Mahak Singhal

HI-TAC-Forscher Mahak Singhal bekommt ERC Grant

Der European Research Council vergibt einen ERC Starting Grant an den HI-TAC-Gastforscher Mahak Singhal. Er wird untersuchen, auf welche Art und Weise die Auskleidung der Blutgefäße den zirkadianen Wechsel zwischen Tag und Nacht wahrnimmt, antizipiert und darauf reagiert.

Dr. Mahak Singhal erforscht die Mechanismen der Gefäßhomöostase – gesteuert durch eine Schicht aus Endothelzellen, die die Blutgefäße auskleidet. In diesem Zusammenhang geht der Wissenschaftler der Frage nach, wie ihre Resilienz durch externe Reize beeinflusst wird. Der European Research Council fördert seine Arbeit nun mit einem ERC Starting Grant: ca. 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre.

In seinem Projekt „DeClocking the Vascular Rhythmic Control of Tissue Homeostasis and Disease Initiation (Vascular-Rhythm)“ wird er untersuchen, auf welche Art und Weise Endothelzellen den zirkadianen Wechsel in der Umgebung, etwa den Tag-Nacht-Wechsel, wahrnehmen, antizipieren und darauf reagieren. „Menschen essen beispielsweise meist nur zu bestimmten Zeiten am Tag und nicht in der Nacht“, erklärt er. „Das bedeutet, dass die Leber tagsüber aktiver ist.“ 

Gemeinsam mit seinem Team möchte Singhal diese rhythmischen Programme im Endothelium von Leber und Lunge verschiedener Organismen auf molekularer Ebene untersuchen, unter anderem mit computerbasierten Methoden sowie einer artenübergreifenden Analyseplattform. Mit seinen Analysen will Mahak Singhal aufdecken, wie sich die Manipulation von Gefäßrhythmen auf die physiologische Organfunktion, die Alterung und die Entstehung von Krankheiten auswirkt. 

Gastgruppe am HI-TAC

Dr. Mahak Singhal ist Nachwuchsgruppenleiter am European Center for Angioscience (ECAS), das zur Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg gehört. Er leitet außerdem eine Gastgruppe am Helmholtz-Institut für translationale AngioCardioScience (HI-TAC).

Seit 2023 arbeiten das Max Delbrück Center und die Universität Heidelberg eng zur AngioCardioScience zusammen – ein neues Wissenschaftsfeld, das die Herz- und Gefäßforschung miteinander verbindet. Das Helmholtz-Institut für translationale AngioCardioScience (HI-TAC) ist eine Außenstelle des Max Delbrück Center auf dem Campus der Universität Heidelberg. Das Berliner Max Delbrück Center und die Medizinischen Fakultäten Mannheim und Heidelberg der Universität Heidelberg haben das HI-TAC gemeinsam gegründet, um ihre Expertise in der Herz-, Gefäß- und Systembiologie zu bündeln. 

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