Gruppenbild der Beteiligten. Empfänger halten Schecks in die Höhe

MDC-Angestellte spenden fünfstellig

Beschäftigte des MDC haben insgesamt 10.325 Euro für die weihnachtlichen Aktion „Lasst uns helfen“ gespendet. Mit dem Geld werden vier Initiativen unterstützt. Zwei weitere Spendenaktionen sammelten für eine Flüchtlingsunterkunft in Buch sowie das Kinderheim Elisabethstift.

Die Pandemie bringt viele Menschen und Initiativen in schwere Bedrängnis. „Aber vielen, die am MDC beschäftigt sind, geht es trotz der aktuellen Umstände gut“, sagt Rainer Leben. Er arbeitet in der Abteilung Einkauf und hat bereits im Frühjahr gemeinsam mit anderen Kolleginnen und Kollegen überlegt, wie man Menschen, die von der Pandemie stark betroffen sind, helfen kann. „Der Gedanke war: Wir bekommen weiterhin 100 Prozent unseres Gehalts. Gleichzeitig geben wir weniger Geld aus und haben deswegen mehr übrig. Andere aber stehen vor dem Nichts, weil sie keinerlei Einnahmen haben. Warum also nicht etwas spenden?“, berichtet Leben.

Rainer Leben und Dana Lafuente

Um einen Spendenaufruf starten, Geld einsammeln und weiterleiten zu können, holte er den MDC-Freundeskreis mit an Bord. Konkret wurden die Planungen, als im Herbst Victoria Malchin, zuständig für das Grundstücks- und Gebäudemanagement am MDC Mitte / BIMSB, auf Rainer Leben zukam. Auch sie wollte dazu aufrufen, einen Teil des Einkommens für Pandemiegeschädigte zu spenden. Dank der Unterstützung von Dana Lafuente vom MDC-Freundeskreis konnten die beiden Initiator*innen von „Lasst uns helfen“ loslegen. Ein wichtiger Meilenstein: die Entscheidung, an wen das gesammelte Geld gehen sollte. Malchin, Leben und Lafuente wählten die Stipendien-Initiative der Humboldt-Universität zu Berlin, ein Hilfsprogramm für Musiker*innen, die Kinderhilfe e.V. und die Freiwillige Feuerwehr Buch aus. „Uns war wichtig, Empfänger und Empfängerinnen zu nominieren, die unmittelbar betroffen sind oder aus unserer Sicht einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten“, sagt Victoria Malchin.

Ihr Spendenaufruf wurde zwei Wochen vor Weihnachten veröffentlicht, und bis Mitte Januar gingen 10.325 Euro von insgesamt fast 80 Spenderinnen und Spendern ein. „Wir freuen uns sehr, dass so viel Geld zusammengekommen ist“, sagt Rainer Leben. Die Summe wird geviertelt und soll Anfang Februar an die vier Empfänger übergeben werden.

Kinder wünschen sich Geräte fürs Homeschooling

Victoria Malchin, Dana Lafuente und Rainer Leben (letzte Reihe v.l.n.r.) mit den Spendenempfänger*innen

Zwei weitere Spendenaktionen luden, wie jedes Jahr im Advent, MDC-Mitarbeitende dazu ein, Gutes zu tun. Die Arbeitsgruppe von Professor Helmut Kettenmann sammelte für die Flüchtlingsunterkunft am Lindenberger Weg. „Mir ist dabei besonders der Gedanke des solidarischen Miteinanders in der Nachbarschaft wichtig“, sagt Birgit Jarchow, die die Aktion koordiniert. Sie und ihre Mitstreiter*innen konnten zwei große Kartons mit Mal- und Bastelsachen übergeben.

Auch die Wunschkartenaktion fand wieder statt: Kinder und Jugendliche aus dem Elisabethstift Berlin bastelten Weihnachtskarten, auf denen sie ihren Wunsch aufschrieben. Dabei durften sie auch gemeinsame Wünsche formulieren, um etwa einer Wohngruppe die Anschaffung eines neuen Bettes zu ermöglichen. „In diesem Jahr wünschten sich die Kinder aufgrund der aktuellen Lage vor allem Tablets, Headsets und Laptops. Also alles, was man fürs Homeschooling und digitales Lernen braucht“, berichtet Dr. Inan Edes aus dem „Captain T-Cell“-Team. Der Wissenschaftler organisiert die Wunschkartenaktion, die sich an Beschäftigte auf dem gesamten Campus Buch richtet, seit einigen Jahren. Diesmal kamen insgesamt 160 Geschenke zusammen.

Text: Wiebke Peters