Andreas Steier

KI-Experte des Bundestags besucht BIMSB

Was hat künstliche Intelligenz – kurz KI – mit Gesundheitsforschung zu tun? Woran arbeiten MDC-Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen im „Berliner Institut für Medizinische Systembiologie“ (BIMSB) konkret und welche Hürden gilt es für sie zu überwinden? Über diese Fragen diskutierte der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Steier am 22. Mai bei einem Besuch am neuen Standort des Max-Delbrück-Centrums in Berlin-Mitte mit Forscherinnen und Forschern.

Als Mitglied der Bundestags-Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“ ist Steier, ein ausgebildeter Ingenieur, mit vielen Anwendungsfragen zum Thema KI vertraut. Schon längst ist der Begriff nicht mehr nur mit Informatik oder großen Industriezweigen wie der Automobilindustrie verknüpft. KI gehört auch zur Medizin und zur medizinischen Grundlagenforschung. In der Gesundheitsforschung geht es darum, mithilfe von Künstlicher Intelligenz die gigantischen Mengen an Daten von Patienten, die bei hochmodernen medizinischen Untersuchungen entstehen, zu verarbeiten. Wissenschaftler und Ärzte versuchen so, Antworten auf grundlegende krankheitsbezogene Fragen herauszulesen – und auch Therapien zu entwickeln. All dies erläuterten Nikolaus Rajewsky, Leiter des BIMSB, und Heike Graßmann, Administrativer Vorstand des MDC, bei einer Führung durch das neue Forschungsgebäude.

Doch sensible Patientendaten stehen aus rechtlichen Gründen in Deutschland nur eingeschränkt zur Verfügung. Auch der Austausch von Daten zwischen den behandelnden Kliniken stößt hier rasch an Grenzen. Darüber hinaus existiert bisher keine Infrastruktur, um große Datenmengen mit Forschungspartnern zu teilen. Aus Sicht der Forschungsteams, das machten Nikolaus Rajewsky und die Wissenschaftler Uwe Ohler, Roland Schwarz und Altuna Akalin beim Besuch des Politikers deutlich, trägt all dies dazu bei, dass das KI-Potential hier nicht voll ausgeschöpft werde. Viel Stoff zum Nachdenken und Weiterverarbeiten für den KI-Experten der Unionsfraktion im Bundestag.