Lipidomics

Lipidomics/Lipidomik beschäftigt sich mit der Charakterisierung von Fettsäuren und ihren Stoffwechselprodukten in biologischen Systemen. Sie hat das Ziel, systematisch die physiologischen und pathophysiologischen Funktionen von Lipiden und ihren Metaboliten im Kontext einzelner Zellen und im gesamten Organismus zu verstehen.

 

Lipidomics am ECRC der Charité:

Wir haben Lipidomics-Analyseansätze zur Untersuchung einer Vielzahl von Lipidmediatoren und Metaboliten entwickelt. Diese Messungen eröffnen ein neues Feld der Forschung, in dem insbesondere die Wirkung von verschiedenen Verhältnissen von omega-3 zu omega-6 Fettsäuren und von genetischen und metabolischen Unterschieden bei der Bildung von bioaktiven Lipidmediatoren im Rahmen verschiedener Erkrankungen untersucht werden können.

 

Der Hintergrund:

Aus Arachidonsäure entstehende Botenstoffe (Lipidmediatoren) wie Prostaglandine und Leukotriene sind von grundlegender Bedeutung im menschlichen Körper. Viele dieser Mediatoren erfüllen wichtige Funktionen bei Entzündung, Zellwachstum und anderen biologischen Prozessen. Aus Omega-3 Fettsäuren gebildete Lipidmediatoren (Resolvine, Protektine und verwandte Metabolite) sind ebenfalls aktive Botenstoffe. Diese Mediatoren werden in verschiedenen Organen in unterschiedlichen Konzentrationen gebildet, und auch pathophysiologische Prozesse verändern die Lipidmediatorzusammensetzung in Blut und Geweben.