Jean Ipousteguy

Vom großen französischen Bildhauer Ipoustéguy ist auf dem Campus in Berlin-Buch die Skulptur "L'Homme" (Mann mit drei Beinen, 1963), die schon auf der documenta III (1964) große Beachtung fand, aufgestellt worden.

Die Skulptur ist Eigentum des MDC. Mit Hilfe der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin wurde sie i. J. 2000 im Rahmen des Projektes "Skulpturenpark" erworben.

L’Homme, 1963, Bronze

L’Homme, 1963, Bronze

Jean Ipoustéguy formulierte: " (...) Für mich gilt: hat man drei Punkte im Raum fixiert, ist das Problem des Raumes gestellt, und dementsprechend auch das der Skulptur, die ein sphärischer Gegenstand ist, im Gegensatz zur Malerei oder zum Film. Diese drei Punkte habe ich immer in meinen Skulpturen betont. Man denke hier an die Gestalt mit den drei Armen oder mit den drei Gesichtern. Sie werden es auch in meinen anderen Werken wiederfinden. (...) Als ich von Griechenland zurückkam, habe ich Figuren mit drei Beinen geschaffen, denn die sind für mich die Haltepunkte, die notwendig sind für die Stabilisierung im Raum. (...) Außerdem läßt es sich vielleicht metaphysisch deuten. (...)”

Biographie

Jahr

Ereignis

1920 geboren in Dun-sur-Meuse
1938 Besuch von Abendkursen der Stadt Paris im Atelier von Robert Lesbounit
1949 zieht nach Choisy-le-Roi und widment sich ausschließlich der Bildhauerei
1967 Arbeit in den Marmorbrüchen von Carrara
2006 gestorben in seinem lothringischen Geburtsort Dun-sur-Meuse

 

Jean Ipousteguy lebte und arbeitete in Choisy-le Roi/Paris.

Er war Mitglied der Académie française und Chevalier der Ehrenlegion.

Ausgewählte Einzelaustellungen und Preise:

Jahr

Ereignis

1962 Galerie Claude Bernard, Paris.
1964 Albert Loeb Gallery, New York.
Hannover Gallery, London.
1964 Bright-Preis auf der 22. Biennale in Venedig
1967 Pierre Matisse Gallery, New York.
1968 Preis der Stadt Darmstadt
1970 Wanderausstellung, organisiert durch die Stadt Darmstadt: Badischer Kunstverein, Karlsruhe;
Von der Heydt Museum, Wuppertal; Kunsthalle, Basel;
National Galerie, Berlin.
1973 1. Preis auf der Internationalen Biennale für Kleinplastik in Budapest
1974 Louisiana Museum, Humlebaek, Dänemark.
1977 Großer Nationalpreis für Kunst,
vergeben vom französischen Kulturministerium in Paris
1979 Staatliche Kunsthalle, Berlin (Retrospektive).
1982 ARC, Musée d'art moderne de la ville de Paris.
1988 Medaille der Akademie für Architektur
1990 Retrospektive: Galerie Schloß Oberhausen;
Staatliche Kunsthalle, Berlin.
1997 Washington Embassy.

 

 

Jean Ipoustéguy mit Ekbatana vor dem ICC BerlinJean Ipoustéguy mit Ekbatana vor dem ICC Berlin


Werke in öffentlichen Sammlungen (Auswahl):

Musée d'art moderne de la ville de Paris

National Gallery, London

Nationalgalerie, Berlin

Museum of Modern Art, New York

Metropolitain Museum of Art, New York

Salomon R. Guggenheim Museum, New York

Hirschhorn Museum, Washington

National Gallery of Victoria, Melbourne

Hakone Machi Museum, Tokyo

Forschungscampus Berlin-Buch

Öffentliche Aufträge (Auswahl):   

L'Homme forçant l'Unité, Skulpturen, Institut Langevin Max Von Laue, Grenoble - L'Homme construit sa ville, Skulptur vor dem ICC Berlin - Skulpturen-Ensemble, Place Louis-Pradel, Lyon - Val de Grâce, Hôpital du Val-de-Grâce, Paris - Le Discours sous Mistra, collège technique de Chambéry, Frankreich - À la lumiere de chacun, Französiche Botschaft, Washington D.C. - L'Homme aux semelles devant (Arthur Rimbaud), Paris - Les Nourritures publiques, Choisy-le-Roi - La Fontaine Part-Dieu, Lyon - A la santé de la Revolution, Bagnolet - La Protection de la vie, Skulptur für die Klinik Osnabrück, Deutschland