HI-TAC
Helmholtz Institute for Translational AngioCardioScience
Über uns
AngioCardioScience kombiniert Ansätzen der Gefäßforschung (Angioscience) und der Herzforschung (Cardioscience). Sie kann einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen kardiovaskuläre Erkrankungen leisten – damit Menschen im Alter möglichst lange gesund bleiben.
Das HI-TAC wurde vom Max Delbrück Center gemeinsam mit der Universität Heidelberg (UHEI) als Außenstelle des Max Delbrück Center auf dem Campus der UHEI gegründet.
Direktorium
- Karina Yaniv
Karina Yaniv ist wissenschaftliche Direktorin des HI-TAC.
Yaniv hat zudem eine Professur für Gefäß- und Lymphbiologie am Weizmann-Institut inne. Ihr dortiges Labor kombiniert genetische, molekulare und bildgebende Ansätze, um aufzudecken, wie sich Gefäßsysteme entwickeln, anpassen und mit ihrer Umgebung interagieren – und wie Funktionsstörungen Krankheiten verursachen, insbesondere Herz-Kreislauf-Leiden und seltene Fehlbildungen der Gefäße.
Am HI-TAC plant Yaniv, ihre Forschung auszuweiten und dabei den Schwerpunkt verstärkt auf die Umsetzung in klinische Anwendungen zu legen. In den vergangenen Jahren hat ihre Arbeitsgruppe vaskuläre Fehlbildungen untersucht – komplexe Erkrankungen, die häufig im Kindesalter auftreten und nach wie vor schwer zu behandeln sind. Am HI-TAC wird Yaniv diese Krankheiten in Zebrafischen untersuchen und die Modelle nutzen, um neue Therapien zu finden.
Professorin Karina Yaniv promovierte in Entwicklungsbiologie an der Hadassah-Hebrew University Medical School und war als Postdoktorandin an den National Institutes of Health in den USA tätig, bevor sie 2009 zum Weizmann-Institut wechselte. Sie ist Präsidentin der European Vascular Biology Organization (EVBO) und hat 2024 einen der renommierten ERC Synergy Grants erhalten, der über einen Zeitraum von sechs Jahren Fördermittel in Höhe von bis zu 10 Millionen Euro bereitstellt. Ihre Berufung unterstreicht das Engagement des Max Delbrück Center und der Universität Heidelberg, weltweit führende Wissenschaftler*innen zu gewinnen und die translationale biomedizinische Forschung zu stärken.
- Prof. Dr. Norbert Hübner
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© Pablo Castagnola, Max Delbrück Center
Prof. Dr. Norbert Hübner leitet das Labor für Genetik und Genomik von Herz-Kreislauf-Erkrankungen am Max Delbrück Center. Er ist Professor und Lehrstuhlinhaber für Herz-Kreislauf- und Metabolismus-Wissenschaften an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Hübners Arbeitsgruppe erforscht, wie Gene und molekulare Netzwerke zur Entstehung von Herzinsuffizienz beitragen. Die Arbeiten konzentrieren sich auf Zellen und Gewebe von Patient*innen und tragen damit zu einem besseren Verständnis genetischer Grundlagen der menschlichen Herzinsuffizienz bei.
Hübners Labor leistete bereits bei der Einzelzellanalyse („Single Cell Analysis“) des menschlichen Herzens Pionierarbeit. Darüber hinaus konnte sein Team zeigen, dass viele RNAs, die bisher als nicht-kodierend eingestuft wurden, doch translatiert – also zu Proteinen übersetzt – werden. Diese kurzen offenen Leserahmen z.B. in langen, nicht-codierenden RNAs, vor- oder nachgeschalteten UTRs (untranslated regions; dt. nicht-translatierte Regionen), produzieren neuartige Mikroproteine von bisher unbekannter Funktion.
Das Team um Hübner untersucht nun Einzelzellsequenzierungsdaten und neue Mikroproteine, um neue Ansätze zur Prävention und Bewältigung kardiovaskulärer Krankheiten zu finden.
- Prof. Dr. med. Johannes Backs
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Prof. Johannes Backs ist Direktor des Instituts für Experimentelle Kardiologie an der Universität Heidelberg, DZHK-Professor für Epigenetische Regulationsmechanismen im Herzen und Sprecher des Sonderforschungsbereichs 1550 Molekulare Schaltkreise bei Herzkrankheiten.
Prof. Backs und sein Team erforschen, wie Umweltfaktoren und Komorbiditäten wie biomechanischer oder nutritiver Stress, Adipositas oder Krebserkrankungen Signale an das kardiale Genom senden und zur Entstehung von Herzerkrankungen beitragen. Sein Team konnte zeigen, wie Histondeacetylasen Stresssignale an das Herzgenom weiterleiten. Seine Forschung konnte belegen, dass bestimmte metabolische und inflammatorische Signale über diese Enzyme zu einer Funktionsstörung des Herzens führen können. So entdeckte er beispielsweise, dass Lipidtröpfchen-assoziierte Proteine die Herzfunktion über die Proteolyse von Histondeacetylasen regulieren – Schlüsselenzyme der O‑GlcNAcylierung und der Kontraktilität des Herzens.
Derzeit konzentriert sich sein Team auf die Ätiologie der diastolischen Dysfunktion und systemischen Stoffwechselkomplikationen bei kardiometabolischen Erkrankungen. Daraus hervorgehend hat sein Team neuartige translationale Strategien entwickelt, die zur Gründung des Startups Revier Therapeutics geführt haben.
Prof. Backs ist Mitglied in mehreren wissenschaftlichen Kommissionen und organisiert Konferenzen wie die EMBL-Konferenz The New Cardiobiology.
- Prof. Dr. Gergana Dobreva
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Prof. Dr. Gergana Dobreva leitet die Abteilung Kardiovaskuläre Genomik und Epigenomik an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Das Hauptinteresse ihrer Gruppe gilt der Erforschung, wie epigenetische Regulation das Zellschicksal und die zelluläre Plastizität während der normalen Entwicklung, des postnatalen Wachstums und unter pathologischen Bedingungen steuert – mit besonderem Schwerpunkt auf dem Herz-Kreislauf-System und Krebs.
Mechanistisch untersucht ihre Gruppe, wie spezifische Genexpressionsprogramme als Reaktion auf sich verändernde biochemische, biophysikalische und zelluläre Signale etabliert werden. Insbesondere erforschen sie das Zusammenspiel zwischen zellulären Stoffwechselzuständen, mechanischen Kräften und epigenetischen Veränderungen in der Entwicklung und Funktion des Herz-Kreislauf-Systems sowie bei Krebserkrankungen.
Ihr Ziel ist es, neuartige therapeutische Strategien zu identifizieren – insbesondere durch die gezielte Ansprache regulatorischer Schaltstellen, die in Krankheitskontexten fehlgesteuert sind.
Cardiovascular Genomics and Epigenomics: UMM Universitätsmedizin Mannheim
- Franziska Hasslinger-Pajtler
People
- Administration
- Scientific Co-ordination
Mannheim/Heidelberg
Berlin
- Kontakt
Forschung
Für seine Forschung nutzt das HI-TAC Synergien: Es verzahnt kardiovaskuläre Forschungsprogramme des Max Delbrück Center und der Universität Heidelberg eng miteinander, was die Entwicklung neuer präventiver Verfahren und kausaler Therapien ermöglicht.
Das Forschungsprogramm des HI-TAC verfolgt folgende Ziele:
- Etablierung einer international führenden Rolle auf dem Gebiet der AngioCardioScience,
- Förderung der frühen Translation von Entdeckungen und Erfindungen des HI-TAC in die diagnostische und therapeutische klinische Anwendung,
- Förderung von Synergien, Kohärenz und Netzwerkbildung auf dem Gebiet der Herz-Kreislaufforschung in Deutschland
- Aufbau eines Fort- und Weiterbildungsprogramms, das die kardivaskuläre Forschung voranbringt und die nächste Generation führender wissenschaftlicher Talente ausbildet.
Junior Groups
Tandem-Projekte
Das übergeordnete Ziel des HI-TAC ist die Vernetzung von Expert*innen verschiedener Teilbereiche der translationalen AngioCardioScience. Um die interdisziplinäre Kooperation zu fördern, hat das HI-TAC eine Reihe von Tandemprojekten gestartet, die Wissenschaftler*innen der medizinischen Fakultäten Mannheim und Heidelberg der Universität Heidelberg und des Max Delbrück Centers zusammenbringen, um die Forschung weiter voranzutreiben:
HI-TAC Adjunct Faculty
Die Tandemprojekte der HI-TAC Adjunct Faculty bringen etablierte Forschungsgruppen aus dem Max Delbrück Center und erfahrene Partner*innen der Universität Heidelberg zusammen. Acht gemeinschaftlich entwickelte, innovative Projekte im Bereich der Kommunikation von kardiovaskulären Zellen untereinander und mit ihrer Umgebung werden zurzeit gefördert, um den interdisziplinären Austausch und die enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Standorten zu intensivieren. Dadurch unterstützt das HI-TAC gezielt die Schaffung innovativer Synergien, die wissenschaftliche Exzellenz steigern und langfristige, nachhaltige Kooperationen zwischen den Standorten ermöglichen.
HI-TAC Early Career Investigators
Das HI-TAC Early Career Investigators Projekt ist eine Initiative, die sich gezielt an Nachwuchswissenschaftlerinnen im Bereich AngioCardioScience richtet. Ziel des Programms ist es, vielversprechende Talente des Max Delbrück Centers und der Universität Heidelberg zusammenzubringen, den fachlichen Austausch zu fördern und die Umsetzung eigener Forschungsprojekte finanziell zu unterstützen. Mit diesem Förderprogramm schafft das HI-TAC eine Plattform für kreative Ideen und stärkt aktiv die nächste Generation von Wissenschaftler*innen.
Core Facilities
Unser Partnerinstitutionen verfügen über etablierte Core Facilities und wissenschaftliche Serviceeinrichtungen, die eine exzellente Infrastruktur und Unterstützung für vielfältige Forschungsaktivitäten bieten.
Weitere Informationen finden Sie hier:
- Wissenschaftliche Infrastruktur | Max Delbrück Center
- CFPM: UMM Universitätsmedizin Mannheim
- Core Facilities und Zentrale Einrichtungen: Medizinische Fakultät Heidelberg
Physician Scientists
Das Physician Scientist Programm am HI-TAC, gefördert durch die Carl Zeiss Stiftung, bildet forschende Ärzt*innen in den Bereichen vaskuläre Biomedizin, Systembiologie und Herzforschung aus. Das Programm bietet den wissenschaftlich interessierten Ärzt*innen zwei Jahre geschützte Forschungszeit sowie eine gesicherte klinische Weiterbildung.
Erfahren sie mehr über das Programm und die Chancen, die es bietet unter Physician Scientist Programm am HI-TAC | Carl-Zeiss-Stiftung.
Karriere
Jobs
Als wachsendes Forschungsinstitut ist HI-TAC Teil einer internationalen und lebendigen wissenschaftlichen Gemeinschaft. Wir laden engagierte und neugierige Forschende aller Karrierestufen ein, die Zukunft unseres Instituts aktiv mitzugestalten. Wenn Sie unsere Leidenschaft für AngioCardioScience teilen, freuen wir uns auf Ihre Initiativbewerbung.
Graduiertenprogramm
Das HI-TAC legt großen Wert auf die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Deshalb entwickeln wir derzeit die School of AngioCardioScience, ein strukturiertes Graduiertenprogramm, das Promovierenden eine umfassende akademische Ausbildung bietet.
Neben Kursen zu wichtigen Schlüsselkompetenzen ist es das Ziel der School of AngioCardioScience, Wissen aus den Bereichen Gefäß- und Herzforschung zu bündeln, um Promovierenden ein fundiertes Training in beiden Bereichen zu ermöglichen. Mit diesem Programm möchten wir Nachwuchstalente bestmöglich fördern und sie in ihrer wissenschaftlichen sowie persönlichen Entwicklung unterstützen.
Praktika
HI-TAC freut sich stets, motivierte Forschende und Nachwuchstalente kennenzulernen. Wenn Sie Interesse an einem Praktikum haben, senden Sie uns gerne eine Initiativbewerbung.
Entwicklung und Karriereförderung
HI-TAC Early Career Investigators
Das HI-TAC Early Career Investigators Projekt vernetzt wissenschaftliche Nachwuchstalente des Max Delbrück Center und der Universität Heidelberg im Bereich AngioCardioScience. Es ermöglicht aufstrebenden Forschenden, durch die erfolgreiche Einwerbung von Fördermitteln eigene innovative Ideen zu verwirklichen und damit aktiv den Grundstein für ihre wissenschaftliche Karriere zu legen.
Physician Scientist Programm am HI-TAC — finanziert durch die Carl Zeiss Stiftung
Das Physician Scientist Programm am HI-TAC bietet wissenschaftlich interessierten Ärzt*innen die Möglichkeit ihre klinische und wissenschaftliche Ausbildung zu kombinieren und damit eine Schnittstelle zwischen Bench und Bedside zu schaffen. Die Programm-Teilnehmenden profitieren von der fundierten wissenschaftlichen Expertise der Universität Heidelberg und des Max Delbrück Centers sowie der langjährigen klinischen Erfahrung am Universitätsklinikum Heidelberg und Universitätsklinikum Mannheim.
Bewerbungen für die nächste Runde des Physician Scientist Programms am HI-TAC sind ab sofort möglich.
Den vollständigen Call mit Informationen zu Voraussetzungen, Bewerbungsunterlagen und Fristen finden Sie hier:
Erfahren Sie mehr über das Programm und die Chancen, die das Programm bietet
Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion
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Veranstaltung
In den Medien
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HI-TAC Mannheim
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Eppelheimer Straße 8
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