Gerhardt und Hübner gehören jetzt zur EMBO
Professor Holger Gerhardt und Professor Norbert Hübner, beide Arbeitsgruppenleiter am Max Delbrück Center, sind zu neuen Mitgliedern der European Molecular Biology Organization (EMBO) gewählt worden. Die Entscheidung würdigt die bedeutenden Beiträge der Forscher für das Verständnis der kardiovaskulären Biologie und der Herz-Kreislauf-Gesundheit.
Gerhardt leitet am Max Delbrück Center die Arbeitsgruppe „Integrative Vaskuläre Biologie“ und ist zudem Principle Investigator am Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK). Er hat wichtige Erkenntnisse für die Gefäßbiologie gewonnen, indem er beispielsweise herausgefunden hat, wie sich Blutgefäße während ihrer Entwicklung und im Verlauf von Erkrankungen bilden, verzweigen und anpassen. Sein Team kombiniert moderne Bildgebung, Genetik, Bioengineering und computergestützte Ansätze, um die molekularen Mechanismen zu verstehen, die das Netzwerk der Gefäße prägen. So wollen die Forschenden Strategien entwickeln, um die Regeneration von Gewebe und die kardiovaskuläre Gesundheit zu fördern.
Hübner ist Leiter der Arbeitsgruppe „Genetik und Genomik von Herz-Kreislauferkrankungen“. Er nutzt einen innovativen systembiologischen Ansatz, um das Zusammenspiel der Gene zu entschlüsseln, die bei Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen eine Rolle spielen. Seine Erkenntnisse aus experimentellen Modellen überträgt er erfolgreich auf menschliche Krankheiten. Darüber hinaus hat Hübner große internationale Kooperationsprojekte ins Leben gerufen – mit dem Ziel, die zelluläre und molekulare Architektur des menschlichen Herzens zu kartieren und so die biologischen Grundlagen von Kardiomyopathien und Herzinsuffizienz besser zu verstehen.
Die EMBO ist eine der renommiertesten Organisationen auf dem Gebiet der Biowissenschaften und vereint mehr als 2.200 Forschende aus aller Welt. Die Mitglieder begutachten Förderanträge, sind im EMBO-Rat und in den Ausschüssen tätig oder gehören den Redaktionsbeiräten der Zeitschriften von EMBO Press an. Darüber hinaus tragen sie dazu bei, die Ausrichtung der biowissenschaftlichen Forschung in Europa mitzugestalten, Nachwuchswissenschaftler*innen zu fördern und Forschungsgemeinschaften zu stärken. Neue Mitglieder können ausschließlich von bestehenden Mitgliedern nominiert und gewählt werden. Gerhardt und Hübner werden auf der nächsten Mitgliederversammlung der Organisation von 30 September bis 2 Oktober 2026 in Heidelberg offiziell begrüßt.