Newsletter: 10/2020: Nieren-Puzzle, Ebbe und Flut im Gehirn und Reality TV

Forscher:innen des MDC: biomedizinische Grundlagenforschung geht nicht vollständig ohne Tierversuche

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

manchmal ist es gar nicht so leicht, sich vorzustellen, wohin Erkenntnisse unserer Forschungsteams am MDC führen könnten. Dies ist das Wesen von Grundlagenforschung: Sie hat nicht immer einen schnellen Nutzen, eine direkte Anwendung im Blick. Sie schürft tiefer. Aber seien Sie gewiss, wir suchen die Brücke zur Klinik. Denn wir wollen, dass unser Wissen möglichst rasch Patientinnen und Patienten zugute kommt, dass eine Therapie oder ein Medikament entwickelt werden kann.

Um welche Krankheitsbilder es geht, zeigt dieser Newsletter: So hat ein Team um Thoralf Niendorf die Hirnventrikel von MS-Erkrankten analysiert. Einzelzellbiolog*innen um Kai Schmitt-Ott und Nikolaus Rajewsky rekonstruieren, wie die Funktion eines Zelltyps der Niere je nach Umgebung variiert. Und das Team um Oliver Daumke analysiert Proteine, die bei der Entstehung von Krebs eine Rolle spielen.

Haben wir Sie neugierig gemacht? Würden Sie gerne einmal verfolgen, wie wir arbeiten? Auch dazu bieten wir Gelegenheit: Während der Berlin Science Week haben wir ein Experiment gewagt und MDC-Labore für ein eigenes „Reality-TV“ geöffnet und in virtuellen Events unsere Arbeit vorgestellt. Transparent machen wir auch unsere Methoden: MDC-Wissenschaftler*innen sagen, warum es in der Gesundheitsforschung noch nicht ohne Tierversuche geht und welche Alternativen wir nutzen.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.

Ihr MDC-Insights-Team

FORSCHUNG