binding motif protein 20) genannt, das hauptsächlich im Herzen vorkommt. Die Forscher konnten zeigen, dass das Protein ein ganzes Orchester von Zielmolekülen dirigiert, darunter eine Reihe neuer Mitspieler für diese lebensbedrohlichen Erkrankungen. Inwieweit ihre Erkenntnisse auch für die Klinik von Bedeutung sind, wird die Zukunft zeigen.

Nr. 25/11. Juni 2014

Ehrendoktor der La Sapienza Universität in Rom für MDC-Forscher Nikolaus Rajewsky

Dank mit Rachmaninov-Klavierkonzert

Prof. Nikolaus Rajewsky vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch ist am 11. Juni 2014 in Rom mit dem Ehrendoktor in Biologie und Medizinischer Genetik der Universität La Sapienza ausgezeichnet worden. Damit würdigt eine der ältesten Universitäten Europas seine Verdienste in der Systembiologie, vor allem seine Beiträge zur Entschlüsselung grundlegender Vorgänge der Genregulation und seine innovativen Ansätze, mit denen er die Physik, die Computerwissenschaften und die Mathematik mit der Biologie verknüpft hat. Obwohl in theoretischer Physik promoviert, entwickelte er sein herausragendes Forschungsprofil in der biomedizinischen Forschung von Beginn seiner Karriere an.

Nr. 24/ 5. Juni 2014

Humboldt-Forschungspreis für Krebsforscherin Hua Eleanor Yu aus den USA

Gastgeber Max-Delbrück-Centrum

Die Krebsforscherin und Immunologin Prof. Hua Eleanor Yu vom Beckman Research Institute, City of Hope Medical Center, Duarte, Kalifornien, USA, ist am Abend des 4. Juni 2014 in Berlin der Humboldt-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) verliehen worden. Der Preis ist mit Forschungsaufenthalten in Deutschland verbunden. Ihr Gastgeber ist das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, eine Einrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft. Mit Prof. Yu haben 2014 insgesamt 36 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den angesehenen Preis erhalten. Er ist mit 60 000 Euro dotiert und wird von der AvH an Forscherinnen und Forscher vergeben, deren Arbeiten „das eigene Fachgebiet nachhaltig geprägt haben und von denen auch in Zukunft Spitzenleistungen erwartet werden können.“

Nr. 23/2. Juni 2014

Wie Umwelt und Genetik unsere Erbanlagen beeinflussen

Erste europäische Studie vorgelegt

Seit langem diskutiert die Wissenschaft darüber, wie groß der Einfluss der Umwelt auf die Gene ist. Jetzt hat ein europäisches Konsortium (EURATRANS) unter Leitung von Prof. Norbert Hübner vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, den umgekehrten Weg eingeschlagen. Die Wissenschaftler sind erstmals der Frage nachgegangen, inwieweit bestimmte genetische Veranlagungen Einfluss auf die Vorgänge der Genregulation haben. Sie unternehmen so einen Erklärungsversuch, warum bestimmte Umwelteinflüsse unterschiedlich wirken, etwa warum Salz bei manchen Menschen den Blutdruck stark erhöht, bei anderen nicht. Mit ihrer Studie haben sie zugleich einen neuen Wege zur Untersuchung dieser Phänomene eingeschlagen, indem sie unterschiedliche genetische Analysemethoden miteinander verknüpft haben (Genome Research, doi: 10.1101/gr.169029.113)*.

Nr. 22/26. Mai 2014

Wenn die zelluläre Müllabfuhr gestört ist

MDC- und FMP-Forscher entdecken weitere Funktion bei Knochenabbau

Wenn Proteine, die Maschinen des Lebens, ihre Aufgaben im Organismus erfüllt haben, müssen sie abgebaut werden. Das geschieht in winzigen Organellen der Körperzellen, den Lysosomen. Eine wichtige Rolle bei dieser zellulären Müllabfuhr spielt der Transport und Austausch von Ionen. Ist dieser Prozess gestört, können schwere Erkrankungen die Folge sein. Eine dieser Erkrankungen ist die Osteopetrose, bei der die Knochen nicht mehr abgebaut werden und deshalb verkalken. Jetzt haben Dr. Stefanie Weinert und Prof. Thomas Jentsch vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch/Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP) eine zusätzliche Funktion beim Ionentransport- und Austausch entdeckt, die entscheidend für den Knochenabbau ist (EMBO Reports, DOI: 10.15252/embr.201438553)*.

Nr. 21/23. Mai 2014

Prof. Walter Rosenthal zum Präsidenten der Universität Jena gewählt

MDC-Vorstandsvorsitzender: „Ich freue mich über das Vertrauen“

Prof. Walter Rosenthal, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes und Wissenschaftlicher Vorstand des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, ist am 23. Mai 2014 vom Universitätsrat der Friedrich-Schiller-Universität Jena zum Präsidenten gewählt worden. „Ich freue mich außerordentlich über das Ergebnis und das Vertrauen, das mir von der Universität Jena entgegengebracht wird“, sagte er. Die Wahl durch den Universitätsrat erfolgte im Einvernehmen mit dem Senat der Universität.

Nr. 20/7. Mai 2014

Immunologe Dr. Michael Sieweke zum EMBO-Mitglied gewählt

Der Immunologe Dr. Michael Sieweke ist von der Europäischen Organisation für Molekularbiologie (EMBO) zum Mitglied gewählt worden. Er leitet am Centre d`Immunologie de Marseille-Luminy (CIML)* eine deutsch-französische Forschungsgruppe und ist seit Herbst 2012 auch am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) im Rahmen der deutsch-französischen Helmholtz-INSERM Kooperationsinitiative Gruppenleiter. Seine Gruppe wird vom MDC kofinanziert. Mit Dr. Sieweke wurden laut EMBO in diesem Jahr insgesamt 106 Wissenschaftler, davon 21 Wissenschaftlerinnen, aus 17 Ländern darunter aus China, Japan und den USA zu EMBO-Mitgliedern gewählt. EMBO, vor 50 Jahren mit dem Ziel gegründet, die Biowissenschaften in Europa zu fördern, wählt jedes Jahr neue Mitglieder auf der Grundlage exzellenter Forschung. Derzeit sind es über 1 600.

Nr. 19/5. Mai 2014

Hans-Schildbach-Stiftungsprofessur für Prof. Kai Schmidt-Ott

Der Nierenspezialist und Molekularbiologe Prof. Kai Schmidt-Ott vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist jetzt mit der Hans-Schildbach Stiftungsprofessur für „Urogenitale Krebsforschung“ ausgezeichnet worden. Schwerpunkte der Stiftungsprofessur sind die Erforschung von angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Harntrakts, insbesondere die Entwicklung, Regeneration und Krebsentstehung des Urogenitalsystems. Die von der Stiftung Urologische Forschung Berlin geförderte Professur ist benannt nach dem Berliner Unternehmer Hans Schildbach (1908 – 1996) und wurde von seinem Sohn Klaus und dessen Ehefrau Christel ins Leben gerufen.

Nr. 18/2. Mai 2014

Neuer Forschungsbericht des Max-Delbrück-Centrums erschienen

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch hat jetzt seinen Forschungsbericht für die Jahre 2012 und 2013 veröffentlicht. In dem 326 Seiten umfassenden Zweijahresbericht, der vorwiegend in Englisch ist, geben die 62 Forschungsgruppen des MDC, die zentralen Einheiten (Technologieplattformen) sowie die klinischen Gruppen im Experimental and Clinical Research Center (ECRC) des MDC und der Charité – Universitätsmedizin Berlin einen Überblick über ihre Arbeiten in den Forschungsschwerpunkten Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, Krebs, Erkrankungen des Nervensystems und Systembiologie.

Nr. 16/28. April 2014

HFSP-Förderung für internationales Forscherteam mit MDC-Beteiligung

Drei Forscher aus den USA, Italien und Prof. Nikolaus Rajewsky aus Deutschland vom Max-Delbrück-Centrum (MDC) erhalten für ein Projekt in der Krebsforschung* von der Human Frontier Science Program Organization (HFSPO) eine Förderung von über 1,2 Millionen Dollar. In Kooperation mit Prof. Brian Brown von der Mount Sinai School of Medicine, New York, USA, erforschen die vier Teams mit unterschiedlichen Methoden die Funktion, Dynamik und Kompetition verschiedener Gruppen nichtkodierender Ribonukleinsäuren in genregulatorischen Netzwerken und deren Rolle bei der Krebsentstehung. HFSP-Projekte werden in einem extrem kompetitiven Verfahren ausgewählt und stellen damit eine besondere Auszeichnung dar. In dieser Auswahlrunde wurden aus 844 Anträgen 34 Projekte ausgewählt, die mit insgesamt rund 35 Millionen Dollar von der HFSPO gefördert werden.

Nr. 15/11. April 2014

Druckventil in der Zellhülle identifiziert

Für Körperzellen ist es lebenswichtig, ihr Volumen zu steuern. Das ist existenziell etwa beim Kontakt mit Flüssigkeiten verschiedener Salzkonzentration, bei der Zellteilung und beim Zellwachstum, aber auch bei Krankheiten wie Krebs, Schlaganfall und Herzinfarkt. Ein wesentlich an der Volumenregulation beteiligtes Protein ist ein bestimmter Chloridkanal, der durch das Anschwellen der Zelle aktiviert wird und durch den dann Chloridionen und organische Stoffe („Osmolyte“) aus der Zelle ausgeschleust werden. Forschern um Prof. Thomas J. Jentsch (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch/ Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie, FMP) ist es jetzt erstmals gelungen, die molekulare Identität dieses sogenannten Volumen-regulierten Anionen-Kanals (VRAC) aufzuklären. Die Ergebnisse werden wegen ihrer Bedeutung von der Zeitschrift Science auch vorab als Science Express veröffentlicht (10. April 2014; DOI: 10.1126/science.1252826)*.

Nr. 14/7. April 2014

Felix Burda Award für Berliner und Schweizer Krebsforscher

Biomarker identifiziert zur Verbesserung der Darmkrebstherapie

Der Felix Burda Award für die „beste Präventionsidee“ gegen Darmkrebs geht in diesem Jahr an Prof. Ulrike Stein vom Experimental and Clinical Research Center (ECRC) des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin auf dem Campus Berlin-Buch, Prof. Ulrich Rohr von der Firma Hoffmann-La Roche und Prof. Peter M. Schlag vom Comprehensive Cancer Center (CCCC) der Charité. Der mit 5000 Euro dotierte Preis (gestiftet von der AOK Rheinland/Hamburg) wurde ihnen auf einer Gala der Felix Burda Stiftung (München) im Hotel Adlon am 6. April 2014 in Berlin von Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands der forschenden Arzneimittelhersteller vfa, überreicht.

Nr. 13/25. März 2014

MDC-Forscher entwickeln Zellsystem, mit dem sie feinste Berührungen messen können

Berührung tröstet uns. Sie ermuntert uns. Sie kann uns glücklich machen. Und sie beginnt in unserer Haut. Genauer gesagt: In bestimmten Zellen, deren Nervenendigungen (Neuriten) sich in unserer Haut verteilen. Manche dieser Zellen sind so unfassbar sensitiv, dass es selbst Prof. Gary Lewin und Dr. Kate Poole überrascht hat, die seit Jahren die „Mechanorezeption“ der Tastempfindung erforschen. Das Team um die beiden Wissenschaftler vom Berliner Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch hat ein System entwickelt, mit dem sich unvorstellbar kleine mechanische Reize auf eine einzige Zelle ausüben lassen (Nature Communications, doi: 10.1038/ ncomms4520)*.

Nr. 12/24. März 2014

Prof. Jens Reich wird 75

Der Arzt, Molekularbiologe und Bürgerrechtler Prof. em. Jens Reich wird am 26. März dieses Jahres 75 Jahre alt. Und er ist noch immer aktiv. Vor zehn Jahren am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch emeritiert, ist er dort heute als Ombudsmann tätig und damit Ansprechpartner für Forscherinnen und Forscher in Konfliktsituationen. Diese Funktion hatte er zuvor ab 2001 an der Charité – Universitätsmedizin inne. Weiter hat er einen Lehrauftrag für Bioethik an einer privaten amerikanischen Hochschule in Berlin.

 

Nr. 11/ 21. März 2014

MDC-Forscher gewinnen neue Erkenntnisse über Epilepsie

So wie einzelne Orchestermusiker zum Klang eines Musikstücks beitragen, gestalten unterschiedliche Nervenzelltypen in unserem Gehirn die Sinfonie unseres Bewusstseins. Sie regulieren und koordinieren die Aktivität von Nervenzellgruppen, die Teilinformationen repräsentieren und gegebenenfalls an andere Hirnareale weiterleiten. Gerät dieses präzis arbeitende System aus dem Gleichgewicht, können Krankheiten entstehen. Prof. Jochen Meier vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch untersucht solche Prozesse. Er hat jetzt mit seinen Kollegen neue Erkenntnisse über die Epilepsie gewonnen und gezeigt, weshalb es zu unterschiedlichen Symptomen der Erkrankung kommen kann (Journal of Clinical Investigation, doi:10.1172/JC171472)*.

19. März 2014

Leukodystrophie: FMP- und MDC-Forscher ergründen rätselhafte Erbkrankheit

Menschen mit Leukodystrophie können oft nur unter Schwierigkeiten gehen oder ihre Bewegungen koordinieren, sie leiden an spastischen Lähmungen oder auch epileptischen Anfällen.  Auf der Suche nach den Ursachen der seltenen und unheilbaren Erkrankung haben Forscher vom Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP) und Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch entdeckt, dass bei der Krankheit ein feines Zusammenspiel von drei Proteinen in der weißen Substanz des Gehirns gestört ist. (NATURE COMMUNICATIONS| DOI: 10.1038/ncomms4475)*. Der Fall zeigt, dass neurologische Erkrankungen nicht zwangsläufig auf Defekten in den Nervenzellen selbst beruhen: Um optimal funktionieren zu können, sind die Nervenbahnen in ein komplexes Netzwerk aus sogenannten Gliazellen eingebettet, deren Bedeutung lange unterschätzt wurde.


Nr. 10/18. März 2014

Krebsforscher Prof. Heinz Bielka wird 85

Der Krebsforscher und Molekularbiologe Prof. Dr. Heinz Bielka wird am 19. März dieses Jahres 85 Jahre alt. Prof. Bielka war bis zu seiner Emeritierung 1995 am 1992 neugegründeten Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch tätig. Neben der Krebsforschung hat Prof. Bielka seit vielen Jahren Daten und Fakten zur Geschichte des Campus Berlin-Buch, auf dem das MDC angesiedelt ist, zusammengetragen und mehrere Veröffentlichungen dazu gemacht. Und noch heute nimmt er aktiv an den Sitzungen der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) teil, deren Mitglied er seit 1993 ist.

12. März 2014

Berliner Institut für Gesundheitsforschung startet erste Forschungsprojekte // Prof. Dr. Jörg Hacker, Präsident der Leopoldina, zum Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats gewählt

T-Zell-Therapie bei Krebserkrankungen, Protein-abhängige Prozesse bei Alzheimer-Erkrankungen sowie molekulare Mechanismen, Diagnose und Behandlung von angeborenen Krankheiten bei Kindern sind die ersten drei großen Forschungsvorhaben, die das Berliner Institut für Gesundheits­forschung/Berlin Institute of Health ab Mitte März 2014 fördert. Bei den Vorhaben handelt es sich um größere, langfristig und interdisziplinär angelegte Forschungskonsortien, sogenannte Collaborative Research Grants, in denen biomedizinische und klinische Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité – Universitätsmedizin Berlin zusammenarbeiten. Für diese drei Vorhaben stehen insgesamt rund 17 Millionen Euro für die kommenden vier Jahre zur Verfügung. Eine Verlängerung ist nach einer Evaluierung möglich. Ziel ist, gemeinsam die translationale systemmedizinische Forschung voranzutreiben, um verbesserte diagnostische, therapeutische und präventive Verfahren für die Gesundheit der Menschen zu entwickeln und in die Klinik zu bringen. „Mit der Auswahl der ersten Förderprojekte wird unser Forschungsansatz nun Wirklichkeit. Ich freue mich über die exzellenten und hochrelevanten Vorhaben. Sie belegen: Die gemeinsame und interdisziplinäre Arbeit von Grundlagenforschern und Klinikern von Charité und MDC unter einem Dach hat eine große Zukunft – für die Wissenschaft, die ärztliche Praxis und letztendlich für die Gesundheit der Menschen“, kommentiert Prof. Dr. Ernst Th. Rietschel die Entscheidungen des Vorstands.

Nr. 9/11. März 2014

Gut gerüstet: MDC erhält 3-Tesla-Magnetresonanz-Tomograph für größte deutsche Bevölkerungsstudie, die im Frühjahr 2014 beginnt

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch ist für die im Frühjahr 2014 startende größte deutsche Bevölkerungsstudie, die „Nationale Kohorte“, gut gerüstet. Die Berliner Ultrahochfeld-Anlage (Berlin Ultrahigh Field Facility) des MDC auf dem Campus Berlin-Buch hat dafür jetzt einen 3-Tesla-Magnetresonanz-Tomographen (MRT) der Firma Siemens erhalten. Im Rahmen der Nationalen Kohorte sollen in den kommenden fünf Jahren bundesweit in insgesamt 18 Studienzentren, davon drei in Berlin, 200 000 Menschen zwischen 20 – 69 Jahren untersucht und bis zu 30 Jahre nachbeobachtet werden. Ziel ist, den Ursachen der Volkskrankheiten Herz-Kreislauf, Krebs, Diabetes, Demenz und Infektionen auf die Spur zu kommen, um Vorbeugung und Früherkennung zu verbessern.

Nr. 8/3. März 2014

Dr. Heike Wolke neuer administrativer Vorstand des Max-Delbrück-Centrums

Dr. Heike Wolke vom Alfred-Wegener-Institut (AWI), Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven ist neuer administrativer Vorstand des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch. Dr. Wolke trat ihr Amt im MDC, das ebenfalls zur Helmholtz-Gemeinschaft gehört, am 1. März 2014 an. Sie ist Nachfolgerin von Cornelia Lanz, die das MDC im Sommer 2013 verlassen hatte.

27. Februar 2014

Stiftung Charité holt Medizin-Nobelpreisträger Thomas Südhof an das Berliner Institut für Gesundheitsforschung

Berlin, den 27. Februar 2014. Der Stiftung Charité ist es gelungen, den Träger des Nobelpreises für Medizin 2013, Prof. Dr. Thomas Südhof, als Gastwissenschaftler („Visiting Fellow“) für das Berliner Institut für Gesundheitsforschung │ Berlin Institute of Health zu gewinnen. Südhof, der derzeit als Professor für Zellphysiologie an der Stanford University, Kalifornien, arbeitet, ist damit der erste Wissenschaftler, der mit den von der Stiftung Charité verwalteten Mitteln aus der „Privaten Exzellenzinitiative Johanna Quandt“ nach Berlin geholt werden konnte. Die Unternehmerin Johanna Quandt hatte bereits im November 2012 ihre Bereitschaft erklärt, die wissenschaftliche Arbeit des Instituts mit bis zu 40 Mio. Euro über zehn Jahre zu fördern.

Nr. 7/ 27. Februar 2014

Im Dickicht des Gehirns - Wie Axone sich verzweigen

Der korrekten Funktion des Gehirns liegt ein komplexes Muster neuronaler Verschaltungen zugrunde. Eine einzelne Nervenzelle kann dabei bis zu 10 000 Kontakte zu anderen Neuronen knüpfen. Dieses Netzwerk wird bereits im Embryo angelegt und nach der Geburt weiter ausgebaut, wenn die Ausläufer (Axone) der Nervenzellen über zum Teil große Entfernungen in ihre Zielregionen einwachsen. Die Verzweigung des von einem Neuron ausgehenden Axons ermöglicht dabei das Einwachsen in mehrere Zielgebiete und schafft somit die strukturelle Voraussetzung für die simultane Verarbeitung von Informationsinhalten. Neurobiologen der Forschungsgruppe von Prof. Fritz G. Rathjen vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben jetzt neue Erkenntnisse über diesen wichtigen Prozess gewonnen (Journal of Neuroscience, doi: 10.1523/JNEUROSCI.4183-13.2014).*

24. Februar 2014

Den genetischen Ursachen angeborener Herzfehler auf der Spur

Berliner Wissenschaftler entwickeln neuen Analyse-Ansatz

Angeborenen Herzfehlern liegt eine Kombination von seltenen Mutationen in verschiedenen Genen zugrunde. Das ist das Ergebnis einer Studie von  Wissenschaftlern des Experimental and Clinical Research Center (ECRC), einer gemeinsamen Einrichtung der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin. In Kooperation mit Forschern des Max-Planck-Institutes für molekulare Genetik und des Deutschen Herzzentrums Berlin entwickelten sie einen neuen Ansatz, um die genetische Ursache angeborener Herzfehler zu untersuchen. Die Ergebnisse der Studie sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Human Molecular Genetics* veröffentlicht.

Nr. 6/17. Februar 2014

W3-Professuren für MDC- und Charité-Forscher

In zwei gemeinsamen Berufungsverfahren haben das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und die Charité – Universitätsmedizin Berlin zwei Wissenschaftler auf W3-Professuren an die Charité berufen. Dabei geht es zum einen um den Biologen Matthias Selbach (MDC), dessen Forschungsschwerpunkt die Signalübermittlung von Zellen ist, die er mit Hilfe der Massenspektrometrie quantitativ erforscht. Zum anderen um die Genetikerin und Kinderärztin Young-Ae Lee (Charité), die die erblichen Ursachen von Allergien und Entzündungskrankheiten im Kindesalter erforscht.

Nr. 5/17. Februar 2014

Übergewichtsbedingter Dickdarmkrebs ist eine Stoffwechselkrankheit

Potsdam-Rehbrücke/Berlin – Ein Wissenschaftlerteam unter Führung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch hat im Rahmen der EPIC*-Studie drei Biomarker identifiziert, die bei Entzündungs- und Stoffwechselprozessen eine Rolle spielen sowie gleichzeitig mit Übergewicht und Dickdarmkrebs assoziiert sind. Sie weisen darauf hin, dass übergewichtsbedingter Dickdarmkrebs eine Stoffwechselerkrankung ist. Die neuen Daten helfen, die Mechanismen der Dickdarmkrebsentstehung besser zu verstehen und neue Präventionsstrategien gegen die Krankheit zu entwickeln. Das Forscherteam publizierte seine Ergebnisse nun im International Journal of Cancer.

Nr. 4/13. Februar 2014

Entstehung für neue Form von erblichem Alzheimer entschlüsselt und neuen Schutzmechanismus entdeckt

Wissenschaftler des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben in Zusammenarbeit mit Forschern der Universität Osaka (Japan) den Entstehungsprozess einer neuen, familiären (ererbten) Form der Alzheimer-Krankheit entschlüsselt. Zugleich entdeckten Dr. Safak Caglayan, Prof. Thomas Willnow (MDC) und Prof. Junichi Takagi (Universität Osaka) einen neuen Mechanismus, der das Risiko dieser Demenzerkrankung mindert. Damit sind jetzt insgesamt vier verschiedene erbliche Formen der Alzheimer-Erkrankung bekannt. Diese Formen sind sehr selten, aber besonders aggressiv und können bereits vor dem 60. Lebensjahr Jahren auftreten (Science Translational Medicine, doi: 10.1126/scitranslmed.3007747)*.

Nr. 3/14. Januar 2014

Millionenförderung vom Europäischen Forschungsrat für Biochemiker und Proteinkristallograph Prof. Oliver Daumke

Der Biochemiker und Proteinkristallograph Prof. Oliver Daumke vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Freien Universität (FU) Berlin erhält einen der renommierten Förderpreise des Europäischen Forschungsrates (ERC – European Research Council). Er wird in den kommenden fünf Jahren mit einem Consolidator Grant im Umfang von zwei Millionen Euro gefördert, wie der ERC in Brüssel mitteilte. Diese Förderpreise gehen an Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaftler sieben bis zwölf Jahre nach der Promotion. Insgesamt erhalten 312 Spitzenforscher den angesehenen ERC Consolidator Grant 2014. Beworben hatten sich 3 600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

13. Januar 2014

Start-up Trianta: Neue T-Zell Therapien zur Bekämpfung von Krebs

Erste Leukämie-Patienten im Rahmen einer Phase-I-Studie behandelt

Trianta Immunotherapies GmbH, eine neue Ausgründung aus dem Helmholtz Zentrum München, hat ein Lizenzabkommen mit dem Helmholtz Zentrum München und dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Berlin-Buch (MDC) abgeschlossen. Damit erhält das Start-up weltweit exklusive Rechte an Patenten und Know-How bezüglich Technologien zur Entwicklung adoptiver T-Zell-Therapien und personalisierter Impfstoffe auf Basis dendritischer Zellen. Beide Plattformen beruhen auf vielen Jahren intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit von Prof. Dolores Schendel und ihrem Team am Helmholtz Zentrum München, teils in Kooperation mit Prof. Thomas Blankenstein am MDC. Ascenion, der Technologietransfer-Partner beider Institute, hat jahrelang mit den Teams zusammengearbeitet, um einen umfassenden Patentschutz zu sichern, und hat den Lizenzvertrag verhandelt. Als Teil des Abkommens hat Ascenion Anteile an Trianta erworben

Nr. 1/9. Januar 2014

Alles besser im Griff mit Schrumpelfingern? – MDC-Forscher finden dafür keinen Nachweis

Wenn wir länger schwimmen oder baden, bilden sich an den Fingern Rillen oder Schrumpeln. Inzwischen weiß man warum: Sie entstehen, weil sich die feinen Blutgefäße in den Händen verengen und sich die Haut dabei nach innen zieht – eine Reaktion des sympathischen Nervensystems, das Teil des autonomen Nervensystems ist. Wozu aber sind die Rillen gut? Dieser Frage sind schon einige Forscher nachgegangen und jetzt auch Julia Haseleu und Damir Omerbašić von der Forschungsgruppe von Prof. Gary R. Lewin vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch. Anders als in bisherigen Studien postuliert, konnten die MDC-Forscher zeigen, dass Schrumpelfinger keineswegs das Ergreifen nasser oder trockener Gegenstände erleichtern und auch keinen Einfluss auf den Tastsinn haben (PLOS ONE, doi http://dx.plos.org/10.1371/journal.pone.0084949)*.

Nr. 1/8. Januar 2014

MDC-Forscher: Neue Erkenntnisse über Beta-Zellen und Insulinresistenz

Neue Erkenntnisse über die Regulation der Insulinproduktion des Körpers bei Insulinresistenz, Ursache für die Entstehung von Diabetes Typ-2, haben Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch gewonnen. Sudhir G. Tattikota, Thomas Rathjen und Dr. Matthew Poy identifizierten einige Komponenten eines Signalwegs, die den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse helfen, auf den Insulinbedarf des Körpers flexibel zu reagieren. Erstmals konnten sie damit bei übergewichtigen Mäusen zeigen, wie die insulinproduzierenden Beta-Zellen diesen microRNA (miRNA)-Signalweg nutzen, um Zellwachstum und die Ausschüttung von Insulin zu steuern (Cell Metabolism, http://dx.doi.org/10.1016/j.cmet.2013.11.015)*.