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Prof. Tom Rapoport nimmt Ruf nach Harvard an

Prof. Tom Rapoport vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, hat einen Ruf auf den Lehrstuhl für Zellbiologie an die Harvard Universität in Boston/​USA angenommen. Der international renommierte Zellbiologe wird im Januar kommenden Jahres nach Boston gehen.

Schwerpunkt der Forschungsarbeiten von Prof. Rapoport ist der Transport von Proteinen in der Zelle und aus der Zelle heraus. Dieser Transportprozeß regelt das Leben eines Organismus. Er sorgt dafür, daß mehrere Millionen von Molekülen gleichzeitig an ihren Einsatzort gelotst werden, ohne daß es zum Verkehrskollaps kommt VerteilersteIle für die Proteine ist das sogenannte endoplasmatische Reticulum (ER), dessen Zisternen das Zellplasma wie ein verzweigtes Kanalsystem durchziehen.

Tom Rapoport ist in den USA (Cincinnati/​Ohio) geboren, nachdem seine Eltern im Dritten Reich emigrieren mußten. In der McCarthy-Zeit kehrten seine Eltern nach Deutschland zurück und lebten in der DDR Tom Rapoport studierte an der Humboldt-Universität in Berlin. Nach seiner Promotion 1972 nahm er seine wissenschaftliche Arbeit am Zentralinstitut fur Molekularbiologie der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin-Buch auf, einem von drei Vorläuferinstituten des 1992 gegründeten MDC. Mit seiner Habilitationsschrift hatte Tom Rapoport einen der ersten Plätze auf der Rangliste der weltweit meistzitierten DDR-Wissenschaftler erreicht

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