Professur für Altuna Akalin
Professor Altuna Akalin, Leiter der Technologieplattform „Bioinformatics and Omics Data Science“ am Berliner Institut für Medizinische Systembiologie des Max Delbrück Center (MDC-BIMSB), ist ab dem 1. Juli 2026 W2-Professor für „Bioinformatics and Health Data Science“ an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Mit der unbefristeten Stelle würdigt die Charité Akalins Beiträge zur computergestützten Biologie und datengetriebenen biomedizinischen Forschung. Die Position ebnet neue Wege für die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem MDC-BIMSB und Deutschlands führendem Universitätsklinikum.
„Mit der Professur werden wir die Zusammenarbeit zwischen unserem Team und klinisch Forschenden weiter stärken. Dadurch können unsere Ergebnisse schneller und direkter als bisher dazu beitragen, klinische Probleme zu lösen“, sagt Akalin.
Die Wissenschaftler nutzt moderne Bioinformatik, maschinelles Lernen und Multi-Omics-Methoden, um komplexe biologische Systeme und Krankheitsmechanismen besser zu verstehen. Sein Team entwickelt computergestützte Werkzeuge und analytische Rahmenkonzepte, mit denen sich genomische und epigenomische Daten integrieren und präziser auswerten lassen.
Vor allem die Onkologie profitiert bereits von Akalins Forschung. Die in seinem Labor entwickelten, auf Deep Learning basierenden Plattformen unterstützen Kliniker*innen dabei, Krebserkrankungen genauer zu diagnostizieren und die optimalen Therapiemöglichkeiten zu identifizieren. Darüber hinaus leistet Akalins Forschung einen wichtigen Beitrag, um die Regulation von Genen und molekulare Signaturen von Krankheiten besser zu verstehen.
„Künstliche Intelligenz wird eine zunehmend wichtige Rolle bei der Erforschung von Krankheiten spielen. Um sie effektiv zu nutzen, müssen wir ihre Ergebnisse aber sorgfältig validieren und interdisziplinär zusammenarbeiten“, sagt Akalin. „Die Professur verschafft uns nun die Möglichkeit, die Verbindung zwischen Grundlagenforschung und klinischer Anwendung zu intensivieren.“