BIMSB Late Summer Meeting

Einladung zum Grand BIMSB Opening Symposium

Vom 25. bis 27. Oktober kommen internationale Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher nach Berlin. Ihre Arbeit hat den Aufbau des Berlin Institute for Medical Systems Biology (BIMSB) im Max-Delbrück-Centrum geprägt. Nun feiern sie dessen zehnjähriges Bestehen und den Umzug der MDC-Forschungseinheit nach Berlin Mitte.

Christiane Nüsslein-Volhard (Nobelpreis für Physiologie und Medizin, 1995) und Phil Sharp (Nobelpreis für Physiologie und Medizin, 1993) sind nur zwei der prominenten Namen beim Grand BIMSB Opening Symposium. Insgesamt reisen 16 weltweit führende Forscherinnen und Forscher nach Berlin, um bei der Tagung über ihre Arbeit zu diskutieren.  

Das Programm der Veranstaltung spiegelt Forschungsthemen, Modellsysteme und Technologien wider, die die Wissenschaft am Berlin Institute for Medical Systems Biology (BIMSB) geprägt haben. So werden zum Beispiel Hans Clevers, Jürgen Knoblich, Peter Lichter und Charles Swanton darüber sprechen, wie man Krebs auf molekularer Ebene verstehen und bekämpfen kann. Christiane Nüsslein-Volhard, Edith Heard, Phil Sharp, Patrick Cramer und Mike Levine werden von neu entdeckten Mechanismen für das An- und Ausschalten von Genen berichten. Claude Desplan, Amanda Fisher, Eileen Furlong und Edith Heard werden die Genregulation während der embryonalen Entwicklung beleuchten, Ruth Lehmann und Bing Ren jene in pluripotenten Stammzellen. 

Die Sprecherinnen und Sprecher zeigen zudem, wie neueste Technologien die Forschung voranbringen: Jürgen Knoblich und Hans Clevers arbeiten mit dreidimensionalen Mini-Organen aus menschlichen Stammzellen; Hans Clevers und Christiane Nüsslein-Volhard nutzen in ihren Laboren die Gen-Schere CRISPR/Cas9, und Ido Amit, Claude Desplan, Eileen Furlong und Lior Pachter erforschen den Verlauf des Lebens in den einzelnen Zellen eines Organismus (Einzelzellbiologie).  

Eine außergewöhnliche Konzentration wissenschaftlicher Exzellenz 

„Die Liste der Vortragenden zeigt den hervorragenden Ruf der Systembiologie am MDC und was mit dem Aufbau des BIMSB geleistet wurde. Das liegt unter anderem daran, dass die Systembiologie eng mit allen anderen Forschungseinheiten des MDC verzahnt ist und in sie ausstrahlt. Bei dieser über die Fächer- und Abteilungsgrenzen hinausgehenden Zusammenarbeit entstehen neue Ideen“, sagt Martin Lohse, Wissenschaftlicher Vorstand des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC).   

„Wir fühlen uns sehr geehrt, dass wir diese außergewöhnliche Auswahl der besten internationalen Forscherinnen und Forscher bei uns empfangen dürfen. Eine solche Konzentration wissenschaftlicher Exzellenz in einer einzigen Veranstaltung ist selten“, sagt Nikolaus Rajewsky, der vor zehn Jahren das BIMSB gegründet hat und seitdem diese Forschungseinheit des MDC koordiniert. „Das Symposium wird einen Ausblick auf die Systemmedizin der Zukunft bieten. Darauf freuen sich fast 400 registrierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt.“ Journalistinnen und Journalisten sind herzlich willkommen, sich für das Meeting zu akkreditieren und Sprecherinnen und Sprecher zu interviewen. 

Die Tagung ist die elfte Ausgabe des Berlin Summer Meetings. Alljährlich kommen dabei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bioinformatik, Mathematik, Biochemie und experimenteller Molekularbiologie zusammen, um besonders aktuelle Fragen der Genregulation zu diskutieren.  

Unser Ehrgeiz ist es, die Grenzen zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen zu sprengen.
Nikolaus Rajewsky
Nikolaus Rajewsky Gründer des BIMSB

„Unser Ehrgeiz ist es, die Grenzen zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen zu sprengen“, sagt Rajewsky. Dafür wurde die medizinische Systembiologie am MDC systematisch ausgebaut. Nach zehn Jahren umfasst das BIMSB heute 17 international anerkannte Forschungsgruppen und etwa 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die BIMSB-Mission ist es zu verstehen, wie menschliche Gene in Gesundheit und Krankheit gesteuert werden.  Experimente im Labor und Computermodelle gehören für die Forscherinnen und Forscher untrennbar zusammen – diese konsequente Verschmelzung von hochmodernen computerbasierten mit experimentellen Methoden ist eine besondere Stärke des BIMSB. 

Die Arbeitsgruppen des BIMSB ziehen Anfang 2019 nach Berlin-Mitte 

Das Grand Opening Symposium ist zugleich Auftakt für ein neues Kapitel: Anfang 2019 werden die BIMSB-Arbeitsgruppen in ein neues Labor- und Forschungsgebäude im Zentrum Berlins einziehen. Mit dem Neubau in der Hannoverschen Straße, auf dem historischen Gelände des Campus Nord der Humboldt-Universität zu Berlin, hat das MDC in Zukunft einen zusätzlichen Standort. Das Gebäude hat das renommierte Architekturbüro „Staab Architekten“ geplant. Die innovative Gestaltung fördert mit flexibel nutzbaren Laboren sowie Begegnungsflächen die interdisziplinäre Kommunikation. Der neue Standort soll zudem dabei helfen, die Zusammenarbeit des MDCs mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an Berlins Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie den Klinikerinnen und Klinikern an den Krankenhäusern zu stärken.

Weiterführende Informationen

Kontakte 

Professor Nikolaus Rajewsky 
Berlin Institute for Medical Systems Biology (BIMSB)  
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz Gemeinschaft (MDC) 

Leiter der Arbeitsgruppe „Systembiologie von genregulatorischen Elementen“ wissenschaftlicher Leiter des BIMSB  
Organisator des Berlin Summer Meetings 

030-9406-2999 (Sekretariat) 
rajewsky@mdc-berlin.de

Journalistinnen und Journalisten sind herzlich willkommen, sich für das Symposium zu akkreditieren. Bitte wenden Sie sich dafür – und für Interviewanfragen – an:

Jana Schlütter (vorab)
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC)
Stellvertretende Leitung, Kommunikationsabteilung 

030-9406-2121
jana.schluetter@mdc-berlin.de

Jutta Kramm (während des Symposiums vor Ort)
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) 
Leitung, Kommunikationsabteilung 

030-9406-2140
jutta.kramm@mdc-berlin.de

Die Sprecherinnen und Sprecher 

  • Christiane Nüsslein-Volhard, Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen: „How Fish colour their skin: A paradigm for development and evolution of adult patterns“ 
  • Jürgen A. Knoblich, Institut für molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften: „Cerebral organoids: modelling human brain development and tumorigenesis in stem cell derived 3D cuture“ 
  • Claude Desplan, New York University: „The generation of neuronal diversity“ 
  • Edith Heard, Institut Curie in Paris: „Exploring the dynamic relationship between gene expression and chromosome organisation  during X-chromosome inactivation“ 
  • Ruth Lehmann, Direktorin des Skriball Institute sowie der New York University School of Medicine: „Protecting immortality: Germ granule organization by phase transition“ 
  • Amanda Fisher, Imperial College London: „Epigenetics and inheritance“ 
  • Bing Ren, University of California in San Diego School of Medicine sowie Ludwig Cancer Research in La Jolla: „Remodeling chromatin architecture during human cardiomyocyte differentiation“ 
  • Patrick Cramer, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen: „A molecular mechanism for RNA polymerase II activation“ 
  • Lior Pachter, Caltech in Pasdena: „Computational and experimental foundations for single-cell genomics“ 
  • Charles Swanton, The Francis Crick Institute in London: „Cancer evolution and immune escape: TRACERx“ 
  • Mike Levine, Princeton University: „A high-resolution view of gene activity during development“ 
  • Hans Clevers, Hubrecht Institute in Utrecht: „Lgr5 stem cell-based organoids in human disease“ 
  • Peter Lichter, Deutsches Krebsforschungszentrum in Heidelberg: „Newly emerging mechanisms of genomic instability and their impact on tumor evolution“ 
  • Ido Amit, Weizmann Institute, Rehovot: „Single-cell genomics: A stepping stone for future immunology discoveries“ 
  • Eileen Furlong, European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg: Understanding enhancer usage during embryonic development at a single-cell level“ 
  • Phil Sharp, Koch Institute for Integrative Cancer Research, M.I.T. in Cambridge: „RNA regulates transcription through phase transitions?“  

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) 

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) wurde 1992 in Berlin gegründet. Es ist nach dem deutsch-amerikanischen Physiker Max Delbrück benannt, dem 1969 der Nobelpreis für Physiologie und Medizin verliehen wurde. Aufgabe des MDC ist die Erforschung molekularer Mechanismen, um die Ursachen von Krankheiten zu verstehen und sie besser zu diagnostizieren, verhüten und wirksam bekämpfen zu können. Dabei kooperiert das MDC mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem Berlin Institute of Health (BIH) sowie mit nationalen Partnern, z.B. dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DHZK), und zahlreichen internationalen Forschungseinrichtungen. Am MDC arbeiten mehr als 1.600 Beschäftigte und Gäste aus nahezu 60 Ländern; davon sind fast 1.300 in der Wissenschaft tätig. Es wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Berlin finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.