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Wie kann die Gesundheitssicherheit in Europa gewährleistet werden?

EU-LIFE, die Allianz von 14 führenden biowissenschaftlichen Forschungsinstituten in Europa, kündigt auf der Grundlage der aus den COVID-19-Pandemien gezogenen Lehren ihre Vision an, wie sich Europa auf künftige Gesundheitskrisen vorbereiten kann.

Die Gesundheit und das Wohlergehen der europäischen Bürger erfordert eine langfristige Vision und eine bessere Koordination zwischen den europäischen Ländern, um besser vorbereitet zu sein und effektiver auf aktuelle, sich abzeichnende und zukünftige globale Gesundheitskrisen reagieren zu können.

Nur entdeckungsorientierte Forschung, eingebettet in ein starkes Ökosystem der Gesundheitsindustrie, wird Europa dauerhafte - und schnellere - Lösungen für die gesundheitlichen Herausforderungen unserer Gesellschaft bringen. Das eine ohne das andere wird nicht ausreichen, und beide sind unerlässlich, um eine qualitativ hochwertige Versorgung auf einem für alle europäischen Bürger erschwinglichen Niveau aufrechtzuerhalten.

Der mehrjährige Finanzrahmen (MFR) der EU muss die Gesundheitssicherheit stärker in den Mittelpunkt rücken und auf ein stärkeres Fundament stellen. Der jüngste Vorschlag der Europäischen Kommission (EK) für den MFR erkennt die oben genannten Punkte an, aber es ist klar, dass die zugewiesenen Mittel nicht ausreichen, um die dringenden Investitionen in Forschung und Innovation zu tätigen, die zur Förderung der Gesundheitssicherheit erforderlich sind.

Schließlich fordern wir eine stärkere Koordinierung sowohl auf der Ebene der Europäischen Union als auch auf nationaler Ebene sowie mit anderen kooperierenden Gebieten in Bezug auf Forschungs- und Innovationspolitik, Infrastrukturen, Dateninteroperabilität, wissenschaftliche Beratung und Krisenvorsorge.

Pressematerial ist verfügbar
(vollständiger Text des Positionspapiers, Bilder und Infografiken).

René Medema, Vorsitzender von EU-LIFE und Direktor des Niederländischen Krebsinstituts, sagt: "Um die Gesundheitssicherheit der europäischen Bürger zu gewährleisten, müssen die EU-Mitgliedsstaaten mehr in risikoreiche, entdeckungsorientierte Forschung investieren und gleichzeitig ein günstigeres Umfeld für die pharmazeutische Industrie schaffen - nur wenn wir diese beiden Aspekte kombinieren, können wir die medizinischen Bedürfnisse der europäischen Bürger effizient erfüllen.

Marta Agostinho, EU-LIFE-Koordinatorin, sagt: "Wann immer eine neue globale Krise auftaucht, suchen wir alle in der Wissenschaft nach Lösungen, denn wir wissen, dass die bestehenden Lösungen für vergangene Krisen wie AIDS aus der entdeckungsorientierten Forschung hervorgegangen sind. Deshalb fordern wir den Europäischen Rat dringend auf, ein starkes Horizon Europe-Budget zu unterstützen und sicherzustellen, dass die entdeckungsorientierte Forschung in Europa über die notwendigen Ressourcen verfügt".

Ansprechpartner:

Ana-Belén Fernandez, Kommunikationsbeauftragte, anabelen.fernandez@eu-life.eu

Marta Agostinho, EU-LIFE-Koordinatorin, marta.agostinho@eu-life.eu; Mobiltelefon: 0034619570820
 

Über EU-LIFE

EU-LIFE ist eine Allianz von Forschungszentren der Biowissenschaften, deren Aufgabe es ist, europäische Forschungsexzellenz zu unterstützen und zu stärken. Die EU-LIFE-Mitglieder sind führende Forschungsinstitute in ihren Ländern und international dafür bekannt, dass sie exzellente Forschung betreiben, einen umfassenden Wissenstransfer betreiben und Talente fördern. Seit seiner Gründung im Jahr 2013 hat sich EU-LIFE zu einem Akteur der europäischen Politik entwickelt, der regelmäßig am politischen Dialog der EU teilnimmt. www.eu-life.eu

EU-LIFE-Partner

Center for Genomic Regulation (CRG, Spanien) | Central European Institute of Technology (CEITEC, Tschechische Republik) | European Institute of Oncology (IEO, Italien) | Flanders Institute For Biotechnology (VIB, Belgien) | Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research (FMI, Schweiz) | Institut Curie (Frankreich) | Institute for Molecular Medicine Finland (FIMM, Finnland) | Instituto Gulbenkian de Ciência (IGC, Portugal) | Internationales Institut für Molekular- und Zellbiologie in Warschau (IIMCB, Polen) | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC, Deutschland) | Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (CeMM, Österreich) | Das Babraham-Institut (BI, Vereinigtes Königreich) | Das Niederländische Krebsinstitut (NKI, Niederlande) | Das Biotech Research & Innovation Centre der Universität Kopenhagen (BRIC, Dänemark)