Holding hands

Familienfreundlich und wertschätzend

Das Max Delbrück Center ist erneut mit dem Zertifikat zum „audit berufundfamilie“ ausgezeichnet worden. Ziel ist es, die Mitarbeitenden in jeder Lebensphase zu unterstützen, damit sie sich zum Beispiel gut um die Familie kümmern können – egal ob es sich um Kinder oder pflegebedürftige Eltern handelt.

Bereits zum sechsten Mal in Folge hat das Max Delbrück Center das Zertifikat zum „audit berufundfamilie“ erhalten. Es gilt als Qualitätssiegel für eine strategisch angelegte familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik und wird alle drei Jahre erneuert. Dieses Jahr wurde die Auszeichnung 39 Unternehmen und Institutionen verliehen. Das Max Delbrück Center besitzt sie bereits seit 2009 und gilt damit als einer der Vorreiter bei den Bemühungen, familienfreundliche und motivierende Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeitenden, unabhängig vom Alter und Geschlecht, zu schaffen.

„Wir haben in den vergangenen Jahren schon viel erreicht“, sagt Petra Nibbe, die Leiterin der Abteilung „People & Culture“, die gemeinsam mit Gabriele Kollinger und deren Nachfolgerin Daniela Dixon aus Nibbes Team für die gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie für eine wertschätzende und verantwortungsvolle Führung am Max Delbrück Center verantwortlich ist. „Unsere Mitarbeitenden können zum Beispiel ihre Arbeitszeit zwischen 6.30 und 19 Uhr in der Regel flexibel gestalten und die meisten von ihnen haben zudem die Möglichkeit, an zwei Tagen in der Woche mobil zu arbeiten“, erläutert Nibbe. Beides halte sie für eine große Errungenschaft.

Darüber hinaus biete das Max Delbrück Center inzwischen bei vielen Konferenzen eine Kinderbetreuung an – oder auch Informationsveranstaltungen für Mitarbeitende, die ihre Eltern zu Hause pflegen. „Aber natürlich wollen wir uns auf alldem nicht ausruhen, sondern uns immer weiter verbessern“, sagt Nibbe.

Feedback für Führungskräfte

Für das neuerliche Zertifikat, das ein unabhängiges Kuratorium der berufundfamilie Service GmbH vergibt, sind in einem vereinfachten Dialogverfahren – das erst nach der dritten Auditierung möglich wird – drei Ziele vereinbart worden: die Weiterentwicklung der Maßnahme „Führung als Erfolgsfaktor“, die Entwicklung einer Personalstrategie im Einklang mit der „Strategie 2030“ sowie die Weiterentwicklung des Ideenmanagements und die Stärkung des Teams für Innovation. Inwieweit das Max Delbrück Center die vereinbarten Maßnahmen erfolgreich umsetzt, werden Mitarbeitende der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüfen.

Die Menschen, die hier arbeiten, sind unser wertvollstes Gut, das Kern- und Herzstück des Max Delbrück Center.
Petra Nibbe
Petra Nibbe Leiterin der Abteilung „People & Culture“

„Die Menschen, die hier arbeiten, sind unser wertvollstes Gut, das Kern- und Herzstück des Max Delbrück Center“, sagt Nibbe. „Sie verantwortungsvoll zu führen und dabei auf ihre außerberuflichen Bedarfe Rücksicht zu nehmen, ist daher extrem wichtig.“ Aus diesem Grund habe man zum Beispiel im vergangenen Jahr ein Führungskräfte-Feedbackverfahren eingeführt, bei dem in gemeinsamen Gesprächen konkrete Vereinbarungen zwischen den Führungskräften und ihren direkten Mitarbeitenden entwickelt werden. In den kommenden drei Jahren soll dieses Verfahren, das zunächst auf Vorstandsebene getestet wurde, auf alle Arbeitsbereiche in der Wissenschaft und Administration ausgeweitet werden.

Eigene Ideen erwünscht

„Mit einer neuen Personalstrategie möchten wir uns zudem an die veränderten Arbeits- und Lebensbedingungen unserer Beschäftigten bestmöglich anpassen“, sagt Nibbe. Um diese Strategie zu entwickeln, werde man in den kommenden Wochen und Monaten eine Arbeitsgruppe ins Leben rufen, die sich mit dem Thema in all seinen Facetten beschäftige. „Schon jetzt können wir zum Beispiel auf dem Campus einige wenige Gästewohnungen anbieten, die sich – etwa für die Zeit der Wohnungssuche – anmieten lassen“, berichtet Nibbe.

Im Rahmen des Ideenmanagements können derzeit alle Mitarbeitenden per Mattermost eigene Ideen einbringen, die dazu beitragen könnten, das Max Delbrück Center zu einer noch besseren Arbeitsstätte zu machen. „Wir prüfen jede dieser Ideen – ab sofort wird beispielsweise jeden Monat ein Nachhaltigkeits-Held oder eine Nachhaltigkeits-Heldin geehrt“, erklärt Nibbe. Aktuell trage den Titel jemand für den Vorschlag, einen Kaffeeautomaten so umzustellen, dass dieser auch eigene Becher akzeptiere. „Damit lassen sich jährlich rund 12.000 Einwegbecher einsparen“, sagt Nibbe. „Diese Möglichkeit, sich mit Verbesserungsvorschlägen für unser Forschungszentrum zu engagieren, wollen wir künftig noch weiter ausbauen.“

Text: Anke Brodmerkel

 

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