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Neuberufungen am Max-Delbrück-Centrum

13 neue Forschungs- und Arbeitsgruppenleiter, darunter drei Bucher Wissenschaftler, sind jetzt an das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch berufen worden. Damit ist die Strukturierung des vor knapp zwei Jahren gegründeten Forschungszentrums MDC weitestgehend abgeschlossen.

Insgesamt wurden in dieser zweiten Berufungsrunde des MDC vier Forschungsgruppenleiter ernannt. Einer von ihnen, Prof. Jens Reich, kommt aus Berlin-Buch, die anderen drei kommen aus den alten Bundesländern. Weiter wurden neun Arbeitsgruppenleiter berufen, von ihnen sind zwei, Dr. Siegfried Scherneck und Dr. Heinz Sklenar, aus Berlin-Buch und sieben aus den alten Bundesländern. Die Position eines Forschungsgruppenleiters am MDC entspricht einer C4-Professur an einer deutschen Universität und ist unbefristet. Die Stelle eines MDCArbeitsgruppenleiters entspricht einer C3-Professur; sie kann auf fünf Jahre befristet oder auch unbefristet werden.

Die neuberufenen Forschungsgruppenleiter sind wie folgt:

Dr. Udo Heinemann, Kristallographie, Universität Stuttgart (Zellbiologie)
Dr. Helmut Kettenmann, Molekulare Neurobiologie/Elektrophysiologie, Universität Heidelberg (Neurowissenschaften)
Dr. Fritz Rathjen, Neuronale Zelladhäsionsmoleküle, Universität Hamburg (Neurowissenschaften)
Prof. Dr. Jens Reich, Bioinformatik, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (Medizinische Genetik)

Die neuberufenen Arbeitsgruppenleiter sind wie folgt:

Dr. Carmen Birchmeier-Kohler, Entwicklungsbiologie/Signaltransduktion, Max-Delbrück-Laboratorium in der Max-Planck-Gesellschaft, Köln (Medizinische Genetik)

Dr. Thomas Blankenstein, Gentherapie, Klinikum Steglitz der Freien Universität Berlin (Krebsforschung)
Dr. Martin Lipp, Molekulare Tumorgenetik, Universität München (Krebsforschung)
Dr. Achim Leutz, Genetik der Tumorentwicklung, Zentrum für Molekulare Biologie Heidelberg (Krebsforschung)
Dr. Ingo Morano, Muskelkontraktion, Universität Heidelberg (Herz-Kreislauf-Forschung)
Dr. Clans Scheidereit, Transkriptionskontrolle Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik, Berlin (Krebsforschung)
Dr. Siegfried Schemeck, Molekulare Tumorgenetik, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, Berlin-Buch (Medizinische Genetik)
Dr. Heinz Sklenar, Modelling, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, Berlin-Buch (Zellbiologie)
Dr. Martin Zenke, Gentherapie/Vektor Entwicklung, Institut für Molekulare Pathologie, Wien, Österreich (Krebsforschung)

Im vergangenen Jahr waren in der ersten Berufungsrunde drei Forschungsgruppenleiter berufen worden. Prof. Ernst-Georg Krause (Kardiologie) aus Berlin-Buch, Prof. Detlev Ganten (Universität Heidelberg), MDC-Direktor und Bluthochdruckforscher, sowie Prof. Walter Birchmeier (Tumorzentrum des Universitätsklinikums Essen). 1992 wurden zudem fünf Kliniker der beiden mit dem MDC kooperierenden Kliniken des Universitätsklinikums Rudolf-Virchow, die Robert-RössleKrebsklinik und die Franz-Volhard-Herz-Kreislauf-Klinik, an die Freie Universität Berlin berufen. Es sind für die Onkologie: Prof. Bernd Dörken (Universität Heidelberg), Prof. Peter Schlag (Universität Heidelberg), Prof. Friedhelm Herrmann (Universität Freiburg); für die Herz-Kreislauf-Forschung: Prof. Rainer Dietz (Universität Heidelberg) und Prof. Friedrich Luft (Universität Erlangen).

Das MDC gliedert sich in folgende sechs fachübergreifende Forschungsschwerpunkte: Medizinische Genetik, Zellbiologie, HerzKreislauf-Forschung, Bluthochdruckforschung , Krebsforschung , Neurobiologie. Ferner besteht der Projektbereich Gentherapie. Das MDC ist eine im vereinigten Deutschland neuartige Forschungseinrichtung: Sie verbindet molekularbiologische Grundlagenforschung mit klinischer Forschung und knüpft damit an eine in Berlin-Buch geübte wissenschaftliche Tradition an.

Gemeinsames Ziel des MDC und der mit ihm kooperierenden Kliniken ist es, neue Methoden zur Erkennung und Behandlung von Krankheiten zu entwickeln oder gar in Zukunft den Ausbruch schwerer Krankheiten zu verhindern. Das MDC ist eine von 16 Großforschungseinrichtungen in Deutschland. Diese Einrichtungen werden zu 90 Prozent vom Bundesforschungsministerium und zu zehn Prozent vom jeweiligen Sitzland finanziert.

 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch
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