Mikroskopieausstellung

Film ab in der Mikroskopie-Ausstellung

Eine Dauerausstellung im Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) gibt Einblicke in Geschichte und Gegenwart der Mikroskopie. Mehr Information zu den Geräten bieten jetzt Kurzfilme, die per QR-Code abgerufen werden können.

Berlin war im 19. Jahrhundert die Forschungsmetropole der Zellbiologie, auch dank der präzisen Mikroskope aus etwa 80 Berliner und Brandenburger Werkstätten. Die Geräte genossen weltweit einen ausgezeichneten Ruf. Von dieser Blütezeit und den vielfältigen Einsatzgebieten der Mikroskope – vom Kuriosum in den Berliner Salons über kompakte Mikroskope für die Naturbeobachtung bis hin zu Spitzenmikroskopen für die Universitäten – erzählt die Dauerausstellung „Unsichtbar – Sichtbar – Durchschaut“ im zweiten und dritten Stock des Konferenzzentrums MDC.C.

Während im dritten Geschoss die moderne Mikroskopie im Mittelpunkt steht, sind in der zweiten Etage etwa 30 historische Mikroskope ausgestellt. „Zu den meisten Geräten gab es außer dem Namen des Herstellers bislang kaum Informationen – das wollten wir ändern“, sagt Professor Helmut Kettenmann. Der MDC-Forscher hat die Ausstellung konzipiert und zusammengestellt; die dort gezeigten Mikroskope stammen aus seiner Sammlung.

Insgesamt 42 Kurzfilme geben nun Auskunft über den Typ der Mikroskope und erklären die Besonderheiten jedes Geräts. „Wir haben die Mikroskope auf einer Drehscheibe gefilmt und besonders interessante Details herangezoomt“, berichtet Helmut Kettenmann. Die Filme haben eine Spielzeit von jeweils 40 bis 60 Sekunden. Die Kurzfilme können in der Ausstellung über QR-Codes abgerufen werden.

Eine Erweiterung des Filmangebots ist bereits in Arbeit: Helmut Kettenmanns private Mikroskop-Sammlung umfasst schließlich mehr als 100 weitere Exemplare. Kurzfilme über diese Geräte werden in Zukunft als virtuelles Museum im Internet verfügbar sein.

Text: Wiebke Peters