Belohnung für die besten Azubi-Ideen

Der Helmholtz-DKB-Ausbildungspreis ist in die erste Runde gegangen. Der IT-Auszubildende René Kuschke hat sich mit seinem Projekt beworben.

Für die zehn hausinternen Schulungs-Rechner in Haus 10 sind die regelmäßig stattfindenden Computerkurse Schwerstarbeit: Hier ein Häkchen falsch gesetzt, dort zum wiederholten Male verkehrt abgespeichert – im Eifer des Gefechts passiert das den Teilnehmerinnen und Teilnehmern schnell. Nach einer Schulung qualmt im übertragenen Sinn die Festplatte. Ergebnis: Durch den vom Nutzer verursachten Datenmüll werden die Rechner immer langsamer. Im Fachjargon nennen das die Kollegen aus der IT Performanceprobleme durch unterschiedliche Softwarestände. Der Wartungsaufwand ist hoch, denn die Rechner müssen vor den nächsten Schulungen wieder aufwendig zurückgesetzt werden, sozusagen in einen jungfräulichen Zustand. Um dem abzuhelfen, hat sich IT-Lehrling René Kuschke etwas ausgedacht mit seinem Ausbilder Dennis Siuchninski: Die Idee war, PC-Wächterkarten“ zu installieren. So eine Karte schützt den PC, sobald er eingeschaltet ist. Bei einem Neustart wird der Rechner wieder in die Ursprungskonfiguration versetzt. Die Daten sind also nur temporär vorhanden, nämlich bis zum Runterfahren des PCs. Das ist nicht nur bei einem Virenbefall sehr praktisch, sondern vereinfacht die Wartung der Schulungscomputer immens, weil stets konstante Einstellungen vorhanden sind. Zu einem festgelegten Zeitpunkt können zudem alle Updates gleichzeitig vorgenommen werden. Dazu installierte René zwei Betriebssysteme auf jedem Computer: für die Schulungen in deutscher sowie in englischer Sprache. Die Konfiguration der Wächterkarte war etwas tricky. Ich musste der Karte nämlich beibringen, dass sie beide Betriebssysteme schützen soll und nicht nur eins“, erklärt er.

Damit die Teilnehmer bei zweitägigen Kursen nicht jedes Mal wieder von vorn anfangen müssen mit ihren Übungen, besitzt jeder Rechner noch eine zweite Festplatte. Dort können die aktuellen Tagesergebnisse abgespeichert werden. Diese zweite Festplatte hat die spezielle Schutzkarte darum nicht.

Mit seiner Idee möchte der 21-jährige nicht nur die Wartung der Schulungsrechner optimieren, sondern gleich noch beim ersten, mit 5.000 Euro dotierten Ausbildungspreis der Helmholtz-Gemeinschaft und der Deutschen Kreditbank AG (DKB), punkten. René Kuschke ist seit rund eineinhalb Jahren am MDC, nach seinem Abitur im Juni 2012 startete er die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration am MDC.

Mit dem Preis sollen hervorragende Leistungen honoriert werden, die Auszubildende in den 18 Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft zur Unterstützung der wissenschaftlichen Forschung geleistet haben.

Wer wissen möchte, welcher Auszubildende aus der Helmholtz-Gemeinschaft das Rennen macht –vielleicht ist es sogar René – , ist zur Preisverleihung am 10. April 2014, von 18.30 bis 19.30 Uhr im Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (Jägerstraße 2223, 10117 Berlin) herzlich eingeladen.

Weitere Informationen auf der Helmholtz Webseite