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Die Vision von EU-LIFE für das nächste europäische Programm FP9

Der nächste Horizont – Strategien zur Förderung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit bei Innovation

EU-LIFE, das Bündnis von Life Sciences-Forschungszentren für die Förderung und Stärkung von Spitzenforschung, veröffentlichte heute eine Erklärung mit seinen Empfehlungen zu FP9, dem nächsten Rahmenprogramm für Forschung und Innovation. Die starke Kernbotschaft lautet: um die führende Position Europas beim Thema Innovation voranzutreiben, muss man hervorragende und bahnbrechende Forschung stärken – in Kombination mit professionellem Technologietransfer.

Herausragende wissenschaftliche Forschung sollte als bedeutende Stärkung für Innovation durch eine wesentliche Erhöhung der Finanzierung des höchst erfolgreichen Europäischen Forschungsrats in den Vordergrund gestellt werden. Um das Potenzial für disruptive Innovationen zu erhöhen, sollte gemeinschaftliche, ergebnisoffene und europaweite Forschung wieder einen Schwerpunkt des kommenden Rahmenprogramms darstellen. Es wird entscheidend sein, durch die klare Unterstützung aller Technologie-Reifegrade (TRL) im Innovationszyklus und den Aufbau einer starken Haltung zu Wissen und Technologietransfer, die begrenztes Denken durchbricht, eine deutliche Abkehr von dem gegenwärtigen Druck in Richtung Forschung mit kurzfristiger Wirkung einzuleiten. FP9 sollte zudem die Ressourcen bei Talenten und Infrastruktur, die im Mittelpunkt von bahnbrechender Forschung und Innovation stehen, fördern und stärken.

Im Speziellen heben die Mitglieder von EU-LIFE hervor, dass es erforderlich ist, sich wieder auf eine starke Unterstützung für Spitzenforschung zu konzentrieren – ungeachtet des Technologie-Reifegrads. „Wir, die Direktoren von 13 führenden Forschungseinrichtungen, die Mitglieder des Bündnisses EU-LIFE sind, rufen die Europäische Kommission dazu auf, anzuerkennen, dass für Forschung und Entwicklung, die über 2020 hinaus wirkungsvoll sein soll, die Spitzenforschung auf allen Ebenen im Innovationszyklus in den Vordergrund gestellt werden muss“, sagt Jo Bury, aktueller Vorsitzender von EU-LIFE und Geschäftsführer von VIB, dem Flämischen Zentrum für Life Sciences in Belgien.

„H2020 schuf ein neues Paradigma für Forschung und Innovation. Wir freuen uns, den Erfolg für mehr und bessere Wirkung von F&E in Europa zu unterstützen, doch es gibt noch Schlüsselaspekte, die verbessert werden müssen, wenn wir wollen, dass Spitzenforschung entscheidende gesellschaftliche Herausforderungen in Bereichen wie Gesundheit, Umwelt oder sozialer Gleichstellung behandelt“, erklärt Marta Agostinho, EU-LIFE-Koordinatorin.

Quelle: Pressemitteilung von EU-LIFE

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Über EU-LIFE

Bei EU-LIFE handelt es sich um ein Bündnis von 13 europäischen Life Sciences-Forschungszentren für die Förderung und Stärkung von Spitzenforschung. Die Partner bei EU-LIFE sind renommierte Forschungszentren in ganz Europa und repräsentieren über 7.200 Wissenschaftler. Sie arbeiten mit ähnlichen Prinzipien bezüglich Exzellenz, externer Prüfungen, Unabhängigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Internationalität und tragen dazu bei, die europäische Forschung voranzubringen. Das Bündnis startete im Mai 2013 und hat sich seither als Stimme für Forschungseinrichtungen in der europäischen Politik etabliert. Gegenwärtig ist es Teil der beiden Plattformen für Stakeholder-Organisationen, welche regelmäßig Kommissar Moedas und die europäische Generaldirektion Forschung und Innovation beraten – die Open Science Policy Platform und die Stakeholder-Plattform Europäischer Forschungsraum.