Hermann von Helmholtz

Das Max Delbrück Center als Teil von Helmholtz

Zusammenarbeit an den großen wissenschaftlichen Fragen

Das Max Delbrück Center ist Teil der größten nationalen Forschungsgemeinde, der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

Die Mitglieder der Helmholtz-Gemeinschaft wollen die „großen und drängenden Fragen von Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft“ beantworten. Für das Max Delbrück Center als Teil des Helmholtz-Forschungsbereich „Gesundheit“ bedeutet dies vor allem: Wie bekämpfen wir zukünftig am besten die großen Volkskrankheiten? Dieser Auftrag verbindet das Max Delbrück Center mit den anderen vier Hauptakteuren des Forschungsbereichs, mit denen es strategisch eng zusammenarbeitet.

Die Helmholtz-Forschungsprogramme

In fünf Forschungsprogrammen, angesiedelt an sechs Helmholtz-Zentren, werden die komplexen Ursachen von Volkskrankheiten untersucht.

Systemmedizin und Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Unser Forschungsprogramm

Im Programm „Systemmedizin und Herz-Kreislauf-Erkrankungen“ analysieren unsere Forscher*innen das System Mensch – sie wollen verstehen, was das natürliche Gleichgewicht in den einzelnen Zellen, in einem Organ oder im ganzen Körper steuert oder stört. Dieses Wissen um organübergreifende Mechanismen bietet die Chance, Krankheiten effektiv vorzubeugen, sie anhand der ersten Zellveränderungen zu diagnostizieren und den Verlauf mit passgenauen Therapien zu stoppen, bevor großer Schaden im Körper entsteht.

NAKO Gesundheitsstudie

Die NAKO Gesundheitsstudie ist ein gemeinsames interdisziplinäres Vorhaben von Helmholtz-Gesundheitszentren mit universitären und außeruniversitären Partnern. Sie ist eine deutschlandweite prospektive Kohortenstudie mit insgesamt 200.000 Studienteilnehmern. 30.000 dieser Teilnehmer erhalten eine einstündige MRT-Untersuchung.

Innerhalb der NAKO koordiniert das Max Delbrück Center den Cluster Berlin-Brandenburg. In diesem Cluster werden in drei Studienzentren insgesamt 30.000 Personen aus Berlin und den angrenzenden Regionen Brandenburgs rekrutiert. Das Max Delbrück Center untersucht 10.000 Personen und führt bei 6.000 Teilnehmern eine MRT-Untersuchung durch.

Was ist die Helmholtz-Gemeinschaft?

Wir lernen nicht nur, um zu wissen! Die Handlung, die Wirksamkeit allein bieten dem Menschen einen würdigen Zweck des Lebens.
Hermann von Helmholtz
Hermann von Helmholtz Namenspatron der Helmholtz-Gemeinschaft

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist neben der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft und Leibniz-Gemeinschaft eine der vier großen außeruniversitären Forschungseinrichtungen Deutschlands. Sie trägt den Namen des bedeutenden deutschen Physiologen und Physikers Hermann von Helmholtz.

Etwa 38.000 Menschen sind in der Helmholtz-Gemeinschaft beschäftigt. Die Arbeit der 18 unabhängigen Helmholtz-Zentren gliedert sich in sechs Forschungsbereiche:

  • Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr,
  • Erde und Umwelt, 
  • Energie,
  • Materie, 
  • Schlüsseltechnologien und 
  • Gesundheit.
© Helmholtz

In dem Bereich der Gesundheitsforschung ergründen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Ursachen und die Entstehung der großen Volkskrankheiten. Dazu zählen Krebs, Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel-, Lungen- und Infektionskrankheiten, sowie Erkrankungen des Nervensystems. Dabei arbeiten sie auch mit Partnern aus der Hochschulmedizin, den Universitäten, anderen Forschungsorganisationen und der Industrie zusammen.

Finanzierung und eine an strategischen Programmen orientierte Forschung

Woher kommt das Finanz-Budget der Helmholtz-Forschung? Wer bestimmt, woran Forscherinnen und Forscher arbeiten, und wer überprüft die Qualität der Forschung?

Die Vereinsmitglieder der Helmholtz-Gemeinschaft  verfügen über ein Grundbudget von insgesamt etwa vier Milliarden Euro, das zu 90% der Bund und zu 10% die Länder zur Verfügung stellen. Im „Pakt für Forschung und Innovation“ versprechen Bund und Länder Planungssicherheit durch kontinuierliche Etatsteigerungen.

Zudem werben die Forschungszentren zusätzlich ein Drittel ihrer Finanzierung durch Drittmittel ein, also Fördergelder zum Beispiel von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Europäischen Union, Stiftungen oder der Privatwirtschaft.

Die Grundfinanzierung der Zentren realisiert die Helmholtz-Gemeinschaft über die Programm-orientierte Förderung (POF). Die gesamte Forschung ist in 30 Forschungsprogrammen organisiert, die alle fünf Jahre von internationalen, renommierten und unabhängigen Gutachtern geprüft werden.