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Unsterblich dank CRISPR? Im vergangenen Sommer war Emilia Tikka zu Gast im Max-Delbrück-Centrum. Die finnische Künstlerin fragte sich während ihres Aufenthalts: Was wäre, wenn die Genschere CRISPR-Cas9 uns unsterblich machen könnte? Die Ausstellung und ein Mini-Symposium sind jetzt als Video dokumentiert.

Genomeditierungswerkzeuge wie CRISPR bieten das Potential, die Welt um uns herum zu verändern. Als Artist in Residence in den MDC-Laboren von Sebastian Diecke, Ralf Kühn, Uwe Ohler und Boris Tursun hat die Künstlerin Emilia Tikka untersucht, wie sich das in Zukunft auf die Gesellschaft auswirken könnte. Seit dem 1. November 2018 präsentiert Tikka ihr Kunstwerk "ÆON - Trajectories of Longevity and CRISPR" in der Wissenschaftskunstgalerie STATE Studio in Berlin. Entstanden ist dabei das Video "Would you want to live forever?"

Das Ergebnis von Emilia Tikkas Kunstaufenthalt zum Thema Gentechnik am MDC und die Wissenschaft dahinter: das Kunstwerk, ein Mini-Symposium und eine Podiumsdiskussion.

Gemeinsam mit der Galerie luden das MDC und das ORION Open Science Project der Europäischen Union auch zu einem Mini-Symposium rund um das Thema Unsterblichkeit. Alle Vorträge und die anschließende Diskussion sind nun online:

Das künstlerische Konzept Tikkas ist ein spekulatives Szenario über die Zukunft der Genomtechnologien und unserer Obsession von ewiger Jugend. Es kreist um Wünsche und Visionen, die die aktuelle Biotechnologie antreiben – von Laboren an wissenschaftlichen Instituten bis hin zu privaten wissenschaftlichen Tüftlerinnen und Tüftlern. Das Kunstprojekt soll die Gesellschaft in die Diskussion über Risiken und Chancen von disruptiven Technologien wie CRISPR-Cas9 einbeziehen.

Die Ausstellung im STATE StudioHauptstraße 3, 10827 Berlin, läuft voraussichtlich bis Ende April. Montag bis Freitag, 12 bis 19 Uhr.

Über die Residency

Der Aufenthalt der Künstlerin war eine Kooperation zwischen dem MDC und STATE, einer in Berlin ansässigen Initiative für Kunst und partizipative Wissenschaften. Ziel ist es, einen offenen Dialog über kritische Fragen der kulturellen Auswirkungen von Forschung zu führen.

Das Projekt wurde durch das ORION Open Science Project am MDC finanziert.

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