Ein Treffpunkt der Herz-Kreislauf-Forschung

Das MDC ist vom 20. bis 22. November Gastgeber des ersten internationalen DZHK-Symposiums.

Die komplexen Entstehungswege von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ihre systemischen Auswirkungen auf den Körper stellen die Biomedizin vor enorme Herausforderungen. Neben den Lebensgewohnheiten tragen auch viele Gene zu ihrer Entstehung bei, wobei es Jahrzehnte dauern kann, bis sich die kumulativen und manchmal tödlichen Auswirkungen zeigen. Für die Identifikation der Ursachen dieser Erkrankungen und die Entdeckung neuer Therapien wird eine Zusammenarbeit solch unterschiedlicher Fachgebiete wie Biochemie und Strukturbiologie sowie der klinischen Arbeit mit Patienten erforderlich sein. Die interdisziplinären Ansätze vieler Forschungsgruppen am MDC, die zu diesem Thema tätig sind, haben unserem Institut eine zentrale Rolle im Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V. (DZHK) verliehen. Vom 20. bis 22. November veranstaltet das DZHK sein erstes internationales Symposium, welches Experten aus ganz Deutschland sowie den internationalen Fachkreisen zusammenbringen wird.

Der Titel des Symposiums „Receptors, G Proteins and Integration of Ca2+ Signaling in the Cardiovascular System“ spiegelt den Bedarf an Integration bei der Entwicklung neuer Ansätze für dieses Krankheitsbild wider. Die Forschung hat einige der wichtigsten biochemischen Signalsysteme im Inneren der Zelle aufgedeckt, die zur Funktion des Herzens und des kardiovaskulären Systems beitragen. Jedoch besteht derzeit noch keine Klarheit darüber, wie die verschiedenen Systeme koordiniert werden, um Gesundheit zu gewähren oder Krankheit hervorzurufen.

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„Wir haben Vortragende ausgewählt, die sich mit neuen biophysikalischen, genetischen und pharmakologischen Herangehensweisen an diese schwerwiegenden Erkrankungen befassen“, erklärte PD Dr. Enno Klußmann vom MDC als einer der Organisatoren des Symposiums. „Wir hoffen, dass wir im Ergebnis der Veranstaltung vertiefte Kenntnisse der Regulierung des Herz-Kreislauf-Systems und seiner Fehlregulierung bei diversen Erkrankungen erhalten. Wir hoffen auch, mehr über neue pharmakologische Strategien zur Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen zu erfahren.“

Dr. Klußmann, der zu den Vortragenden des ersten Tages gehört, koordiniert die Veranstaltung zusammen mit Prof. Dr. Thomas Gudermann (München), Prof. Dr. Michael Bader (Berlin), Prof. Dr. Marc Freichel (Heidelberg) und Prof. Dr. Stefan Offermanns (Bad Nauheim). Weitere Vortragende vom MDC sind Prof. Dr. Michael Bader, Prof. Dr. Dr. Thomas Jentsch und der ehemalige MDC-Direktor Prof. Dr. med. Walter Rosenthal.

Die Organisatoren des Symposiums hoffen auf die breite Teilnahme eines interdisziplinären Publikums. Die Anmeldung zur Veranstaltung ist noch bis zum 1. November auf der Webseite des DZHK  möglich.