Berlin und Brandenburg
Unsere regionalen Kooperationen
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Wichtigster universitärer Partner für unsere translationale Forschung ist die Charité, die die Medizinischen Fakultäten der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin vereinigt.
Experimental and Clinical Research Center (ECRC)
Seit 2007 betreiben das Max Delbrück Center und die Charité gemeinsam das Experimental and Clinical Research Center (ECRC), ein Zentrum für translationale Medizin auf dem Campus Buch. Das ECRC fördert auf wettbewerbsorientierter Basis Forschungsgruppen (unter der Leitung von klinischen Forschern), Projektgruppen (unter der Leitung von klinischen oder Grundlagenforschern) und klinische Verbundprojekte (gemeinsam von klinischen und Grundlagenforschern).
Außerdem wurde ein klinisches Ausbildungsprogramm für junge Kliniker eingerichtet, die in einem der Labors des Max Delbrück Center ausgebildet werden möchten. Das ECRC beherbergt auch spezialisierte ambulante Kliniken der Charité.
Berliner Institut für Gesundheit (BIH)
Das Max Delbrück Center und die Charité haben ihre gemeinsamen Aktivitäten mit der Gründung des Berliner Instituts für Gesundheit (BIH), das sich auf die translationale systemische Medizinforschung konzentriert, weiter ausgebaut. Das Max Delbrück Center kooperiert als Privilegierter Partner eng mit dem Berlin Institute of Health (BIH). Seit Januar 2021 ist das BIH in die Charité – Universitätsmedizin integriert.
ImmunoPreCept
Die meisten chronisch-entzündlichen Erkrankungen bahnen sich über Jahrzehnte an, bis sie symptomatisch werden. ImmunoPreCept, ein Konsortium aus Systemmedizin, klinischer und experimenteller Medizin, will daher die Phase vor der Erkrankung in den Fokus stellen: Was schützt die einen und hält sie gesund? Und wie kann man bei den anderen bereits die ersten Veränderungen in Richtung Krankheit erkennen, bevor der Körper Schaden nimmt?
Im Gegensatz zur herkömmlichen Reparaturmedizin bietet dieser Ansatz die Chance, Krankheiten wie chronische Entzündungen oder Krebs frühzeitig abzufangen oder gezielt durch die Stärkung von Abwehrkräften zu verhindern. Das Ziel ist eine molekulare Prävention. Ein weiterer Schwerpunkt der Forscher*innen ist die Phase der Remission – also jene Ruhepause nach einer Erkrankung, die sich trotz erfolgreicher Therapie vom wirklich gesunden Zustand unterscheidet.
Förderinstitutionen: Charité und Max Delbrück Center. Berlin Institute of Health in der Charité (BIH), Deutsches Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ), Freie Universität Berlin (FU), Humboldt-Universität zu Berlin (HU), Max-Planck-Institut für molekulare Genetik (MPI-MG), Museum für Naturkunde (MfN).
- Interview: „Wir möchten die Medizin umkrempeln“
- Millionenförderung für zwei Exzellenzcluster
- Website von ImmunoPreCept
Freie Universität und Humboldt-Universität zu Berlin
Die Freie Universität und die Humboldt-Universität bieten dem Max Delbrück Center eine Verbindung zur universitären Forschung und Lehre in der Grundlagenforschung.
Im Rahmen der “Institutional Strategy” der Humboldt-Universität bilden die systembiologischen Aktivitäten des Max Delbrück Center und insbesondere des Berlin Institut for Medical Systems Biology des Max Delbrück Center einen wesentlichen Schwerpunkt. Gemeinsam mit dem Max Delbrück Center und der Charité — Universitätsmedizin gründete die Humboldt-Universität 2013 das Integrative Research Institute (IRI) for the Life Sciences. Es verfolgt die biomedizinische Spitzenforschung mit einem interdisziplinären und interinstitutionellen Ansatz.
Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie
Das Max Delbrück Center kooperiert eng mit seinem Nachbarinstitut, dem Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP), das ein komplementäres Forschungsprofil hat. Eine erwähnenswerte Entwicklung ist die gemeinsame FMP/MDC-Small-Molecule-Screening-Einheit. Mit Hilfe dieser Einheit können Forscher beider Institute nach Substanzen suchen, die mit ihren Molekülen interagieren und eine Strategie für die Entdeckung von Forschungsinstrumenten und Therapeutika entwickeln.
Das Max Delbrück Center ist auch Partner in der FMP-koordinierten europaweiten Screeninginfrastruktur (EU-OPENSCREEN), die im Rahmen des Europäischen Strategieforums für Forschungsinfrastrukturen (ESFRI) gefördert wird.
Berlin Ultrahigh Field Facility
In Zusammenarbeit mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, der Charité, dem FMP und Siemens Medical Solutions eröffnete das Max Delbrück Center 2009 auf dem Campus eine Einrichtung für Ultrahochfeld-Magnetresonanztomographie (MRT). Es bietet 7‑Tesla- und 3‑Tesla-MR-Scanner für Patienten/Probanden und einen 9,4‑Tesla-MR-Scanner für kleine Nagetiere. Diese Maßnahmen sind Teil der gemeinsamen Bemühungen aller MDC-Programme zur Weiterentwicklung von In-vivo-Imaging-Technologien zur Verbesserung der Phänotypisierung von Tiermodellen und klinischer Bildgebung.
NeuroCure
Der Berliner Exzellenzcluster “Neurocure” ist Teil der Exzellenzinitiative, die von Bund und Ländern gefördert wird. Es ist ein interdisziplinäres Konsortium, das Neurowissenschaftler, Grundlagenforscher und Kliniker unabhängig von ihrer institutionellen Zugehörigkeit vereint. Es baut auf der Stärke der Berliner Neurowissenschaften auf und zielt darauf ab, wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung zu übersetzen.
Beteiligte Institutionen sind u.a. die Charité, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Freie Universität Berlin, das Max Delbrück Center, das Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP) und das Deutsches Rheumaforschungszentrum Berlin (DRFZ).
Berlin Research 50 (BR50)
Berlin als internationale Wissenschaftsmetropole zu stärken, ist Ziel einer gemeinsamen Initiative der außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Hauptstadt. Sie haben sich zur BR50 (Berlin Research 50) zusammengeschlossen.