Welcome back Party - Corona Heros

Mit Teamgeist durch die Pandemie

Seit 2015 wird am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in jedem Herbst der Silent Hero Award verliehen. Statt engagierter Einzelpersonen wurden in diesem Jahr Teams ausgezeichnet, die sich während der Corona-Pandemie besonders einsetzten.

Wie wichtig Menschen sind, die den Betrieb am Laufen halten, weiß man nicht erst seit der Pandemie. Doch gerade in dieser Zeit kam und kommt es besonders auf das Engagement jener Mitarbeitenden an, die den Forschungsbetrieb selbst während der Lockdowns sicherten, sich über die Erfordernisse ihres eigenen Jobs hinaus einsetzten – und auch andere Menschen im Blick hatten, die von der Pandemie schwer getroffen wurden.

Aus diesem Grund hat sich der Freundeskreis des MDC entschieden, den diesjährigen Silent Hero Award in einen Corona-Spezialpreis umzuwidmen, wie Freundeskreis-Koordinatorin Dana Lafuente anlässlich der Preisverleihung Anfang September berichtete. Nicht wie sonst sollten einzelne „unsichtbare“ Heldinnen und Helden ausgezeichnet werden, deren Engagement für das MDC unverzichtbar ist. Geehrt wurden dieses Mal Gruppen von Mitarbeitenden, auf die es in den vergangenen Monaten besonders angekommen war. „Wir zeichnen heute Teams aus, die es ohne Corona nicht gegeben hätte“, sagte Dana Lafuente.

Drei Teams, ein Spirit: anderen helfen – und den Laden am Laufen halten

Der Silent Hero Award wird üblicherweise an drei Personen vergeben und das Preisgeld nach Anzahl der Stimmen aufgeteilt. Diese Mal dagegen erhielten alle drei Teams den Hauptgewinn, womit ihr unterschiedliches Engagement gewürdigt wurde – mit jeweils 500 Euro und einem Präsentkorb. Für andere Menschen, die durch die Pandemie in Not geraten waren, setzten sich Victoria Malchin und Rainer Leben ein. Die Grundstücks- und Gebäude-Managerin am MDC in Mitte / BIMSB und der Mitarbeiter in der Abteilung Einkauf hatten die Spendenaktion „Lasst uns helfen“ ins Leben gerufen und Geld für die Stipendien-Initiative der Humboldt-Universität zu Berlin, ein Hilfsprogramm für Musiker*innen, die Kinderhilfe e.V. und die Freiwillige Feuerwehr Berlin-Buch gesammelt. Bei der Aktion war eine fünfstellige Summe zusammengekommen.

v.l.n.r.: Thomas Sommer, Dana Lafuente, Victoria Malchin, Michael Hinz, Rainer Leben und Heike Graßmann

MDC für Studierendenförderung geehrt

 

Die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) haben dem MDC für die Förderung des Deutschlandstipendiums der HU im Förderjahr 2021/22 eine Urkunde verliehen. Bei der Spendenaktion „Lasst uns helfen“ hatten MDC-Beschäftigte Ende 2020 insgesamt mehr als 10.000 Euro gespendet. Sie gingen unter anderem an das Deutschlandstipendium der HU, mit dem besonders begabte und leistungsstarke Studierende unterstützt werden. „Uns war wichtig, Empfänger und Empfängerinnen zu nominieren, die unmittelbar betroffen sind oder aus unserer Sicht einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten“, beschrieb MDC-Mitarbeiterin Victoria Malchin das Anliegen der Aktion, die sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Rainer Leben initiiert hatte.

 

Maxi Hiller und Jasmin Bonkowski arbeiten in der Rechts- beziehungsweise IT-Abteilung des MDC. In den vergangenen Monaten waren sie darüber hinaus „das Rückgrat der MDC-Impfaktion“, sagte Laudatorin Kirstin Bodensiek, Leiterin der Rechtsabteilung. Fast ein Viertel der MDC-Beschäftigten konnten sich in der betriebsärztlichen Praxis impfen lassen. Das wurde möglich, weil ein Team mit jeweils etwa 30 Ärzt*innen und nichtärztlichen Helfer*innen von MDC und Charité – Universitätsmedizin Berlin zur Stelle war. Die beiden Ausgezeichneten stellten sicher, dass alles professionell und reibungslos ablief: etwa, dass stets genügend Impfdosen vorhanden waren, aber auch übrigbleibende Dosen umgehend verimpft werden konnten und jede*r Impfling sich gut betreut fühlte. Die beiden hatten immer den Teamgeist im Auge, wie Kirstin Bodensiek berichtete.

Corona-Tests machten Präsenzarbeit möglich

Eine weitere Auszeichnung ging an Dr. Katja Fälber aus der Arbeitsgruppe von Oliver Daumke und Margareta Herzog aus der AG von Nikolaus Rajewsky. Sie stehen für das Engagement der Test-Teams an beiden Standorten des MDC. Die Corona-Tests hätten es erlaubt, dass alle vor Ort arbeiten konnten, die es wollten, betonte Laudator Professor Oliver Daumke. Das sei besonders wichtig für Nachwuchsforschende gewesen, die ihre Experimente fortführen konnten. Er betonte auch, dass dies ohne die Vorarbeiten aus der AG von Markus Landthaler und der AG Rajewsky nicht möglich gewesen wäre. Sie etablierten die am MDC genutzten Tests, sodass größtmögliche Qualität gewährleistet war.

v.l.n.r.: Thomas Sommer, Heike Graßmann, Margarete Herzog, Katja Fälber, Dana Lafuente und Oliver Daumke

Gewürdigt wurden neben den drei Preisträger*innen-Teams auch vier Abteilungen bzw. Teams. Ihr Einsatz trug dazu bei, dass die Krise am MDC so gut gemeistert werden konnte: die Abteilung Technisches Facility Management Betreiben, die IT sowie das Personal des Tierhauses, das zu jeder Zeit für das Wohlergehen der Versuchstiere sorgte. Alle Team-Mitglieder erhielten einen Gutschein für einen Eisbecher im Café Max auf dem Campus Berlin-Buch. Eine Urkunde und ein Präsentkorb ging ebenfalls an das Events-Team der Kommunikationsabteilung, das unter anderem dafür sorgte, dass Veranstaltungen rasch digitalisiert wurden.

Text: Wiebke Peters

 

Weiterführende Informationen