Lab scene – at the microscope

Forschungsansatz

Die Grundlagen des Lebens entdecken

Das Max Delbrück Center verfolgt ein langfristiges Forschungsziel: Wir möchten den medizinischen Fortschritt heute und in Zukunft vorantreiben. Unsere thematisch breite Aufstellung ermöglicht stark vernetzte, kooperative Forschungsprojekte, die Erkenntnisse über die unterschiedlichsten Aspekte von biologischen Prozessen und Erkrankungen liefern.

Unsere Forschungsteams beschäftigen sich mit grundlegenden Fragen zu Gesundheit und Krankheit und gehen dabei bis ins kleinste Detail. Sie beschäftigen sich beispielsweise mit der komplexen Funktionsweise von Ionenkanälen oder Rezeptoren. Die Mission des Max Delbrück Center besteht darin, diese molekularen Mechanismen zu erforschen und diese Erkenntnisse schnellstmöglich in medizinische Anwendungen zu übersetzen.

Beste Bedingungen für hochgradig kooperative Grundlagenforschung

Die Aktivitäten des Max Delbrück Center sind in die Programmorientierte Förderung der Helmholtz-Gemeinschaft eingebunden:

Klinische Translation „vom Labor zum Krankenbett“ und wieder zurück

Immer mehr Grundlagenwissenschaftler*innen des Max Delbrück Center arbeiten mit Ärztinnen und Ärzten am Experimental and Clinical Research Center (ECRC) zusammen, einer Schnittstelle zwischen der Charité und dem Max Delbrück Center. Von den Hochschulambulanzen der Charité sind zwölf in unmittelbarer Nähe zum Max Delbrück Center angesiedelt. Hier werden sehr viele Patient*innen behandelt, die an klinischen Tests teilnehmen. So erfahren die Wissenschaftler*innen die genauen Bedürfnisse der Patient*innen.

Translationale Forschung und die direkte Zusammenarbeit mit Patient*innen stehen im Mittelpunkt des Auftrags des MDC

Aus der starken Partnerschaft zwischen Charité und Max Delbrück Center ging 2013 das Berliner Institut für Gesundheitsforschung (Berlin Institute of Health / BIH) hervor.

Das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislaufforschung (DZHK) wurde vom Max Delbrück Center mitgegründet. Es übersetzt so schnell wie möglich die Erkenntnisse aus der Herz-Kreislaufforschung in verbesserte therapeutische, diagnostische und vorbeugende Verfahren. Das Max Delbrück Center ist eine bedeutende Partnerinstitution des Zentrums.

Einen Hauptschwerpunkt der translationalen Forschung des Max Delbrück Center ist die personalisierte Medizin. Anstatt alle Patient*innen auf dieselbe Weise zu behandeln, was häufig mit zu Nebenwirkungen führt, stimmt die personalisierte Medizin die Behandlung auf den einzelnen Menschen ab. So kommt genau das richtige Molekül, die passende Zelltherapie oder Immuntherapie zum richtigen Zeitpunkt zum Einsatz.

Unser Büro für Technologietransfer am Max Delbrück Center sucht ständig nach Ideen und Projekten mit Marktpotential. Zwei neue Arzneimittel kamen innerhalb der vergangenen zwei Jahren in Europa und den USA auf den Markt, die auf Forschungsergebnissen des Max Delbrück Center basieren: Das Krebsmedikament Blincyto sowie VONVENDI, ein Präparat zur Behandlung von Blutgerinnungsstörungen. Wir sind stolz auf diese jüngsten Erfolge und bemühen uns stetig um neue Chancen und Möglichkeiten für den Technologietransfer.

Entwicklung neuer Technologien

Das Max Delbrück Center hat eine Spitzenstellung bei der Entwicklung und Anwendung neuester Technologien: dazu zählt die Einzel-Zell-Analyse, die RNA- und DNA-Sequenzierung und die mehrdimensionalen Omics-Technologien. Oft geben solche technischen Neuentwicklungen die entscheidenden Impulse für wissenschaftliche Durchbrüche.

Neue Technologien - wie das sich schnell entwickelnde Gebiet der optischen Mikroskopie - geben oft den Anstoß für Durchbrüche in der Wissenschaft

Ein Bereich, in dem das Max Delbrück Center zukünftig eine Führungsrolle übernehmen möchte, ist die optische Mikroskopie. Die moderne Bildgebung ist eine Schlüsseltechnologie und von schnellem Wandel geprägt. Die Entwicklungen der vergangenen Jahre haben ein zuvor unerreichtes Maß an Auflösung und beispiellose Einblicke in gesunde und kranke Gewebe und Zellen möglich gemacht.

Unsere Technologieplattformen bilden den Kern der Technologieentwicklung am Max Delbrück Center. Sie bieten standardisierte Experimente als Service und passen Anwendungen an den konkreten Bedarf der Projekte an. Dieser Ansatz führt zu schnellen, verlässlichen Ergebnissen und patentfähigen Innovationen.

Die besten Köpfe aus aller Welt gewinnen

All diese Entwicklungen wären nicht möglich, würde das Max Delbrück Center nicht die besten Köpfe aus aller Welt gewinnen – Doktorandinnen und Doktoranden, Postdocs und etablierte Forschende. Sie alle unterstützen wir in ihrer individuellen Entwicklung auf ihrem Weg zu wissenschaftlicher Unabhängigkeit und Exzellenz.

Derzeit forschen mehr als 350 PhD-Studierende und rund 170 Postdocs am Max Delbrück Center. Sie finden mit der Helmholtz-Graduiertenschule „Molecular Cell Biology“ ein strukturiertes Programm vor, das das Max Delbrück Center gemeinsam mit der Humboldt-Universität zu Berlin, der Freien Universität Berlin und der Charité etabliert hat. Neben ihrem Projekt im Labor können sie in Methoden-Workshops neue Technologien kennenlernen, Seminare und Vorlesungen besuchen, sich unter anderem in jährliche Retreats vernetzen. Manche nehmen zusätzlich an thematisch fokussierten Programmen des Max Delbrück Center teil.

Einen Grundstein für die erfolgreiche Kooperation über die Grenzen von Grundlagenforschung und Medizin hinweg legen unter anderem die BIH-Promotionsstipendien für Mediziner*innen und das „Clinician Scientist“-Programm des BIH. Mediziner*innen bekommen so während der Ausbildung Raum für die Forschung.