Nr. 44/19. Dezember 2012

Curt Meyer-Gedächtnispreis für MDC und Charité-Forscherinnen

Genschalter spielt widersprüchliche Rolle bei Krebs

Die Krebsforscherinnen Hua Jing* vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und Dr. Julia Kase von der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben am 18. Dezember 2012 den Curt Meyer-Gedächtnispreis 2012 erhalten. Die mit insgesamt 10 000 Euro dotierte Auszeichnung wurde ihnen für eine in der amerikanischen Fachzeitschrift Genes and Development** erschienene Arbeit vom Vorsitzenden der Berliner Krebsgesellschaft, Prof. Peter M. Schlag (Charité, MDC) verliehen. Beide Wissenschaftlerinnen arbeiten in der Arbeitsgruppe von Prof. Clemens Schmitt, der am MDC eine Gastgruppe leitet und als Onkologe im Virchow Klinikum der Charité tätig ist.

 

Nr. 43/ 11. Dezember 2012

Bessel-Forschungspreis für Prof. Michael Glickman vom Technion

Enge Zusammenarbeit mit Max-Delbrück-Centrum

Für seine herausragenden Forschungsleistungen ist dem Chemiker Prof. Michael Glickman vom Technion, der Technischen Hochschule Israels in Haifa, der mit 45 000 Euro dotierte Friedrich Wilhelm-Bessel-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) zuerkannt worden. Mit dem Preis wird Prof. Glickman seine seit Jahren bestehende Zusammenarbeit mit dem Zellbiologen Prof. Thomas Sommer am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch intensivieren und auch am MDC forschen. Der Preis wird ihm im Frühjahr kommenden Jahres überreicht werden.

Nr. 42/7. Dezember 2012

MDC feiert 20-jähriges Bestehen

Neue Herausforderung mit Berliner Institut für Gesundheitsforschung

Mit einem Festakt zu „Forschung und Verantwortung“ hat das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch am Freitag, den 7. Dezember 2012, sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Die Festrede im Max Delbrück Communications Center (MDC.C) hielt Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Weiter nahmen an der Veranstaltung die Berliner Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Cornelia Yzer, Prof. Jürgen Mlynek, der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, zu dem das MDC gehört, sowie zahlreiche Vertreter aus Politik und Wissenschaft teil.

Nr. 41/19. November 2012

Neuen Risikofaktor für Bluthochdruck in der Schwangerschaft entdeckt

Präeklampsie, eine schwere Komplikation in der Schwangerschaft, ist eine der Haupttodesursachen für Mutter und Kind in Europa und den USA. Betroffen ist etwa jede 20. Schwangerschaft. Hauptsymptome sind Bluthochdruck und Eiweiß im Urin. Die Entstehung der Präeklampsie ist nach wie vor ungeklärt. Dr. Florian Herse (Experimental and Clinical Research Center, ECRC, von Max-Delbrück-Centrum, MDC, und Charité) sowie Dr. Ralf Dechend (ECRC und Helios Klinik Berlin) haben jetzt ein Enzym entdeckt, das bei betroffenen Frauen verstärkt auftritt und offenbar an der Symptomatik beteiligt ist. Im Tierversuch blockierten sie dieses Enzym und konnten so den Krankheitsverlauf mildern (10.1161/CIRCULATIONAHA.112.127340)*.

Nr. 40/6. November 2012

Prof. Walter Rosenthal: „Gründung des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung: einmalige Chance für die deutsche Wissenschaftslandschaft“

„Die Gründung des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung (Berlin Institute of Health, BIH) ist eine einmalige Chance für die deutsche Wissenschaftslandschaft, die Zusammenarbeit zwischen einer außeruniversitären Forschungseinrichtung und der Universitätsmedizin im Bereich der Grundlagen- und klinischen Forschung neu zu strukturieren.“ Das sagte der Vorstandsvorsitzende und wissenschaftliche Stiftungsvorstand des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, Prof. Walter Rosenthal, auf einer Pressekonferenz mit Bundesforschungsministerin Annette Schavan und dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, in der Berliner Charité am 6. November 2012. „Für Politiker war die deutsche Wiedervereinigung etwas Einmaliges, für mich als Bürger auch. So etwas gibt es nur einmal im Leben. Und auch in der Wissenschaft hat man nur einmal im Leben die Chance, an der Einrichtung einer völlig neuen Struktur mitzuwirken. Deshalb freue ich mich, dass wir mit dem BIH etwas bewegen können,“ sagte er weiter.

Nr. 39/24. Oktober 2012

Neue Erkenntnisse über Genregulation und Skelettentwicklung

Die Patienten haben verkürzte Mittelhand- und Mittelfußknochen und können kleinwüchsig sein. Sie haben eine Skelettfehlbildung, Brachydaktylie Typ E (griech. für kurze Finger) genannt. Vor rund drei Jahren hatte Dr. Philipp G. Maass aus der Forschungsgruppe von Prof. Friedrich C. Luft vom Experimental and Clinical Research Center (ECRC) des Max-Delbrück-Centrums (MDC) und der Charité, das Gen entdeckt, dessen Fehlregulation dieses Erbleiden auslöst. Jetzt konnte er zusammen mit Dr. Sylvia Bähring (ECRC) zeigen, wie das Gen reguliert wird und die Skelettentwicklung und Bildung von Gliedmaßen beeinflusst. Dabei ist er einem neuen Prinzip der Genregulation auf die Spur gekommen (Journal of Clinical Investigation, doi: 10.1172/JCI65508)*.

Nr. 38/17. Oktober 2012

Transportweg von Substanzen des Immunsystems entschlüsselt

 

Damit Stoffe vom Ort ihrer Produktion bis zu ihrem Ziel gelangen, benötigt der Körper ein ausgefeiltes Transport- und Sortiersystem. Unterschiedliche Rezeptoren in und auf den Zellen erkennen dabei bestimmte Moleküle, verpacken sie und sorgen dafür, dass sie an die richtige Stelle transportiert werden. Einer dieser Rezeptoren ist Sortilin. Er kommt unter anderem in Zellen des Nervensystems, der Leber und des Immunsystems vor. Die Forschungen von Stefanie Herda und Dr. Armin Rehm (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch und Charité – Universitätsmedizin Berlin) sowie der Immunologin Dr. Uta Höpken (MDC) haben nun ergeben, dass der Rezeptor Sortilin eine wichtige Rolle für die Funktion des Immunsystems spielt (Immunity, doi: 10.1016/j.immuni.2012.07.012)*.

Nr. 37/2. Oktober 2012

14 neue Biomarker für Typ-2-Diabetes identifiziert - Grundlage für Entwicklung neuer Methoden zur Therapie und Prävention

Gemeinsame Pressemitteilung des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) und des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE)

Potsdam-Rehbrücke/Berlin – Ein Wissenschaftlerteam um Anna Flögel vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) und Tobias Pischon vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) hat 14 neue Biomarker für Typ-2-Diabetes identifiziert. Sie können die Grundlage für die Entwicklung neuer Methoden zur Therapie und Prävention dieser Stoffwechselerkrankung sein. Die Biomarker eignen sich auch dazu, das Diabetes-Risiko zu einem sehr frühen Zeitpunkt zu bestimmen. Gleichzeitig geben die Marker einen Einblick in die komplizierten und noch zum Teil unbekannten Entstehungsmechanismen dieser Krankheit. (Diabetes, A. Floegel et al., 2012; DOI: 10.2337/db12-0495)*.

Nr. 36/21. September 2012

MDC-Forscher lösen Rätsel um die Entstehung von Tumoren aus Immunzellen

Keimzentren sind Orte in den Lymphorganen, wo sich B-Zellen, die Antikörperproduzenten des Körpers, schnell vermehren und ihr Erbgut verändern, um gezielt Krankheitserreger zu bekämpfen. Außerdem gehen viele Tumoren des Lymphgewebes (Lymphome) aus den B-Zellen der Keimzentren hervor. Dr. Dinis Calado und Prof. Klaus Rajewsky vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben jetzt zwei Untergruppen von B-Zellen in diesen Schulungszentren des Immunsystems identifiziert, in denen ein Gen, das eine zentrale Rolle für den Zellzyklus und damit auch für die Zellvermehrung spielt, aktiv ist. Zugleich konnten sie zeigen, dass dieses Gen, MYC genannt, für die Bildung und Aufrechterhaltung der Keimzentren notwendig ist. Ihre Erkenntnisse sind auch für die Entstehung von B-Zell-Lymphomen, bei denen das MYC-Gen oft besonders hoch ausgeprägt ist, von Bedeutung. (Nature Immunology, http://dx.doi.org/10.1038/ni.2418)*.

Nr. 35/ 17. September 2012

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Neue Erkenntnisse über Muskelstammzellen

Muskeln haben einen Vorratsspeicher an Stammzellen. Aus dem schöpfen sie, um Muskeln aufzubauen und verletzte Muskeln zu heilen. Das können sie jedoch nur, wenn die Stammzellen in speziellen Nischen der Muskelzellen nisten. Wie sie dorthin gelangen, haben jetzt die Entwicklungsbiologen Dr. Dominique Bröhl und Prof. Carmen Birchmeier vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch in über dreijähriger Forschungsarbeit nachgewiesen. Zugleich zeigen sie, dass die Stammzellen schwächeln, wenn sie aufgrund einer genetischen Veränderung außerhalb der Muskelfasern siedeln, statt in ihren Stammzellnischen (http://dx.doi.org/10.1016/j.devcel.2012.07.014, Developmental Cell)*.

Nr. 34 /8. September 2012

Spurensuche zum Bluthochdruck in der Schwangerschaft

Fast 70 000 Mütter sterben weltweit pro Jahr daran

Präeklampsie ist eine der gefährlichsten Komplikationen für Mutter und Kind und durch Bluthochdruck und Eiweißausscheidung im letzten Schwangerschaftsdrittel charakterisiert. Lange waren die Ursachen der lebensbedrohlichen Krankheit unbekannt. In jahrelanger Forschungsarbeit ist es jedoch Prof. Ananth Karumanchi (Beth Israel Deaconess Medical Center & Harvard Medical School, Boston, Massachusetts, USA) gelungen, der Lösung des Rätsels um die molekularen Grundlagen der Präeklampsie einen entscheidenden Schritt näher zu kommen. Auf dem 1. ECRC „Franz-Volhard“ Symposium am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch berichtete er über seine Ergebnisse.

Nr. 33/7. September 2012

Pilzbehandlung lässt moderne Geige wie Stradivari klingen

Bei einer guten Geige kommt es nicht nur auf die Fähigkeiten des Geigenbauers an, sondern auch auf die Qualität des verwendeten Holzes. Dem Schweizer Holzforscher Prof. Francis W. M. R. Schwarze (Empa, Schweizerische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, St. Gallen, Schweiz)1 ist es gelungen, das Holz für eine Geige mit Hilfe von besonderen Pilzen so zu verändern, dass der Klang des Instruments einer Stradivari zum Verwechseln ähnlich ist. In seiner Festrede beim 1. ECRC „Franz-Volhard“ Symposium des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) und der Charité - Universitätsmedizin am 7. September 2012 in Berlin-Buch berichtete er über seine Forschungen und gab einen Ausblick, was seine Entwicklung gerade für junge Musiker bedeuten könnte.

Nr. 32/7. September 2012

US-Forscher entdecken überraschende neue Funktionen eines Bluthochdruckenzyms

Viele Bluthochdruckpatienten werden mit ACE-Hemmern behandelt. Diese Medikamente blockieren das Enzym ACE (Angiotensin Converting Enzyme), das den Wasser- und Salzhaushalt des Körpers reguliert und den Blutdruck erhöht. Neueste Forschungen von Prof. Ken Bernstein (Cedars-Sinai Medical Center, Los Angeles, Kalifornien, USA) zeigen jedoch, dass das Aufgabenspektrum des Enzyms noch deutlich weiter reicht. So lassen sich Einflüsse auf die Blutbildung, die Entwicklung der Niere sowie auf die männliche Fruchtbarkeit nachweisen. Außerdem stellten die Forscher fest, dass ACE einen bisher ungeahnten Einfluss auf das Immunsystem hat, berichtete Prof. Bernstein auf dem 1. ECRC „Franz-Volhard“ Symposium am 7. September 2012 am Max-Delbrück Centrum (MDC) in Berlin-Buch.

 

Nr. 31/7. September 2012

Haut und Immunsystem beeinflussen Salzspeicherung und regeln den Blutdruck

Bluthochdruck ist die Ursache für zahlreiche Herz-Kreislauf-Krankheiten, die die häufigste Todesursache in Industrieländern sind. Schon lange gilt hoher Salzkonsum als Risikofaktor, nicht jede Art von Bluthochdruck ist jedoch vom Salzkonsum abhängig. Das hat lange Zeit Rätsel aufgeworfen. Neue Erkenntnisse von Prof. Jens Titze (University of Vanderbilt, Nashville, Tennessee, USA und Universität Erlangen) geben jetzt jedoch Hinweise auf bisher unbekannte Mechanismen. Danach spielen die Haut und das Immunsystem eine wichtige Rolle bei der Regulation des Salzhaushalts und des Bluthochdrucks, wie er auf dem 1. ECRC „Franz-Volhard“ Symposium des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité - Universitätsmedizin Berlin am 7. September 2012 in Berlin-Buch berichtete.

Nr. 30/7. September 2012

Wenn Kliniker und Forscher über den Tellerrand schauen

1. ECRC „Franz-Volhard“ Symposium am MDC

Was hat das Immunsystem mit dem Blutdruck zu tun und was das Bluthochdruckenzym ACE mit dem Immunsystem und Krebs? Das sind Fragen, mit denen sich Forscher und Kliniker verschiedener Fachrichtungen auf dem 1. ECRC „Franz-Volhard“ Symposium im Max Delbrück Communications Center (MDC.C) in Berlin-Buch vom 7. - 8. September 2012 befassen. Festredner ist der Materialforscher Prof. Francis Schwarze (Empa, Schweizerische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, St. Gallen, Schweiz)1. Er hat ein Verfahren entwickelt, das eine neue Geige fast wie eine Stradivari klingen lässt.

Nr. 29/30. August 2012

Neue Erkenntnisse über Fehlfaltung von Proteinen

Verschiedene neurodegenerative Erkrankungen wie die Spinozerebelläre Ataxie (SCA) oder Chorea-Huntington entstehen dadurch, dass sich bestimmte Eiweiße, darunter ein Protein namens Ataxin-1, falsch zusammenlagern. Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben nun gemeinsam mit Kollegen von der Université Paris Diderot, Paris, Frankreich, 21 andere Eiweiße identifiziert, die dazu beitragen oder verhindern, dass Ataxin-1 schädliche Strukturen ausbildet. (PLoS Genetics, doi: 10.1371/journal.pgen.1002897)*.

28. August 2012

Deutschland startet das Epigenom-Programm DEEP

Saarbrücker Epigenetiker Jörn Walter koordiniert

Am 1. September beginnt eine neue Ära der Genomforschung in Deutschland. 21 Forschergruppen aus ganz  Deutschland haben sich im deutschen Epigenom-Programm (DEEP) zusammengefunden, um 70 Epigenome menschlicher Zelltypen zu entschlüsseln. Das Wissen um diese zusätzlich zu den Genen existierenden Markierungen wird zu vollkommen neuartigen Einsichten in die zellspezifischen Programme gesunder und kranker, alter und junger Zellen führen. DEEP ist die deutsche Beteiligung am weltweit koordinierten International Human Epigenome Consortium (IHEC). Darin verfolgen Forscher unter Verwendung einheitlicher Standards das ambitionierte Ziel, 1000 Epigenome zu entschlüsseln. Damit werden erstmals umfassende vergleichbare Datenanalysen und -bewertungen möglich. Die deutschen Wissenschaftler werden in DEEP Zellen analysieren, die bei Fettleibigkeit, entzündlichen Darmerkrankungen und Arthritis eine Rolle spielen. Für diese Aufgabe stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den kommenden fünf Jahren insgesamt 16 Millionen Euro zur Verfügung. Das gesamte Programm wird von Professor Jörn Walter, Epigenetiker an der Universität des Saarlandes, koordiniert. 5,5 Millionen Euro fließen an saarländische Projektpartner nach Saarbrücken.

Nr. 28/17. August 2012

Neue Erkenntnisse über den Salztransport in der Niere

Salz ist für den Organismus lebenswichtig. Eine entscheidende Rolle für einen ausgeglichenen Salzhaushalt spielen dabei die Nieren. Aber noch immer ist nicht im Detail verstanden, wie der Körper seinen Salzhaushalt reguliert. Jetzt haben Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Universität Kiel die Funktion eines Gens in der Niere entschlüsselt und damit neue Erkenntnisse über diesen komplizierten Steuerungsprozess gewonnen (PNAS Early Edition, doi/10.1073/pnas.1203834109)*.

Nr. 27/13. August 2012

Neues Schlüsselelement für Entstehung des Burkitt-Lymphoms entdeckt

MDC-Wissenschaftler entwickeln Modell zur Entwicklung neuer Therapien

Das Burkitt-Lymphom ist ein bösartiger, rasch wachsender Tumor, der aus einer Unterart der weißen Blutzellen, den B-Lymphozyten des Immunsystems, entsteht und häufig innere Organe sowie das Zentrale Nervensystem befällt. Jetzt haben Dr. Sandrine Sander und Prof. Klaus Rajewsky vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch ein neues Schlüsselelement identifiziert, das die Immunzellen zu bösartigen Lymphomzellen umfunktioniert. Sie entwickelten ein Mausmodell, das große Ähnlichkeit zum Burkitt-Lymphom des Menschen hat und mit dem neue Therapiestrategien zur Behandlung der Erkrankung entwickelt werden können (Cancer Cell, http://dx.doi.org/10.1016/j.ccr.2012.06.012)*.

Nr. 26/3. August 2012

MDC-Forscher entwickeln neuen Therapieansatz gegen akutes Leberversagen

Akutes Leberversagen ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, bei der in kurzer Zeit massiv Leberzellen zugrunde gehen. Es gibt nur wenige Therapiemöglichkeiten, vor allem wenn das Leberversagen schon weit fortgeschritten ist. Als letzter Ausweg gilt dann eine Lebertransplantation. Jetzt haben der Mediziner Dr. Junfeng An vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Internist und Kardiologe Dr. Stefan Donath, ebenfalls MDC sowie Helios Klinikum Berlin-Buch, mit Mäusen einen neuen Therapieansatz entwickelt, bei dem die Tiere vollständig genesen (Hepatology, doi:101002/hep.25697; Vol. 56, Nr. 2, August 2012)* Die Forscher hoffen, ihren neuen Ansatz bald in klinischen Studien mit Patienten prüfen zu können.

Nr. 25/31. Juli 2012

Gut vernetzt – wichtig für Gehirnleistung Berliner Forscher entdecken Schaltersystem, das Nervenzellen verbindet

Sprache und Sinneswahrnehmung, Gedankenbildung, Entscheidungsprozesse und Bewegung sind komplexe Aufgaben, die das Gehirn nur bewältigt, wenn die einzelnen Nervenzellen, die Neuronen, gut vernetzt sind. Berliner Neurowissenschaftler haben jetzt ein molekulares Schaltersystem entdeckt, das diese Vernetzung der Nervenzellen reguliert. Die Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Exzellenzclusters NeuroCure und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) wurde nun im Fachjournal Genes and Development (doi/10.1101/gad.191593.112)* veröffentlicht.

Nr. 24/31. Juli 2012

Autoantikörper schädigen Blutgefäße im Gehirn Wichtige Rolle für Entstehung von Alzheimer und Demenz

Eine Gruppe bestimmter Abwehrstoffe des Immunsystems kann Blutgefäße im Gehirn schädigen. Das haben Dipl.-Ing. Marion Bimmler vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und Dr. Peter Karczewski von der Biotechfirma E.R.D.E.-AAK-Diagnostik GmbH jetzt in Untersuchungen von Ratten nachgewiesen. Die Erkenntnisse sind vor allem für die Entstehung und das Fortschreiten der Alzheimer Krankheit von Bedeutung sowie bei Demenzen, die auf Durchblutungsstörungen im Gehirn zurückgehen (PloS ONE, doi:10.1371/journal.pone.0041602)*.

Nr. 23/19. Juli 2012

Neuronale Stammzellen zerstören Hirntumore - MDC- und Charité-Forscher entschlüsseln neuen Wirkmechanismus

Stammzellen des Gehirns bekämpfen in jungen Jahren Hirntumore wie zum Beispiel Glioblastome, die zu den häufigsten und bösartigsten Tumoren gehören. Jetzt haben Forscherinnen und Forscher vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité - Universitätsmedizin Berlin einen neuen Mechanismus entschlüsselt, mit dem Stammzellen das junge Gehirn vor diesen Tumoren schützen. Danach setzen die Stammzellen Substanzen frei, die bei den Tumorzellen einen Ionenkanal aktivieren, der eigentlich als Geschmacksrezeptor für Chilipfeffer bekannt ist. Diese Aktivierung löst bei der Tumorzelle Stress und damit ihren Zelltod aus (Nature Medicine, http://dx.doi.org/10.1038/nm.2827)*.

28. Juni 2012

MOLOGEN AG kooperiert mit Max-Delbrück-Centrum und Charité bei klinischer Studie gegen Hautkrebs

Vorbereitung einer klinischen Studie der Phase I/II mit MIDGE®-basierter Gentherapie beim malignen Melanom

Die MOLOGEN AG und das Experimental and Clinical Research Center (ECRC) der Charité-Universitätsmedizin Berlin sowie des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben einen Kooperationsvertrag geschlossen. Auf Initiative und unter Federführung von Prof. Dr. Peter M. Schlag, Direktor des Charité Comprehensive Cancer Center (CCCC) und PD Dr. Wolfgang Walther vom ECRC soll im Rahmen einer an der Charité geplanten klinischen Studie die Sicherheit und Verträglichkeit einer MIDGE®-basierten Gentherapie bei der Behandlung von schwarzem Hautkrebs (malignes Melanom) untersucht werden.

Nr. 22/28. Juni 2012

Staatspräsident von Singapur im Max-Delbrück-Centrum

Der Staatspräsident der Republik Singapur, Dr. Tony Tan Keng Yam, hat am Donnerstag, den 28. Juni 2012, das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch auf dem Campus Berlin-Buch besucht. Das MDC, das in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert, zählt zu den weltweit besten Forschungseinrichtungen. Dr. Tan weilt auf Einladung von Bundespräsident Joachim Gauck zu einem offiziellen Besuch in Deutschland. Er wird begleitet von der Staatsministerin im Gesundheitsministerium, Frau Dr. Amy Khor, dem Botschafter der Republik Singapur in Deutschland, Herrn Jacky Foo und zwei Parlamentsabgeordneten, Frau Foo Mee Har und Herrn Vikraim Nair.

Nr. 21/20. Juni 2012

Krebsforscher Prof. Peter Langen gestorben

Der Krebsforscher Prof. em. Peter Langen vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch ist nach langer schwerer Krankheit am 11. Juni 2012 kurz nach seinem 83. Geburtstag in Bernau gestorben. Prof. Langen hatte über 40 Jahre in Berlin-Buch gearbeitet und war bis zu seiner Emeritierung 1995 in der Forschung tätig.

 

Nr. 20/15. Juni 2012

Exzellenzinitiative: Prof. Walter Rosenthal gratuliert Berliner Universitäten und Charité – MDC an mehreren Projekten beteiligt

„Das MDC freut sich mit den Berliner Universitäten und der Charité und beglückwünscht sie zu ihrem Erfolg.“ Mit diesen Worten kommentierte Prof. Walter Rosenthal, Wissenschaftlicher Vorstand und Stiftungsvorstand des MDC, das am heutigen Freitag von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und vom Wissenschaftsrat in Bonn verkündete Ergebnis der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. Sowohl die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) als auch die Freie Universität Berlin (FU) und die Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie die Technische Universität (TU) sind unter den Siegern. Mit HU und FU und der Charité arbeitet das MDC eng zusammen.

 

Nr. 19/11. Juni 2012

Der entscheidende Blick fürs Detail

Symposium zur Ultrahochfeld-Magnetresonanz-Tomographie - Bessere Diagnoseverfahren in Sicht

Multiple Sklerose (MS) ist eine tückische Krankheit. Das körpereigene Immunsystem greift die Hüllen von Nervenbahnen an und zerstört sie langsam. Bis erste Symptome auftreten, ist die Zerstörung oft schon fortgeschritten. Zur Früherkennung könnte die Ultrahochfeld-Magnetresonanz-Tomographie (UHF-MRT) beitragen, denn sie ermöglicht Einblicke ins Körperinnere von bisher unerreichter Genauigkeit. „Diese neue Spitzentechnologie wird bald reif für die Anwendung in der Klinik sein“, sagte Prof. Thoralf Niendorf, Leiter der Berlin Ultra high-Field Facility (B.U.F.F.) des Max-Delbrück-Centrums (MDC) in Berlin-Buch, zum Abschluss einer Tagung am Wochenende zu aktuellen Entwicklungen der UHF-MRT.

10. Mai 2012

Gemeinsame Herzenssache für 140 Spitzen-Wissenschaftler: Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung eröffnet

140 Wissenschaftler in ganz Deutschland arbeiten nun zusammen für ein Ziel:Unter dem Dach des neu gegründeten Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) bündeln sie ihre Kräfte, um die Prävention, Diagnostik und Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verbessern. „Damit im Kampf gegen Volkskrankheiten wie etwa Herzinsuffizienz und Herz-Rhythmusstörungen aus vielen kleinen Schritten ein großer werden kann“,sagte Prof. Thomas Eschenhagen, der Vorstandsvorsitzende des DZHK, während der Auftaktveranstaltung in Berlin.

Nr. 18/3. Mai 2012

Max-Delbrück-Centrum erhält Millionenförderung für ein Deutsch-Israelisches Doktoranden-Ausbildungsprogramm

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch pflegt seit vielen Jahren enge Verbindungen zu israelischen Spitzenuniversitäten - dem Technion-Israel Institute of Technology in Haifa und der Hebrew University of Jerusalem (HUJI). Jetzt ist es gelungen, für ein Deutsch-Israelisches Doktoranden-Kolleg „Frontiers in Cell Signaling & Gene Regulation“ (SignGene) 1,8 Millionen Euro für sechs Jahre Laufzeit aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft einzuwerben. Weitere Partner sind die Humboldt-Universität zu Berlin und die Charité – Universitätsmedizin Berlin. Das Kolleg ist ein internationales Ausbildungsprogramm für junge Naturwissenschaftler und ermöglicht es, gemeinsame Projekte zu aktuellen Fragestellungen der molekularen Medizin zwischen den Forschergruppen aus Berlin, Haifa und Jerusalem zu vertiefen. In Helmholtz-Kollegs werden 25 herausragende Nachwuchsforscherinnen und -forscher ausgebildet.

Nr. 17/30. April 2012

Genmutation führt zum Verlust zweier Sinne: Tastsinn und Hörsinn

Wer gut hört, kann auch gut tasten. Wer aber schlecht hört, hat auch einen schlechteren Tastsinn. Wie das zusammenhängt, haben jetzt Dr. Henning Frenzel und Prof. Gary R. Lewin vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch entdeckt. Sie konnten zeigen, dass beide Sinne eine gemeinsame genetische Basis haben. In Patienten mit Usher-Syndrom, einer erblichen Form der Schwerhörigkeit mit Sehbehinderung, entdeckten sie eine Genmutation, die ursächlich auch für den schlechteren Tastsinn der Betroffenen ist. Der Untersuchung waren verschiedene Studien, unter anderem mit ein- und zweieiigen gesunden Zwillingen vorausgegangen (PloS Biology, doi:10.1371/journal.pbio.1001318)*. Insgesamt hatten die Forscher 518 Freiwillige untersucht.

25. April 2012

Helmholtz-Gemeinschaft und Partner erforschen Ursachen des Metabolischen Syndroms

Weltweit erkranken immer mehr Menschen an hochkomplexen Stoffwechselstörungen. Eine besonders schwerwiegende Form ist das Metabolische Syndrom, das durch das gleichzeitige Auftreten von Übergewicht, Bluthochdruck, veränderte Blutfettwerte und Insulinresistenz charakterisiert ist. Obwohl komplexe Erkrankungen intensiv erforscht werden, fehlen interdisziplinäre Ansätze, die das Metabolische Syndrom und seine zu Grunde liegenden Komponenten umfassend erklären. In dem Portfoliothema „Metabolische Dysfunktion und Volkserkrankungen“ forschen die Gesundheitszentren der Helmholtz-Gemeinschaft gemeinsam mit renommierten universitären und außeruniversitären Partnern an den Mechanismen dieses komplexen Krankheitsbildes, um die Ursachen zu verstehen und geeignete Diagnose- und Therapieoptionen zu entwickeln. Das Portfoliothema wird bis 2016 mit insgesamt 15 Millionen Euro gefördert.

Nr. 16/23. April 2012

MDC wird die Basler Deklaration unterzeichnen: Tierversuche sind unverzichtbar für die biomedizinische Forschung

Zum morgigen „Tag zur Abschaffung von Tierversuchen“ erklärt der Vorstandsvorsitzende des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC), Walter Rosenthal: „Wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Delbrück-Centrum nehmen den Tierschutz sehr ernst. Auf absehbare Zeit werden wir in der biomedizinischen Forschung jedoch nicht ohne Tierversuche auskommen.“

Nr. 15/20. April 2012

Deutscher Technion Preis für deutschen und israelischen Wissenschaftler

Laudator: Nobelpreisträger Prof. Aaron Ciechanover

Der Chemiker Prof. Michael Glickman von der Technischen Hochschule Israels (Technion) in Haifa und der Zellbiologe Prof. Thomas Sommer vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben den Preis der Deutschen Technion-Gesellschaft (Hannover) erhalten. Damit wurden die besonderen Verdienste der beiden Forscher um die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Israel gewürdigt. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit je 5 000 Euro dotiert. Die Laudatio hielt der israelische Nobelpreisträger Prof. Aaron Ciechanover (Technion). Der Festakt in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin stand im Zeichen der Grundsteinlegung des Technion vor 100 Jahren in Haifa.

Nr. 14/30. März 2012

Der Campus als „Stadtlabor“ für nachhaltige Entwicklung

Internationale Expertentagung des MDC auf dem Campus Berlin-Buch

Für die Forschung in Europa ist es ein relativ neues Thema, das Konzept des „grünen Forschungscampus“, des „Green Campus“. Ziel dieses Konzepts ist es, Forschungscampi künftig nachhaltig zu entwickeln. Darauf haben der Wissenschaftliche und Administrative Vorstand des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, Prof. Walter Rosenthal und Cornelia Lanz, hingewiesen. Das MDC, eine Einrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft, hatte am 30. März 2012 auf den Campus Berlin-Buch zu einer internationalen Expertentagung eingeladen. Dabei ging es unter anderem um Energieeffizienz, CO2-Reduktion, Gebäudeplanung, Verkehrsanbindung und Umwelt.

Nr. 13/29. März 2012

MDC-Forscher entdecken neuen Mechanismus für Herzmuskelerkrankung

Bei Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien) ist die Pumpfunktion des Herzens eingeschränkt und der Körper wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Jetzt sind Prof. Michael Gotthardt und Prof. Norbert Hübner vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch mit Kollegen in den USA einem molekularen Entstehungsmechanismus für diese lebensbedrohlichen Erkrankungen auf die Spur gekommen. Sie konnten zeigen, dass Titin, ein riesiges Protein im Herzen, bei besonders schweren Formen der Kardiomyopathie durch den Funktionsverlust eines Helferproteins in seinem Aufbau so verändert wird, dass das Herz schwächelt (Nature Medicine, doi http://dx.doi.org/10.1038/nm.2693)*.

Nr. 12/13. März 2012

Mit der Magnetresonanz-Tomographie Krankheitsprozessen auf der Spur

Mit neuen bildgebenden Verfahren der Magnetresonanz-Tomographie (MRT) versuchen Grundlagenforscher der Entstehung von Krankheiten auf die Spur zu kommen. Eine Gruppe von Forschern des Experimental and Clinical Research Center (ECRC), einer gemeinsamen Einrichtung der Charité - Universitätsmedizin Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, sowie der Berlin Ultrahigh Field Facility (B.U.F.F.) des MDC hat jetzt in Mäusen Entzündungsprozesse im Gehirn untersucht, die der Multiplen Sklerose (MS) des Menschen ähneln. Sie konnten zeigen, dass es mit einem hochauflösenden MRT möglich ist, Schädigungen des Hirns lange vor Ausbruch der Erkrankung und dem Auftreten klinischer Symptome nachzuweisen (Plos One online, http://dx.plos.org/10.1371/journal.pone.0032796)*.

Nr. 11/2. März 2012

Bluthochdruck- und Nierenspezialist Prof. Friedrich Luft wird 70

Prof. Friedrich Luft, Direktor des Experimental and Clinical Research Center (ECRC) der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, begeht am 4. März 2012 seinen 70. Geburtstag. Der Bluthochdruck- und Nierenspezialist leitet darüber hinaus am MDC eine Forschungsgruppe. Der Forschungsschwerpunkt des Klinikers und Forschers sind vor allem die genetischen Ursachen des Bluthochdrucks und den damit verbundenen Organschäden.

Nr. 10/29. Februar 2012

Charité und MDC-Forscher zeigen mit 7-Tesla-MRT: Multiple Sklerose zerstörerischer als bislang angenommen

Mit einem 7-Tesla-Magnetresonanz-Tomographen (MRT) haben Forscher in Berlin nahezu doppelt so viele Schäden im Gehirn von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) nachweisen können, wie mit dem in der Routine-Diagnostik üblichen 1,5-Tesla-MRT. „MS-Patienten sollten daher in Zukunft sehr viel früher und noch konsequenter behandelt werden“, empfiehlt der Leiter der Studie, Prof. Friedemann Paul vom Exzellenzcluster NeuroCure und dem Experimental and Clinical Research Center der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin-Buch (Archives of Neurology published online Feb. 20, 2012. doi:10.1001/archneurol.2011.2450)*.

Nr. 9/ 28. Februar 2012

Prof. Rosenthal: „Neuer Verbund wird Forschung entscheidend voranbringen“

Spitzengespräch mit Bundesministerin Schavan zur künftigen Kooperation von MDC und Charité

Prof. Walter Rosenthal, Stiftungsvorstand und Wissenschaftlicher Vorstand des Max- Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin, hat das Spitzengespräch mit Bundesforschungsministerin Annette Schavan zu den Plänen einer engeren Zusammenarbeit im Bereich Forschung von MDC und Charité als konstruktiv und sehr motiviert bezeichnet. „Die institutionalisierte Kooperation zwischen der Charité, einem der größten Universitätsklinika Europas, und dem MDC, das als einzige deutsche Einrichtung zu den 20 weltweit führenden molekularbiologischen Einrichtungen zählt, wird die Forschung ganz entscheidend voranbringen. Die bestehende Forschungsexzellenz zieht neue Exzellenz an. Das wird auch die Attraktivität des Forschungsstandorts Berlin entscheidend erhöhen“, sagte er.

Nr. 8/27. Februar 2012

Prof. Nikolaus Rajewsky vom MDC mit Leibniz-Preis ausgezeichnet

„Neue Maßstäbe in der Systembiologie gesetzt“

Prof. Nikolaus Rajewsky vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin ist am 27. Februar 2012 in Berlin mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Er ist mit 43 Jahren der jüngste der diesjährigen elf Preisträger, die aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen kommen. Der mit bis zu 2,5 Millionen Euro dotierte wichtigste Förderpreis in Deutschland wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an exzellente Forscherinnen und Forscher für herausragende Leistungen vergeben.

Nr. 7/17. Februar 2012

Der Ursprung des Tastsinns

MDC-Forscher entdecken neue Funktion eines bekannten Gens

Ein Gen, das bei Maus und Mensch die Entwicklung der Augenlinse steuert, hat auch eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Nervenzellen für den Tastsinn. Das haben Neurobiologen des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin jetzt entdeckt. Sie stellten fest, dass bei Mäusen, denen sie in Nervenzellen das Gen (c-Maf) ausschalten, der Tastsinn eingeschränkt ist. Das gilt ähnlich auch für Menschen, bei denen dieses Gen mutiert ist. Die Betroffenen leiden schon in jungen Jahren an grauem Star, einer eigentlich altersbedingten Linsentrübung. Die Patienten haben, wie Prof. Carmen Birchmeier und Dr. Hagen Wende in Kooperation mit Prof. Gary Lewin und Dr. Stefan Lechner jetzt zeigen konnten, aufgrund dieser Mutation Schwierigkeiten Gegenstände, wie etwa ein Blatt Papier, zu halten (Scienceexpress, 16 February 2012 / Page 1 / 10.1126/science.1214314)*.

Nr. 6/ 15. Februar 2012

Beschleunigte Wirkstoffsuche gegen Alzheimer und Parkinson

Prof. Erich Wanker vom MDC erhält Förderung von Helmholtz-Gemeinschaft

Prof. Erich Wanker vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) und Wissenschaftler des Exzellenzclusters NeuroCure erhalten in den kommenden zwei Jahren 675 000 Euro von der Helmholtz-Gemeinschaft. Damit soll die Wirkstoffsuche für Krankheiten, die auf Proteinfehlfaltungen zurückgehen, beschleunigt werden. Dazu zählen auch Alzheimer und Parkinson. Von Seiten des MDC, das zur Helmholtz-Gemeinschaft gehört, wird das Projekt mit derselben Summe unterstützt, so dass für dieses Forschungsprojekt insgesamt 1,35 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Nr. 5/14. Februar 2012

MDC-Forscher der Entstehung von schwerer Gehirnfehlbildung auf der Spur

Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben jetzt einen molekularen Mechanismus entschlüsselt, welcher der häufigsten Gehirnfehlbildung des Menschen zugrunde liegt. Bei der sogenannten Holoprosenzephalie (HPE) ist das Vorderhirn (Prosencephalon) nur unvollständig ausgebildet. Eine Schlüsselrolle spielt dabei eine Bindungsstelle (Rezeptor) für Cholesterin. Ist sie defekt, können bestimmte Signale nicht empfangen werden und das Vorderhirn kann sich nicht in zwei Hirnhälften teilen, wie Dr. Annabel Christ, Prof. Thomas Willnow und Dr. Annette Hammes jetzt in Mäusen gezeigt haben (Developmental Cell, DOI 10.1016/j.devcel.2011.11.023)*.

Nr. 4/25. Januar 2012

Neuer Forschungsbericht des Max-Delbrück-Centrums erschienen

 

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch hat jetzt im 20. Jahr seines Bestehens seinen neuen Forschungsbericht (Research Report) veröffentlicht. In dem 298 Seiten starken, vorwiegend in Englisch verfassten Bericht für die Jahre 2010/2011 geben die 67 Forschungsgruppen des MDC sowie die klinischen Gruppen im Experimental and Clinical Research Center (ECRC) des MDC und der Charité – Universitätsmedizin Berlin einen Überblick über ihre Arbeiten in den Forschungsschwerpunkten Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, Krebs, Erkrankungen des Nervensystems und Systembiologie.

Nr. 3/23. Januar 2012

MDC-Forscherin Zsuzsanna Izsvák erhält Millionenförderung vom Europäischen Forschungsrat (ERC)

Dr. Zsuzsanna Izsvák, Forschungsgruppenleiterin am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch erhält für ihre Forschung über „springende Gene“ (Transposons) vom Europäischen Forschungsrat (engl. Abkürzung ERC) 1,94 Millionen Euro. Mit Hilfe der ERC-Fördergelder will sie in den kommenden fünf Jahren unter anderem untersuchen, welchen Einfluss stillgelegte Transposons im menschlichen Erbgut auf die Entstehung von Krankheiten wie zum Bespiel Krebs haben. Mit Dr. Izsvák haben insgesamt neun Forscherinnen und Forscher des MDC Millionenförderungen vom ERC erhalten.

Nr. 2/10. Januar 2012

Schwere Nierenerkrankungen früh erkennen – neue Biomarker auf die Probe gestellt

Wie erkennt ein Arzt, ob bei einem Patienten, der in die Notaufnahme einer Klinik eingeliefert wird, die Nieren akut geschädigt sind? Diese Frage ist mit bisherigen Tests in der klinischen Routine häufig nur schwer zu beantworten, für die frühe Beurteilung der Schwere des Krankheitsbildes jedoch von großer Bedeutung. Kliniker vom Experimental and Clinical Research Center (ECRC) des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Helios-Klinikums Berlin sowie von drei Kliniken in den USA haben jetzt in einer großen Studie zu diesem Thema gezeigt, dass der Nachweis von Proteinen, die eine geschädigte Niere in den Urin ausschüttet, hilft, Hochrisikopatienten sehr früh zu erkennen (Journal of the American College of Cardiology, online, 9. Januar 2012)*.

Nr. 1/9. Januar 2012

Wie Immunzellen Krebszellen zerstören - MDC-Forscher entschlüsseln Mechanismus

Wie effektiv ist eine Krebstherapie mit maßgeschneiderten Zellen des Immunsystems im Vergleich zu einer medikamentösen Therapie? Dieser Frage sind Dr. Kathleen Anders und Prof. Thomas Blankenstein vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch mit Forschern vom Beckman Research Institute des City of Hope Krebszentrums in Duarte, Kalifornien, USA, nachgegangen. Sie konnten zeigen, dass beide Methoden in Mäusen große Tumoren abtöten. Doch zerstören die Immunzellen (T-Zellen) außerdem noch mit den Blutgefäßen die Nahrungszufuhr der Tumoren. Dabei werden quasi als Nebeneffekt auch die Krebszellen abgetötet, die einer Therapie entkommen und für ein Wiederauftreten des Tumors verantwortlich sind. Die Forscher hoffen, dass ihre Erkenntnisse in Zukunft zur Verbesserung der Therapie von Krebspatienten im Rahmen klinischer Studien genutzt werden können (Cancer Cell, doi10.1016/j.ccr.2011.10.019)*.