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Lange Nacht der Wissenschaften

2. Juli 2022: Die klügste Nacht des Jahres

Start

Warum lohnt es sich, im Berliner Abwasser zu fischen? Was verraten Beethovens Haarlocken? Und was hat Krebs mit Übergewicht zu tun? All das erfahren Neugierige am 2. Juli 2022, wenn MDC-Forscher*innen während der Langen Nacht ihre Labore öffnen. Ein weiterer Schwerpunkt: Wissenschaft und Kunst.

Das MDC-Programm zur Langen Nacht der Wissenschaften reicht von Mitmach-Experimenten und Erzählformaten über Ausstellungen und Konzerte bis zur Möglichkeit, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Labor über die Schulter zu schauen und vor Ort Fragen zu stellen. Einige Höhepunkte stellen wir auf dieser Seite vor – geordnet nach großen Themen, die Sie in den Reitern finden. Wir freuen uns auf Sie!

Campus Buch

Robert-Rössle-Straße 10
13125 Berlin
16 - 23 Uhr

Anfahrt Campus Buch

Programm auf dem Campus Buch als Faltblatt (PDF)

MDC-BIMSB | Berlin-Mitte

Hannoversche Straße 28
10115 Berlin
16 - 24 Uhr

Anfahrt MDC-BIMSB

Programm am Standort MDC-BIMSB (Berlin-Mittte) als Faltblatt (PDF)

Kunst

Wissenschaft ist nüchtern und Kunst emotional – stimmt das? Forschen und künstlerisches Arbeiten sind beides kreative, experimentelle schöpferische Prozesse. Und viele Forscher*innen malen, musizieren, fotografieren auch.

Auf dem Campus Buch und am MDC in Berlin-Mitte präsentieren Wissenschaftler*innen während der Langen Nacht ihre Kunst – in  Ausstellungen und Konzerten. So geht es um Mathematik, Genetik und Kunst oder darum, Beethoven nicht nur zu spielen und zu interpretieren, sondern auch zu sequenzieren. Am Abend laden wir zur Podiumsdiskussion über die Beziehung zwischen Kunst und Wissenschaft..

MDC-Highlights auf dem Campus Buch

Robert-Rössle-Straße 10
13125 Berlin

Führung durch die Ausstellung Art-Science

17:30 und 20:30 Uhr, 45 Minuten | Haus 87

Wissenschaftler*innen führen Sie durch die ART-SCIENCE Ausstellung und erklären die wissenschaftlichen und anderen Hintergründe die in  ihren Werken verarbeitet sind.

Anmeldung: zentraler Infopunkt MDC.C

Sweet initials

16:00 - 22:00 Uhr | Haus 87

Maya Polovitskaya präsentiert eine Serie von Aquarellporträts von Wissenschaftler*innen in ihrem natürlichen Lebensraum. Während alle Werke realistische Darstellungen von Szenen aus dem Laboralltag zu sein scheinen, sind nur einige von ihnen so gemalt, wie sie sind, andere haben nie stattgefunden, einige könnten nie stattfinden. Jede Szene ist ein Genre-Experiment: JM ist beispielsweise ein Porträt mit Handwerkszeug, SB ist eine Verkündigungsszene und CD ist eine X-Men-Fan-Art. Trotz der Vielfalt der Genres bleibt die Serie durch eine einheitliche Technik und Farbgebung kohärent.

White tub

16:00 - 22:00 Uhr | Haus 84

Ob Raum, Käfige, Körper oder die Zellen der Versuchstiere: im sterilen Gen-Labor wird alles streng kontrolliert. Der Künstler Boris Hars-Tschachotin vollzieht ein echtes Verhaltensexperiment an Mäusen nach, mit dem die Alzheimersche Krankheit erforscht wird. 

Cyanotypie-Druckworkshop 

17:15 Uhr | Synapse 2, MDC.C (Haus 83)

Die Cyanotypie ist eine der ältesten Formen der Druckgrafik. Dieses fotografische Druckverfahren wurde vor mehr als 150 Jahren von Biologen erfunden, um botanische Entdeckungen mit wissenschaftlicher Genauigkeit zu dokumentieren. Versuchen Sie sich selbst an einem Verfahren, das Kunst, Natur und Wissenschaft miteinander verbindet. Sie werden Ihre eigenen Abzüge mit einer schönen und unverwechselbaren preußisch-blauen Farbe mit nach Hause nehmen.

MDC-Highlights in Berlin-Mitte / BIMSB

Hannoversche Straße 28
10115 Berlin

Kunst für den Weltraum: die Moon Gallery

16:00 - 24:00 Uhr | 1. OG, Seminarraum

Die Moon Gallery ist ein internationales Gemeinschaftskunstwerk, das als erste Galerie außerhalb des Planeten Geschichte schreibt. Während Sie dies lesen, fliegt sie an Bord der Internationalen Raumstation mit 28.000 Stundenkilometern um die Erde! Im kompakten Format eines 8 x 8 x 1 cm großen Gitters ist die Galerie mit 64 Miniaturkunstwerken gefüllt, die eine Brücke zwischen Weltraum, Kunst, Wissenschaft und Leben schlagen und das wiedergeben, was die Künstler für die größte Idee der zukünftigen interplanetaren Gesellschaft halten.

Das Leben verstehen: Wie viel Kunst braucht die Wissenschaft?

20:30 Uhr | 3. OG, Terrasse (60 Minuten)

Wissenschaftler*innen und Künstler*innen diskutieren die Beziehung zwischen Kunst und Wissenschaft. Oft als diametral entgegengesetzte Sichtweisen auf die Welt dargestellt, sind sie doch häufig in einer Person vereint zu finden. Wie emotional ist die Wissenschaft und wie nüchtern die Kunst? Diskutieren Sie mit uns!

Mit Anton Henssen, Helena Kauppila, Katja Naie und Luiza Bengtsson.
In Kooperation mit der Schering Stiftung.

Bits to beats: Der Soundtrack der biomedizinischen Forschung

21:30 - 24:00 Uhr | 3. OG, Terrasse

Ob Proteinstrukturdaten, das tägliche Pendeln oder der Alltag im Forschungslabor - MDC-Wissenschaftler*innen präsentieren Audiokunst, die auf ihrer Forschung basiert oder von ihr inspiriert ist.

Live-Auftritte elektronischer Musik von Isabella Douzoglou Munoz, Carlo Barbini und Ernesto Acevedo Ochoa.

Zirkuläre DNA

16:00 - 24:00 Uhr | 1. OG, Foyer

Der Kinderarzt, Krebsforscher und Künstler Anton Henssen mischt DNA in seine Gemälde, um die Frage der Identität zu untersuchen. Während seine wissenschaftliche Arbeit die Isolierung und Sequenzierung reiner DNA erfordert, kehrt er in seiner Kunst den Prozess um, indem er die isolierte DNA ihre Identität verlieren und im Kunstwerk eine neue annehmen lässt.

Beethoven sequenzieren und spielen

19:30 Uhr | Erdgeschoss, Seminarraum

Beethoven litt in seinem Leben unter vielen Krankheiten und war gezwungen, einen großen Teil seiner Musik in teil- oder vollständiger Taubheit zu komponieren. Was könnten wir über Beethoven und seine Krankheiten lernen, wenn wir sein Genom sequenzieren und mit modernsten Methoden analysieren? Darüber spricht Prof. Nikolaus Rajewsky. Das Beethovensche Genom wird zurzeit durch Analyse von aufbewahrten Haarlocken tatsächlich sequenziert. 

Nikolaus Rajewsky spielt anschließend eine der letzten Beethoven Sonaten – die Klaviersonate op. 110 in As-Dur, die Beethoven taub komponierte.

Wissenschaftler und Pianist: Nikolaus Rajewsky interpretiert Beethovens As-Dur-Sonate op.110

20:00 Uhr | Erdgeschoss, Seminarraum (30 Minuten)

Physiker, Systembiologe und Pianist Prof. Nikolaus Rajewsky spielt Beethoven Sonata Op 110 in As-Dur. Beethoven war schon taub als er diese Sonata komponierte. Trotz der persönlichen medizinischen Tragödie für Beethoven, schaffte er ein Stück, welches Menschen weiterhin inspiriert. Ein Beitrag zu unserem ART-SCIENCE Programm.

Labore

Besuchen Sie uns in den MDC-Laboren! Bei den Führungen präsentieren Ihnen MDC-Wissenschaftler*innen, woran sie gerade arbeiten und sie erklären Ihnen, was wir bis jetzt über das „System Mensch“ gelernt haben. Sie haben Fragen zu den biomedizinischen Themen und Methoden? Wir beantworten sie gern.

Die Zahl der Teilnehmer*innen ist bei allen MDC-Führungen begrenzt, eine Anmeldung am zentralen Infopunkt ist erforderlich.

MDC-Highlights auf dem Campus Buch

Robert-Rössle-Straße 10
13125 Berlin

Start: Vor dem Max Delbrück Communications Center (MDC.C), Haus 83

Winzige Maschinen, riesige Mikroskope – eiskalter Blick in die Welt der Proteine

Laborführung: 16:30 und 18:30 Uhr

Proteine sind nicht nur die Bausteine unserer Zellen, sondern auch fleißige Arbeiter. Kommen Sie mit auf eine spannende Tour durch unsere Labore und sehen Sie, wie wir gezielt Proteine herstellen, isolieren und sie uns später im Detail anschauen. Oder ist es sogar möglich, den Proteinen direkt bei der Arbeit zuzuschauen? – Lassen sich EISKALT überraschen.

AG Daumke und Kryo-EM Core Facility

Was ist Dein Lieblingsort, Protein? Mit Massenspektrometrie Proteinkarten von Zellen erstellen

Laborführung: 17:00 und 19:00 Uhr

Wir wissen jetzt ungefähr, welche Proteine eine Zelle potenziell beherbergt. Doch bevor wir wirklich verstehen, wie eine Zelle funktioniert, müssen wir herausfinden, wie diese Proteine zueinander in Beziehung stehen - in Zeit, Raum und Anzahl. Modernste Hochdurchsatz-Proteomik-Ansätze ermöglichen uns genau das. Lassen Sie sich von uns die neuesten Technologien und Konzepte in der Proteinforschung zeigen.

AG Mertins, Selbach, Piazza, Coscia

Wie schaut sich ein Computer ein Bild an?

Laborführung: 16:45 und 18:45 Uhr

Das menschliche Gehirn ist unglaublich gut darin, uns zu beschreiben, was unsere Augen wahrnehmen. So gut, dass es manchmal schwer ist, zu glauben, wie kompliziert es sein kann, einem Computer ähnliche Fähigkeiten beizubringen. Besuche uns und finde es heraus!

Technology Platform Image Data Analysis

MDC-Highlights in Berlin-Mitte / BIMSB

Hannoversche Straße 28
10115 Berlin

Start: Infopunkt im Erdgeschoss

Glänzende Spaghetti im Gehirn

Laborführung: 17:30 und 20:00 Uhr

In unserem Gehirn gibt es Proteine, die keine bestimmte Form haben, ähnlich wie zerkochte Spagetti. Im Gegensatz zu den Spaghetti, die wir gerne essen, können Spagetti-ähnliche Proteine für das Gehirn schädlich sein, vor allem, wenn das Gehirn altert. Dies führt zu neurodegenerativen Krankheiten wie z.B. Alzheimer. Warum ist das so? Das Protein Spagetti kann sich verheddern. In unserem Labor verwenden wir Laser, um Proteine im Gehirn zu beleuchten, um heraus zu finden warum sie sich verheddern, und zwar Spagetti für Spagetti, und das in verschiedenen Größenordnungen. 

AG Birol

Single-Cell-Ansätze für die personalisierte Medizin

Laborführung: 19:00 und 20:30 Uhr

Eine Führung durch die Labore der Single-cell Focus Area: Wie können uns Einzelzell Technologien dabei helfen, molekulare Veränderungen, die zu Krankheiten führen, besser zu verstehen?

AG Ludwig/AG Haas

Mini-Gehirne aus der Petrischale und Big Data

Laborführung: 18:30 und 21:30 Uhr

Die Organoide sind 3D-Kulturen aus Stammzellen, die die zelluläre Komplexität und Funktionalität menschlicher Organe in vitro abbilden. Wir nutzen die modernsten Technologien wie die RNA-Sequenzierung in einzelnen Zellen, das Editieren des Erbmaterials und die Bioinformatik um ihre molekularen Geheimnisse, die uns Entscheidendes über den Menschen lehren, aufzudecken.

AG Rajewsky / Organoid platform

Mikroskopie

Man glaubt, was man sieht: Deshalb laden wir Sie ein, selbst zu mikrokopieren. Unser Kryo-Elektronenmikroskop erlaubt einen eiskalten Blick in die Welt der Proteine. Und wussten Sie, dass der Bau von Mikroskopen mal eine richtige Industrie in Berlin war?

MDC-Highlights auf dem Campus Buch

Robert-Rössle-Straße 10
13125 Berlin

Winzige Maschinen, riesige Mikroskope – eiskalter Blick in die Welt der Proteine

Laborführung: 16:30 und 18:30 Uhr

Proteine sind nicht nur die Bausteine unserer Zellen, sondern auch fleißige Arbeiter. Kommen Sie mit auf eine spannende Tour durch unsere Labore und sehen Sie, wie wir gezielt Proteine herstellen, isolieren und sie uns später im Detail anschauen. Oder ist es sogar möglich, den Proteinen direkt bei der Arbeit zuzuschauen? – Lassen sich EISKALT überraschen.

AG Daumke und Kryo-EM Core Facility

Eine Anmeldung am zentralen Infopunkt im MDC.C ist erforderlich.

Blick in die Zelle — Auf Kleinigkeiten kommt es an

Laborführung: 16:30, 18:00 und 19:30 Uhr

Mit Elektronenmikroskopie können winzigste Details  von Zellen verschiedener Organismen oder Organe sichtbar gemacht werden. Wir zeigen Ihnen, wie wir die Proben vorbereiten und die Bilder vom Inneren der Zelle generieren. Haben Sie schon einmal in ein Mitochondrium geschaut?

Elektronenmikroskopie

Eine Anmeldung am zentralen Infopunkt im MDC.C ist erforderlich.

Unsichtbar – sichtbar – durchschaut: Mikroskope aus Berlin und Brandenburg

Ausstellung: 16:00 - 23:00 Uhr | MDC.C (Haus 83)

Die Zelltheorie wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Berlin entwickelt. Sie besagt, dass alle Gewebe bei Pflanzen und Tieren aus Zellen bestehen – eine Erkenntnis, die nur mit Hilfe von Mikroskopen möglich war. Es entwickelte sich bald eine neue Industrie in Berlin: die Herstellung von Mikroskopen. In unserer Ausstellung lernen Sie die Anfänge dieser Branche kennen, außerdem bekommen Sie einen Einblick, welche Rolle die Mikroskopie heute am MDC spielt.

MDC-Highlights in Berlin-Mitte / BIMSB

Hannoversche Straße 28
10115 Berlin

Man glaubt, was man sieht

Mikroskopierstraße: 16:00 - 24:00 Uhr | 2. OG

Tanzende Würmer, im Dunkeln leuchtende Gehirne und ein Fisch-Herzschlag zum Anschauen – das sind nur einige Highlights unserer Mikroskopier- Straße. Außerdem können Sie mit einer VR-Brille einen Spaziergang durch verschiedene Organe machen oder eigene Objekte zum Mikroskopieren mitbringen.

AG Junker, AG Woehler

Anmeldung: Infopunkt im EG

Café Scientifique

Man nehme Themen aus der Wissenschaft – wie Gentherapien, Übergewicht oder die Rettung einer Nashorn-Art. Dazu etwas Kaffee. Man nehme Platz und lasse sich alles von engagierten Wissenschaftler*innen servieren. Et voilà – das ist das Rezept für Café Scientifique. Lassen Sie es sich schmecken!

MDC-Highlights auf dem Campus Buch

Robert-Rössle-Straße 10
13125 Berlin

16:15 bis 22:15 Uhr

CRISPR/Cas9-Technologie – ein Meilenstein in der Gen-Forschung und Gen-Therapie

16:15 Uhr | Foyer des MDC.C (Haus 83)

Die neue Gentechnik CRISPR/Cas9 hat das Potential Medizin, Landwirtschaft und mehr zu revolutionieren. Wie viel von dem Potential nutzen wir schon? Was kann die CRISPR/Cas9 und wie? Welche Zukunft der Medizin ermöglichst das Werkzeug?

Andreas Zach, AG Klaus Rajewsky

Was ist „Gute Wissenschaft“?

17:45 Uhr | Foyer des MDC.C (Haus 83)

Bei Themen wie Corona-Pandemie und Klimawandel rückt die Wissenschaft stark in den Vordergrund. „Folgt der Wissenschaft“, sagen die einen. Andere ziehen wissenschaftliche Erkenntnisse grundsätzlich in Zweifel. Gibt es „die Wissenschaft“ eigentlich? Wird Wissenschaft nicht auch von Menschen gemacht, die unter Umständen von Interessen geleitet werden? Gibt es auch schlechte oder sogar betrügerische Wissenschaft? Fragen dieser Art beschäftigen natürlich auch die Wissenschaftler*innen selbst. Sie haben sich dazu auf Regeln für „Gute Wissenschaftliche Praxis“ verständigt.

Prof. Udo Heinemann

Stammzellen retten (Nashorn-)Leben

19:15 Uhr | Foyer des MDC.C (Haus 83)

Es gibt auf der Welt nur noch drei Individuen des nördlichen Breitmaulnashorns, alle drei Tiere sind auf natürlichem Weg nicht mehr fortpflanzungsfähig. Mit einer neuen Methode zur Gewinnung von Eizellen wollen Reproduktionsexperten die Art retten.

Dr. Sebastian Diecke erklärt, wie Stammzellforschung zur Rettung bedrohter Tierarten beitragen kann.

Krebs durch Übergewicht – was macht Ernährung mit unseren Zellen?

20:00 Uhr | Foyer des MDC.C (Haus 83)

Ein Vortrag zum Thema wie Krebs, Übergewicht und das Immunsystem zusammenhängen.

Lydia Dyck, AG Blankenstein

mRNA-Impfungen - ein Durchbruch in der Impfstoff-Entwicklung 

20:45 Uhr | Foyer des MDC.C (Haus 83)

Wie funktionieren klassische Impfstoffe und wodurch unterscheiden sich neue mRNA-basierte Impfungen? Was sind die Gemeinsamkeiten beider Impfstoff-Strategien und wie reagiert unser Immunsystem?

Andreas Zach, AG Klaus Rajewsky

MDC-Highlights in Berlin-Mitte / BIMSB

Hannoversche Straße 28
10115 Berlin

17:15 Uhr bis 21:45 Uhr

Viren-Schatzsuche im Berliner-Abwasser

18:15 Uhr | Seminarraum im Erdgeschoss

Das Abwasser-Monitoring zur andauernden Überwachung des Coronavirus SARS-CoV-2 wird gerade in mehreren deutschen Städten etabliert. Die Untersuchung des Abwassers ermöglicht es, die Ausbreitung des Virus und das Entstehen von neuen Varianten auch ohne Tests einzelner Menschen zu verfolgen. Auch für die Grundlagenforschung hat sich das Abwasser als ein Ort voll versteckter Schätze erwiesen.

Dr. Emanuel Wyler erzählt, was er dort gefunden hat.

Beethoven sequenzieren und spielen

19:30 Uhr | Seminarraum im Erdgeschoss

Beethoven litt in seinem Leben unter vielen Krankheiten und war gezwungen, einen großen Teil seiner Musik in teil- oder vollständiger Taubheit zu komponieren. Was könnten wir über Beethoven und seine Krankheiten lernen, wenn wir sein Genom sequenzieren und mit modernsten Methoden analysieren? Darüber spricht Prof. Nikolaus Rajewsky. Das Beethovensche Genom wird zurzeit durch Analyse von aufbewahrten Haarlocken tatsächlich sequenziert. 

Nikolaus Rajewsky spielt anschließend eine der letzten Beethoven Sonaten – die Klaviersonate op. 110 in As-Dur, die Beethoven taub komponierte.

Wissenschaftler und Pianist: Nikolaus Rajewsky interpretiert Beethovens As-Dur-Sonate op.110

20:00 Uhr | Seminarraum im Erdgeschoss

Physiker, Systembiologe und Pianist Prof. Nikolaus Rajewsky spielt Beethoven Sonata Op 110 in As-Dur. Beethoven war schon taub als er diese Sonata komponierte. Trotz der persönlichen medizinischen Tragödie für Beethoven, schaffte er ein Stück, welches Menschen weiterhin inspiriert. Ein Beitrag zu unserem ART-SCIENCE Programm.

Logistik des RNA-Transports in Nervenzellen

21:00 Uhr | Seminarraum im Erdgeschoss

Nervenzellen kommunizieren mit Muskelzellen über Ausläufer (Axone), die über einen Meter lang werden können. Für diese Kommunikation werden auch im entferntesten Winkel der Zelle ständig RNA-Botenstoffe benötigt. Wie kann RNA über so weite Strecken transportiert werden? Wie wird sichergestellt, dass sie an den richtigen Ort geschickt wird? Was passiert wenn die Transportlogistik gestört ist? Und wie können wir diese Prozesse systematisch untersuchen?

Dr. Inga Lödige erzählt über ihre Forschung, molekulare Postleitzahlen und neurodegenerative Erkrankungen.

Gehirn

Sehen, fühlen, verstehen: ohne Gehirn wären wir verloren. Bei uns können Sie in einem begehbaren Modell durch die Windungen hindurch spazieren. Sie erfahren, was es mit der Propriozeption, also der Wahrnehmung des Körpers im Raum, auf sich hat und warum falsch gefaltete Proteine nur Unheil anrichten.

MDC-Highlights auf dem Campus Buch

Robert-Rössle-Straße 10
13125 Berlin

Begehbares Gehirn

16:00 - 23:00 Uhr | MDC.C (Haus 83)

Spazieren Sie durch das menschliche Gehirn! Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen und erklären Ihnen den Weg.

SENTIO ERGO SUM – ich fühle, also bin ich

16:00 - 22:00 Uhr | Haus 84

Unser Labor erforscht die Somatosensorik und ihre neuronalen Schaltkreise. Wie fühlen wir Berührung und Temperatur? Was ist Propriozeption? In interaktiven Szenarien machen wir unsere Forschung spürbar.

Ab 10 Jahre.

AG Poulet

Der Kosmos im Kopf

16:00 - 22:00 Uhr | MDC.C (Haus 83)

Falls Sie es noch nicht kennen sollten: Das "Gehirninfo" ist größte neurowissenschaftliche Internetportal im deutschsprachigen Raum – ein gemeinnütziges Projekt von Experten für neugierige Neurointeressierte. Besprochen werden dort  sämtliche neurobiologischen Grundlagen, genauso wie Liebe und Triebe, Lernen, Schlaf und Traum … dazu ein beeindruckendes 3D-Gehirn und Animationen.

Infostand zum www.dasGehirn.info

Falsch gefaltet ist giftig fürs Gehirn

Laborführung: 20:00 und 22:00 Uhr

Huntington, Alzheimer, Parkinson sind alles Krankheiten die eins gemeinsam haben: falsch gefaltete Proteine werden im Gehirn abgelagert und vergiften dort die Nervenzellen. Wir nutzen die gemeine Essigfliege als Modell für neurodegenerative Krankheiten um den Ursachen und Auswirkungen der fehlerhaften Proteinfaltung auf den molekularen Grund zu gehen.

AG Wanker

Anmeldung erforderlich: Zentraler Infopunkt MDC.C.

MDC-Highlights in Berlin-Mitte / BIMSB

Hannoversche Straße 28
10115 Berlin

Start: Infopunkt im Erdgeschoss

Glänzende Spaghetti im Gehirn

Laborführung: 17:30 und 20:00 Uhr

In unserem Gehirn gibt es Proteine, die keine bestimmte Form haben, ähnlich wie zerkochte Spagetti. Im Gegensatz zu den Spaghetti, die wir gerne essen, können Spagetti-ähnliche Proteine für das Gehirn schädlich sein, vor allem, wenn das Gehirn altert. Dies führt zu neurodegenerativen Krankheiten wie z.B. Alzheimer. Warum ist das so? Das Protein Spagetti kann sich verheddern. In unserem Labor verwenden wir Laser, um Proteine im Gehirn zu beleuchten, um heraus zu finden warum sie sich verheddern, und zwar Spagetti für Spagetti, und das in verschiedenen Größenordnungen. 

AG Birol

Anmeldung erforderlich: Zentraler Infopunkt im Erdgeschoss.

Mini-Gehirne aus der Petrischale und Big Data

Laborführung: 18:30 und 21:30 Uhr

Die Organoide sind 3D-Kulturen aus Stammzellen, die die zelluläre Komplexität und Funktionalität menschlicher Organe in vitro abbilden. Wir nutzen die modernsten Technologien wie die RNA-Sequenzierung in einzelnen Zellen, das Editieren des Erbmaterials und die Bioinformatik um ihre molekularen Geheimnisse, die uns Entscheidendes über den Menschen lehren, aufzudecken.

AG Rajewsky / Organoid platform

Anmeldung erforderlich: Zentraler Infopunkt im Erdgeschoss.

Pandemie

Wir haben unsere Hoffnungen auf die Wissenschaft gesetzt, um die Pandemie zu überwinden. Aber wie hat die Wissenschaft während der Pandemie tatsächlich funktioniert? Und was ist entdeckt worden?

MDC-Highlight auf dem Campus Buch

Robert-Rössle-Straße 10
13125 Berlin

mRNA-Impfungen - ein Durchbruch in der Impfstoff-Entwicklung 

20:45 Uhr | MDC.C

Wie funktionieren klassische Impfstoffe und wodurch unterscheiden sich neue mRNA-basierte Impfungen? Was sind die Gemeinsamkeiten beider Impfstoff-Strategien und wie reagiert unser Immunsystem?

Andreas Zach, AG Klaus Rajewsky

Geschichten aus dem Home Office

21:30 Uhr | MDC.C

MDC-Forscher*innen erzählen persönliche Geschichten aus den dunklen Zeiten, als Videokonferenzen zum wichtigsten wissenschaftlichen Instrument wurden. Musikalisch begleitet durch Nate Bernardini.

Nate Bernardini (USA/Berlin) spielt seit über 20 Jahren ausschließlich seine eigenen Songs – und das nicht aus schnöder Provokationslust, sondern weil er etwas zu sagen hat. Die Themen seiner energetischen Eigenkompositionen berühren das Lebensgefühl menschlicher Existenz in einer sich wandelnden westlichen Gesellschaft. Dazu bedienen sie sich verschiedenster Genres wie Folk-Rock, Blues und Spoken Word, um seiner Botschaft einen ganz eigenen Ausdruck zu verleihen.

MDC-Highlights in Berlin-Mitte / BIMSB

Hannoversche Straße 28
10115 Berlin

Viren-Schatzsuche im Berliner-Abwasser

18:15 Uhr | Seminarraum im Erdgeschoss

Das Abwasser-Monitoring zur andauernden Überwachung des Coronavirus SARS-CoV-2 wird gerade in mehreren deutschen Städten etabliert. Die Untersuchung des Abwassers ermöglicht es, die Ausbreitung des Virus und das Entstehen von neuen Varianten auch ohne Tests einzelner Menschen zu verfolgen. Auch für die Grundlagenforschung hat sich das Abwasser als ein Ort voll versteckter Schätze erwiesen.

Dr. Emanuel Wyler erzählt, was er dort gefunden hat.

Alles, was Sie über das Coronavirus wissen wollten

16:30 und 22:00 Uhr | 2. OG, Loungebereich

Der Corona-Forscher Dr. Emanuel Wyler beantwortet alle Ihre Fragen zum Coronavirus und zur COVID-Krankheit. Bestimmt weiß er etwas, was Sie nicht wissen.