BIMSB HU Symposium 2019

Neue Kooperationen in Sicht

Zum ersten Mal trafen sich Forschende der benachbarten Institute BIMSB und HU Berlin auf einem gemeinsamen Symposium. Die Konferenz fördert den wissenschaftlichen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Thomas Sommer während der Eröffnungsrede.

Neueste Ergebnisse aus der Wissenschaft stellten Forschende vom Berliner Institut für Medizinische Systembiologie (BIMSB) und der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) am 25. November 2019 auf einem gemeinsamen Symposium vor. Das BIMSB steht als Teil des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) auf dem Campus der HU nahe der Charité – Universitätsmedizin. Das Ziel der Veranstaltung: Den wissenschaftlichen Austausch schärfen, um Kooperationen zu starten oder gemeinsame Finanzierungstrategien zu entwickeln.

„Unser gemeinsames Interesse ist es, diese Kooperation ständig weiterzuentwickeln", sagte Professor Thomas Sommer, Wissenschaftlicher Direktor (interim) am MDC. Auch Bernhard Grimm, der Dekan der Lebenswissenschaftlichen Fakultät an der HU Berlin, unterstrich den Wunsch nach Kooperation und Zusammenarbeit. Der wissenschaftliche Leiter des BIMSB, Professor Nikolaus Rajewsky, sagte, dass das BIMSB stolz darauf sei, zum Campus der berühmten Universität zu gehören.

Das Symposium

Die Agenda der Veranstaltung umfasste ein breites Themenspektrum mit 16 geladenen Referenten. Rajewsky stellte seine Arbeiten zur Genexpression in Raum und Zeit vor, Dr. Baris Tursun hielt einen Vortrag über die Sicherung des Zellschicksals, Dr. Jan Philipp Junker, der kürzlich zum EMBO Young Investigator ernannt wurde, präsentierte die Hochdurchsatz-Linienverfolgung, während Professorin Ana Pombo die Architekturen des Genoms in 3D präsentierte. Weitere Referenten des BIMSB waren Dr. Dario Lupiañez, der über die Reorganisation von 3D-Regulierungslandschaften in Krankheit und Evolution sprach, Dr. Roland Schwarz, der einen Vortrag über die Krebsevolution hielt, Dr. Robert Zinzen, der über den Erwerb neurogenetischer Zellschicksale sprach und Professor Markus Landthaler der über subzelluläre mRNA-Dynamik berichtete. Von der Humboldt-Universität zeigten die Professor*innen Ann Ehrenhofer-Murray, Sebastian Markett, Susanne Schreiber, Caroline Stokes, Marc Erhardt, Christoph-Martin Geilfus, Kerstin Kaufmann und Edda Klipp ihre Forschungen zu den Themen Genregulation, Molekular- und Stresspsychologie, homöotischen Genfunktionen in der pflanzlichen multizellulären Entwicklung, Biophysik und Systembiologie.

Das erste gemeinsame Symposium markiert eine lange und kontinuierliche Zusammenarbeit in der Systembiologie seit 2009 zwischen MDC und HU in direkter Nähe zur Charité – Universitätsmedizin Berlin. Der Forschungsstandort in Berlin Mitte ermöglicht integrative Ansätze von der molekularen bis zur systembiologischen Ebene und von den biologischen Grundlagen bis zur patientenorientierten klinischen Forschung.

Weiterführende Informationen

 

Website der Humboldt-Universität zu Berlin (HU Berlin)