Nr. 48 / 12. Dezember 2016

Neuer Wirkstoff lindert neuropathischen Schmerz

Bei Menschen, die an Nervenverletzungen oder Erkrankungen wie der diabetischen Neuropathie leiden, kann die leichteste Berührung heftigen Schmerz auslösen. Ein Forschungsteam am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) hat nun einen Weg gefunden, wie sich der Schmerz bei Mäusen durch Injizieren eines neu gefundenen chemischen Wirkstoffs in die Haut unterdrücken lässt. Die Substanz hemmt einen Ionenkanal im Nervensystem, der verantwortlich ist für die Wahrnehmung leichten mechanischen Drucks. Nach Verletzungen führt eine Aktivierung dieses Kanals auch zu Schmerzen. Die neue Substanz lässt diese Art von neuropathischen Schmerz verschwinden. Die Methode könnte auch beim Menschen funktionieren.

Nr. 47 / 15. November 2016

Tumorimmunologe Matthias Leisegang ausgezeichnet: Curt Meyer-Gedächtnispreis für Charité-Wissenschaftler

Gemeinsame Pressemitteilung des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft und der Charité – Universitätsmedizin Berlin

Für seine Forschungsarbeiten zur Analyse von Krebs Mutationen als Ziel der adoptiven T-Zelltherapie erhält Dr. Matthias Leisegang den diesjährigen Curt Meyer-Gedächtnispreis. Auf Grundlage seiner Arbeiten kann eine zelluläre Immuntherapie entwickelt werden, die auf den einzelnen Patienten zugeschnitten ist und mit hoher Spezifität Krebs bekämpft. Der mit 10.000 Euro dotierte Curt Meyer-Gedächtnispreis wird jährlich von der Berliner Krebsgesellschaft für exzellente Forschungsleistung auf dem Gebiet der Krebsforschung vergeben. 

Nr. 46 / 14. November 2016

MDC-Krebsforscher Roland Schwarz erhält Auszeichnung von der BBAW

Dr. Roland F. Schwarz vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) erforscht Krebstumore mit den Methoden der Bioinformatik. Er erhält nun den „Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften – gestiftet von der Monika Kutzner Stiftung zur Förderung der Krebsforschung“ für seine herausragenden Arbeiten.

Nr. 45 / 10. November 2016

MDC-Forscher Klaus Rajewsky feiert 80. Geburtstag

Er ist einer der weltweit einflussreichsten Wissenschaftler auf den Gebieten der Genetik und Immunologie: Klaus Rajewsky, Forscher am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC), begeht am 12. November 2016 seinen 80. Geburtstag.

Nr. 44 / 25. Oktober 2016

Genom-Editierung: Effiziente CRISPR-Experimente in Mauszellen

Wollen Forscher Gene mit dem CRISPR-Cas9-System schneiden, müssen sie eine RNA-Sequenz entwerfen, die genau zur DNA des Zielgens passt. Die meisten Gene verfügen über hunderte solcher Sequenzen, mit unterschiedlicher Aktivität und Einzigartigkeit im Erbgut. Die Suche nach den passendsten Sequenzen ist deswegen von Hand kaum zu bewältigen. Das neue Programm „CrispRGold“ erleichtert den Forschern die Arbeit und findet die RNA-Sequenzen, die besonders effektiv und präzise sind. Wissenschaftler aus der Gruppe um Prof. Klaus Rajewsky vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) haben es entworfen und seine Arbeitsweise im Fachjournal PNAS vorgestellt. Das Team hat außerdem ein neues Mausmodell entwickelt, das das Cas9-Protein bereits in sich trägt. Wird es mit den verlässlichen RNA-Sequenzen kombiniert, lassen sich Gene in primären Zellen sehr effizient ausschalten. Auf diese Weise konnten die Forscher neue Gene in der Regulation von Immunzellen entdecken.

Nr. 43 / 20. Oktober 2016

„Störer vom Dienst“ zeigen einen vielversprechenden Weg in der Krebstherapie auf

Der Proteinkomplex p97 ist essenziell für das Überleben von Krebszellen. Seine Funktion zu stören, ist erklärtes Ziel einiger Wirkstoffe gegen Krebs – das ist bislang jedoch noch nicht gelungen. Ein Forschungsteam des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) hat nun einen Weg gefunden, den p97-Komplex aufzubrechen und zu hemmen. Die Ergebnisse sind in Nature Communications erschienen.

Nr. 42 / 11. Oktober 2016

Weshalb Nacktmulle keinen Entzündungsschmerz empfinden

Bei Verletzungen und Entzündungen entwickeln Nacktmulle nicht die normale Überempfindlichkeit gegenüber Temperatur-Reizen. Dafür ist eine winzige Veränderung im Rezeptormolekül TrkA verantwortlich, fand ein Forschungsteam vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) nun heraus. Die Ergebnisse haben auch Bedeutung für die Schmerztherapie beim Menschen.

Nr. 41 / 7. Oktober 2016

MDC-Forscher entdecken neue Regulationsebene bei wichtigem Protein

Die Proteinkinase A (PKA) ist ein wichtiges Signalenzym, das sich im ganzen Körper findet und an vielen zellulären Prozessen beteiligt ist. Sie galt bislang als umfassend untersucht. Ein Forschungsteam des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) hat nun eine neue Regulationsebene der PKA entdeckt und diese Ergebnisse in Nature Communications veröffentlicht.

Nr. 39 / 5. Oktober 2016

Regierender Bürgermeister Michael Müller besucht Campus Berlin-Buch

Am 05. Oktober 2016 besuchte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) und den Campus Berlin-Buch.

Nr. 40 / 6. Oktober 2016

Vom Lebenszyklus der Proteine

Systembiologische Studie entdeckt, dass viele Proteine mit der Zeit stabiler werden

Manche Proteine haben eine ungewöhnliche Eigenschaft: Je älter sie werden, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie abgebaut werden. Dieses überraschende Ergebnis hat nun ein Forschungsteam vom Max-Delbrück-Centrum in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) im Fachjournal Cell veröffentlicht. Sie haben zum ersten Mal den Lebenszyklus tausender Proteine verfolgt. Die Ergebnisse der Grundlagenforschung sind für Krankheiten relevant, bei denen zu viele Genkopien vorliegen.

Nr. 38 / 4. Oktober 2016

Weshalb Tumoren der Immuntherapie entkommen

Gemeinsame Pressemitteilung des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft und des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung

Die Immuntherapie gegen Krebs ist eine neue vielversprechende Therapieform. Bei vielen Patienten treten jedoch nach der Therapie erneut Tumoren auf. Ein Forschungsteam vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC), dem Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin erklärt nun in der aktuellen Ausgabe des Journal of Experimental Medicine, weshalb manche Tumoren wiederkehren, und wie dies verhindert werden kann. Die Erkenntnisse helfen bei der Wahl geeigneter Angriffspunkte für die Immuntherapie. 

Nr. 37 / 26. September 2016

In Maßen genießen: Traubenfarbstoff schützt Zellen vor Alterung

Gemeinsame Pressemitteilung des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft und des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik

Der Naturstoff Resveratrol aus roten Weintrauben ist berühmt wegen seiner potentiell gesundheitsfördernden Wirkungen. Diese Effekte entstehen jedoch nicht wegen der antioxidativen Wirkung der Substanz oder aufgrund der spezifischen Aktivierung bestimmter „Altersgene“, wie bisher angenommen. Vielmehr wirkt der Stoff pro-oxidativ und fördert durch die Bildung freier Radikale eine gezielte Umprogrammierung der Zelle, um sie gegen Stress zu schützen. Das konnten Wissenschaftler vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) und des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik (MPIMG) nun unter anderem an Versuchen mit menschlichen Hautzellen zeigen.

Nr. 35 / 23. September 2016

Storchennest als Metapher für die Freiheit der Wissenschaft

Der Berliner Künstler Fritz Balthaus hat den offenen zweiphasigen Wettbewerb „Kunst am Bau“ des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin gewonnen. Das Kunstwerk „kunstnest“ soll drei Neubauten auf dem Forschungscampus Berlin-Buch begleiten.

Nr. 36 / 23. September 2016

Jahrgangsbeste: Véronique Gebala vom MDC gewinnt Helmholtz-Doktorandenpreis

Jedes Jahr zeichnet die Helmholtz-Gemeinschaft die besten Doktorarbeiten in ihren Forschungsbereichen aus – von Energieforschung bis Schlüsseltechnologien. Der diesjährige Preis im Forschungsbereich Gesundheit geht an eine Doktorandin am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC): Véronique Gebala aus der Forschungsgruppe um Prof. Holger Gerhardt. Der Doktorandenpreis an Gebala und fünf weitere Doktoranden wurde von Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka und Helmholtz-Präsident Prof. Otmar D. Wiestler im Rahmen der Jahrestagung der Helmholtz-Gemeinschaft am 22. September in Berlin verliehen.

Nr. 34 / 22. September 2016

Hochrangige kubanische Delegation besucht das MDC

„Mit tief empfundener Bewunderung für Ihre wissenschaftliche Arbeit gratulieren wir Ihnen in Namen des kubanischen Volkes“, so lautet die jüngste Eintragung im Gästebuch des MDC. Eine hochrangige kubanische Delegation unter Leitung des stellvertretenden Gesundheitsministers Dr. Alfredo Gonzalez Lorenzo stattete jetzt dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) einen Besuch ab. Die acht Kubanerinnen und Kubaner aus den Bereichen Gesundheitspolitik, BioCubaFarma, einem Verbund von pharmazeutischen und biotechnischen Firmen, sowie der Genforschung und Tumorbiologie, informierten sich über Aufbau und Schwerpunkte der Arbeit des MDC, des Leibniz-Instituts für Molekulare Pharmakologie (FMP) und besuchten im Anschluss den BiotechPark Berlin-Buch.

Nr. 33 / 15. September 2016

Michael Gotthardt erhält W3-Professur von Charité und MDC

Der Herz-Kreislaufforscher und Molekulargenetiker Prof. Michael Gotthardt vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) hat am 1. September 2016 eine W3-Professur für „Experimentelle und Translationale Kardiologie“ an der Charité – Universitätsmedizin Berlin in Kooperation mit dem MDC angetreten. Zuvor hatte der MDC-Gruppenleiter eine W2-Professur inne.

Nr. 32 / 2. September 2016

Zwei MDC-Forscher gewinnen Förderungen des Europäischen Forschungsrats

ERC-Doppelpack für das MDC: Dr. Jan Philipp Junker und Dr. Gaetano Gargiulo erhalten jeweils einen mit 1,5 Millionen Euro dotierten ERC Starting Grant. Sie werden zelluläre Vorgänge im Herzen des Zebrafischs bzw. das Glioblastom, die am häufigsten auftretende Form des menschlichen Hirntumors, erforschen.

Nr. 31 / 26. August 2016

Erfolgreicher recyceln: Proteinqualitätskontrolle in der Zelle

Wie die Zelle auf effiziente Weise schadhafte Proteine markiert, hat ein Team um MDC-Forscherin Annika Weber herausgefunden. Die Ergebnisse, die grundlegende Erkenntnisse zur Funktionsweise der Proteinqualitätskontrolle in der Zelle beitragen, wurden jetzt in der Zeitschrift Molecular Cell publiziert.

Nr. 30 / 9. August 2016

Stammzellen von Wurm und Mensch ähnlicher als gedacht

In Stammzellen von Plattwürmern und Menschen sind die gleichen grundlegenden Steuerungsmechanismen aktiv. In den Zellen beider Organismen wird der Träger der abgelesenen Erbinformation – die RNA – auf ähnliche Art und Weise nachbearbeitet. Diese Mechanismen sind nicht nur bei Menschen, sondern wahrscheinlich für das ganze Tierreich relevant, wie Wissenschaftler vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) zusammen mit internationalen Partnern durch genomweite Studien an Plattwürmern gezeigt haben. Die Ergebnisse erschienen nun im Journal eLife.

Nr. 29 / 8. Juli 2016

Besser riechen dank „Zeitschaltung“ im Gehirn

Gemeinsame Pressemitteilung des Leibniz-Institut für molekulare Pharmakologie (FMP) und des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC)

Ähnliche Gerüche werden bei der Reizverarbeitung im Gehirn durch subtil modulierte Signale auseinandergehalten. Dafür sind Nervenzellen mit hemmenden Eigenschaften wichtig, wie jetzt Hirnuntersuchungen und Verhaltensstudien an Mäusen gezeigt haben.

Nr. 28 / 23 Juni 2016

Max-Delbrück-Centrum erneut als „familienbewusst“ ausgezeichnet

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) ist am 23. Juni 2016 zum dritten Mal mit dem Zertifikat zum audit berufundfamilie für seine Familienpolitik ausgezeichnet worden. Zu den neuen Maßnahmen des MDC zählen insbesondere Angebote zur Gesundheitsförderung sowie ein Service für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Familienangehörige pflegen.

Nr. 27 / 20. Juni 2016

Übergewicht durch insulinempfindliche Fettzellen

Die Stoffwechselbalance im Fettgewebe wird durch das Protein SORLA mitbestimmt. Liegt es im Übermaß vor, werden Fettzellen überempfindlich gegenüber Insulin und bauen weniger Fett ab – auch im Menschen. Zuvor war SORLA nur für seine schützende Funktion bei Alzheimer bekannt.

Nr. 26 / 14. Juni 2016

ARCHES-Preis für MDC-Forscher: Hochauflösende Landkarte von Genmodifikationen

Der diesjährigen ARCHES-Preis der Minerva-Stiftung geht an den Systembiologen Dr. Jan Philipp Junker vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) und Prof. Erez Levanon von der israelischen Bar-Ilan-Universität. Der am 14. Juni 2016 verliehene Preis ermöglicht eine deutsch-israelische Forschungskooperation, mit der Veränderungen der RNA zum ersten Mal räumlich hochaufgelöst dargestellt werden sollen.

Nr. 25 / 2. Juni 2016

Lauschangriff auf die Sinne

Viele Arten von Sinnesinformationen gelangen über eine als „primär-sensorischer Kortex“ bezeichnete Struktur ins Gehirn. Die dortige Verarbeitung durch verschiedene Zellschichten beeinflusst Sinneswahrnehmungen und Verhaltensreaktionen. Die Forschungsgruppe von James Poulet am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) konnte den Informationsfluss zwischen den verschiedenen Schichten des Kortex erstmals an wachen, aktiven Mäusen beobachten. Ihre Forschungsarbeit, veröffentlicht in Cell Reports vom 2. Juni, gewährt neue Einblicke in die Verbindungen zwischen Sinnesreizen und Verhalten.

Nr. 24 / 2. Juni 2016

Präeklampsie: Entzündung der Plazenta stört Versorgung des Kindes

Die Präeklampsie zählt zu den häufigsten Schwangerschaftskomplikationen, ihre Ursachen sind jedoch unbekannt. Eine neue Studie weist nun an Patienten, Zellkulturen und im Tierexperiment nach, dass bei den Betroffenen das Immunprotein CD74 der Plazenta verringert und bestimmte Entzündungsfaktoren erhöht sind. Damit ist der Aufbau der Plazenta gestört, und es kommt zu einer Unterversorgung des Fötus.

Nr. 23 / 23. Mai 2016

Humboldt-Preisträger Nir Friedman wird MDC-Gastwissenschaftler

Der israelische Systembiologe und Bioinformatiker Prof. Nir Friedman von der hebräischen Universität von Jerusalem (HUJI) ist diesjähriger Preisträger des renommierten Humboldt-Forschungspreises. Gastgeber des international herausragenden Forschers wird das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) sein, wo Nir Friedman mit Prof. Nikolaus Rajewsky zusammenarbeiten wird.

Nr. 22 / 20. Mai 2016

Eine intakte Darmflora hält geistig fit – mit Hilfe des Immunsystems

Eine spezielle Sorte Immunzellen vermittelt zwischen Darmflora und Hirn. Das hat Dr. Susanne Wolf vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) nun an Mäusen herausgefunden und im Fachjournal Cell Reports vorgestellt. Die Erkenntnisse haben Bedeutung für die Folgen der Langzeitanwendung von Antibiotika, könnten aber auch dabei helfen, die Symptome von psychiatrischen Leiden zu lindern.

Nr. 21 / 17. Mai 2016

Maßband vs. Body-Scanner: Studie erforscht Zusammenhang des Bauchvolumens mit der Stoffwechsellage

Bei Übergewicht ist das Bauchfett ein wichtiger Indikator für das Metabolische Syndrom (MetS). Ob sich die Stoffwechsellage durch 3D-Scanner besser vorhersagen lässt, als durch traditionelle Erfassungsmethoden, soll die MetSScan-Studie herausfinden – eine neue Gesundheits-Studie des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC). Im Februar 2016 fiel der Startschuss für die Untersuchung, für die noch Studienteilnehmer gesucht werden.

Nr. 20 / 10. Mai 2016

Gentherapie gegen Krebs: Vom Forschungsprojekt zur Anwendung

Defekte Gene reparieren oder neue Gene und damit Eigenschaften in Zellen einschleusen – die Gentherapie hat großes Potential für die personalisierte Medizin. Sichere, effiziente und kostengünstige Verfahren für den klinischen Einsatz sind derzeit selten. Forscher am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) wollen nun eine neue Krebstherapie mit umprogrammierten Immunzellen vom Labor auf den klinischen Maßstab übertragen. Dafür kooperieren sie mit Partnern aus der Industrie. Die Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt diesen Transferprozess und richtet dafür ein „Helmholtz Innovation Lab“ am MDC ein.

Nr. 19 / 26. April 2016

Verzweigen oder dicker werden – Oszillationen bestimmen das Schicksal neuer Adern

Wenn neue Blutgefäße wachsen, müssen sie sich entscheiden, ob sie neue Seitenäste bilden oder ihren Durchmesser vergrößern. Prof. Holger Gerhardt am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) machte mit seinen internationalen Forschungsteams eine entscheidende Entdeckung: Gefäßzellen können sich verbünden und sich gemeinsam bewegen. Die Zellen kommunizieren dafür untereinander mit oszillierenden Signalen, wie die Teams mithilfe von Computersimulationen und Experimenten herausfanden. Die Ergebnisse haben Bedeutung für Krankheitsbilder wie Diabetes und Krebs. Sie erschienen nun im renommierten Open-Access-Fachjournal eLife.

Nr. 17 / 20. April 2016

Vize-Wirtschaftsminister der Republik Litauen besucht mit Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation das MDC und den Campus Berlin-Buch

Berlin, 20. April 2016. Am heutigen Mittwoch hat Marius Skarupskas, der Vize-Wirtschaftsminister der Republik Litauen, gemeinsam mit einer Delegation führender Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft des Landes das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) und den Campus Berlin-Buch besucht.

Nr. 18 / 21. April 2016

Versuchstiermeldung des MDC für das Jahr 2015

Das Max-Delbrück-Centrum in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) hat die Zahl der im Jahre 2015 eingesetzten Versuchstiere an das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) übermittelt. Gegenüber 2014 hat sich die Zahl der Tiere nur wenig verändert. Es wurden 40.121 Tiere in Versuchen eingesetzt und getötet, mehr als neunzig Prozent davon Mäuse (36.799). Im Vorjahr hatte das Forschungszentrum 42.816 Versuchstiere gemeldet.

Nr. 16 / 13. April 2016

Fett- oder Nervenzelle? Neues Projekt untersucht, wie Serotonin die Zelldifferenzierung beeinflusst

Welche Rolle der Botenstoff Serotonin bei der Bildung und Differenzierung von Stammzellen spielt, will das Forschungskonsortium um die Forscherin Dr. Natalia Alenina aufdecken. An dem trilateralen Projekt arbeiten neben dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) auch Partner aus Russland und der Ukraine. Es wird von der Volkswagen Stiftung mit insgesamt 250.000 Euro gefördert.

Nr. 15 / 1. April 2016

Forschungscampus Berlin-Buch: Ein Dach für Forscher, Ärzte und Patienten

Gemeinsame Pressemitteilung des MDC, der Charité und des BIH

Auf dem Forschungscampus in Berlin-Buch entsteht ab 2017 ein neues Gebäude, das mehrere Institutionen unter einem Dach vereint. Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) und die Charité – Universitätsmedizin Berlin haben einen Wettbewerb für einen neuen zentralen Standort für das Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH) am Campus ausgelobt. Der Gewinner steht nun fest und legte einen identitätsstiftenden Entwurf für den Erweiterungs- und Verbindungsbau vor.

Nr. 14 / 22. März 2016

MDC-Gründungsdirektor Detlev Ganten feiert 75. Geburtstag

Mediziner, Wissenschaftsmanager, Innovator: Am 28. März 2016 wird Prof. Dr. Detlev Ganten, Gründungsdirektor des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC), 75 Jahre alt.

Nr. 13 / 21. März 2016

Systembiologe Markus Landthaler für seine Forschung ausgezeichnet

Wie Gene wirken, wird von der Zelle vielfältig reguliert. Dr. Markus Landthaler vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) wurde nun von der GlaxoSmithKline-Stiftung für seine innovative Forschung im Bereich der Genregulation ausgezeichnet. Der Berliner Systembiologe untersucht das Zusammenspiel von Proteinen, die die Funktion der Boten-RNA beeinflussen – den temporären Träger von Geninformation, der durch das Abschreiben aus DNA entsteht. Die Charakterisierung RNA-bindender Proteine könnte helfen, zukünftig bei gestörter Genregulation gezielt gegenzusteuern.

Nr. 12 / 3. März 2016

Martin Lohse wird Vorstandsvorsitzender und wissenschaftlicher Direktor des Max-Delbrück-Centrums

Der Aufsichtsrat des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) hat Prof. Dr. Martin Lohse zum Vorsitzenden des Vorstandes und wissenschaftlichen Direktor des MDC bestellt. Der Würzburger Pharmakologe wird sein Amt am 1. April antreten.

Nr. 11 / 2. März 2016

Jeanette Schulz-Menger ist neue Präsidentin der weltgrößten CMR-Gesellschaft

Seit Januar 2016 steht Prof. Dr. Jeanette-Schulz-Menger, Leiterin der Forschungsgruppe „Kardio-MRT“ am ECRC sowie der Hochschulambulanz für Kardiologie Charité Campus Buch, der Society for Cardiovascular Magnetic Resonance (SCMR) als Präsidentin vor. Die SCMR ist die weltweit größte Gesellschaft, die Fachleute rund um das Thema Herz-MRT vereint. „Wir bringen Expertinnen und Experten aus der Kardiologie, Radiologie, aber auch aus Physik, Informatik und Mathematik zusammen und haben sowohl die Grundlagenforschung als auch die klinische Arbeit im Blick“, sagt Schulz-Menger, die sich bereits seit 1998 in der Gesellschaft engagiert. Sie ist die erste Frau an der Spitze der 1997 gegründeten Vereinigung.

Nr. 10 / 1. März 2016

Nachwuchsforscherin Kathryn Poole folgt Ruf an die Universität von Neusüdwales

Dr. Kathryn Poole, Nachwuchswissenschaftlerin am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC), hat eine neue Position an der australischen Universität von Neusüdwales (UNSW) angenommen. Dort wird sie weiter daran forschen, wie die zelluläre Wahrnehmung von feinsten mechanischen Reizen auf molekularer Ebene funktioniert.

Nr. 9 / 19. Februar 2016

Gewebeschäden des Herzmuskels bis ins Detail sichtbar

Weltweit erste Kardio-MRT-Studie mit Patienten am 7-Tesla-Scanner

 

Nr. 8 / 19. Februar 2016

Gentherapie: Auf Mutationen ausgerichtete T-Zellen gehen gegen Tumoren vor

Ein internationales Forscherteam mit Wissenschaftlern des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC), der Charité, des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung (BIH), der Humboldt-Universität und der Universität von Chicago hat Zellen des Immunsystems so verändert, dass sie Tumorzellen erkennen und gezielt bekämpfen. Wie dies funktioniert, demonstrierten die Wissenschaftler erfolgreich in Mäusen. Auf den Erkenntnissen aufbauende Krebstherapien hätten weniger Nebenwirkungen als derzeit übliche Methoden.

Nr. 7 / 18. Februar 2016

Sitzen in der Schule

Citizen Science: Lehrer, Schüler und Wissenschaftler entwickeln zusammen Messinstrumente, um Sitzverhalten der Kinder und Jugendlichen zu erfassen.

 

Nr. 6 / 28. Januar 2016

Ischämisches Nierenversagen: zelltypspezifisches Mausmodell erklärt Ursache für Organschädigungen

Akutes Nierenversagen ist eine oft tödliche Erkrankung, die jährlich mehr als 13 Millionen Menschen weltweit betrifft; 1,7 Millionen sterben. Eine der häufigsten Auslöser ist eine unzureichende Versorgung der Niere mit Sauerstoff (Ischämie). Dr. Lajos Markó und Emilia Vigolo haben zusammen mit anderen Wissenschaftlern von den Berliner Einrichtungen MDC, Charité, FMP und der medizinischen Hochschule Hannover eine der Ursachen für ischämisch bedingtes Nierenversagen auf ein Signalmolekül und einen bestimmten Gewebetyp eingegrenzt: NF-κB und Tubulus-Epithelzellen. Sobald der Signalweg in diesen Zellen der Niere unterdrückt wird, kommt es kaum noch zu den fatalen Gewebeschäden und Entzündungsreaktionen.

 

 

Nr. 5 / 25. Januar 2016

Wie Krebsstammzellen umprogrammiert werden

Alle Zellen eines Tumors stammen von einer einzigen, entarteten Zelle ab, und doch sind sie nicht alle gleich. Nur wenige von ihnen behalten die Fähigkeit der ursprünglichen Zelle, einen ganzen Tumor wachsen zu lassen. Diese Krebsstammzellen können in andere Gewebe einwandern und tödliche Metastasen bilden. Um Krebs auszuheilen, ist es entscheidend, all diese Zellen aufzuspüren und zu eliminieren, denn wenn welche entkommen, können diese den Tumor wieder wachsen und sich im ganzen Körper ausbreiten lassen. Ein in diesem Zusammenhang interessantes Molekül haben jetzt Dr. Liang Fang und seine Kollegen aus der Arbeitsgruppe von Professor Walter Birchmeier entdeckt. Sie arbeiteten dabei mit der Screening Unit des MDC und des FMP sowie der Abteilung Medizinische Chemie am FMP und der Firma EPO zusammen. Das Molekül unterbricht biochemische Signale, die lebenswichtig für bestimmte Tumorzellen sind, so genannte Wnt-abhängige Krebsstammzellen. Ihre Studie ist kürzlich in der online-Ausgabe der Zeitschrift Cancer Research erschienen. Entdeckt haben die Forscher das Molekül mithilfe einer speziellen Strategie, dem „rationalen Wirkstoffdesign“. Dabei nimmt man – basierend auf den molekularen Abläufen einer Krankheit – gezielt bestimmte Moleküle ins Visier.

 

Nr. 4 / 22. Januar 2016

Wie man menschliche Stammzellen aufspürt und im Labor kultiviert

Menschliche Stammzellen, die sich in wirklich alle Zelltypen des Körpers verwandeln lassen, waren bislang nur schwierig zu gewinnen und zu kultivieren. Wissenschaftler des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) haben nun erstmals im Detail eine Methode vorgestellt, um solche pluripotenten Zellen in einer Zellkultur aufzuspüren und im Labor zu halten.

 

Nr. 3 / 22. Januar 2016

James Poulet gewinnt zweite Förderung des Europäischen Forschungsrats

Der Gruppenleiter Dr. James Poulet vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) und dem NeuroCure Exzellenzcluster erhält eine weitere der begehrten Millionenförderungen des Europäischen Forschungsrats. Damit wird er die Integration von Sinneswahrnehmung im Gehirn erforschen.

 

Nr. 2 / 21. Januar 2016

Vorbild Stammzellen: Wie Immunzellen sich selbst erneuern können

Wenn unsere Organe altern oder sich abnutzen, sind sie für die Erneuerung normalerweise auf wenige Stammzellen im Gewebe angewiesen, da sich die große Menge der ausdifferenzierten Zellen nicht mehr teilen und keine neue Zellen hervorbringen kann. Ein deutsch-französisches Team unter Leitung von Michael Sieweke vom MDC in Berlin und vom Centre d‘Immunologie de Marseille-Luminy (CIML) in Marseille hat jetzt Mechanismen aufgedeckt, wie bestimmte reife Immunzellen des Körpers, die so genannten Makrophagen, sich doch nahezu unbegrenzt teilen und so selbst erneuern können. Wie die Forscher im Fachmagazin Science zeigen, aktivieren die Makrophagen dabei ein ähnliches Gen-Netzwerk wie embryonale Stammzellen. Die Erkenntnisse könnten zukünftig neuartige Wege in der Regenerationsmedizin aufzeigen und so therapeutischen Nutzen haben.

Nr. 1 / 13. Januar 2016

“DDN Pioneer Award” für Alf Wachsmann

Dr. Alf Wachsmann, der Chef der IT-Abteilung des MDC, ist mit dem „DDN Pioneer Award 2015“ ausgezeichnet worden. Damit würdigt das US-Unternehmen DDN Persönlichkeiten, Gruppen oder Institutionen, die Grenzen im Hochleistungsrechnen (High Performance Computing) überwinden oder besonders innovative Lösungen ersinnen.