EU-LIFE: Group Picture

EU-LIFE

Allianz führender Life-Science-Forschungszentren

EU-LIFE ist ein Bündnis der biowissenschaftlichen Spitzenforschung Europas. Es vertritt die Interessen seiner Mitglieder auf europäischer Ebene und fördert den Austausch zwischen ihnen.

In der EU-LIFE-Allianz verbünden sich 13 führende europäische Forschungszentren aus den Lebenswissenschaften, um die Spitzenforschung in Europa zu fördern und zu stärken. Das MDC ist als einziges Mitglied aus Deutschland dabei.

Interessenvertretung in der europäischen Politik

EU-LIFE fördert und stärkt die europäische Spitzenforschung. Die Partner im EU-LIFE-Bündnis sind renommierte Forschungszentren aus ganz Europa und repräsentieren über 7.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das Bündnis startete im Mai 2013 und hat sich seither als Stimme für Forschungseinrichtungen in der europäischen Politik etabliert.

Gegenwärtig ist es Teil der beiden Plattformen für Stakeholder-Organisationen, welche regelmäßig den EU-Kommissar Carlos Moedas und die europäische Generaldirektion Forschung und Innovation beraten: die Open Science Policy Platform und die Stakeholder Platform Europäischer Forschungsraum.

Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen

Diese Beiträge zur EU-Forschungspolitik gründen auf den Ergebnissen der EU-LIFE-Arbeitsgruppen, in denen die Institutionen zusammenarbeiten.

Derzeit gibt es sechs "working groups", die sich regelmäßig treffen und über Fragen zur translationalen Forschung, zur Wissenschaftskommunikation, der Rekrutierung und Ausbildung, dem Technologietransfer und Förderungsstrategien beraten. In der Strategie-Arbeitsgruppe entwickeln die Direktorinnen und Direktoren der EU-LIFE-Institutionen strategische Positionspapiere und Empfehlungen.

Wissenschaftlicher Austausch

Bei einer jährlichen Konferenz tritt die EU-LIFE-Forschungsgemeinschaft zusammen und diskutiert ein aktuelles wissenschaftliches Thema.

Die Teilnehmer des EU-LIFE Scientific Meetings 2017 zum Thema "Homöostase"

Zudem fördert das "Visiting scientist programme" die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen den EU-LIFE-Partnern. Das Programm finanziert den Aufenthalt von wissenschaftlichem Personal an einem der Partnerinstitute – bis zu 6 Monate lang. Dies erleichtert den Austausch von Wissen und Technologien und stimuliert so die Zusammenarbeit in gemeinsamen Projekten.

Für eine offenere Wissenschaft: Projekt „ORION“

Das EU-Projekt ORION ist eine Initiative der Kommunikations-Arbeitsgruppe von EU-LIFE. ORION (Open Responsible Research and Innovation to further Outstanding Knowledge) setzt sich für eine zugänglichere und offenere Wissenschaft ein.

Wissenschaftliche Ergebnisse und der wissenschaftliche Prozess sollen der gesamten Gesellschaft offenstehen. Diese „offene Wissenschaft“ oder „Open Science“ ist eine zentrale Strategie der Europäischen Kommission.

ORION zielt auf institutionelle, kulturelle und Verhaltens-Änderungen von Forschungseinrichtungen und Forschungsförderern ab, die für die Umstellung auf Open Science nötig sind. Es richtet sich dabei an Forscherinnen und Forscher, das Management und die Führungsebene.

Das MDC ist einer von neun Partnern des Projekts und federführend bei der Entwicklung von Trainingseinheiten für das wissenschaftliche Personal. Diese Trainings sollen Forscherinnen und Forscher bei der Umstellung auf Open-Science-Prinzipien unterstützen.

Ein Kernelement von ORION sind „Co-Creation-Experimente“ mit unterschiedlichen Akteuren aus der Forschungsförderung, der Wissenschaft, der Industrie und aus der Öffentlichkeit. Aus diesen Experimenten sollen neue Citizen-Science-Projekte, Forschungsstrategien, Finanzierungsstrukturen und Lehrmaterialien hervorgehen.

www.orion-openscience.eu

Laufzeit und Budget von ORION

Open Responsible Research and Innovation to further Outstanding Knowledge

ORION ist ein europäisches Gemeinschaftsprojekt mit einer Laufzeit von vier Jahren (Mai 2017 bis April 2021). Es wird mit 3,2 Millionen Euro durch das EU-Rahmenprogramm Horizon 2020 gefördert. Im Arbeitsprogramm „Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft“ (Science with and for Society) widmet es sich der effektiven Zusammenarbeit zwischen Gesellschaft und Wissenschaft.

Für Geschlechtergerechtigkeit in der Wissenschaft: Projekt „LIBRA“

Das LIBRA-Projekt (Leading Innovative measures to reach gender Balance in Research Activities) setzt sich für die Gleichberechtigung aller Geschlechter in der Wissenschaft ein. Hier kooperieren zehn europäische Forschungszentren aus den Lebenswissenschaften, alle davon sind Mitglieder von EU-LIFE.

Das Projekt untersucht die bestehenden Maßnahmen und Richtlinien an den Institutionen und identifiziert so geschlechtsspezifische Benachteiligungen und Hürden.

Dieser partizipative Lernprozess soll zur Entwicklung von Richtlinien führen, die strukturelle Barrieren abbauen, damit Frauen und Männern die selben Karrierewege in der Wissenschaft offenstehen. Im Fokus stehen dabei die Rekrutierung von Personal, die Karriereentwicklung und die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben. Außerdem soll das Bewusstsein geschärft werden, dass Geschlechterunterschiede Einfluss auf das Design von Experimenten haben.

www.eu-libra.eu

 

Laufzeit und Budget von LIBRA

Leading Innovative measures to reach gender Balance in Research Activities

Das LIBRA-Projekt hat eine Laufzeit von 3,5 Jahren und wird durch das EU-Rahmenprogramm Horizon 2020 im Arbeitsprogramm „Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft“ (Science with and for Society) gefördert.