Nr. 9 / 21. April 2017

Zahlen und Fakten: Versuchstiermeldung des MDC für das Jahr 2016

Um die molekularen Grundlagen von Krankheit und Gesundheit zu verstehen, führen die 60 Forschungsgruppen am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) unter anderem Versuche an Tieren durch. Im Jahr 2016 wurden insgesamt 48.773 Tiere verwendet. Diese Zahlen hat das MDC jetzt an das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) übermittelt.

Nr. 8 / 20. April 2017

Wie Nacktmulle Sauerstoffmangel trotzen

Wenn Nacktmullen in ihren Höhlen die Luft zum Atmen fehlt, haben sie eine unter Säugetieren einzigartige Überlebensstrategie. Sie können empfindliche Organe wie Herz und Gehirn zeitweise unabhängig von Sauerstoff mit Energie versorgen und stellen dafür ihren Stoffwechsel von Glukose auf Fruktose um. Das beschreibt ein Team um Gary Lewin vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) nun im Fachjournal Science.

Nr. 7 / 17. April 2017

Eine Prise Salz gegen den Durst

Von salzigem Essen muss man mehr trinken? – diese Binsenweisheit ist nun widerlegt. Zwei neue Studien zeigen genau das Gegenteil. Als „Kosmonauten“ auf einer simulierten Mission zum Mars mehr Salz zu essen bekamen, erzeugten sie daraufhin mehr Wasser im Körper, tranken sie weniger und benötigten mehr Energie.

Nr. 6 / 22. März 2017

Millionenförderung vom Europäischen Forschungsrat für zwei MDC-Forscher

Die medizinische Bildgebung hat einen unvermeidlichen Nebeneffekt: Magnetresonanztomographen erzeugen Wärme. Thoralf Niendorf will sie nutzen und bekommt dafür einen ERC Advanced Grant. Ein zweiter ERC Advanced Grant geht an Thomas Jentsch. Er erforscht die Bedeutung von Ionenkanälen für Gesundheit und Krankheit.

Nr. 5 / 14. März 2017

Ein europäischer Erfolg

In dieser Woche feiert der Europäische Forschungsrat (ERC) zehnten Geburtstag. 14 Forscherinnen und Forscher am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin haben bisher von seiner Förderung profitiert – teils mehrfach. 

Nr. 4 / 08. März 2017

Eine 3D-Karte des Genoms

Meterlang ist der Erbgutfaden, der in jeder Zelle des Körpers steckt. Die Zellen müssen ihn sauber und ordentlich in einem Kern von nur fünf Mikrometern Durchmesser verstauen. Das funktioniert dank einer kunstvollen Falttechnik, durch die ein räumliches Zusammenspiel zwischen Genen und ihren Schaltern entsteht – mit Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Ein internationales Team stellt nun in der Fachzeitschrift Nature eine neue Methode vor, mit der sich die dreidimensionale Topographie des gesamten Genoms kartieren lässt.

Nr. 3 / 13. Februar 2017

Leberzellen in der Identitätskrise könnten Diabetikern helfen

Leberzellen lassen sich durch die Aktivierung eines einzigen Gens zu Vorläuferzellen der Bauchspeicheldrüse umprogrammieren. Dies konnte jetzt ein Forschungsteam vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) an Mäusen zeigen und in Nature Communications veröffentlichen. Eine wirksame und breit anwendbare Zelltherapie für Diabetes-Patienten rückt damit näher.

Nr. 2 / 26. Januar 2017

Personalisierte Wirkstoffsuche ermöglicht Bekämpfung seltener Krankheiten

Für bestimmte seltene Krankheiten gibt es keine Heilung, denn der Forschung mangelt es an geeigneten Modellsystemen für Wirkstoff-Tests. Das gilt auch für Erkrankungen, die durch defekte Mitochondrien entstehen, den „Kraftwerken“ der Zelle. Eine personalisierte Screening-Strategie von Forschenden des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) könnte nun Abhilfe schaffen. Sie verwenden umprogrammierte Zellen von Erkrankten und identifizierten bereits eine Substanz, die zukünftig als Medikament eingesetzt werden könnte.

Nr. 1 / 23. Januar 2017

Studienzentrum in Berlin-Buch begrüßt 5000. Teilnehmerin der NAKO-Gesundheitsstudie

Für Deutschlands größte Kohortenstudie hat das Studienzentrum Berlin-Nord nun die Hälfte von insgesamt 10.000 Probanden rekrutiert. Deutschlandweit sollen insgesamt 200.000 Menschen an der Studie teilnehmen, die umfassend untersucht und 20 bis 30 Jahre lang nachbeobachtet werden. Die großangelegte Studie dient der Verbesserung von Prävention, Früherkennung und Therapie von Volkskrankheiten.