Erkrankungen des Nervensystems

Das Nervensystem ist elementar für die Fähigkeit des Körpers, sich selbst zu erhalten, die Umwelt zu spüren, auf Reize zu reagieren und Verhalten hervorzurufen oder zu kontrollieren.

Neurowissenschaftliche Forscherinnen und Forscher am MDC arbeiten daran, diese Prozesse auf einem zellulären und molekularen Niveau zu verstehen. Zu unseren Forschungsschwerpunkten gehören Ionenkanäle, die Wechselwirkung zwischen Neuronen und Gliazellen, somatosensorische Regelmechanismen, Neurodegeneration sowie Muskelaufbau und -funktion.

Ein einzelnes, corticales Neuron wurde auf einem Rasen aus Gliazellen, markiert mit GFAP (rot) für 14 Tage kultiviert und mit Antikörpern gegen MAP2a/b (grün) angefärbt. Deutlich zu erkennen ist die starke Arborisierung der einzelnen Dendriten des Neurons.
Abbildung: Florian Hetsch

Um diese Fragen zu beantworten, forschen wir auf verschiedenen Feldern, von Entwicklungs- und Zellbiologie bis hin zu Verhaltensforschung. Wir nutzen dafür eine Reihe von Techniken wie Elektrophysiologie und Proteomik ebenso wie Modellorganismen.

Erkrankungen des Nervensystems stellen ein zunehmendes medizinisches Problem dar, da sie umso häufiger auftreten, je älter die Bevölkerung wird. Mit der Aufklärung normaler und pathophysiologischer Prozesse im Nervensystem erarbeiten wir langfristige Ansätze für Diagnose, Prävention und Behandlung von Nervenerkrankungen.

Sprecherin

Prof. Dr. Carmen Birchmeier-Kohler

 

Forschungsgruppen

 

Molekulare Signalwege in der kortikalen Entwicklung

Dr. Annette Hammes-Lewin
(Permanent Fellow)

 

Zelluläre Neurowissenschaften

Prof. Dr. Helmut Kettenmann

 

Entwicklungsneurobiologie

Prof. Dr. Fritz Rathjen

 

Synaptische Transmission und Plastitzität

Prof. Dr. Dietmar Schmitz