Karte von Europa

Gemeinsam auf Talentsuche

Um Nachwuchsforschende aus aller Welt nach Berlin zu holen, haben Mitarbeitende aus mehreren MDC-Abteilungen zusammen ein neues Konzept entwickelt. Die DFG prämiert diese Projektidee nun mit dem Community-Preis.

Das „Back to the roots“-Lab, ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Abteilungen am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC), zählt zu den Gewinnern des zum ersten Mal ausgelobten Community-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Mit dem neuen Wettbewerbsformat will die DFG deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen international sichtbarer machen und deren Forschungsmarketingakteure stärker miteinander vernetzen. Nun haben Beschäftigte deutscher Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei einer Online-Abstimmung die sechs besten Projektideen für Forschungsmarketing ausgewählt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert den Preis aus Sondermitteln der „Research in Germany“-Initiative mit jeweils 20.000 Euro. Eine Siegerehrung für die Preisträgerprojekte soll im kommenden Jahr stattfinden. 

Botschafter*innen für das MDC

Dieser Preis ist ein echtes Beispiel für den MDC-Teamgeist.
Oksana Seumenicht
Dr. Oksana Seumenicht Research Funding Department

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als 60 Ländern arbeiten an den Standorten des MDC in Berlin Mitte oder Buch. Mehr als ein Drittel der Forschenden am Institut kommt ursprünglich aus dem Ausland. Das von der DFG prämierte Projekt will nun 20 von ihnen als MDC-Botschafter*innen gewinnen. In ihren Herkunftsländern, an ihrer früheren Universität oder auch mit Hilfe digitaler Formate können Forschende oder Mitarbeitende aus dem Wissenschaftsmanagement von ihren Erfahrungen in Deutschland berichten und talentierte Nachwuchsforschende, Studierende und Promovierende für den Forschungsstandort Deutschland, auch in eigener Sprache, inspirieren. Dabei können sie ihre Kontakte aus Alumni-Netzwerken, PhD-Programmen oder gemeinsamen Forschungsvorhaben nutzen und die Netzwerkangebote der Helmholtz-Büros in Moskau, Israel und Beijing oder anderen Partnerinstitutionen, z.B. aus der EU-LIFE Allianz, einsetzen.

Dieser Preis ist ein echtes Beispiel für den MDC-Teamgeist“, sagt Antragstellerin Dr. Oksana Seumenicht aus der Forschungsförderung. Diese Abteilung ist federführend und hat das Konzept gemeinsam mit Dr. Jean-Yves Tano aus dem Postdoc-Büro und Dr. Luiza Bengtsson aus der Kommunikationsabteilung entwickelt. Ab Februar können sich Anwärter*innen mit ihren Ideen intern bewerben, um ihre eigenen Forschungsmarketingvorhaben selbstständig umzusetzen. Das MDC unterstützt die Teilnehmenden finanziell bei der Vorbereitung und Durchführung, aber auch mit hausinternen Trainings etwa zu Wissenschaftskommunikation und Fördermöglichkeiten für internationale Kooperationen und akademischer Mobilität.

„Research in Germany“ 

Der Community Prize ist Teil der Initiative „Research in Germany. Die Initiative stellt den Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland weltweit vor und schafft ein Forum für internationalen Austausch und Kooperation. Das BMBF initiierte „Research in Germany“ im Jahr 2006 und stellt Mittel für die aktuelle Projektphase bereit. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die DFG, die Fraunhofer-Gesellschaft und der DLR Projektträger setzen die Initiative gemeinsam um. 

Text: Christina Anders

 

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