Nr. 30 / 21. November 2017

Neue Gene für das Risiko von allergischen Erkrankungen entdeckt

Die weltweit größte Allergie-Studie zeigt, dass das Risiko für Neurodermitis, Heuschnupfen, und Asthma meist gemeinsam vererbt wird. Konsortium mit Forschungsgruppe von MDC/Charité publiziert in „Nature Genetics“

Nr. 29 / 15. November 2017

Darmbakterien reagieren empfindlich auf Salz

Kochsalz reduziert bei Mäusen und Menschen die Zahl bestimmter Milchsäurebakterien im Darm, zeigt eine Nature-Studie vom Berliner Max-Delbrück-Centrum und der Charité. Dies wirkt sich auf Immunzellen aus, die Autoimmunerkrankungen und Bluthochdruck mitverursachen. Probiotika milderten die Krankheitssymptome bei Mäusen.

Nr. 28 / 26. Oktober 2017

Schwere Belastungen für Versuchstiere in Europa verringern

Gemeinsame Pressemitteilung der RSPCA und des MDC

Die Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals (RSPCA) und das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) diskutieren gemeinsam mit Experten aus 16 Ländern darüber, wie man die Anzahl der Versuchstiere verringern kann, die schweren Belastungen ausgesetzt sind.

Nr. 27 / 24. Oktober 2017

Mehr Klarheit zu erblichen Ursachen der Nahrungsmittelallergie im Kindesalter

Welche Rolle spielen Gene für Allergien gegen Ei, Milch und Nüsse? Eine Studie in „Nature Communications“ unter Federführung des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) und der Charité, Berlin, hat fünf Genorte gefunden, die auf die Bedeutung der Haut- und Schleimhautbarriere und des Immunsystems bei der Entstehung von Nahrungsmittel­allergien hinweisen.

Nr. 26 / 16. September 2017

MDC bekommt Förderung für Mitarbeit am „Human Cell Atlas“

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC), Berlin, arbeitet als Partner am „Human Cell Atlas“ mit. Für das Teilprojekt „Towards a Human Cardiac Cell Atlas“ stellt die Chan Zuckerberg Initiative nun Forschungsgelder zur Verfügung.

Nr. 25 / 6. Oktober 2017

Präeklampsie wird durch eine Überdosis Genaktivität ausgelöst

Die Präeklampsie ist die gefährlichste Bluthochdruck-Erkrankung während der Schwangerschaft und kann für Mutter und Kind lebensbedrohend sein. Zugrunde liegt eine Störung in der Plazenta, deren Ursachen weitgehend ungeklärt sind. Nun schreibt ein internationales Forschungsteam unter Federführung des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) im Fachjournal „Circulation“, dass die Präeklampsie ist keine einheitliche und allein genetisch bedingte Erkrankung. Wie Untersuchungen an Plazentaproben zeigen, spielen dabei zusätzliche epigenetisch angeschaltete Gene eine entscheidende Rolle. Die Berliner Forscher haben zudem ein In-vitro-Modell der Erkrankung entwickelt. Es zeigt die Bedeutung der Fehlregulation eines Transkriptionsfaktors.

Nr. 24 / 14. September 2017

Studie an transplantierten Herzen gibt Risikogene für Herz-Kreislauf-Erkrankungen preis

Ein internationales Forschungsteam analysierte die RNA von transplantierten Herzen in der bis dato größten Transkriptom-Studie. Dabei fand es eine Reihe von neuen Risikofaktoren für die dilatative Kardiomyopathie und andere Herzerkrankungen, die damit zukünftig besser erkannt werden könnten.

Nr. 23 / 8. September 2017

Ein Theaterstück für alle Nicht-Biologen

„EinzigArtig“ heißt ein Theaterstück zu synthetischer Biologie und der Erschaffung neuer Lebewesen, das Berliner Jugendliche nun auf die Bühne bringen. Die Produktion entstand in Kooperation mit dem MDC, das das Stück am 26. September und am 6. Oktober im eigenen Haus präsentiert.

Nr. 22 / 5. September 2017

Wissenschaftliches Rechnen erfolgreich reproduzieren

Um während eines Experiments Datenberge erheben und später interpretieren zu können, ist die Wissenschaft zunehmend von computergestützten Analyseverfahren und Hochleistungsrechnern abhängig. Unterschiede in den Rechenumgebungen verursachen jedoch Probleme, wenn andere Gruppen die Ergebnisse reproduzieren wollen. Ein Team vom Berliner MDC arbeitet an einer Lösung.

Nr. 21 / 1. September 2017

Zelle für Zelle den Beginn des Lebens rekonstruieren

Das virtuelle Modell eines Taufliegen-Embryos zeigt in bisher ungekannter räumlicher Auflösung, in welchen Zellen welche Gene aktiv sind. Über eine interaktive Datenbank-Oberfläche können Forscherinnen und Forscher eine Blaupause der frühen embryonalen Entwicklung erkunden.

Nr. 20 / 17. August 2017

Der 111. Geburtstag von Max Delbrück wird mit Benefizkonzert und Festvortrag gefeiert

Das Max-Delbrück-Centrum lädt am 4. September 2017 auf den Campus Berlin-Buch ein.

Nr. 19 / 10. August 2017

Ringförmige RNA ist für Gehirnfunktion wichtig

Wissenschaftliche Untersuchungen haben erstmals gezeigt, dass ringförmige RNA Hirnfunktionen beeinflussen kann. Wenn ein RNA-Molekül namens Cdr1as aus dem Erbgut von Mäusen gelöscht wird, versagt der Reizfilter in ihrem Gehirn – ähnlich wie bei Patienten, die psychiatrische Leiden haben.

Nr. 18 / 26. Juli 2017

Wie sich Mäusebabys den Schutz der Mutter sichern

Genstudie identifiziert Gruppe von Nervenzellen im Hirnstamm, der den Rufen von Mäusebabys zugrunde liegt / Schreien von menschlichen Neugeborenen könnte auf ähnlichen Verschaltungen im Gehirn beruhen

Neugeborene Mäuse ziehen durch Lautäußerungen die Aufmerksamkeit ihrer Mutter auf sich. Dazu sind sie allerdings nur in der Lage, wenn sie gleichzeitig kräftig ausatmen und die Kehlkopfmuskeln anspannen können. Dies wird über bestimmte Nervenzellen in ihrem Hirnstamm koordiniert. Ohne diese Nervenzellen sind sie stumm. Über diese Ergebnisse berichtet ein Forschungsteam des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) im Fachblatt Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). Ähnliche Verschaltungen im Gehirn könnten für das Schreien von menschlichen Neugeborenen verantwortlich oder bei Sprachstörungen verändert sein.

Nr. 17 / 26. Juli 2017

Biomarker zeigen Aggressivität des Tumors an

Berliner Studie an Patienten mit Dickdarmkrebs im frühen Stadium / Reparaturmechanismen der DNA und Aktivität des Gens MACC1 weisen auf Prognose und Ansprechen auf Chemotherapie hin

Nr. 16 / 20. Juli 2017

Bundesweit größte Gesundheitsstudie NAKO in Berlin: Bereits 3.000. Studienteilnehmerin im MRT

Die Hälfte ist geschafft. Ute Radeklau aus Berlin ist die 3000. Studienteilnehmerin, die am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) im Rahmen der größten deutschen Gesundheitsstudie NAKO in der „Berlin Ultrahigh Field Facility“ untersucht wurde. In gut einer Stunde wurden bei ihr tausende Bilder im MRT gemacht. NAKO läuft seit 2014 – für 27 weitere Jahre. Durch die Erhebung von Gesundheitsdaten und Risikofaktoren bei bundesweit rund 200.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern soll die Prävention, Früherkennung und Therapie von Volkskrankheiten wie Krebs, Herzkreislauf-Erkrankungen, Diabetes  und Demenz verbessert werden. 

Nr. 15 / 16. Juni 2017

Dr. Annette Tuffs leitet die Kommunikation des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin

Die Grundlagen von Erkrankungen mit moderner Kommunikation verständlich machen

Nr. 14 / 15. Juni 2017

Keine Fake News, sondern Fakten

Tipps für die Lange Nacht der Wissenschaften am MDC und auf dem Campus Buch

Wer das Leben verstehen will, sollte sich auch auf die Welt der Moleküle einlassen. Dass das nicht nur für Experten interessant ist, zeigt das Programm des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin und des Campus Buch während der Langen Nacht der Wissenschaften. Von 16 bis 23 Uhr gibt es rund 150 Angebote für Erwachsene und Kinder: Von Mit-Mach-Experimenten über Shows bis hin zur Möglichkeit, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Labor über die Schulter zu schauen. Einige davon stellen wir hier vor. 

Nr. 13 / 08. Juni 2017

Dem wissenschaftlichen Vermächtnis von Max Delbrück verpflichtet

Die Familie des MDC-Namensgebers besuchte das Berliner Forschungszentrum und informierte sich über Anfänge, Geschichte und Perspektiven der molekularen Medizin in Berlin

Nr. 12 / 01. Juni 2017

Wie sich mitochondriale Membranen falten

Das Team um Oliver Daumke erforscht, wie die innere Membran der Mitochondrien jene komplexen Formen annimmt, die sie für die Ausführung zellulärer Funktionen benötigt.

Nr. 11 / 10. Mai 2017

Forschung zugänglicher machen

Dass Wissenschaft sich der Gesellschaft öffnen soll, wird seit langem gefordert. Einen wirklichen Dialog zu initiieren, ist jedoch nicht trivial. Das EU-Gemeinschaftsprojekt ORION will bestehende Hürden identifizieren und einen Wandel in den Institutionen herbeiführen. Das Ziel: wissenschaftliche Prozesse – von der Forschungsförderung, -organisation bis zur Durchführung von Projekten – für die Allgemeinheit zugänglicher machen. Zu den neun Partnern des Projekts, das in dieser Woche in Barcelona startet, zählt auch das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin.

Nr. 10 / 26. April 2017

Immuntherapie gegen Krebs: Botenstoff lässt Adern schrumpfen

Gemeinsame Pressemitteilung der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin und des Berlin Institute of Health

Die Immuntherapie mit T-Zellen weckt bei an Krebs Erkrankten große Hoffnungen. Beim Blutkrebs gibt es erste Erfolge, doch solide Tumoren stellen Forschende vor große Probleme. Eine wichtige Rolle bei der Therapie hat der Botenstoff Interferon-Gamma, den die T-Zellen abgeben. Er schneidet dem Krebs die Blutversorgung ab, wie eine Studie im Fachjournal Nature zeigt.

Nr. 8 / 20. April 2017

Wie Nacktmulle Sauerstoffmangel trotzen

Wenn Nacktmullen in ihren Höhlen die Luft zum Atmen fehlt, haben sie eine unter Säugetieren einzigartige Überlebensstrategie. Sie können empfindliche Organe wie Herz und Gehirn zeitweise unabhängig von Sauerstoff mit Energie versorgen und stellen dafür ihren Stoffwechsel von Glukose auf Fruktose um. Das beschreibt ein Team um Gary Lewin vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) nun im Fachjournal Science.

Nr. 9 / 21. April 2017

Zahlen und Fakten: Versuchstiermeldung des MDC für das Jahr 2016

Um die molekularen Grundlagen von Krankheit und Gesundheit zu verstehen, führen die 60 Forschungsgruppen am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) unter anderem Versuche an Tieren durch. Im Jahr 2016 wurden insgesamt 48.773 Tiere verwendet. Diese Zahlen hat das MDC jetzt an das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) übermittelt.

Nr. 7 / 17. April 2017

Eine Prise Salz gegen den Durst

Von salzigem Essen muss man mehr trinken? – diese Binsenweisheit ist nun widerlegt. Zwei neue Studien zeigen genau das Gegenteil. Als „Kosmonauten“ auf einer simulierten Mission zum Mars mehr Salz zu essen bekamen, erzeugten sie daraufhin mehr Wasser im Körper, tranken sie weniger und benötigten mehr Energie.

Nr. 6 / 22. März 2017

Millionenförderung vom Europäischen Forschungsrat für zwei MDC-Forscher

Die medizinische Bildgebung hat einen unvermeidlichen Nebeneffekt: Magnetresonanztomographen erzeugen Wärme. Thoralf Niendorf will sie nutzen und bekommt dafür einen ERC Advanced Grant. Ein zweiter ERC Advanced Grant geht an Thomas Jentsch. Er erforscht die Bedeutung von Ionenkanälen für Gesundheit und Krankheit.

Nr. 5 / 14. März 2017

Ein europäischer Erfolg

In dieser Woche feiert der Europäische Forschungsrat (ERC) zehnten Geburtstag. 14 Forscherinnen und Forscher am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin haben bisher von seiner Förderung profitiert – teils mehrfach. 

Nr. 4 / 08. März 2017

Eine 3D-Karte des Genoms

Meterlang ist der Erbgutfaden, der in jeder Zelle des Körpers steckt. Die Zellen müssen ihn sauber und ordentlich in einem Kern von nur fünf Mikrometern Durchmesser verstauen. Das funktioniert dank einer kunstvollen Falttechnik, durch die ein räumliches Zusammenspiel zwischen Genen und ihren Schaltern entsteht – mit Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Ein internationales Team stellt nun in der Fachzeitschrift Nature eine neue Methode vor, mit der sich die dreidimensionale Topographie des gesamten Genoms kartieren lässt.

Nr. 3 / 13. Februar 2017

Leberzellen in der Identitätskrise könnten Diabetikern helfen

Leberzellen lassen sich durch die Aktivierung eines einzigen Gens zu Vorläuferzellen der Bauchspeicheldrüse umprogrammieren. Dies konnte jetzt ein Forschungsteam vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) an Mäusen zeigen und in Nature Communications veröffentlichen. Eine wirksame und breit anwendbare Zelltherapie für Diabetes-Patienten rückt damit näher.

Nr. 2 / 26. Januar 2017

Personalisierte Wirkstoffsuche ermöglicht Bekämpfung seltener Krankheiten

Für bestimmte seltene Krankheiten gibt es keine Heilung, denn der Forschung mangelt es an geeigneten Modellsystemen für Wirkstoff-Tests. Das gilt auch für Erkrankungen, die durch defekte Mitochondrien entstehen, den „Kraftwerken“ der Zelle. Eine personalisierte Screening-Strategie von Forschenden des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) könnte nun Abhilfe schaffen. Sie verwenden umprogrammierte Zellen von Erkrankten und identifizierten bereits eine Substanz, die zukünftig als Medikament eingesetzt werden könnte.

Nr. 1 / 23. Januar 2017

Studienzentrum in Berlin-Buch begrüßt 5000. Teilnehmerin der NAKO-Gesundheitsstudie

Für Deutschlands größte Kohortenstudie hat das Studienzentrum Berlin-Nord nun die Hälfte von insgesamt 10.000 Probanden rekrutiert. Deutschlandweit sollen insgesamt 200.000 Menschen an der Studie teilnehmen, die umfassend untersucht und 20 bis 30 Jahre lang nachbeobachtet werden. Die großangelegte Studie dient der Verbesserung von Prävention, Früherkennung und Therapie von Volkskrankheiten.