Gentest erkennt Vorboten von Bauchspeicheldrüsenkrebs
Der Gentest erkennt spezifische Veränderungen (Mutationen) in einem bestimmten Gen (K‑ras). Untersuchungen in den vergangenen zehn Jahren von Patienten mit Pankreaskarzinom haben gezeigt, daß dieses Gen bei der überwiegenden Zahl verändert ist und zwar an einer einzigen Stelle (Punktmutation). Weiter stellte sich heraus, daß diese Mutation schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt des Tumorwachstums einsetzt. Der Nachweis einer K‑ras-Mutation bedeutet jedoch nicht zwangsläufig die Diagnose „Bauchspeicheldrüsenkrebs“. Die Betroffenen haben allerdings ein erhöhtes Risiko, an diesem Tumor zu erkranken.
Für die Untersuchung genügen schon kleine Proben von Bauchspeicheldrüsengewebe oder Sekret, das mit Hilfe eines Endoskop gewonnen wird. Aus der Probe wird die DNA isoliert. Mit Hilfe von Gensonden fahnden die Wissenschaftler anschließend nach dem mutierten K‑ras Gen.
Zwar ist es mit konventionellen Testsystemen möglich, anhand bestimmter Merkmale auf der Oberfläche der Krebszellen (Tumormarkern) ein Pankreaskarzinom zu entdecken. Dieses Tests sind jedoch nach Aussage von Dr. Peter Bendzko wenig spezifisch und in frühen Tumorstadien wenig aussagekräftig.
Jetzt arbeitet die Bucher Firma an einem weiteren K‑ras-Gentest zur Früherkennung von Dickdarmtumoren in Stuhlproben.
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