Hermann von Helmholtz

Das MDC als Teil von Helmholtz

Zusammenarbeit an den großen wissenschaftlichen Fragen

Das MDC ist Teil der größten nationalen Forschungsgemeinde, der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

Die Mitglieder der Helmholtz-Gemeinschaft wollen die „großen und drängenden Fragen von Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft“ beantworten. Für das MDC als Teil des Helmholtz-Forschungsbereich „Gesundheit“ bedeutet dies vor allem: Wie bekämpfen wir zukünftig am besten die großen Volkskrankheiten? Dieser Auftrag verbindet das MDC mit den anderen vier Hauptakteuren des Forschungsbereichs, mit denen es strategisch eng zusammenarbeitet.

Die Helmholtz-Forschungsprogramme

Die biomedizinische Forschung der Helmholtz-Gemeinschaft ist organisiert in Forschungsprogrammen. Das MDC koordiniert das Programm „Herz-, Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen“ und trägt wesentlich zu den Programmen „Krebsforschung“ (koordiniert vom Deutschen Krebsforschungszentrum, DKFZ, in Heidelberg) und „Erkrankungen des Nervensystems“ (koordiniert vom Deutschen Zentrum für Neurogenerative Erkrankungen, DZNE, in Bonn) bei.

Die drei MDC-Forschungsschwerpunkte der Förderungsperiode 2014-2018

Herz-, Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen

 

Die MDC-Forschung konzentriert sich darauf herauszufinden, wie Herz-Kreislaufsystem und Stoffwechsel arbeiten und interagieren. Auch welche Prozesse Krankheiten auslösen und wie diese korrigiert werden können, ist Gegenstand der Arbeit.

Das Herz-Kreislauf-System liefert Sauerstoff, Nährstoffe und Botenstoffe wie Hormone an alle Zellen, Organe und Körperteile. Genetische Faktoren können ebenso wie der persönliche Lebensstil das Herz-Kreislauf-System aus der Balance bringen. Häufig liegen auch Stoffwechselerkrankungen, wie Diabetes und Adipositas, Herz-Kreislauf-Störungen zugrunde.

Herz-, Kreislauf- und Stoffwechselforschung am MDC

Sprecher

Krebsforschung

 

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am MDC wollen die molekularen Mechanismen verstehen, die Zellen gesund erhalten. Sie wollen herausfinden, wie Krebs die natürlichen Schutzmechanismen des Körpers überwindet.

Bevor Krebs entsteht, müssen erst unzählige zelluläre Abwehrmechanismen versagen. Erst dann wachsen Krebszellen unkontrolliert, reagieren nicht richtig auf Signale aus ihrer Umgebung, können sich im Körper ausbreiten und Metastasen bilden.

Krebsforschung am MDC

Sprecher

Erkrankungen des Nervensystems

 

Wie entstehen Gehirn und Nervensystem, wie funktionieren sie und welche Veränderungen durchlaufen sie bei Krankheiten? Die Forschung am MDC geht den molekularen Mechanismen innerhalb der Nervenzellen auf den Grund.

Das menschliche Gehirn und Nervensystem sind die komplexesten Organe, die die Evolution hervorgebracht hat. Unsere Neurowissenschaftlerinnen und Neurowissenschaftler erforschen, wie komplexen Fähigkeiten wie Wahrnehmung, Lernen oder Gedächtnis entstehen – und was etwa bei Alzheimer oder der Schmerzwahrnehmung passiert.

Forschung am Nervensystem am MDC

Sprecherin

NAKO Gesundheitsstudie

Die NAKO Gesundheitsstudie ist ein gemeinsames interdisziplinäres Vorhaben von Helmholtz-Gesundheitszentren mit universitären und außeruniversitären Partnern. Sie ist eine deutschlandweite prospektive Kohortenstudie mit insgesamt 200.000 Studienteilnehmern. 30.000 dieser Teilnehmer erhalten eine einstündige MRT-Untersuchung.

Innerhalb der NAKO koordiniert das MDC den Cluster Berlin-Brandenburg. In diesem Cluster werden in drei Studienzentren insgesamt 30.000 Personen aus Berlin und den angrenzenden Regionen Brandenburgs rekrutiert. Das MDC untersucht 10.000 Personen und führt bei 6.000 Teilnehmern eine MRT-Untersuchung durch.

Was ist die Helmholtz-Gemeinschaft?

Wir lernen nicht nur, um zu wissen! Die Handlung, die Wirksamkeit allein bieten dem Menschen einen würdigen Zweck des Lebens.
Hermann von Helmholtz
Hermann von Helmholtz Namenspatron der Helmholtz-Gemeinschaft

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist neben der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft und Leibniz-Gemeinschaft eine der vier großen außeruniversitären Forschungseinrichtungen Deutschlands. Sie trägt den Namen des bedeutenden deutschen Physiologen und Physikers Hermann von Helmholtz.

Etwa 38.000 Menschen sind in der Helmholtz-Gemeinschaft beschäftigt. Die Arbeit der 18 unabhängigen Helmholtz-Zentren gliedert sich in sechs Forschungsbereiche:

  • Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr,
  • Erde und Umwelt, 
  • Energie,
  • Materie, 
  • Schlüsseltechnologien und 
  • Gesundheit.

In dem Bereich der Gesundheitsforschung ergründen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Ursachen und die Entstehung der großen Volkskrankheiten. Dazu zählen Krebs, Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel-, Lungen- und Infektionskrankheiten, sowie Erkrankungen des Nervensystems. Dabei arbeiten sie auch mit Partnern aus der Hochschulmedizin, den Universitäten, anderen Forschungsorganisationen und der Industrie zusammen.

Finanzierung und eine an strategischen Programmen orientierte Forschung

Woher kommt das Finanz-Budget der Helmholtz-Forschung? Wer bestimmt, woran Forscherinnen und Forscher arbeiten, und wer überprüft die Qualität der Forschung?

Die Vereinsmitglieder der Helmholtz-Gemeinschaft  verfügen über ein Grundbudget von insgesamt etwa vier Milliarden Euro, das zu 90% der Bund und zu 10% die Länder zur Verfügung stellen. Im „Pakt für Forschung und Innovation“ versprechen Bund und Länder Planungssicherheit durch kontinuierliche Etatsteigerungen.

Zudem werben die Forschungszentren zusätzlich ein Drittel ihrer Finanzierung durch Drittmittel ein, also Fördergelder zum Beispiel von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Europäischen Union, Stiftungen oder der Privatwirtschaft.

Die Grundfinanzierung der Zentren realisiert die Helmholtz-Gemeinschaft über die Programm-orientierte Förderung (POF). Die gesamte Forschung ist in 30 Forschungsprogrammen organisiert, die alle fünf Jahre von internationalen, renommierten und unabhängigen Gutachtern geprüft werden.