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Wissensstadt Berlin 2021

Programm

Forschung geht alle an! Das ist offensichtlich in dieser Pandemie; das zeigen aber auch Rückblicke auf das Leben von Rudolf Virchow und Hermann von Helmholtz, deren 200. Geburtstage wir gerade feiern. 2021 wird Berlin deshalb zur Wissensstadt – und das MDC ist dabei. Unser Programm:

Open-Air-Ausstellung zu Gesundheit, Klima und Zusammenleben

 26. Juni - 22. August 2021 | Open-Air-Ausstellung

26. Juni - 22. August 2021

Von Künstlicher Intelligenz und Klimaschutz über smartes oder stressiges Leben in den Städten von morgen, Corona und die Genschere: eine Open-Air-Ausstellung stellt Berlins Ideen zum Schutz unseres Klimas und unserer Gesundheit sowie zum Zusammenleben vor – und das MDC ist dabei. Die drei eng miteinander verwobenen und trotzdem eigenständigen Themenkomplexe sind in der Ausstellung als Stadtviertel dargestellt.

Im „Stadtviertel“ Gesundheit präsentiert das MDC die neuen Einzelzelltechnologien und ihr Potenzial, die Diagnose und Therapie von Erkrankungen zu verändern. Die Besucher*innen finden hier Antworten auf Fragen wie: Wann ist eine Zelle krank? Wie kann man Zellen kurieren? Sind Zellen miteinander verwandt? Wie erkennen Algorithmen Krankheiten? Und kann man Organe im Labor züchten?

Weiterführende Informationen

Ort

Open-Air-Ausstellung
Platz vor dem Roten Rathaus
10178 Berlin

 

Helmholtz – ein Gigant der Wissenschaft

1. Juli 2021 | Podiumsdiskussion | Ticket erforderlich

1. Juli 2021, 18:00 Uhr

Hermann von Helmholtz gilt als Gigant der Wissenschaft im 19. Jahrhundert. Seine Forschungen und Interessen haben auf so unterschiedlichen Gebieten wie Medizin, Meteorologie und Physik zu wegweisenden Erkenntnissen geführt. Anlässlich des 200. Geburtstages erscheint die große Biografie des Ausnahme-Wissenschaftlers nun erstmals auf Deutsch. 

Hermann von Helmholtz war aber nicht nur zu Lebzeiten eine Größe, auch heute sind uns seine Errungenschaften von großem Nutzen. Der Wissenschaftsphilosoph Prof. Dr. Gregor Schiemann und die Medizinerin Prof. Dr. Simone Spuler ergründen im Gespräch die Tragweite von Helmholtz ’ Leistungen und den Einfluss, den sie noch heute haben.

Eine Veranstaltung der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. mit dem Verlag wbg Theiss.

Weiterführende Informationen

Ort

Zentrale Bühne vor dem Roten Rathaus
10178 Berlin

 

Vom Traum einer Berliner „Zellklinik“ und dem Wunsch, Krankheiten bereits vor ihrem Ausbruch zu behandeln

1. Juli 2021 | Podiumsdiskussion | Ticket erforderlich

1. Juli 2021, 19:30 Uhr

Einzelzelltechnologien kürte das Wissenschaftsmagazin Science 2018 zum „Durchbruch des Jahres“: Nun ist es möglich, Organe, Tumoren oder gar ganze Insektenlarven in einzelne Zellen zu zerlegen, ihre Genaktivität zu messen und mithilfe von Hochleistungsrechnern und künstlicher Intelligenz die Einzelzellanalysen wieder zum ganzen Organ oder Organismus zusammenzusetzen. „Das ist so, als ob wir ein Supermikroskop erfunden hätten, mit dem wir in jede Zelle in einem Gewebe hineinschauen könnten, in alle Zellen gleichzeitig, und sehen könnten, was molekular in der Zelle vor sich geht – zum Beispiel wann und warum sie krank wird“, sagt Nikolaus Rajewsky. 

Fast jede Zelle enthält das ganze Erbmaterial des jeweiligen Menschen verschlüsselt in vier Buchstaben, die aneinandergereiht sind und ein Buch mit Milliarden Buchstaben bilden. Solange die Zelle lebt, ist sie damit beschäftigt, die komplexen Baupläne zu lesen. Diese Lesart des „Buch des Lebens“ zu entschlüsseln, ist Ziel der gemeinsamen Forschungsinitiative der drei Forschungseinrichtungen Berlin Institute of Health (BIH) in der Charité, des Berliner Instituts für Medizinische Systembiologie (BIMSB) des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin und der Charité - Universitätsmedizin Berlin.

Prof. Christopher Baum, Mediziner und Molekularbiologe, Vorsitzender des Direktoriums des Berlin Institute of Health an der Charité - Universitätsmedizin Berlin

Dr. Denes Hnisz, Gruppenleiter, Max-Planck-Institut für molekulare Genetik

Prof. Nikolaus Rajewsky, Systembiologe, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin und Charité - Universitätsmedizin Berlin, außerdem Physiker, Konzertpianist und Leibniz-Preisträger

Prof. Simone Spuler, Leiterin der Arbeitsgruppe „Myologie“ und der Hochschulambulanz für Muskelkrankheiten, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin und Charité - Universitätsmedizin Berlin

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Ort

Zentrale Bühne vor dem Roten Rathaus
10178 Berlin

 

Die besten Bilder aus dem „Scientific Image Contest“

2. und 9. Juli 2021 | Ausstellung | Aktionsstand

2. und 9. Juli 2021, 15:00 - 20:00 Uhr

Wir zeigen die schönsten, die lustigsten und die interessantesten Bilder aus unserer Wissenschaft. Lustige Fakten, Hintergrundgeschichten inklusive. Die Bilder stammen aus zehn Jahren „Scientific Image Contest“ bei der Langen Nacht der Wissenschaften auf dem biomedizinischen Forschungscampus Berlin-Buch.

Weiterführende Informationen

Ort

Platz vor dem Roten Rathaus
10178 Berlin

Stand: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin

 

Labor-Olympiade

2. und 9. Juli 2021 | Wettbewerb | Aktionsstand

2. und 9. Juli 2021, 15:00 - 20:00 Uhr

Wer kann am schnellsten pipettieren? Wer wiegt am genauesten ab? Wer kann Informationen in biologischen Datenbanken finden? Jetzt mitspielen! Bürger*innen haben in diesem Wettbewerb die Chance, das zu tun, was Wissenschaftler*innen normalerweise tun …

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Ort

Platz vor dem Roten Rathaus
10178 Berlin

Stand: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin

 

Selfie-Stand: MDC-Labor

2. und 9. Juli 2021 | Aktionsstand

2. und 9. Juli 2021, 15:00 - 20:00 Uhr

Schlüpfen Sie für einen Moment in die Rolle einer Wissenschaftler*in . Wir stellen die wissenschaftliche Ausrüstung und Sie machen ein Selfie. Fertig!

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Ort

Platz vor dem Roten Rathaus
10178 Berlin

Stand: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin

 

Schnipp, schnapp, das Gen ist ab

2. und 9. Juli 2021 | Quiz | Aktionsstand

2. und 9. Juli 2021, 15:00 - 20:00 Uhr

Jeder redet über die Gen-Schere CRISPR. Aber was kann dieses Werkzeug wirklich? Kann es uns tatsächlich jünger und gesünder machen und ausgestorbene Arten zurückbringen?  Testen Sie Ihr Wissen über Gentechnik in unserem Quiz! Spielen Sie mit uns „CRISPR-Ampel“ und finden Sie heraus, was heute mit CRISPR möglich ist, was möglich werden kann und was pure Fantasie ist und bleibt. 

Weiterführende Informationen

Ort

Platz vor dem Roten Rathaus
10178 Berlin

Stand: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin

 

Forschungseinblicke

2. und 9. Juli 2021 | Gespräche | Aktionsstand

2. und 9. Juli 2021, 15:00 - 20:00 Uhr

Forscher*innen des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) sprechen über alles, was mit Wissenschaft zu tun hat: Karriere, Forschung, Familie. Was haben Krebs, COVID-19 und neurologische Krankheiten gemeinsam? Schalten Sie ein und finden Sie es heraus! Gern können Sie uns Ihre Fragen stellen.

Weiterführende Informationen

Ort

Platz vor dem Roten Rathaus
10178 Berlin

Stand: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin

 

Civil Science Match: Für eine gesunde Stadt Berlin

9. Juli 2021 | Tischtennis-Spiel | Aktionsstand

9. Juli 2021, 15:00 - 20:00 Uhr

Raus aus den Unis, ran an die Tischtennis-Platte! Wissenschaftler*innen des Genshagener Kreises und weiteren Wissenschaftsinstitutionen stellen sich auf sportliche Weise den Fragen des Publikums am Roten Rathaus: Welcher Treibstoff steckt in Raketen? Was könnten – neben Corona – große gesundheitlichen Bedrohungen für die Menschheit sein? Wie entstehen Sprachen? Seit wann gibt es Rassismus? Wie lange dauert es, bis eine Bananenschale zu Erde wird? Wissbegierige Berliner*innen und Berlin-Besucher*innen richten im schweißtreibenden 1:1-Spiel, beim Doppel oder Rundlauf ihre Fragen an Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichsten Fachbereichen.

Im Anschluss diskutieren wir in einer Podiumsdiskussion zentrale Fragen zu einer „gesunden Stadt Berlin“: Was ist wichtig für die „Gesundheit in der Stadt Berlin“? Welche Ideen haben Bürger*innen wie Expert*innen, um Berlin als eine gesunde Stadt zu gestalten? Wie sollte die „Gesundheit von morgen“ in Berlin aussehen?

Weiterführende Informationen

Ort

Platz vor dem Roten Rathaus
10178 Berlin

Stand: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

 

Echt oder Fake: Gesundheit

9. Juli 2021 | Wissenschaftsshow | Ticket erforderlich

9. Juli 2021, 16:30 Uhr

„Das muss ein Scherz sein! Oder nicht?“ Wissenschaftler*innen berichten unterhaltsam über aktuelle Forschung und fördern nebenher ein kritisches Bewusstsein für die Manipulierbarkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse. Und wie? Mit der „Echt oder Fake“-Quizshow. Manche erzählen fakten-basierte Storys, die womöglich bizarr klingen, andere hingegen beschwindeln das Publikum. Sie brauchen dafür nur Thesen absichtlich um falsche, aber glaubhaft klingende Informationen zu erweitern. Die Zuschauer*innen stimmen darüber ab, was sie glauben mögen oder nicht - bis sie die Auflösung schließlich überraschen dürfte... Diese einzigartige Show sensibilisiert für gezielte Falschinformationen oder mögliche Fehlinterpretation von Fakten.

Der gemeinnützige Verein zur Bildungsförderung „Besser Wissen e.V.“ animiert mit Unterhaltung zur kritischen wissenschaftlichen Denkweise.

Weiterführende Informationen

Ort

Zentrale Bühne vor dem Roten Rathaus
10178 Berlin

 

Reality TV am MDC

9. Juli 2021 | Einblicke auf Youtube

9. Juli 2021, 17:00 - 24:00 Uhr

Ein Arbeitstag im Forschungslabor wie sieht er aus? Was machen die Wissenschaftler*innen? Wie ist ein Labor organisiert? Schauen Sie unseren Wissenschaftler*innen bei ihrer täglichen Arbeit über die Schulter  einen Tag lang haben wir mit einer Kamera das Geschehen in zwei Forschungslaboren des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin verfolgt. Interviews, Laborkonzert und Mini-Hirne in der Petrischale inklusive.

Link zum Youtube-Video

 

rbb TALKING SCIENCE - Wenn Wissenschaft auf Gesellschaft trifft: Rudolf Virchow und Hermann von Helmholtz.

20. Juli 2021 | Podiumsgespräch | Reservierung empfohlen

20. Juli 2021, 19:30 Uhr

Eine Wissenschaft für die Gesundheit und die Idee des Humanen

Das Bemühen, Krankheit zu erforschen, reicht bis in die Anfänge der menschlichen Geschichte zurück, von der Antike (Hippokrates, Galen) über das Mittelalter und die Renaissance (Paracelsus) bis zur Medizin der Aufklärung. Im 19. Jahrhundert vollzieht sich die Wende zu den Naturwissenschaften, wozu auch die „Berliner Schule der Medizin“ mit ihren berühmten Vertretern Rudolf Virchow und Hermann von Helmholtz beiträgt. Detlev Ganten stellt im Gespräch mit Julia Vismann die Entwicklung der Medizin dar, mit einem Fokus auf Berlin, der Stadt, in der bereits 1710 die legendäre Charité gegründet wurde, der Stadt von Virchow und von Helmholtz. Vor diesem Hintergrund wird es möglich, die Frage nach dem Gleichgewicht, welches das Geheimnis der Gesundheit von Menschen ausmacht, neu zu stellen.

Referent*innen

Prof. Detlev Ganten, Gründungsdirektor des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, Gründer der BioTechPark Berlin-Buch (BBB) GmbH, ehemals Vorstandsvorsitzender der Charité - Universitätsmedizin Berlin, Gründer des World Health Summit

Moderation

Julia Vismann, Moderatorin und Wissenschaftsjournalistin

Weiterführende Informationen

Ort

Zentrale Bühne vor dem Roten Rathaus
10178 Berlin

 

Anfahrt

Zentrum der "Wissensstadt Berlin 2021"

Platz vor dem Roten Rathaus
10178 Berlin-Mitte

Barrierearm

Anfahrt

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

  • U-Bahn U-Bahn Rotes Rathaus: U5; S+U Alexanderplatz: U2, U5, U8; U Klosterstraße: U2
  • S-Bahn S-Bahn S+U Alexanderplatz: S3, S5, S7, S9
  • Bahn Regionalbahn Alexanderplatz: RE1, RE2, RE7, RB14
  • Bus Bus Rotes Rathaus: 200, 300; Jüdenstr.: 248, 300; Spandauer Str./Marienkirche: 100, 200;
  • Tram Tram Spandauer Str./Marienkirche: M4, M5, M6; Alexanderplatz: M2, M4, M5, M6

Mit dem Auto

  • A114: Richtung Berlin-Zentrum/​Berlin-Pankow bis zum Ende der Autobahn, weiter auf B109, Prenzlauer Promenade, Prenzlauer Allee, Karl-Liebknecht-Straße, links abbiegen in die Spandauer Straße. Das Rote Rathaus befindet sich auf der linken Straßenseite.
  • A100: Abfahrt Kaiserdamm Süd, abbiegen in den Kaiserdamm (​B2/​B5), Kreisverkehre passieren, rechts abbiegen in die Ebertstraße, links abbiegen auf Potsdamer Platz, Leipziger Straße, links abbiegen in die Spandauer Straße. Das Rote Rathaus befindet sich auf der rechten Straßenseite.

Parken (kostenpflichtig)

  • Mittelstreifen Grunerstraße
  • Parkhaus Rathauspassage, Grunerstraße 5-7

Quelle: Berlin.de

Sicherheit

Zugangsbeschränkung

Im Rahmen der Kontaktreduzierung zur Eindämmung des Coronavirus steuern wir ggf. den Zutritt, um die Personenzahl zu begrenzen und Abstände zu gewährleisten. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, sich vorab ein kostenloses Ticket für einige Veranstaltung (siehe Programm) zu reservieren. Damit haben Sie einen Platz sicher und vermeiden mögliche Wartezeit.

Auch ein Besuch ohne Reservierung ist möglich, allerdings unterliegen die Veranstaltungen Beschränkungen bei der maximalen Besucherzahl, sodass ein spontaner Zutritt nicht garantiert werden kann.

Ein negativer Schnelltest ist gemäß der aktuellen Infektionsschutzverordnung nicht notwendig.

Covid-19 Schutzmaßnahmen

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 einzudämmen, gelten die gängigen Infektionsschutzmaßnahmen. Bitte beachten Sie vor Ort die AHA-Formel: Pflicht zum Tragen einer Maske, Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern, Hygiene beachten.

 

Rückblick

Seit Ende Juni informiert die „Wissensstadt Berlin 2021“ in zahlreichen Veranstaltungen über die Forschung in der Stadt. Motto: Berlin will es wissen! Auch das MDC ist dabei, macht Wissenschaft erlebbar und diskutiert mit der Öffentlichkeit über die Medizin der Zukunft

In Berlin finden coronabedingt derzeit viele Veranstaltungen im Freien statt. Dazu gehören auch die Aktionstage bei der „Wissensstadt Berlin“ auf dem Platz vor dem Roten Rathaus, die dazu einladen, sich über Wissenschaft zu informieren und zum Beispiel bei einer Labor-Olympiade mitzumachen. Am 2. und 9. Juli war das MDC mit einem Stand vertreten. „Am zweiten Termin regnete es, und wir hatten Sorge, dass kaum jemand kommt. Aber tatsächlich standen die Leute teilweise sogar geduldig Schlange an unserem Aktionsstand, um am Wettbewerb teilzunehmen“, sagt Inga Patarčić, Doktorandin am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) und Mitorganisatorin der MDC-Aktionen bei „Wissensstadt Berlin“. Bei der Labor-Olympiade können die Spieler*innen Punkte in verschiedenen Disziplinen sammeln – etwa beim Abwiegen und genauen Messen oder beim Pipettieren, also dem Flüssigkeitstransport per Pipette: Wer schafft am meisten in 30 Sekunden?

© Felix Petermann, MDC

Bei der „Wissensstadt Berlin“ geht es vor allem darum, Wissenschaft erlebbar zu machen und darüber zu informieren, wie in der Stadt zu den drei großen Themen der Veranstaltung – Klima, Gesundheit, Zusammenleben – heute und in Zukunft geforscht wird. Ganz wichtig dabei: der Dialog – und der Spaß, so wie bei der Labor-Olympiade. „Wir wollen Forschung für die Menschen nahbar machen und zeigen, wie es sich anfühlt, als Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler in einem Labor zu stehen und biomedizinische Forschung zu betreiben“, sagt Inga Patarčić. Das MDC hat neben dem Aktionsstand verschiedene Workshops organisiert, MDC-Forschende treten auf Podien auf und lassen Zuhörerinnen und Zuhörer bei „Echt oder Fake?“ darüber rätseln, was Wissenschaft vermag oder was vielleicht doch nicht wahr sein kann.

Neue Ansätze in der Medizin verstehen und darüber diskutieren

Professorin Simone Spuler ist Expertin für erbliche Muskelkrankheiten am Experimental and Clinical Research Center (ECRC ), einer gemeinsamen Einrichtung von Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem MDC. Die Forscherin und Ärztin hat an zwei Podiumsdiskussionen teilgenommen: „Mir ist es ein wichtiges Anliegen, das Thema Gentherapie bei Muskelkrankheiten in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Ich möchte sehr genau erklären, was wir tun, und zwar so, dass es verständlich ist“, sagt sie.

Mir ist es ein wichtiges Anliegen, das Thema Gentherapie bei Muskelkrankheiten in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Ich möchte sehr genau erklären, was wir tun, und zwar so, dass es verständlich ist.
SImone Spuler
Simone Spuler Leiterin der AG "Myologie"

Auf dem Podium ging es nicht nur um Fachthemen. Personen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen – Politik, Industrie, medizinische Versorgung, Wissenschaft – sprachen miteinander unter anderem darüber, welche Rolle Berlin zukünftig in der Spitzenforschung haben wird. Wie spannend das sein kann, erlebte Stefanie Mahler vom German Stem Cell Network (GSCN). Sie war Zuhörerin bei der Podiumsdiskussion zum Thema Zelltherapien am 1. Juli, an der neben Simone Spuler auch MDC-Forscher Professor Nikolaus Rajewsky beteiligt war. Der Systembiologe entwarf die Vision von Berlin als Zentrum der Zelltherapie, das Magnetwirkung auf exzellente Wissenschaftler*innen aus anderen Disziplinen entfalten könne. Mit auf dem Podium saßen der Vorstandvorsitzende des Berlin Institute of Health (BIH), Professor Christopher Baum, und Dr. Stefan Frank von der Bayer AG. Sie brachten die Perspektiven aus Wissenschaftspolitik und Industrieforschung ein. „Da passiert gerade richtig viel, es herrscht Aufbruchsstimmung“, sagt Stefanie Mahler nach der Debatte.

Auch gefragt: Informationen zur Ausbildung am MDC

Inga Patarčić, die inzwischen in der Kommunikationsabteilung arbeitet, ist erfahren in der öffentlichen Wissenschaftsvermittlung. Sie kennt die Lange Nacht der Wissenschaften gut, an der sich das MDC seit vielen Jahren beteiligt. „Es ist schon etwas anderes, Wissenschaft mitten in der Stadt zu präsentieren als draußen in Buch“, sagt sie. Auf den Campus kämen vor allem Menschen, die bereits ein starkes Interesse an Wissenschaft hätten oder erleben wollten, wie Freunde oder Verwandte am MDC arbeiten. In die „Wissensstadt Berlin“ am Roten Rathaus gerieten die meisten Leute zufällig, und viele von ihnen, so Patarčićs Beobachtung, hätten in ihrem Alltag nichts mit Forschung zu tun. Am Aktionsstand gelandet, seien manche Besucherinnen und Besucher dann besonders an beruflichen Perspektiven am MDC interessiert. Wie passend, dass dort nicht nur über Wissenschaft informiert wird, sondern auch Flyer mit Informationen zur Ausbildung am MDC ausliegen und Forscher*innen über ihren Weg in die Biomedizin erzählen.

Text: Wiebke Peters

Die Ausstellung der „Wissensstadt Berlin“ auf dem Platz vor dem Roten Rathaus, bei der das MDC über die Chancen der zellbasierten Medizin informiert, ist noch bis 22. August 2021 zu sehen.

 

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