SarsCov2

I&I-Symposium mit führenden COVID‑19-Expert*innen

Ein hochrangiges internationales Panel wird am 3. März 2021 die neueste Forschung zur Pandemie, zu Coronaviren und ihren Varianten, zu Impfstoffen und Therapien vorstellen. Das virtuelle Symposium zu COVID-19 haben das MDC und die Initiative „Immunologie und Inflammation“ der Helmholtz-Gemeinschaft organisiert.

Wissenschaftler*innen, Journalist*innen und interessierte Laien werden die seltene Gelegenheit haben, Präsentationen weltweit anerkannter Expert*innen zu ihren neuesten Forschungsergebnissen und -fortschritten zu COVID-19 zu hören. Das Konsortium für Immunologie und Inflammation (I&I) der Helmholtz-Gemeinschaft und das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) richten das halbtägige virtuelle Symposium aus. Die Teilnahme an dem Symposium ist kostenlos.

Die Referent*innen sind führend auf ihrem jeweiligen Gebiet, sie haben bedeutende Beiträge zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie geleistet. Darunter sind:

  • Professor Michael Meyer-Hermann, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Deutschland
    Der Physiker modelliert die Entwicklung der Pandemie und hat die deutsche Regierung zu Gegenmaßnahmen und Lockdowns beraten.
  • Professorin Susan R. Weiss, Perelman School of Medicine, University of Pennsylvania, USA
    Die Mikrobiologin untersucht seit 40 Jahren die Replikation und Pathogenese von Coronaviren. Sie gibt dem Publikum Einblicke, wie unterschiedliche Coronaviren funktionieren und uns krank machen.
  • Professor Jean-Laurent Casanova, Rockefeller University, Howard Hughes Medical Institute, USA
    Der Genetiker hat einen wichtigen Aspekt identifiziert, warum die Erkrankung COVID-19 bei manchen Patient*innen sehr schwer verläuft und bei anderen nicht.
  • Professor Michel C. Nussenzweig, The Rockefeller University, Howard Hughes Medical Institute, USA
    Der Immunologe entwickelt Therapien mit monoklonalen Antikörpern. Sie werden bereits klinisch geprüft und so kann er einen Überblick geben, wie gut verschiedene Antikörper die Virusvarianten bekämpfen können.
  • Professor Uğur Şahin, BioNTech, Deutschland
    Der Onkologe hat die Entwicklung des ersten mRNA-Impfstoffes in Rekordzeit vorangetrieben. Er berichtet über diese historische Leistung, den Impfstoff und die Virusvarianten.
  • Professor Christian Drosten, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Deutschland
    Der Virologe ist seit 2003 auf Coronaviren spezialisiert. Er wird die allgemeine Diskussion am Ende des Symposiums einführen und moderieren.
Es ist eine großartige Möglichkeit, echte Wissenschaft zu SARS-CoV-2 und COVID-19 zu erleben – nicht nur für Forscherinnen und Forscher, sondern für alle.
Michela di Virgilio
Michela Di Virgilio Leiterin der Arbeitsgruppe „Genomdiversifikation & Integrität“

Die Präsentationen werden auf Englisch gehalten und sind auf den wissenschaftlichen Austausch neuester Ergebnisse unter Expert*innen ausgerichtet. Die Organisator*innen heißen aber auch interessierte Laien zu der virtuellen Veranstaltung willkommen. „Es ist eine großartige Möglichkeit, echte Wissenschaft zu SARS-CoV-2 und COVID-19 zu erleben – nicht nur für Forscherinnen und Forscher, sondern für alle“, sagt Dr. Michela Di Virgilio, Leiterin der Arbeitsgruppe „Genomdiversifikation & Integrität“ am MDC in Berlin-Buch und wissenschaftliche Organisatorin des Symposiums. „Es ist ein guter Zeitpunkt, um Fehlinformationen zu zerstreuen“, sagt sie.

Danach werden die Teilnehmer*innen in der Lage sein, die Pandemie mit den Augen der aktuellen Wissenschaft zu betrachten.
Prof. Dr. Klaus Rajewsky
Klaus Rajewsky Leiter der Arbeitsgruppe „Immunregulation und Krebs“

Obwohl es sich in erster Linie um eine wissenschaftliche Veranstaltung handelt, erwartet Professor Klaus Rajewsky, dass auch das Laienpublikum nützliche Einblicke bekommen wird. „Die Sprecherinnen und Sprecher können ihre Themen ausnahmslos so erklären, dass sie mit einfachen Prinzipien beginnen und dann auf die Besonderheiten eingehen“, sagt der Leiter der Arbeitsgruppe „Immunregulation und Krebs“ am MDC in Berlin-Buch und wissenschaftlicher Organisator des Symposiums. Danach werden die Teilnehmer*innen in der Lage sein, „die Pandemie mit den Augen der aktuellen Wissenschaft zu betrachten“.

Die Organisator*innen hoffen ebenfalls, dass die Veranstaltung die Aufmerksamkeit darauf lenkt, wie wichtig die Förderung von Grundlagenforschung ist – vor allem in der Immunologie. Die Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 zum Beispiel konnten nur so schnell entwickelt werden, weil sie auf jahrzehntelanger Grundlagenforschung, Tierversuchen und translationaler Forschung aufbauen konnten. „Die Weichen waren wirklich gestellt“, sagt Rajewsky. „In nicht einmal einem Jahr konnten diese Wissenschaftler*innen deshalb eine ganze Reihe wirksamer Impfstoffe entwickeln – ein unglaublicher Erfolg für die Forschung, der sicher dabei helfen wird, die Pandemie einzudämmen.“

Text: Laura Petersen

Details zur Veranstaltung

Datum: 3. März 2021
Uhrzeit: 15:00 – 19:30 Uhr CET
Plattform: Zoom

Gebühren: kostenlos
Anmeldung

Journalist*innen werden gebeten, sich neben ihrer regulären Anmeldung bei Jana Schlütter, stellvertretende Leiterin der Abteilung Kommunikation des MDC, zu melden – insbesondere im Fall von Interviewanfragen: jana.schluetter@mdc-berlin.de

Weiterführende Informationen

Kontakt für die Medien

Jana Schlütter
Redakteurin, Abteilung Kommunikation
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC)

Tel.: +49-(0)30-9406-2121
jana.schluetter@mdc-berlin.de oder presse@mdc-berlin.de

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)

 

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) wurde 1992 in Berlin gegründet. Es ist nach dem deutsch-amerikanischen Physiker Max Delbrück benannt, dem 1969 der Nobelpreis für Physiologie und Medizin verliehen wurde. Aufgabe des MDC ist die Erforschung molekularer Mechanismen, um die Ursachen von Krankheiten zu verstehen und sie besser zu diagnostizieren, verhüten und wirksam bekämpfen zu können. Dabei kooperiert das MDC mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem Berlin Institute of Health (BIH) sowie mit nationalen Partnern, z.B. dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DHZK), und zahlreichen internationalen Forschungseinrichtungen. Am MDC arbeiten mehr als 1.600 Beschäftigte und Gäste aus nahezu 60 Ländern; davon sind fast 1.300 in der Wissenschaft tätig. Es wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Berlin finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.